Kommentare für filmdenken.de https://filmdenken.de Medienkritik, Verschwörungstheorie, Physiognomik Sat, 14 Sep 2019 20:19:50 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2241 Sat, 14 Sep 2019 20:19:50 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2241 Die nächste Replik auf Facebook spricht dann u.a. erneut den Vorwurf eines “Kulturpessimismus” aus: “Man darf sich natürlich mit Dingen nicht beschäftigen wollen, aber dann sollte man sich auch mit seinem gewollten Mangel an Sachkenntnis nicht in eine ernsthafte Diskussion einmischen, die wir ja gern führen wollen und auch müssten. Die (teils eher gefühlten) Suchtpotenziale eines Mediums in den Vordergrund zu stellen, ist noch lange keine Kulturkritik, so ähnlich wie nicht jeder ARD Fernsehfilm dem Bildungsauftrag folgt. Es ist eine Meinung, Fiktion und eventuell noch Kulturpessimismus, aber nicht mehr und nicht weniger.”
Meine Antwort:
https://www.facebook.com/groups/131402253579323/permalink/2648924758493714/?comment_id=2650334078352782&reply_comment_id=2653300958056094
Um z.B. über den Zeitbedarf von Computerspielen sprechen zu wollen, muss ich mich mit Binnenstrukturen einzelner Spiele nur dann beschäftigen, wenn ich an einem Beispiel in dieser Hinsicht etwas deutlich machen wollte. – Meine etwas provokanten Nebenbemerkungen sind deshalb nicht “gewollter Mangel an Sachkenntnis” in den Fragen, über die ich sprechen will, sondern eine Weigerung, mich einem solchen Konsumangebot als Konsument zu nähern. (Dass man in Computerspielen teilweise dutzendfach dieselben für mich dann nervtötenden Abläufe absolvieren muss, um irgendwelche ‘nächsten Levels’ zu erreichen, habe ich am konkreten Beispiel nun schon gemerkt, wie in meinem Artikel erwähnt. Das Prinzip hat sich bis heute nicht geändert, oder?)
Dass mit hohem Aufwand designte Merkmale von Computerspielen Spieler von ihrem eigenen freien Willen hin zu einem fremdgesteuerten Suchtverhalten drängen, muss ich nicht selbst auch nochmal beschreiben, das ist von wissenschaftlicher Seite etwa schon für die Drogenbeauftragte der Bundesregierung geschehen:
https://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Drogenbeauftragte/2_Themen/2_Suchtstoffe_und_Abhaengigkeiten/5_Onlinespiele-_und_Computersucht/Downloads/Expertise_Suchtfoerdernde_Faktoren_von_Computer-und_Internetspielen_2017.pdf
Meine Frage an Ansätze der Game Studies wäre an jeweils geeigneten Stellen, wie sie ihre eigenen Begriffe darauf abstimmen. Ich habe den begründeten Verdacht, dass ein bedeutender Teil der Medienwirkung von Computerspielen (endloses Vertändeln von Lebenszeit, strukturschwache Gestaltungen nach meinem Begriff von Erzählkunst und Bild-Hermeneutik – siehe zu Letzteren aus meiner Sicht meine sieben Buchveröffentlichungen, https://filmdenken.de/buch-webshop-medienkritik-verschwoerungstheorie-physiognomik/) in einem kulturalistischen Großdiskurs nur noch am Rande vorkommt. Man sehe sich ein solches Inhaltsverzeichnis darauf hin noch einmal an:
https://www.halem-verlag.de/game-studies-ansaetze-computerspielforschung/
Mir wäre es im Vergleich dazu auch nicht bekannt, dass der Umgang mit Literatur oder Spielfilmen von der WHO als “Krankheit” klassifiziert worden wäre. Für Computerspiele ist dies seit kurzem der Fall:
https://www.tagesschau.de/ausland/online-spielsucht-krankheit-101.html
Was sind “(teils eher gefühlte) Suchtpotenziale eines Mediums” anhand vorliegender Zahlen? Das ist aus meiner Sicht ein Irrgänger angeblich ‘differenzierten’ Denkens: Aus ‘Es ist ja nicht immer so’ wird implizit die Suggestiv-Aussage: ‘Es ist ja durchgehend nicht so schlimm.’ Und sofort wird wieder das Feindbild eines bei anderen vorliegenden “Populismus” herbeizitiert. Handelt es sich bei Ihrer Formulierung “(teils eher gefühlte) Suchtpotenziale” nicht selbst um “nachlässig-suggestiven Umgang mit der Sprache” (https://www.ife.uzh.ch/dam/jcr:0f13e510-d60b-44b3-afea-30e32a1efb3d/Aarau_Populismus.pdf)? Wer ‘fühlt’ denn hier was? Hat hier irgendjemand gesagt, dass es nicht auch unproblematischen Umgang mit Computerspielen gibt? Habe ich nicht ausreichend und fortgesetzt belegt, dass die kritischen Befunde zu Zeitbudgets und Suchtpotenzialen kaum umstritten zu sein scheinen und Anlass geben, eine ggf. solche Aspekte nur relativ wenig einbeziehende Medienwissenschaft darauf zu verpflichten? Ich sehe doch sofort in der Reaktion von Gerrit Neundorf, dass Autoren wie Manfred Spitzer als Buhmann fungieren, dem ein positives kulturwissenschaftliches Verständnis von Computerspielen entgegenzusetzen sei, die Spitzers Thesen von einer “Digitalen Demenz” etc. offensichtlich – wieder suggestiv – augenblicklich obsolet erscheinen lassen. (Was ist denn nun falsch an Spitzers Ansatz, wenn die WHO entsprechende Auswirkungen im Allgemeinen erstmal bestätigt?)
Es ist demgegenüber wohl eher eine Ausblendung von Fehlentwicklungen im kulturellen und sozialen Leben, wenn man versucht, den medizinisch-psychologischen Diskurs über Computerspiele kleinzuhalten, indem man das Gegenüber ohne gegenseitigen nachvollziehbaren Abgleich auf andere Kriterien des Gegenstandes (und nur diese) verpflichten will.
“Ein riskantes Gaming, so Professor Rainer Thomasius vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, kann mit der Vernachlässigung schulischer Verpflichtungen einhergehen. So liege unter Risiko-Gamern der Anteil derer, die in den vorangegangenen vier Wochen eine Woche oder mehr in Schule oder Ausbildung gefehlt haben, mit 10,9 Prozent fast dreimal so hoch wie bei unauffälligen Spielern.
Risiko-Gamer berichteten häufiger über emotionale und Verhaltensprobleme, insbesondere über Ängste und depressive Symptome. Klinisch auffällig zeigten sich 42 Prozent aller Risikogamer im Hinblick auf Hyperaktivität. Dies schlägt sich nieder in Konzentrationsmangel, motorischer Unruhe und Impulsivität. Etwa ein Fünftel aller Gamer berichtet von oppositionellen, regelwidrigen und aggressiven Verhaltensweisen.”
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/kindergesundheit/article/982349/computerspiele-wann-suchtgefahr-fuer-kinder-besteht.html
Es ist darüber hinaus erstmal meine Frage an die Game Studies, wo es eigentlich “ausführlichere Arbeiten” gibt, “die eine KULTUR-Kritik von Computerspielen” leisten. Dazu würde es für mich eben gehören, nicht nur auf eine eher deskriptive Weise neue Begriffe für irgendwelche Besonderheiten von Spielen zu entwickeln, sondern ein bei Jugendlichen mind. 2 Std. im Durchschnitt täglich stattfindendes Wahrnehmungs- und Interaktionsereignis auf seine Sinnhaftigkeit und Verhältnismäßigkeit zu befragen.
Was ist für Spieler (und die menschliche Gemeinschaft) der persönliche Gewinn daran, was wird stattdessen unterlassen und was folgt daraus? Welche Bewertung resultiert daraus für den Beobachter – und zwar nicht in der vorgängigen Ausschließung solcher Kriterien und dem implizten Verbot, überhaupt auf entsprechende Defizite der vorherrschenden Theorien hin zu untersuchen?

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2240 Fri, 13 Sep 2019 14:13:33 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2240 Und noch ein weiterer Kommentar in der Facebook-Gruppe “Medienkompetenz in Sozialen Netzwerken” mit dem Schluss: “Mein Mann und ich zocken heute noch, selten, aber gerne mal. Wenn ein Spiel gut gemacht ist, kann es einen fesseln. […] Ich hoffe jedenfalls, der Film weckt keine unnötigen Ängste bei den Eltern von heute. Man kann auch Action-Adventures mögen ohne gleich im Wahn seinen Vater abzustechen.”
Meine Antwort:
https://www.facebook.com/groups/medienkompetenz.in.SN/1930645177039262/
In meinem direkten Umfeld gab es fast nie jemand, der Computer gespielt hat, seit in Kindertagen einzelne den C64 benutzten und schnell die Lust daran verloren. Im Verlauf der Jahre bekam ich jedoch immer mehr Geschichten mit, in denen Menschen sich großflächig nur noch in diese Spielwelten flüchteten. Auch die Statistiken sagen, soweit ich sehe, immer dasselbe seit Jahren. Es geht hier um Zeitbudgets von um die 2 Std. im Durchschnitt täglich nur für Spiele bei den Jüngeren. Ich sehe nicht, wo das eine Verhältnismäßigkeit hat. Wenn gleichzeitig noch die Rede davon ist, dass schon Kinder unter Zeitdruck stünden, kann für vieles keine Zeit mehr bleiben, über dessen Verlust ebf. berichtet wird – z.B. eben auch Bewegung draußen (was ich auch meine, ‘draußen’ zu sehen im Vergleich zu früher).
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29441/umfrage/taegliche-nutzungsdauer-von-games-pc-und-konsole-durch-jugendliche/
“Laut der JIM-Studie 2018 spielten Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren von Montag bis Freitag rund 103 Minuten Computer-, Konsolen-, Tablet- und Handyspiele. Jungen spielten dabei mit 146 Minuten deutlich länger als Mädchen (56 Minuten). Am Wochenende spielte Jugendliche beiden Geschlechts rund 22 Minuten länger als während der Woche.”
Passend dazu heute: https://www.bild.de/ratgeber/kind-familie/kind-und-familie/lehrerblog-schueler-wissen-gar-nicht-mehr-was-bewegung-ist-64539324.bild.html

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2239 Fri, 13 Sep 2019 14:02:41 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2239 Gerade fand noch in der Facebook-Gruppe “Medienpädagogik” ein Schlagabtausch mit einem Leser des Artikels statt, der befand: “[I]ch habe schon lange keinen so unreflektierten und egozentrischen, aber dennoch verallgemeinern wollenden Text zum Thema Computerspiel(en) gelesen wie den Ihrigen”. meine Antwort dazu:
https://www.facebook.com/groups/131402253579323/permalink/2648924758493714/
Also, ich persönlich würde die ausführlichere Beschäftigung mit Computerspielen nur gegen höhere Zahlungen von Schmerzensgeld durchführen. Das ist mein ganz persönliches Recht. Wem es selbst an Distanz zum Gegenstand fehlt, wird vielleicht so argumentieren wie die, die es stattdessen tun.
Die Arbeiten etwa von Manfred Spitzer sind ja sehr allgemeiner Natur. Mir sind jedenfalls keine ausführlicheren Arbeiten bekannt, die eine KULTUR-Kritik von Computerspielen überhaupt durchführen. Das, was mir bisher als These begegnet ist, kommt mir meist eher wie eine Liebedienerei bei der Spiele-Industrie vor.
Das, was Sie hier als ‘Egozentrik’ wahrnehmen, ist, mit Verlaub, vielleicht eher der Kontrast zu der weitgehend unkritischen Grundhaltung, die dazu in Wissenschaft und anzeigenabhängiger Presse bis dato herrscht. Es ist sehr viel Geld dabei im Spiel – die Verluste liegen aber in Deutschland sehr einseitig, denke ich. Den Schaden haben Kinder und Jugendliche hierzulande. Die ökonomischen Interessen daran liegen allein außerhalb von Deutschland (https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/marktanteil-deutsche-games-2018/). Auch dies wird kaum angesprochen, zeigt aber Ungleichgewichte auf, die in anderer Form von unkritischen Geistern wahlweise überdeutlich, hier aber eben kaum strukturiert diskutiert und theoretisiert werden.
Die Ursachen für Spielesucht sehe ich u.a. in:
– mangelndem Problembewusstsein der Erwachsenen aufgrund mangelnder Aufklärung (der beste Service für die Medienindustrie)
– fehlenden Freizeitangeboten im Realraum
– wachsenden psychosozialen Problemen bei Minderjährigen (Familie, Schule, Zukunftsaussichten)
– Arbeitslosigkeit junger Erwachsener
– suchtorientierter Gestaltung von Spielen inkl. von Bezahlinhalten
– Verdrängung anderer Medienangebote einschließlich der Lesekultur (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/immer-weniger-kinder-in-deutschland-koennen-richtig-lesen-15739605.html)
Wo haben sich “Medienwissenschaften” bisher zu derlei ausführlicher geäußert? Wo gibt es funktionierende Anschlussstellen an den politischen Diskurs?
Aber es ist sicher richtig – diffamieren wir weiter die kritischen Stimmen (Spaßbremsen, Kulturpessimisten, Rückwärtsgewandte und nun also “Egozentriker”) und lassen wir “Electronic Arts” und wie sie alle heißen ruhig gewähren, die Zeichen stehen offensichtlich günstig.

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2238 Thu, 12 Sep 2019 15:06:59 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2238 Interessant, danke!

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von l2012ucas https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2237 Thu, 12 Sep 2019 13:51:38 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2237 Ich bin mit den Grundaussagen auch völlig d’accord. Meine Gamerphase ist schon etwas her und ich widme mich Videospielen kaum mehr. Vielleicht lag es an meinen damals schon vorhandenen literarischen und geisteswissenschaftlichen Interesse, dass ich auch durch Computerspiele inspiriert wurde, mich durch z.B. das Spiel “Dantes Inferno” mit einem Klassiker wie der “Göttlichen Komödie” von Dante Algheri oder durch das Spiel “Bioshock” mit dem in den USA extrem einflussreichen Werk “Wer ist John Galt?” von Ayn Rand intensiver auseinandersetzte und auch klassische Musik für mich mehr entdecken konnte, wie durch die Reihe “Video Games Live” oder später dem “German Gamemusic Award”. Auch damals lesenswerte Magazine wie GEE oder Edge haben diesen Sektor anspruchsvoll bearbeitet und als kurzweilig kulturgeschichtliche Einführung und Abhandlung kann ich Andreas Rosenfelders “Digitale Paradiese” empfehlen. Das alles ändert aber nichts an dem Faktum, dass unsere Jugend dem Ideal einer humanistischen Allgemeinbildung durch Unterhaltungselektronik immer mehr entgleitet, auch wenn es noch Widerstände gibt, da der E-Sport in Deutschland kürzlich nicht als Sport im eigentlichen Sinne anerkannt wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/GEE_(Zeitschrift)
https://de.wikipedia.org/wiki/Edge_(Zeitschrift)

https://www.youtube.com/watch?v=fEsbA8EBbos – German Gamemusic Award
https://www.youtube.com/watch?v=RsY60pEzzeo – Video Games Live

https://www.youtube.com/watch?v=UUOZRRU_Dyg – die genannten Spiele bzw. Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=Np0jPUg-CCY

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ttliche_Kom%C3%B6die
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Atlas_Trilogie_%E2%80%93_Wer_ist_John_Galt%3F

https://www.perlentaucher.de/buch/andreas-rosenfelder/digitale-paradiese.html

https://www.swr.de/sport/mehr-sport/esports/Warum-E-Sport-kein-Sport-ist,artikel-dosb-rechtsgutachten-100.html

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2236 Thu, 12 Sep 2019 12:52:47 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2236 Da habe ich keine Einwände. Ich will auch nicht sagen, die Macher hätten nicht die richtigen und besten Absichten. Aber – wie ich im Text schreibe: Der Anlass hätte schon vor 20 Jahren mit höchster Dringlichkeit bestanden. Ich bin mit solchen kritischen Anliegen seit jeher auf absolut taube Ohren gestoßen. Nun kommt viel zu spät ein vereinzelter Film im ÖR. Der Zeitverbrauch durch Computerspiele ist möglicherweise sogar das Hauptthema, wenn es um einige Gegenwartsprobleme geht, die Psychosoziales von Jugendlichen (hier in erster Linie männlichen) und den Bildungssektor betreffen. Über den Kenntnisstand von Germanistikstudenten etc. muss man nicht diskutieren, wenn man nicht hier herangeht. Wirtschaftlich bringt es Deutschland wohl nur Schaden, weil zuletzt der Anteil in Deutschland produzierter Computerspiele auf 4,3 % weiter zurückgegangen ist (https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/marktanteil-deutsche-games-2018/). Das ist überdies ein Zeichen der kulturellen Kolonialisierung durch die USA, die ihre Waren hier abverkaufen wollen – mit den bekannten oft zweifelhaften Inhalten, in Kino und TV genauso. Der Klartext lautet vielleicht einzig und allein: Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig, lernen dabei zu wenig (dabei vieles nicht mehr wie früher) und zahlen hohe Beträge für Unterhaltungsprodukte, die zu 95,7 % ins Ausland fließen.

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Kommentar zu #ARD entdeckt #Computerspiel-Sucht in “Play” von l2012ucas https://filmdenken.de/ard-entdeckt-computerspiel-sucht-play/#comment-2235 Thu, 12 Sep 2019 10:40:45 +0000 https://filmdenken.de/?p=15755#comment-2235 Trotz ihrer richtigen Ausführungen hat mir der Film für eine Fernsehproduktion durchaus zugesagt. Erstens, setzte er die empfundene Sterilität, Kälte, fast schon Antisozialität der modernen realen Welt kontrastierend zur bunten blumigen sozialen virtuellen Realität gut in Szene, zweitens, stammte die Hauptprotagonistin aus der oberen Mittelschicht, also aus der Schicht, die diesen Phänomenen angeblich meist weniger ausgesetzt zu sein scheint und drittens, bekam man durch die Darstellung der VR-Technologie einen Vorgeschmack auf zukünftigen noch haarsträubenderen Entwicklungen. Darüber hinaus zitierte der Film Robert Oppenheimers berühmte Worte aus der Bhagavad Gita “Jetzt bin ich zum Tod geworden, die Zerstörerin der Welten”. Auffällig viele Programme wie Alexa oder Siri etc. sind weiblich konnotiert. Auch im letzten Tatort “Maleficius” wurde sich mit dem Thema Transhumanismus und seinen ethischen wie metaphysischen Implikationen usw. vergleichsweise kritisch auseinandergesetzt. Auch strotze der Film von religiös okkulten Symbolen, wenn zum Beispiel die weiblichen Protagonisten auffällig ihre Äpfel (Apple) essen und vom Teufel (elitären Satanismus) die Rede ist, der die Menschen dazu gebracht hätte, dass sie glauben er würde nicht existieren usw. Ich gebe zu, dass wirkt im Vergleich zu internationalen Produktionen oft etwas verspätet, gezwungen und hölzern, und lässt in seiner gesellschaftsanalytischen Tiefenbetrachtung zu wünschen übrig, aber es sind durchaus kleine Lichtblicke im Dunkeln der medialen Verneblung der Masse.

https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/play-100.html

https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/maleficius-100.html

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Kommentar zu “Welt” beklagt (ihre eigenen) #Medien-Opfer – #Exsl95 und #Tanzverbot von MvonRavensburg https://filmdenken.de/welt-beklagt-medien-opfer-exsl95-tanzverbot/#comment-2234 Wed, 11 Sep 2019 08:13:50 +0000 https://filmdenken.de/?p=15729#comment-2234 Ingo Bading hat mich auf seinem YouTube-Kanal blockiert, weil ich der Meinung bin, dass die Jesuiten den Urknall erfunden haben und er reine Fiktion ist!

https://youtu.be/bVTFIag7uUA

Herr Bading hält mich für einen Pastoren-Troll, der gegen die Naturwissenschaft hetzt!

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Kommentar zu “Welt” beklagt (ihre eigenen) #Medien-Opfer – #Exsl95 und #Tanzverbot von Daniel Hermsdorf https://filmdenken.de/welt-beklagt-medien-opfer-exsl95-tanzverbot/#comment-2233 Wed, 11 Sep 2019 00:36:29 +0000 https://filmdenken.de/?p=15729#comment-2233 Da würde ich lieber Ingo selbst das Wort erteilen … Sucht man nach Gemeinsamkeiten, so könnte man vielleicht sagen: zwei deutsche Idealisten in ganz entgegengesetzter politischer Definition. Und die Entscheidung, in Texten gegen allerlei anzukämpfen, was man für falsch befindet, finde ich an Ingo allemal ehrenwert – im Gegensatz zu einer Entscheidung für tödliche Gewalt im Sinne einer (erklärt linken) Sache, die man für richtig hält, aber mit diesen Mitteln wohl eher nachhaltig diskreditiert hat. Wir wissen heute über die RAF in ihrem historischen Werdegang noch mehr. (Da trifft sich sogar noch etwas: Auch in diesem Fall geht es etwa um Infiltration durch Geheimdienste, über die Ingo ebf. fortgesetzt reflektiert hat.)
Frage doch Ingo gerne selbst mal, was er davon hält. Ich will dem hier nicht vorgreifen. Ich hätte sowas nicht von meiner Seite aus vorgebracht, aber gesehen habe ich das schon vor langem. Ich sehe auch noch anderes. (Ich möchte das hier erstmal nur andeuten: Es stärkt nicht gerade die Position von Leuten, die Jahrzehnte lang Dinge verschwiegen haben, die Ingo ohne jeden Schutz öffentlich anspricht. Das wäre mehr wert als einen Kommentar hier. Schauen wir mal … Ich behalte das, wie immer, im Gedächtnis und bin jederzeit ansprechbar …)

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Kommentar zu “Welt” beklagt (ihre eigenen) #Medien-Opfer – #Exsl95 und #Tanzverbot von MvonRavensburg https://filmdenken.de/welt-beklagt-medien-opfer-exsl95-tanzverbot/#comment-2232 Tue, 10 Sep 2019 23:03:38 +0000 https://filmdenken.de/?p=15729#comment-2232 Off-Topic: Gesichterwissen

Ich habe gerade etwas über die RAF gelesen und ein Bild von Christian Klar gesehen.
Die Ähnlichkeit mit Ingo Bading ist gruselig …
Wie würdest du das interpretieren?

https://imgur.com/a/lj6YIuC

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