Die mangelhafte “#Correctiv”-Recherche zum Fall #Gedeon

Das Karussell der Irrsinnigkeiten im Fall des ehemaligen AfD-MdLs Wolfgang Gedeon dreht sich erwartbarerweise weiter. Nun hat sich laut “Tagesspiegel” (06.07.2016) der “Antisemitismusforscher Marcus Funk von der TU Berlin” an Gedeons Geschichtsbücher gemacht. (Es scheint sich um Marcus Funck zu handeln.) Den Bericht schreibt Marcus Bensmann vom Recherche-Kollektiv “Correctiv”.

Ich gehe hier einmal alle von Funck für Correctiv kommentierten Aussagen aus Gedeons Büchern durch – alle angeblich kritischen und wissenschaftlichen Aussagen, die von ihm getroffen werden, sind im Kern sachlich falsch. Damit kann ich nicht ausschließen, dass es in Gedeons Büchern ebf. Fehler gibt. Doch seine allgemeinen Schlussfolgerungen sind entweder sachlich richtig oder können wissenschaftlich begründet heute vertreten werden, wie ich gleich zeige. Bensmann stellt seinem Artikel die Einschätzung voran, Gedeons Werk enthalte “jede Menge kruder Theorien, revanchistische Ansichten und antisemitischer [sic] Vorurteile”.

„Der Amerikanismus“, schreibt Gedeon dort, sei ein „politischer Glaube, (…) nicht mehr der christliche Glaube vom jenseitigen Gottesreich, es ist der alte jüdische Glaube vom neuen irdischen Jerusalem“.

Wir wissen mittlerweile zur Genüge, dass als angebliche Forscher zu “Antisemitismus” und “Anti-Amerikanismus” wohl ausschließlich Personen in staatliche Stellen gelangen, die einen Großteil relevanter Kontexte und historischer Entwicklungen nicht kennen (oder, von der Allgemeinheit bezahlt, darüber schweigen). Nahezu alle politisch wichtigen Männer der US-Geschichte bis ca. 1950 waren bekanntermaßen Freimaurer.

Marcus Funck will offensichtlich nicht im Internet über Freimaurer und den Salomonischen Tempel nachlesen – etwa im “Freimauer-Wiki”:

Die Alten Pflichten von 1723 sind die Basis der modernen Freimaurerei, die 1717 in London gegründet wurde. Die Alten Pflichten werden mit einer erfundenen Geschichte der Freimaurerei eingeleitet. Sie beginnt bei Adam, dem ersten Menschen, und endet im 18. Jahrhundert. Darin wird der Salomonische Tempel erstmalig im freimaurerischen Sinne erwähnt. […]
Der Tradition der Steinmetzbauhütten des Mittelalters folgend, überkam der Salomonische Tempel in die Tradition der Freimaurerei. […]
Die Legende des Baumeisters Adonhiram wird zu einem zentralen Thema der Freimaurerei. Die Legende spielt im unvollendeten Tempel. Sie ist heute der rote Faden der Freimaurerei.

Es wird vermutlich nirgendwo in der breiteren Diskussion über Gedeon auftauchen, aber halten wir es dennoch fest: Die freimaurerischen Gründerväter der USA verstanden sich in der Nachfolge des legendären Hiram als Verehrer des Salomonischen Tempels als höchstem Heiligtum. Das Freimaurer-Wiki weiter:

Heute spielt der Salomonische Tempel in zwei Bereichen immer noch eine sehr wichtige Rolle. Die orthodoxen Juden träumen von der Wiedererrichtung eines Tempels. Was bei der heutigen politischen Situation etwas schwierig sein wird. Zudem steht seit 644 n. Chr. die „Al-aqsa-Moschee“ auf dem Tempelplatz. Eines der wichtigsten Heiligtümer der Moslems. Der zweite Bereich betrifft die Freimaurerei. Der Salomonische Tempel ist zu einem Leitbild eines geistigen Tempels der Humanität (Menschheit) geworden.

Was “Humanität” dann im weiteren bedeutet, muss vorerst dahingestellt sein. In jedem Fall ist der Tempel als Sinnbild nach wie vor verpflichtend. Alle wesentlichen Symbole etwa der US-Hauptstadt Washington, D.C., sind freimaurerisch geprägt. Von einzelnen Spitzen-Politikern wie George W. Bush oder dem derzeitigen Außenminister John Kerry ist ihre Mitgliedschaft in der Loge “Skull & Bones” bekannt, die in ihrer Symbolik und Organisationsform deutliche Kontinuitäten zu den Freimaurern aufweist. Auch sonst ist der nicht geschützte Begriff “Freimaurerei” anwendbar auf eine geheimgesellschaftlich organisierte Elite. Die Aufklärung der betreffenden Strukturen in den USA und international verläuft im Internet und interessanten Büchern rasant. Ein angebliches “Recherche-Kollektiv” scheint von all dem nichts wissen zu wollen.

Die USA hätten klare Ziele, so Gedeon weiter: „Seit 1989 weitet sich im Westen die Amerikanisierung zu einem alle Lebensbereiche umfassenden System aus. Westen bedeutet dabei die de facto Annexion durch die USA.“

Fakt ist die historische Überwindung kommunistisch geprägter Systeme in Osteuropa 1989ff., die eine stärkere Orientierung am Westen zur Folge hatte – bis an die Grenzen des heutigen Russlands, durch Erweiterung der EU u. v. m. Dass dieses westliche System “alle Lebensbereiche” umfasst, wird man kaum bestreiten können (es sei denn, man heißt George Soros). Es ist eine globalisierte Wirtschaft, in der westliche Konzerne als stark dominierend anzusehen sind, eine Geopolitik, in der die USA seit dem Zweiten Weltkrieg die Führungsrolle spielen. “Annexion” wird hier schon durch “de facto” im Sprachgebrauch eingeschränkt, da sie nicht de iure genannt werden kann. Es ist ein sprachliches Mittel, den Expansionismus des westlichen Modells von Lebensführung und Wirtschaft auszudrücken.

Etwa zum aktuellen Kino-Marktanteil der USA in Deutschland sind lohnabhängige Journalisten hierzulande nicht so auskunftsfreudig. Ich finde gerade die Zahl für 2007: 73,2 %. Film als der wirkmächtigste Kulturbereich ist in Deutschland keine Sache deutscher Kreativer, sondern wird aus Hollywood geliefert. Es ist – schon seit dem frühen 20. Jahrhundert – die “de facto Annexion” eines ganzen Kulturbereichs – und die Entlassung deutscher Kreativer in die Arbeitslosigkeit oder die subventionierte Unsichtbarkeit.

Die „Annexion“ sei in elf Schritten vonstatten gegangen. Darunter: „Bevölkerungsaustausch“, Ersetzung der Realwirtschaft durch „Spekulanten“ sowie die „tendenzielle Auflösung des Christentums, die durch systematische Islamisierung christlicher Staaten zusätzlich vorangetrieben wird“.

Der sukzessive “Bevölkerungsaustausch” in Westeuropa kann auf statistischer Ebene jetzt schon nicht mehr bestritten werden. Er wird durch aktuelle Wanderungsbewegungen aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika deutlich beschleunigt. Migrationshintergrund haben in Deutschland derzeit knapp 20 % – Tendenz steigend. Eine zuvor bestehende Bevölkerung, die – entgegen anderslautendem Halbwissen – nie vergleichbaren Fluktuationen ausgesetzt war, schwindet dabei mit einer nicht-bestandserhaltenden Geburtenziffer von derzeit ca. 1,6 unaufhaltsam (solange es nicht deutlich mehr Geburten gibt).

Es ist ersichtlich, dass ein langgehegter Wunsch sog. politischer Linker darin bestand, dass höhere Geburtenzahlen nicht zuletzt moslemische Zuwanderer haben und Deutschstämmige i. w. S. auf eigenes Familienleben mehr und mehr verzichten sollen. Nur – warum soll eine diesbetreffende Aussage zum laufenden Austausch der hiesigen Bevölkerung falsch sein? Es gibt kaum ein so gut sichtbares Faktum in diesen ideologischen Streitigkeiten.

“Ersetzung der Realwirtschaft durch ‚Spekulanten‘” – wer bestreitet dies? Von 1997 bis 2016 stieg nach dieser Statistik das von Hedge Fonds verwaltete Vermögen global von 118 Mrd. $ auf 2,7 Bio. $. Dass Deutschland dank der Politik der Regierung von Gerhard Schröder (SPD) hiervon mitbetroffen ist, bevor sein Parteikollege Franz Müntefering von “Heuschrecken” der Finanzindustrie sprach, ist sattsam bekannt. Schröder berät heute die jüdische Rothschild-Bank, eine Hauptverantwortliche und Hauptverdächtige für historische und aktuelle Machinationen im Finanzwesen.

Nach Einschätzung von Marcus Funk vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin hat auch diese Schrift Gedeons, über die Grundlagen einer neuen Politik, eindeutig einen „antisemitischen Grundton”.

Dass Funktionäre des bestehenden Systems die gerade genannten, auch in allen gängigen Gazetten berichteten Tatsachen für “antisemitisch” halten, ist bekannt – es ist das Totschlag-Argument vom im Zweifelsfall eben nur ‚strukturellen‘ Antisemitismus. Er bedeutet, dass man ausbeuterische Verhaltensweisen nicht kritisieren sollte, da sie früher ausdrücklich an jüdischen Personen kritisiert und auf “die Juden” allgemein propagandistisch ausgeweitet wurden. Die Konsequenz aus dieser Ideologie des strukturellen Antisemitismus ist zwar unhistorisch, unsachlich und damit unwissenschaftlich (Rothschilds z. B. sind jüdisch sowie Mitgründer und Förderer des Staates Israel), aber nahezu ein Konsens gegenwärtiger Politik- und Geschichtswissenschaft etc., soweit sie sich der Öffentlichkeitswirksamkeit durch große Pressehäuser erfreuen dürfen.

Der potenzielle Gegner der USA wäre ein Deutschland, das zusammen mit Russland ein Gegengewicht gegen den „Amerikanismus“ bilden könnte, der, siehe oben, dem „alten jüdischen Glauben“ entspringe.

Wer über eine während Jahrtausenden religiös determinierte Weltgeschichte reden will, sich aber nicht für Religion und Spiritualismus interessiert, wird eine solche Aussage grundsätzlich bemängeln – allerdings ohne nachvollziehbare Begründungen. – Die Rede Gedeons vom „alten jüdischen Glauben“ rührt aus den vorher zitierten Zusammenhängen – weil die über die längste Zeit offen freimaurerisch geprägte US-Politik sich der jüdischen Heilsgeschichte und ihrem Jerusalemer Tempel als Sinnbild verpflichtet fühlt. Ob man in der beständigen Allianz der USA mit Israel und der großen Prägekraft der jüdischen Lobby-Organisation AIPAC einen historischen Zufall sehen will, ändert nichts an ihrem Vorhandensein. Hier zumindest bestätigt sich ein zunehmender Einfluss der jüdischen Lobby in den USA, der sich über mehr als 100 Jahre vollzog. Darin besteht kein Widerspruch zur jüdischen Esoterik, die in der Freimaurerei von Bibel-Sujets zum Okkultismus der Kabbala reicht.

Eine weitergehende Frage ist, was alles jener „alte jüdische Glauben“ sein soll. Dazu gehört dann sicherlich eine Bestätigung der Auserwähltheit des jüdischen Volkes. Ich erinnere hier wiederholt daran, dass in Israel nach wie vor ein Heiratsgesetz gilt, dass die Eheschließung mit Nicht-Juden ausschließt – im linken Jargon unserer Gegenwart “Rassismus” und “Diskriminierung”, die sofort der deutschen Nazi-Tradition zugeordnet würden. Obwohl auch mal von der “Süddeutschen Zeitung” berichtet, wissen wohl die wenigsten deutschen Linken davon.

Komischerweise werden also – teilweise schon gut als CIA-Operation etc. dokumentiert – allerlei Kriege angezettelt und Völkerschaften über den Planeten getrieben, wenn nicht in so entstandenen und geschürten Konflikten umgebracht. Dies führt zu ethnisch so disparaten Gesellschaften, wie es an erster Stelle nur die freimaurerisch begründeten, neubesiedelten USA wurden. Deren Bild glitzert in der Medien-Berichterstattung, deren Macher vorausgewählt sind, durchaus immer noch. Ein Erfolgsmodell kann der melting pot jedoch nicht genannt werden – horrend überschuldet, massenhaft verarmt. Dies ist die Perspektive, die die Geschichte einem naiven Multikulturalismus aufzeigt.

Dass eine von Gedeon insinuierte Allianz mit Russland für Deutschland kein Allheilmittel sein muss, kann ich hier nicht ausdiskutieren. Kooperation besteht ja erfreulicherweise nach dem Ende des Kalten Krieges. Nicht wenige Beobachter warnen vor einer Isolation etwa durch den Ukraine-Konflikt; wirtschaftliche Verluste durch anti-russische Sanktionen sind bereits enorm. Es kommt auf Nachweise und Bewertungen an, wie sehr allein die Ukraine-Krise etwa durch Stiftungen von George Soros in Gang gesetzt und/oder verstärkt wurde.

Dass der US-amerikanisch angeführte Machtblock gegen ein mit Deutschland verbundenes Russland agiert, wird ja nicht nur von deutsch-nationalen Rechtsextremen angenommen, sondern auch von Zbigniew Brzeziński in “Die einzige Weltmacht” (1997) erklärt. Das bei einer Ost-Orientierung auch Deutschland ein “potenzieller Gegner der USA wäre”, sollte also kaum strittig sein. Von Bensmann wird eine solche Aussage im Kontext seines Textes als Andeutung eines eher unangebrachten Anti-Amerikanismus lesbar.

Zum Zweiten Weltkrieg heißt es:

Hier sieht Gedeon auch den Grund für den Kriegseintritt der Amerikaner. So müssen wir uns seiner Meinung nach „von der Mär verabschieden, die US-Amerikaner hätten den Krieg gegen Deutschland geführt, um die Deutschen und Europa vom Faschismus zu befreien”, so Gedeon.

Nicht der Angriff der Wehrmacht auf Polen, Frankreich oder die Sowjetunion habe das Eingreifen der USA ausgelöst, noch sei es der Genozid an den europäischen Juden gewesen. Die Amerikaner hätten den Krieg gewollt, so oder so. „Hätte sich damals ein demokratisches Deutschland in gleicher Weise zu einer politischen und wirtschaftlichen Großmacht entwickelt wie das nationalsozialistische: Man hätte außenpolitisch und militärisch nicht anders gehandelt, als man es im Fall Hitler-Deutschlands getan hat”, schreibt Gedeon in der nun aufgetauchten Schrift.

Nazideutschland – ein Opfer des US-amerikanischen Machtstrebens? Die Kriegsschuldfrage wird damit von Gedeon auf den Kopf gestellt.

Dies ist eine komplexe Fragestellung. In “Saturn Hitler” habe ich ebenfalls beispielhaft gezeigt, wie weit ein Vorlauf des Dritten Reiches historisch zurückreicht und welche bewussten Hintergrund-Strategien (etwa seitens des Rothschild-Kartells) dabei denkbar bis wahrscheinlich sind. Sie lassen sich aus gut verbürgten Tatsachen herleiten – nicht in haltloser Spekulation, sondern als seriöse Hypothese. Sie steht neben anderen Versionen der Geschichte, die ebenso kritisch zu befragen sind.

Erst in einer solchen komplexen Herleitung wird verständlich, wie ein Gedeon im obigen Zitat die schließlich eintretenden Kriegsereignisse einordnet und interpretiert. Für den Ersten Weltkrieg rückt ja bereits die Mainstream-Debatte im Gefolge von Christopher Clarks “Die Schlafwandler” (2012) von einer These deutscher Alleinschuld mittlerweile ab. Für das Nazi-Regime und den Zweiten Weltkrieg könnte diese Strategie noch komplexer und perfider gewesen sein.

Zur fachlich unangreifbaren wirtschaftshistorischen Herleitung einer anti-deutschen Konspiration habe ich Wesentliches zusammengetragen. Die Frage: “Nazideutschland – ein Opfer des US-amerikanischen Machtstrebens?” suggeriert anhand des vordergründigen Ausgangs der Geschichte, es hätte ein solches “Machtstreben” nicht gegeben. Rockefellers “Standard Oil” war selbst noch am KZ-Betrieb von Auschwitz-Monowitz mit der Ausbeutung von Zwangsarbeitern beteiligt. Jene US-Eliten, die nach 1945 aus Rothschild-Immobilien in Paris und Bonn heraus eine Neugestaltung Europas in ihrem Sinne vornahmen, trugen das Ihre zum Aufstieg der Nazis wohl kaum mit jener Naivität bei, die aus solcher vernebelnden pro-amerikanischen Desinformation unserer Mainstream-Presse spricht. Verkürzt gesagt, ist es eindeutig, dass die späteren “Befreier” zuvor mit den Nazis im Aufsichtsrat kriegswichtiger Unternehmen saßen, nach gängigen Maßstäben ja auch in den USA in Strafprozesse verwickelt wurden. Dies blieb jedoch ein formaler Akt mit Bauernopfern, der die eigentlichen Tatsachen nicht vergessen machen kann. Sie zu überspielen, hilft heute ein blindwütiger linker Antisemitismus-Diskurs gegen jene, die Großkapital und Waffenindustrie beschreiben.

Wie sehr eine Erkenntnis solcher Langzeit-Entwicklungen und teils eindeutig krisenfördernden Agenden in Deutschland überlebensnotwendig ist, wird sich innerhalb weniger Jahre anhand der Integration oder Nicht-Integrierbarkeit jener Zuwanderer erweisen, die dieselbe Geopolitik von anderen Krisenherden nach Europa treibt. Bei allem Chaos und aller Verdächtigkeit ist dies eine notwendige Rolle, die Gedeons Partei AfD derzeit im politischen Diskurs spielt. In der Vergangenheit haben jene Strategen, gegen die Gedeons Argumente sich wenden, stets effizienter agiert. Meist bringen sie ihre Gegner dazu, sich untereinander zu bekriegen. So geschieht es in quasi automatisierten Debatten von Links gegen Rechts. So könnte es in einer gespaltenen EU aufgehen. So deutet es sich unheilvoll an im Konfliktpotenzial der Rigorismen des Islam für offene Gesellschaften.

Einen persönlichen Gruß von mir an den Leiter von Correctiv, David Schraven. Wir arbeiteten in den 1990ern einmal zusammen an der “taz ruhr”. Letzte Nachrichten von mir ließt Du wiederholt unbeantwortet. Was Deine Mitarbeiter hier nach angeblich “monatelanger Recherche” via Tagesspiegel um Fördermitglieder werben lässt, finde ich, wie nun gezeigt, leider dürftig. – Dass Ihr es seid, die offensichtlich keinen Dialog wollen, sei hier abschließend angemerkt. (Solltet Ihr die Gratis-Artikel dieser Website lesen, so habe ich es bisher nicht bemerken können. Bei mir wird die Kommentar-Funktion nicht abgeschaltet – wie im Zweifelsfall bei Euren Medien-Partnern. Selbst einen Link zu diesem Artikel wird man dort voraussichtlich zensieren.) Der Mangel an geistiger Kultur und Austausch macht sich an solchen Stellen besonders bitter bemerkbar. Ich habe nur noch wenig Hoffnung darauf, wäre aber jederzeit dazu bereit.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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3 Responses

  1. Sehr guter Artikel.

    “Dass der US-amerikanisch angeführte Machtblock gegen ein mit Deutschland verbundenes Russland agiert, wird ja nicht nur von deutsch-nationalen Rechtsextremen angenommen, sondern auch von Zbigniew Brzeziński in „Die einzige Weltmacht“ (1997) erklärt.”

    Und Stratfor hat dies bestätigt.

    https://www.youtube.com/watch?v=gcj8xN2UDKc

  2. Kahrin sagt:

    Die Langzeit-Strategie der US–Macht–”Eliten” unterstützen Ihre Thesen, Herr Dr. Hermsdorf und Herr Poost:

    – – –

    Der “… Fortbestand der globalen Vormachtstellung Amerikas hängt unmittelbar davon ab, wie lange und wie effektiv es sich in Eurasien behaupten kann” (S. 47)

    Die NATO “… bindet die produktivsten und einflussreichsten Staaten Europas an Amerika und verleiht den Vereinigten Staaten selbst in innereuropäischen Angelegenheiten eine wichtige Stimme” (S. 44) und ein “größeres Europa wird den Einflussbereich Amerikas erweitern…” (S. 244)

    Um “Amerikas globales Ordnungssystem” durchzusetzen, ist es ein “Imperativ” der US-Geostrategie “Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern und ihre Abhängigkeit in Fragen der Sicherheit zu bewahren, die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten… ” (S. 57)

    “Ebenso stark setzt es auf die indirekte Einflussnahme auf abhängige ausländische Eliten (….) Der massive, aber nicht greifbare Einfluss, den die USA durch die Beherrschung der weltweiten Kommunikationssysteme, der Unterhaltungsindustrie und der Massenkultur sowie durch die durchaus spürbare Schlagkraft seiner technologischen Überlegenheit und seiner weltweiten Militärpräsenz ausüben, verstärkt dieses Vorgehen noch. (S. 42)

    “Am wichtigsten allerdings ist die Ukraine. (…) Obwohl dies Zeit brauchen wird, kann der Westen (…) schon jetzt das Jahrzehnt zwischen 2005 und 2015 als Zeitrahmen für eine sukzessive Eingliederung der Ukraine ins Auge fassen” (S. 153) “Irgendwann zwischen 2005 und 2010 sollte die Ukraine für ernsthafte Verhandlungen sowohl mit der EU als auch mit der NATO bereit sein … ” (S. 109)

    “Wie beim Schach müssen Amerikas globale Strategen etliche Züge im voraus durchdenken und mögliche Züge des Gegners vorwegnehmen. Eine konsequente Geostrategie muss daher zwischen kurzfristiger Perspektive (…) und einer langfristigen (über zwanzig Jahre hinaus) Perspektive unterscheiden.” (S. 241)

    “Dies erfordert ein hohes Maß an Taktieren und Manipulieren, damit keine gegnerische Koalition zustande kommt, die schließlich Amerikas Vorrangstellung in Frage stellen könnte…” (S. 242)

    – – –

    … schreibt Zbigniew Brzeziński bereits 1997(!) in “Die einzige Weltmacht”

    Herr Dr. Hermsdorf:

    Vielen Dank für Ihre unermüdliche Arbeit. Danke!

  3. 879 sagt:

    Kommentare strengen mich an. Ihr Artikel trifft aber einige Sachverhalte. Das Ganze ein gefährliches Gelände. Zu Zbigniew Brzeziński: ein absolut haßerfüllter Pole, gefährlich und aus der polnischen Geschichte bis zu einem gewissen Teil verstehbar. Tagtraum: anstehender weil realistischer Zerfall der USA in einzelne unabhängige Staaten. Dieser Prozeß ist bereits unaufhaltbar am Ablaufen und kann nicht mehr angehalten werden. Welche Staaten werden das sein? Kalifornien mit seinem vielleicht positiven kulturellen Impulsen ( pazifischer Staat), erzchristliche “weiße” Staaten, Staaten von mehr positiven schwarzem Lebensgefühl geprägt usw. Daß die USA auf Dauer sich wirtschaftlichpolitischkulturellreligiös nicht differenziert ist nicht wahrscheinlich. Vielmehr ein Prozeß der Evolution. Fazit. Eine wegen des damit einhergehenden Konsequenzen gefährliche Situation. Ob die Welt damit wirklich besser wird ist ebenfalls zu fragen und zu diskutieren(China???). Sie wird anders.

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