Elitärer #Missbrauch und #Mord – wir erwarten #Aufklärung

Man muss bei diesem Thema und den Vorstellungen, die Aussagen darüber auslösen, erst einmal tief Luft holen. Darüber zu sprechen, muss eigentlich für jeden eine Überforderung sein. Alles, was ich darüber sagen kann, wenn ich das folgende Video von Ingo Bading empfehle, wird bei Zynikern, wie seit Jahrzehnten, wohl nur ein müdes Lächeln auslösen. Damit muss ich leben – es geht um tausendfaches Leid und tausendfachen Tod Unschuldiger. Es geht um die Inhalte des 2016er ARD-TV-Films „Operation Zucker. Jagdgesellschaft“ (R: Sherry Hormann), dem schon 2012 eine „Operation Zucker“ (R: Rainer Kaufmann) vorausging.

Ingo Badings Erinnerung an pädosexuelle Satanisten wie in „Jagdgesellschaft“ (ARD)

Ingo Bading zeigt sich in seinen neuesten Videos sehr verletzlich. Ich glaube, es ist nicht falsch zu sagen, dass ich hierin einige der wenigen Momente gesehen habe, in denen das Internet zu einer Authentizität und Direktheit führt, die historisch völlig neu sind. (Ich lasse denkbare kritische Anmerkungen hier zunächst weg; das Thema selbst ist zu ernst und dringlich – darum muss es an allererster Stelle gehen. Man sollte sich nicht von Ingos Anmoderation abschrecken lassen, die ich gerade hier nicht gut und passend finde, weil man nicht wirklich einordnen kann, ob hier Ironie am Werk ist, während das Übrige zu Recht so unironisch ist.) An erster Stelle wohl bei dem Thema elitären Missbrauchs und organisierter sexueller Gewalt könnte (sollte, müsste) dies eigentlich zu einem Aufruhr führen. Die Anlässe für #Aufschrei- oder #MeToo-Debatten sind im Vergleich dazu fast schon läppisch. (Wir sehen daran, mit welchen Maßstäben die Medien-Mächtigen unsere Aufmerksamkeit steuern. Falls Sie, wer auch immer Sie sind, daran etwas ändern wollen, beeilen Sie sich bitte – für viele Opfer zu spät dürfte es allemal sein.)

Das, worauf Ingo Bading hier hinweist, ist also von den hauptsächlichen Anschuldigungen her kaum noch eine Hypothese (oder gar Verschwörungstheorie) zu nennen. Wir haben Anfang 2016 durch einen auf organisierten Missbrauch und willkürlichen Mord durch hochgestellte Persönlichkeiten in Deutschland zielenden ARD-Spielfilm und begleitende Berichterstattung in der Talkshow „Maischberger“ …

… sowie etliche andere Mainstream-Organe wie „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (20.01.2016), „Süddeutsche“ (20.01.2016) oder – um eines zu zitieren – den „stern“ (21.01.2016) doch wohl endgültig und unumgänglich davon erfahren:

Ina Jung recherchiert seit Jahren zu den Themen Misshandlung und sexueller Missbrauch. „Die ‚Jagdgesellschaft‘, wie wir sie in unserem Film nennen, gibt es wirklich. Genauso wie es die Kinder gibt, die in Kofferräume gesperrt werden. Das wurde uns auch noch einmal von mehreren Polizeibeamten bestätigt“, so die Autorin im Gespräch mit dem stern. So schockierend der Film für viele Zuschauer war: Die Realität ist laut Ina Jung noch viel schlimmer. Die Situationen im Film seien „im Schongang beschrieben“.

„Die Kinder werden manipuliert, wahrhaft programmiert. Der Missbrauch ist für sie normal, sie können gar nicht mehr wahrnehmen, was sie da tun. Jegliche Fluchtgedanken werden ihnen ausgetrieben, indem man ihnen sagt, dass sie ja eh selbst schuld wären.“ Sie müssten oft zusehen, wie andere Mädchen und Jungen gequält oder sogar ermordet werden. So lernen sie, dass auch die anderen leiden müssen, wenn sie einen Fehler machen. „Die Täter jagen die Kinder durch Wälder, auch das ist im Film keine fiktionale Szene“, sagt Jung. „Die Kinder werden Opfer ritueller Gewalt und das hat nichts mit Pädophilie oder Satanismus zu tun. Sie sind Opfer von Menschen, die Macht ausüben wollen, die zynisch sind, andere klein halten wollen und die sich durch das Zerstören dieser Kinderseelen besser fühlen. Solche Taten werden von Männern begangen, die hochrangige Positionen in unserer Gesellschaft besetzen und die sich mit dem Geschehenen gegenseitig manipulieren und erpressen.“

Anti-Verschwörungstheorie-Ideologie bei Michael Butter

Zu den notwendigen Revisionen gehört deshalb, dass Äußerungen etwa eines Prof. Michael Butter (Universität Tübingen) zum Begriff „Verschwörungstheorie“ im Ganzen ein verzerrtes Weltbild zu produzieren scheinen, das Wissenschaftlichkeit in erheblichem Maße entbehrt – so mein vorläufiger Befund aufgrund seiner Ausblendung zentraler Themen und Literaturen, die leider eine mögliche produktive Auseinandersetzung auf der wissenschaftlichen Ebene zweifelhaft erscheinen lassen. Butter mixt Zeitungswissen über aktuellere, teils in Wirklichkeit relevante mit fragwürdigeren bis nonsensigen Verschwörungstheorien. (Butter, der einen längeren USA-Aufenthalt absolvierte, setzt hier ein historisch bekanntes Desinformations-Programm der CIA um.) Empirische Prüfungen historiografischer Aussagen der – sicher oft schwierig zu beurteilenden – Verschwörungsliteratur wären Ausgangspunkt historischer Wissenschaften. So wurde es von mir in „Okkultsymbolik und Machtpolitik“ (2016) mit einem thematischen Fokus begonnen. Im Abschnitt zu Satanismus wird das, wovon der vorliegende Artikel handelt, mit wenigen Worten als teils bekannte, teils zu befürchtende Realität angesprochen.

Wie konnte ein Michael Butter Jahre nach den ARD-Debatten über eine historische Singularität organisierten Bruchs von Menschenrechten vor einem Millionenpublikum sich entscheiden, eine nun als neuer wissenschaftlicher Standard formulierte Position zu begründen, die pädosexuell-satanistische Eliten – soweit mir bekannt – nicht einmal erwähnt? (Sollte es anders sein, kann das gern hier kommentiert werden.)

Ich möchte diesen Artikel nicht mit weiteren Erläuterungen allzu sehr belasten – zum fehlenden erkennbaren Forschungsstand bei Butter überhaupt betr. Autoren wie Erich Ludendorff (von Ingo Bading allein mit kommentierten Texteditionen und zahlreichen Blog-Artikeln zugewandt wachgehalten), Karl Heise oder Eustace Mullins, zu den sehr differenziert zu beurteilenden neuesten Konspiratologien, die den Off- und heute Internet-Diskurs in Deutschland mitbestimmen, wie Jan van Helsing (in Aufnahme US-amerikanischer Autoren), Dieter Rüggeberg oder Wolfgang Eggert. (Man sieht hoffentlich, was sich an Detail-Diskussion auf filmdenken.de dazu schon angesammelt hat. Wo wäre ggf. jetzt meine Verpflichtung, zu jemand in Kontakt zu treten, bei dem ich solche Vorarbeiten nicht erkennen kann? – Die nun zu erwähnende Tagung könnte Ort einer solchen Auseinandersetzung sein – doch nach meinem früheren Besuch dort in Abwesenheit Butters muss ich gerade auf neuerliche Ausgaben im dreistelligen Bereich verzichten, nachdem man mein eingereichtes Vortrags-Thema nicht angenommen hat. (Ich kopiere diese Einreichung einmal in den folgenden Blog-Beitrag.)

Eine der nächsten Aktivitäten Butters wird am 14.-16.06.2018 also diese Tagung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart sein. Ein Funktionär wie Butter, der gerade in Deutschland mit einem Suhrkamp-Band, „‚Nichts ist, wie es scheint‘. Über Verschwörungstheorien“ (2018), durch alle großen Zeitungen gereicht wird und zu diesem Thema seit Monaten in der außeruniversitären Erwachsenenbildung agiert, tritt hier also unter dem Dach einer Organisation auch zahlreicher in jüngerer Zeit verurteilter Pädokrimineller über die Jahrhunderte auf, um dabei Verschwörungen weitgehend zu leugnen … (Ich hoffe, ich muss mich nicht dafür rechtfertigen, wenn eine ehrwürdige Institution ihren Namen so unwiderruflich besudelt und die Wirksamkeit von Gebeten über so lange Zeiträume so niederschmetternd widerlegt hat. Es zählen vielmehr aufrichtige Worte und die Konsequenz gegen sich selbst, die in allerlei Moralen von anderen so freigiebig gefordert wird.)

Verdrängte TV-Geschichte: Anklage Pädokrimineller in „Derrick“

Ignoriert werden schon seit Jahren meine Versuche, die Beiträge des erfolgreichsten deutschen TV-Drehbuchautors, Herbert Reinecker, dahingehend zu würdigen. Die Folge „Das Floß“ (Folge 240, 1994) etwa ist die Geschichte organisierten Missbrauchs – wenn auch im kleineren Rahmen, so, wie Reinecker seine Geschichten für den Freitagabend zubereitete. Aufgrund meiner völligen Unkenntnis in früheren Jahren benötigte ich selbst lange, bis ich die Tragweite darin erkannte.

In den institutionell geförderten Veröffentlichungen zu einer TV-Serie, die über eine Milliarde Menschen erreichte, ist diese Unkenntnis der heute noch gelehrte Standard, soweit nicht – fast überall – gekonnt totgeschwiegen wird (in einer Gesellschaft, die permanent „Erinnerungskultur“ einfordert – eine eher hohle Phrase vor diesem Hintergrund, bei der in nächster Zukunft jedem der Atem stocken sollte, der versucht, sie nochmal zu wiederholen). Die Presse hatte in Horst Tappert noch einmal wg. des Schweigens über seine SS-Zugehörigkeit (ohne Informationen über ein individuelles Fehlverhalten des damals Anfang 20jährigen) posthum abgeurteilt und publizistisch verbannt. Jahrzehntelang hatte man sich um die allbekannte SS-Zugehörigkeit von Autor Reinecker erst gar nicht gekümmert. Nach dem Ableben der wichtigsten Beteiligten beerdigte man das ganze Thema, einstimmig wie von Zauberhand in einem Land, das, so Butter, wissen soll, „was wahr ist“ (Klappentext).

Zur Bekräftigung auch der Hinweis auf eine ähnlich konstruierte Geschichte in „Derrick – Hölle im Kopf“ (272), beides also späte Folgen, in denen Reinecker offensichtlich sehr direkte Schilderungen von Ereignissen der Art wagte, was sich in den Apartments und Flugzeugen eines Jeffrey Epstein und, so lässt sich sagen, auch anderer, sicher oft Unbekannter, derweil abspielte. Entscheidend wäre erst einmal herauszufinden, wieviele Fälle des Verschwindens von Kindern und Jugendlichen hierauf zurückgehen.

Die „Derrick“-Folge „Das Floß“ lässt sich prophetisch lesen für jene Jämmerlichkeiten, die uns auch in Berichten über das Umfeld des Ehepaars Clinton aus den USA erreichten – aktenkundig u. a. in dem für die Zwangsprostitution Minderjähriger verurteilten Milliardär Jeffrey Epstein. Ein Textilfabrikant ist es in „Derrick“, der die Tochter eines abhängigen Angestellten zum sexuellen Missbrauch vermittelt. Und ein solcher findet sich prominent im Umfeld Epsteins, …

Epstein wurde 1980 Partner bei Bear Stearns und gründete 1982 seine eigene Vermögensverwaltung „J. Epstein & Co“, die sich auf Milliardäre spezialisierte. Ein enger Geschäftspartner wurde der Textiltycoon Leslie Wexner.

… wodurch sich eine lesbare mögliche Anspielung ergibt – auf ein konspiratives Umfeld von elitären Geheimbündlern, auf die in versteckter Weise das Gesamtwerk Reineckers in der Nachkriegszeit verweist (wie ich in einem fast 700seitigen unveröffentlichten Buchtext überzeugt bin nachzuweisen – Hilfe bei seiner Publikation wäre immer willkommen, wenn diese überhaupt erfolgen soll).

Vor zwei Jahren haben wir also einmal z. B. im „stern“ über die ungeheuerliche systematische Vergewaltigung und Ermordung Schutzbedürftiger erfahren – und Ingo Bading fragt mit allem Recht: Was ist seitdem passiert? Hat sich irgendwer geregt? – Ingo, der seit vielen Jahren großen Mut gezeigt hat, auf das Leid der Betroffenen und Überlebenden hinzuweisen, hat damit bisher keine Massenwirkung erzeugt – wie auch, wenn schon ein Krimi mit 5 Mio. Zuschauern das nicht schafft?

Wie gesagt: Ich vernachlässige hier einzelne Kritikpunkte. Dazu gehört für mich, dass ich die von Ingo auch im Video erwähnten Enthüllungsbücher bemüht bin, ebf. ausreichend kritisch zu lesen. Hervorheben möchte ich, dass ich selbst solche für unsichere Quellen halte, in denen, wie bei Cathy O’Brien in „Die TranceFormation Amerikas. Die wahre Lebensgeschichte einer CIA-Sklavin unter Mind-Control“ (1995), mindestens einzelne Ungereimtheiten enthalten sind. Aus dem Gedächtnis kann ich hier gerade darauf verweisen, dass O’Brien an einer Stelle behauptet, einer der Bush-Präsidenten habe sich durch ein Hologramm in ihrem Sichtfeld in eine Echse verwandelt. Ist das die authentische Erinnerung einer MK-Ultra-Überlebenden, die mit einem früheren CIA-Mitarbeiter verheiratet ist? Oder kann es sich um irgendeine Art der Täuschung, sogar der Verführung zum Verbreiten von Fehlinformationen handeln? Als seriöser Verschwörungsforscher muss man sich das fragen. Mit dem Verweis auf das Franklin-Coverup steht man ebensowenig auf einvernehmlich gesichertem Boden – auch wenn in der Version weitreichender Geheimlogen Gerichtsurteile ja ihrerseits kaum vertrauenswürdig wären. – Das Grundmuster dieser Fälle aber ist exakt das, von dem uns mittlerweile die ARD berichtet hat, es existiere als satanistischer Untergrund deutscher Eliten.

Michel Friedman und das „antisemitische Klischee“

Das Thema sexueller Übergriffigkeit führt mich zu einer weiteren Gedankenreihe anhand von Bildern – darunter ein neuerer Auftritt von Michel Friedman auf N24 (18.01.2018), wie auf welt.de mit diesem Bild annonciert.

Friedmans Skandal um Kokain und Zwangsprostituierte 2003 musste mich irritieren als jemanden, der bei allem Interesse für Rainer Werner Fassbinders Arbeit einmal den Schluss zog, dass die Figur eines „reichen Juden“ als Immobilien-Spekulant, Bordell-Besitzer und Zuhälter im Skandal-Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ (1975) trotz literarischer Freiheit eine judenfeindliche Klischierung ist, die sich für keinen ästhetisch-politischen Zweck noch empfiehlt. Michel Friedman war es damals als Angehöriger der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, der gegen die Darstellung des „reichen“ Juden als Zuhälter ausgiebig protestierte, wobei Letzterer als fiktiver Immobilienhändler offensichtlich den späteren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignaz Bubis, alludierte, gegen den sich aufgrund seiner Geschäfte in Frankfurt a. M. sehr viel Widerstand regte (heute würde man es „Gentrifizierung“ nennen). Alles nachhaltig solide und sozialverträglich, versteht sich (siehe die soeben verlinkte Wikipedia):

Sein Engagement um die Berliner Immobilien Krumme Straße 11 und 13 stand in unmittelbarem Zusammenhang mit einem lokalen Bau- und Korruptionsskandal.
In den Jahren nach Bubis’ Tod wurden die meisten seiner gut 50 Grundstücke und Gebäude im gesamten Bundesgebiet abgewickelt. Die meisten waren hoch verschuldet. Die Immobilien, unter ihnen das Hochhaus in der Frankfurter Ulmenstraße 37 bis 39, mit dem Bubis Ende der sechziger Jahre den Grundstock für seinen beträchtlichen Immobilienbesitz gelegt hatte, wurden sukzessive verkauft. Nur selten überstieg der Erlös die Verbindlichkeiten. Die Banken stellten der Witwe Ida Bubis den Frankfurter Insolvenzverwalter Dirk Pfeil zur Seite.

Kurt Plischke:
Der Jude als Rassenschänder (1935)
 

Dabei kam bei mir immer wieder die verschwörungstheoretische Idee auf, der Friedman-Skandal könnte lediglich inszeniert sein, um zu überprüfen, ob der Schoß des „Antisemitismus“ fruchtbar noch sei. So habe ich das dann über Moshe Katzav, Strauss-Kahn zu Weinstein hin immer wieder durchdacht. Was wäre, wenn zu irgendeinem Zweck das judenfeindliche Sexual-Klischee in solchen Skandalen nur zur Aufführung käme? Was wäre (auch) in diesem Setting eine weise Position im Diskurs?

Und was sollen wir mit einem solchen Bild von N24 nun anfangen? – In natürlich gesitteter Form wird ein Moment hervorgehoben, wo Friedman einer blonden Frau die Hand auf den Arm legt. Mit: „Nackte Blondinen […] von großnasigen Juden besudelt“ wird ja in Kurt Plischkes nationalsozialistischer Hetzschrift „Der Jude als Rassenschänder. Eine Anklage gegen Juda und eine Mahnung an die deutschen Frauen und Mädchen“ (1935) eine Sadomaso-Inszenierung mit großem Gesicht im Vordergrund beschrieben (die ganze Schrift als Scan hier bei wolfsonian.org). (Aus dieser Propaganda-Schrift stammt auch die vorige S/W-Abbildung als Vergleich zur Friedman-Sendung.)

Und ist es nur einmal wieder einer jener angeblichen Zufälle, dass sich als physiognomischer Wiedergänger der Hass-Figur bei Plischke auch jener Clinton-Berater John Podesta eignet, um den (und seinen Bruder Tony) sich bis heute ein weit verästelter „Pizzagate“-Skandal einschließlich von Verdächtigungen zum Fall der verschwundenen Madeleine McCann entspinnt?

Das Risiko der Aufklärung

Vor all dem verschließt man besser die Augen, wenn man nicht mit dem Grauen identifiziert werden will, das andere anrichten (nichts anderes passiert uns allen, uns wenigen, die dazu nicht schweigen). Das ist vollkommen unausweichlich. Aber sollte hier irgendeine großflächige Fälschung möglich sein – angefangen von den katholischen Serien-Vergewaltigern von Kindern und Jugendlichen, die sicher am umfangreichsten juristisch dokumentiert sind?

Wenn es Menschen gäbe, die derlei verhindern könnten – warum tun sie es nicht? Das Risiko ist evident – und ich hoffe, Sie nehmen dies als Leser wahr. Das hier in der hochaktuellen Sache Übermittelte ist von anderen schon gesagt. Doch man will mit gutem Recht eigentlich nicht Leute überhaupt auf sich aufmerksam machen, die zu den abartigen Sadisten und unkritischen Lesern idiotischer Varianten von Okkult-Literatur gehören.

Wir könnten in der Aufarbeitung des so strukturierten Wahns und der daraus resultierenden Gewalt schon so viel weiter sein. Das rechtfertigt so viele Verdachtsmomente an anderer Stelle umso mehr – im Gegensatz zu dem, was heute an Universitäten gelehrt und in Massenmedien verbal gepredigt wird.

Aber nochmal abschließend: Als Autor, der all diese Fälle aus der Distanz wahrnimmt, muss man sich argumentativ etwa auf zumindest vorläufige Gerichtsurteile beziehen. Beispiele aus den USA sind den dortigen Liberalismen der Meinungsäußerung ausgesetzt und deshalb unzuverlässiger. Was in den USA eine legale haltlose Spekulation ist, kann in Deutschland eine echte Verleumdung sein.

Für die Fälschung eines Falles wie Epstein sehe ich derzeit keine Anzeichen. Für die wohl noch extremeren Praktiken von Satanisten in Deutschland haben sich ARD & Co., ausgehend von einem Spielfilm, schon weiter vorgewagt als je zuvor und teilen uns eine eindeutige Botschaft mit: ‚Während Ihr schlaft, wird aus Spaß tausendfach vergewaltigt und ermordet – in Eurer eigenen Umgebung.‘

Porno als Parallele zum rituell-sexuellen Untergrund

Das Thema wird noch sperriger in einer durchpornografisierten Gesellschaft, in der sexuelle Fantasien, die damit adressiert werden, zum öffentlichen Gemeingut geworden sind. Die psychoanalytisch geprägte Sicht auf die NS-Propaganda Post ’68 würde in den Illustrationen etwa zu Mathilde Ludendorffs „Induciertes Irresein durch Occultlehren“ (1933) oder von Kurt Plischkes zitiertem Werk immer (auch) eine Projektion des eigenen unbewussten und verleugneten Triebes sehen, der sich heute in sichtbarerer Sadomaso-Pornografie konfessionsübergreifend manifestiert.

Mathilde Ludendorff:
Induciertes Irresein durch Occultlehren
(1933)
 

„Welt“ (20.03.2016) informierte:

Frauen surfen nicht nur weniger auf Pornoseiten – sie suchen dort auch andere Dinge. Die interessieren sie sich viel mehr für „gangbang“ als Männer, genauso ist das bei „rough sex“ und „bdsm“ (bondage & discipline, dominance & submission, sadism & masochism). Auch die weibliche Ejakulation („squirt“) zu sehen, ist bei Frauen gefragter. Männer haben dafür die Begriffe „sister“ und „step sister“ exklusiv. Nur bei „mom“, „step mom“ kommen Mann und Frau hier zusammen.

Folgend auf rauchende Frauen in Pornos suchen Deutsche laut diesem Artikel an zweiter Stelle mit 211 % Vorsprung vor anderen Nationen nach dem sadomasochistischen Porno-Genre „Bondage“. Die insgesamt beliebteste Kategorie, „Teens“, deutet auch für den Massengeschmack schon die Grenze an, die Lolita-Anhänger bis Pädophile altersmäßig in der Realität überschreiten. Der Erfolg eines Stoffes wie „Fifty Shades of Grey“ (2011ff.) ist allzu bekannt.

Das führt zu dem vorläufigen Schluss, dass es auf beiden Seiten der Weltanschauung zutreffende Beobachtungen gibt. Jüdische Vertreter wie Bubis oder Friedman setzten in ihrer Öffentlichkeitswirkung das fort, was der judenfeindliche Diskurs seit jeher pauschal ihrer Religionszugehörigkeit als typisch attestierte. (Dazu gehören seit Jahrhunderten auch die extremeren Vorstellungen von Ritualmorden, wie sie von den judäochristlichen Gründervätern ja im Alten Testament als legitim überliefert sind.) Der psychoanalytische Diskurs behält in dem Sinne Recht, dass die anti-jüdische Agitation bei Plischke oder Ludendorffs immer wieder sadistische Sexualitäten allein Juden (oder z. B. Freimaurern) unterstellte, die statistisch deutlich weiter verbreitet sind.

Die jüdische Psychologie Sigmund Freuds sah im Sadomasochismus noch ein größeres Problem, als es die heutige Sexualwissenschaft vertritt:

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die überwiegende Mehrheit der Autoren davon ausgeht, dass zwischen 5 und 25 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Sexualpraktiken ausüben, die mit der Lust an Schmerzen, beziehungsweise mit Macht und Ohnmacht in Verbindung stehen. Der Bevölkerungsanteil mit entsprechenden Fantasien wird regelmäßig höher beziffert.

Deshalb ist es auch richtig, die allein angeblichen Verschwörern, nicht zuletzt „Juden“, von Ludendorffs oder Plischke zugeordnete sadomasochistische Sexualität, die von ihnen gleichzeitig weidlich für sensationelle (Titel-)Illustrationen genutzt wurden, als in damaligen Zeiten noch weitgehend tabuisierten und verdrängten, in Wirklichkeit aber recht weit verbreiteten sexuellen Begehren zuzuordnen.

All das gehört zu einem differenzierten Bild, mit dem es sich Rechte wie Linke, Juden-Feinde und -Freunde viel zu einfach machen – und dabei Desinformation und Missverständnisse nur weiter bestärken.

Pizzagate

Ich hoffe, dass dies hier ein differenziertes Bild abgibt, das aus zwei Themen, dem aktuellen Missbrauch, und den historischen Bildern und Propaganda-Inhalten, eines macht, um sie abschließend mit einer psychopolitischen Dimension von Pornografie zu konfrontieren. Denn der scheinbar rigide Widerstand dagegen, solche Recherchen fortzuführen, und die Buttersche Bezweifelung weitreichender Verschwörungstheorien bilden eine bisher mächtige Phalanx gegenüber den Rufern vom Rand – und wenn sie sich noch für offensichtlich wehrlose Opfer einsetzen.

Ich kann derzeit, wie doch offensichtlich ARD-Mitarbeiter ebenso, keinen statthaften Grund erkennen, das nicht ansprechen zu müssen. Nur, wenn nicht Fakten schon unumstößlich feststehen, existiert immer das Risiko, als Verschwörungstheoretiker zum Hysteriker zu werden. Gibt es, um Systemkritiker zu diskreditieren, hierfür absichtlich aufgestellte, die sich ggf. von echten Fällen nicht leicht unterscheiden lassen? Könnte man hier – zumindest partiell eben – auch versuchen, Kritiker „inducierten Irreseins durch Occultlehren“ eine neue Art von Irrlehre unterzujubeln, in deren Verbreitung ihre Reputation Schaden nimmt? Ich habe diese fachlich ernste Sorge oben betr. Cathy O’Brien begründet angesprochen, ohne dass dies das letzte Wort sein muss.

Die unheimlichen Bilderwelten der einflussreichen Podesta-Brüder aus dem Clinton-Umfeld, wie als „Pizzagate“ skandalisiert, rufen ja ebf. pädosexuell-sadomasochistische Vorstellungen auf (in diesem sachbezogenen Tweet die Bilder links oben, zum Vergrößern klicken):

Ich dokumentiere auch dieses letzte Bild hier noch einmal – mir ist kein Hinweis bekannt, dass dies keine authentische Wiedergabe der Twitter-Inhalte des fraglichen Pizza-Restaurants „Comet Ping Pong“ sein sollte. Hat irgendjemand derjenigen, die in der deutschen Presse „Pizzagate“ als irre Verschwörungstheorie verschrieen, sich jemals zu einem solchen Bild geäußert und dafür eine realistische Erklärung geben können, die harmlos wäre?

Dies war zuletzt der viel größere internationale Skandal – ohne eine letztlich formulierbare Auswirkung, weil viel weniger konkrete Nachweise für etwas erbracht wurden, von dem das deutsche Fernsehen für unser Land betr. „Jagdgesellschaft“ die Bestätigung durch staatliche Ermittler mitteilt. Im „Pizzagate“ ist, mehr als in den anderen Fällen, die Oberfläche schreiend; die irgendwie wechselseitig bestätigte Faktenlage betr. Missbrauchshandlungen jedoch dünn (soweit mir bekannt; die englische Wikipedia zu Tony Podesta enthält den Pizzagate-Skandal gar nicht).

Ich weise wie zuletzt schon auf Zeugenaussagen wie diese hin, die nennenswert aufzuarbeiten mir bisher die Zeit fehlte:

Avancierte Psycho-Manipulationen durch Verschwörungs-Fakes?

In diesem letzten Abschnitt erlaube ich mir die Spekulation über etwas, was avancierte Psycho-Manipulationen etwa durch Geheimdienste im Fördern irreführender Themen sein können – wie weiter oben schon angedeutet.

Könnten zumindest in einem solchen Einzelfall auch einmal Staatskritiker etc. mit skandalösen, aber haltlosen Fiktionen abgefüllt werden, die sie verhältnismäßig lange beschäftigen – sogar von vielleicht wichtigeren realen Fällen solcher Art effektiv ablenken? Wird dann der Vorgang eines Kindesmissbrauchs noch einmal pervertiert zu einer Metapher dafür, dass für Geheimbündler die Weitergabe von Informationen sich ironisieren lässt, indem die Uneingeweihten als Kinder angesehen werden, deren Versorgung mit Informationen aus den ‚geschützten Bereichen‘, auch die Konfrontation mit echten Abgründen des irdischen Daseins, ihrerseits als ein ‚Missbrauch‘ aufgefasst werden könnte (der sich aber, wie gesagt, dann an einer Ethik des Herrschens orientiert, nicht an einer der Verhinderung von Missbrauch generell)? Er wäre deshalb ironisch, weil er den Akt der Aufklärung von Normalbürgern (= Kindern) in einen angeblichen Missbrauch derselben umkehrte. Wenn jemand einen nicht-realen Kindesmissbrauch anklagt, verrät er seine eigene Unmündigkeit (als Rechercheur, als Kritiker). Wenn die Absicht derer, die einen Missbrauch-Skandal fälschten, der fortgesetzte Ausschluss misstrauisch gewordener Normalbürger wäre, so ließen sie diese in deren fälschlicher Klage über etwas in Wirklichkeit zeigen, dass sie den Erhalt echter Informationen (die sie dann ja nicht selbstständig als solche erkennten) nicht ‚verdient‘ hätten. Die Ironie bestünde darin, dass man einem ‚Kind‘ keine Informationen geben dürfe, mit denen es nicht umzugehen verstehe, was dann ein Missbrauch an dem unreifen Gegenüber wäre.

Habe ich mich halbwegs verständlich machen können? Ein absichtliches Pizzagate-Fake von Spielern wie den Podestas mit der Lancierung eines Missbrauchs, der nie einer war, ließe ihre Kritiker etwas anklagen, das nur die Metapher dessen ist, was diese Kritiker in ihrer Anklage zugleich selbst beabsichtigen: denen, die von Eliten als metaphorische ‚Kinder‘ angesehen werden, Wahrheiten zu sagen, was in einem hierarchischen Gesellschaftsbild als ein ‚Missbrauch‘ der Schwächeren durch sie überfordernde Informationen ironisiert werden könnte. Die Metapher funktioniert über das Vergleichsmoment, dass man ‚so etwas‘ mit ‚Kindern‘ nicht tun darf: aus der Sicht der Verschwörungstheoretiker, reale Kinder zu missbrauchen; aus der Sicht der (dann als nicht-pädokriminell anzusehenden) Eliten jenen, die im Gegenteil besser wie Kinder zu behandeln sind, Informationen zuzuleiten, mit denen sie nicht umgehen können.

(Für semiotisch und hermeneutisch Interessierte liegt in einer solchen – eben zumindest teilweise, wo nachhaltig keine Beweise vorliegen – möglichen Desinformations-Praxis ein selten vertrackter Fall der Lancierung von Paranoia – eines informationellen Missbrauchs – und der Kontamination eines aufklärerischen Diskurses mit einer metaphorischen Ironie vor, die zugleich eine Selbstreferenz auf den aufzudeckenden körperlichen und psychischen Missbrauch wäre.)

Wenn wir in solche Fallen tappen, wäre dies eine eindeutige und kraftvolle Begründung, warum uns die Kompetenz für das abgesprochen wird, was in Frage steht: verantwortliches Handeln.

Der lange Fluss dieses Textes hier kann auch gedeutet werden als eine Angst vor dem Schweigen, das dieses Thema immer wieder schnellstens zu umhüllen scheint und alle Beobachter – außerhalb einer Position mit verlässlicher Einsicht – im Dunkeln zurücklässt.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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9 Responses

  1. l2012ucas sagt:

    Sehr guter Kommentar, da gibt es momentan von meiner Seite wenig hinzuzufügen. Was mir jedoch immer wieder seltsam aufstößt, ist das ambivalente Verhältnis der christlichen Kirchen (spezieller der katholische Kirche) zu dem Thema. Einerseits sind sie selbst Akteure und involviert, andererseits stammen die weinigen öffentlichen Berichte über solcherlei Aktivitäten und der Versuch der Ergreifung von Maßnahmen auch meist nur aus ihrem Umfeld. Möglicherweise ist das Diskreditierung bei gleichzeitiger Ablenkung von eigenen weitreichenderen Verbrechen im okkulten geheimgesellschaftlichen Umfeld u.o. die Tradition des Zölibats befördert diese perversen Strukturen und Charaktere teilweise noch, ist wohl möglich ein schon jahrhundertealter Faktor der kirchlichen Machtpolitik. Die drei monotheistischen Religionen scheinen jedoch alle von diesem Thema betroffen zu sein. Selbst diese kurze Recherche zeigt, dass die Informationen durchaus vorhanden sind, ihnen medial aber viel zu wenig Raum eingeräumt wird, um ein öffentlichen Bewusstsein zu schaffen. Da diese Kreise tatsächlich in allen Bereichen der Gesellschaft und gerade auch zu den höheren Positionen vernetzt sind, ist es nur durch einen generellen gesellschaftlichen Wandel möglich, ihnen moralisch und juristisch beizukommen, obwohl durch die Pornografisierung und Sexualisierung der Unterhaltungskultur, und der Digitalisierung des Sexuallebens, leider eher ein gegenteiliger Trend eintritt, Tabus also mehr und mehr abgebaut werden und eine moralische Desensibilisierung stattfindet.

    http://www.wn.de/Muenster/2016/08/2514753-Satanische-Sekten-Einblick-in-duestere-Welten-Nachts-fand-die-Hoelle-statt
    http://www.wn.de/Muenster/2016/08/2514753-Satanische-Sekten-Einblick-in-duestere-Welten-Nachts-fand-die-Hoelle-statt/2514752-Satanische-Sekten-Brigitte-Hahn-hilft-Aussteigern

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    https://www.vice.com/de/article/ex8d37/kindesmissbrauch-unter-ultra-orthodoxen-0000608-v9n11
    http://www.jewishquarterly.org/issuearchive/articled325.html?articleid=38

    https://www.mdr.de/investigativ/kindesmissbrauch-in-moscheen-100.html

  2. Man achte auch auf die bekannteren Kirchen-KRITIKER von heute, ob und wie SIE diese Themen behandeln.
    – Und man achte dann auf die Klicks, die eigene die Beschäftigung mit dieser Frage im Kopf auslöst ….

  3. In den Kommentaren zu meinem Video habe ich gerade folgende Stellungnahme zu diesem Blogartikel eingestellt:

    Daniel Hermsdorf hat schon vor drei Tagen auf mein Video reagiert (1).
    Er glaubt, daß meine einleitende Aussage, ich wolle mit meinem Video „Klicks“ erzeugen, ironisch wäre. Und er macht damit auf ein Mißverständnis aufmerksam, das vermutlich weit verbreitet ist: Der elitäre Satanismus wird NICHT dadurch überwunden, daß sich möglichst viele Menschen möglichst intensiv mit dem Thema elitärer Satanismus beschäftigen. Das ist ein ganz und gar grotesker Irrtum. Der elitäre Satanismus ist ein Symptom für bestimmte Zustände unserer Gesellschaft. Er ist gewiß nicht die einzige Ursache für diese Zustände.
    Vielmehr ist – in groben Zügen – hier auf dem Videokanal die Argumentation die folgende (wie man in anderen Videos wohl deutlich genug mit bekommen kann): WENN – wie man mit Mathilde Ludendorff vermuten kann – wir als Gesellschaft INSGESAMT dem Seelentod sehr nahe stehen – und zwar auch jeder einzelne von uns -, wenn das Phänomen der „plappernden Toten“ sehr weit verbreitet ist in unserer Gesellschaft
    – was schon Nietzsche voraus ahnte, als er den zukünftigen „letzten Menschen“ fragen ließ: „Was ist Seele, fragte der letzte Mensch und blinzelte?“ –
    dann ist ZUGLEICH auch erkennbar, daß plappernde Tote – natürlich – so hilflos dem elitären Seelenmord gegenüber stehen, WIE wir es eben heute erleben. Schon in „1984“ wird dargestellt wie die plappernden Toten Englands während des Zweiten Weltkrieges völlig hilflos der Manipulation gegenüber, die MANCHE von ihnen sogar durchschauen (der Titel ist ja verfälscht worden, der Roman ist kein Zukunftsroman, er war eine Gegenwartsbeschreibung des Jahres 1948).
    Indem ich mich ständig nur mit SYMPTOMEN beschäftige, aber nicht tiefer gehender nach den URSACHEN des heutigen Zustandes der Menschheit frage, löse ich GAR kein Problem.
    Wir als MENSCHEN müssen anders werden. JEDER von uns. Erst dann erledigt sich auch solche Art von Kriminalität einigermaßen von selbst. Wir besitzen heute als Gesellschaft insgesamt, aber auch als Einzelmenschen gar keine WIDERSTANDSKRAFT mehr gegen Eliten-Kriminalität. Auch noch so viel „Aufklärung“ über diese Eliten-Kriminalität wird an unserer mangelnden Widerstandskraft nichts ändern.
    Deshalb sind meine einleitenden Worte völlig ernst und unironisch gemeint: Ich möchte – auch mit diesem Thema – AUFMERKSAMKEIT generieren, Aufmerksamkeit dafür, nach ECHTEN Lösungen zu suchen und nicht immer nur in der Wunde selbst herumzustochern.
    Die LÖSUNGEN liegen GANZ woanders, in völlig anderen Bereichen als dort, wo die Verbrechen stattfinden. Eine ABWENDUNG des Blickes von diesen Verbrechen, von dieser ganzen Welt der Verbrecher-Kaschemmen in jeder Art ist notwendig, um uns selbst wieder zu uns selbst kommen zu lassen.
    Ich bedaure solche Mißverständnisse sehr und hoffe, Aufmerksamkeit generieren zu können dafür, daß solche Mißverständnisse künftig mehr und mehr vermieden werden. In uns selbst muß das Große und Göttliche wachsen. Und wenn es in uns wächst, verkriecht sich das Böse ganz von selbst in seine Höhlen, weil es weiß, daß seine Tage gezählt sind auf dieser Erde, weil wieder lichte und helle, lebensstarke, seelenstarke Menschen und Völker auf dieser Erde leben, deren Schamgefühl gegenüber solchen Verbrechen ausreicht dafür, daß sie gar nicht erst stattfinden.
    Es ist bedauerlich, daß man, um auf solche Zusammenhänge hinzuweisen, so viele Worte braucht wie auch hier gerade wieder von mir benutzt (ohne daß ich das Gefühl hätte, damit schon besonders viele überzeugen zu können). Aber schon dieser Umstand sagt doch etwas aus über den Zustand unserer selbst, über den seelischen Zustand, in dem WIR uns befinden. Blicken wir doch endlich einmal in UNS und lassen die Leere auf uns wirken, die wir dort vorfinden, diese grenzenlose emotionale, widerliche, entsetzliche Leere.
    Wir BENUTZEN doch diese ständige und unablässige Beschäftigung mit Regierungs-Kriminalität dazu, der Auseinandersetzung mit uns selbst AUSZUWEICHEN. Hören wir endlich damit auf.

    1. https://filmdenken.de/elitaerer-missbrauch-und-mord-wir-erwarten-aufklaerung-jagdgesellschaft/

  4. Merlin Ahnen-Klan sagt:

    Ich finde den Hinweis von Daniel, sich von dem Intro des Videos nicht abschrecken zu lassen, voll nachvollziehbar. Es zeugt, genau wie alle weiteren Sätze des Artikels, von außerordentlichem Feingefühl. Ansonsten hab ich sowohl für Ingo Badings Video als auch diesen Blogeintrag nichts als Wertschätzung übrig!

  5. Merlin Ahnen-Klan sagt:

    Wertschätzung ggü. der Arbeit von Ingo Bading ist das Hauptmerkmal dieses Artikels.! For Real. 😉

  6. GM sagt:

    Das Wort „Seelenverlust“ beschreibt annähernd den heutigen Zustand. Ja , diese Richtung des “ Verlassens des alten Landes“ zieht sich nun schon zwei Jahrhunderte hin. Im 20. Jahrhundert folgt Welle auf Welle der Verabschiedung aus diesem „alten Land der Seele“. Die heutige Situation der „inneren Multikulturalisierung“ und der direkten Veränderung der Bevölkerung ist eigentlich nur der allerletzte Schritt dieses Weges. Vor zwei Wochen war ich auf einer Veranstaltung einer gemeinsamen Initiative der Industrie- und Handelskammer und der örtlichen Schulen zur Förderung begabter Schüler. Die ganze Aufmachung, die Ansprachen, das Begleitprogramm zeigten den absoluten und vollständigen Sieg der Kräfte , die sich gegen jeden Widerspruch oder Mahnung seelischer Belange durchgesetzt haben: mehr Bauland für Industrieansiedlungen, mehr Export, mehr Technik, mehr Vorbereitung der nächsten Schülergeneration auf den digitalen Wandel und so fort. Eine einzige Richtung und sonst nichts mehr. Käfer, Kröten, die von mir innig geliebte Natur als Gegenbild unserer eigenen Seele und als lebendiger Schildwall gegen die Leere und Schwärze des Kosmos? Ingo Badings Kritik an Franz Josef Strauss trifft daher ins Schwarze. Genau er war es der die skrupellose angelsächsische Schlitzohrigkeit seit den 1950er Jahren in Bayern endgültig salonfähig gemacht hat. Inzwischen sitzt in jeder bayerischen Gemeinde ein kleiner Franz Josef Strauss der den wirtschaftlichen Aufstieg mit allen Mitteln voran treibt. Aber gerade die flächendeckende Eindeckung des Landes mit dieser (angelsächsischen) skrupellosen Schlitzohrigkeit in allen Ebenen, eben auch der Parteien, der Medien, der Hochschulen ( Prof. Butter, Tübingen), die Ausweitung der direkten Lügen bis in die Nachrichten hinein, schafft ein Klima des Vertrauensverlustes im ganzen Land. Damit die heutige Situation aufrechterhalten werden kann wird wir immer ärger und absurder gelogen. Über schwierige, unlösbare Konflikte wird einfach nicht gesprochen obwohl sie offen liegen. Die derzeitige Unruhe in der Bevölkerung führe ich auf diese anhaltende Unfähigkeit aller Institutionen auf allen Ebenen zurück einmal auch die Wahrheit und Redlichkeit und ehrliches Bemühen zu verkörpern.

  7. Danke, „Merlin Ahnen-Klan“ und GM.

    So ganz habe ich nicht den Eindruck, daß ich das von mir genannte Mißverständnis bei Daniel ausräumen konnte.

    Vielleicht ist dieses Mißverständnis auch schwer auszuräumen.

    Wenn man glaubt, vom anderen nicht verstanden zu sein, auch nach mehreren ausführlicheren Bemühungen nicht, macht es wenig Sinn, immer noch weiter das Unverständnis zu „bearbeiten“. Dann wird die Zeit entweder eine Klärung bewirken – oder nicht.

    Viele Mißverständnisse, die wir Menschen miteinander haben, werden mit ins Grab genommen.

    Mal sehen, ob ich auf dem von hier weiterführenden Blogartikel noch einmal kommentiere(n will).

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