#Satanismus-Kritik, seine Form, unsere Aufgaben – Antwort an Ingo Bading

Da mein WordPress-Blog-System den Kommentar von Ingo Bading zum Beitrag über elitären Satanismus, Mord und Missbrauch an die Abonnenten weiterleitet, meine eigene Antwort aber nach Gusto (welchen technischen Algorithmusses oder Defekts?) gerade nicht, stelle ich ihn einfach als weiteren Beitrag ein.

Er sollte eigentlich allen, die seit Jahren im Internet als Lehrer in Fragen der Geschichtswissenschaft oder auch Philosophie auftreten, ohne sich dafür ausreichend vorbereitet zu haben, eine Lehre sein. Man muss das leider so hart sagen, denn der Anspruch und auch Klick-Erfolg ist eher in diesem Fällen in meiner Beobachtung leider oft größer (als in jenen, die eine solche Kritik nicht erforderlich machen).

Das ändert nichts an meiner Wertschätzung dafür, dass Ingo Bading für Opfer eintritt, die den höchstbezahlten Kräften unseres Landes so gut wie egal zu sein scheinen – da geht es nicht um solche philosophischen Feinheiten hier, sondern eben um Mord, Missbrauch und die Mittäter- und -läufer-Mentalitäten, die sie vertuschen und dafür von ihnen alimentiert werden.

Dennoch sind meine Ansagen an Ingo Bading ernst, denn sie gelten auch und gerade für deutlich klickstärkere Heroen der YouTube- und Blog-Kultur. Es gibt auf linker wie rechter Seite des Diskurses massenhaft fundamentale Denkfehler, bei denen wir seit vielen Jahren hängenbleiben, ohne im tieferen Verständnis und in der gegenseitigen Verständigung (von der die Kitschiers der Kulturwissenschaften oder auch Politiker so gerne blafaseln) je weiterzukommen. Der Umgang mit Zitaten eines Friedrich Nietzsche ist im Folgenden dafür ein deutliches Beispiel. Nicht einmal dieser Meister-Denker ist von vielen, die ihn kritisieren oder bei Bedarf zitatweise affirmieren, selbst noch in Haupt-Thesen verstanden worden. Das lässt für intellektuell anspruchsvolle Projekte der Gegenwart in puncto Vermittlung leider wenig Gutes hoffen.


Dass wir das hier diskutieren, resultiert aus meiner Sicht daraus, dass Du keine formale Professionalisierung durchlaufen willst, um Deinen Themen Gehör zu verschaffen (die man Dir vorher auch nicht angeboten hat, nehme ich an – so geht man hierzulande mit Menschen um, die nicht im Abbruch-Unternehmen mitarbeiten). Dazu würde z.B. gehören, dass man sich entscheidet, allein das mehrminütige Intro wegzulassen, weil von den wenigen Zuschauern nach meiner Erfahrung und Vermutung schon ein nennenswerter Teil direkt wieder abspringen wird (und nicht durchskippt, was man ja machen kann).
Zur Frage der Ironie: Es ist dem Zuschauer schon klar, dass Du Dir eigentlich viele Zuschauer wünschst. Auf dem schnelllebigen YouTube nochmal Minuten zu verplempern, um das zu verkünden, halte ich für absolut deplatziert und kontraproduktiv. Warum also walzt Du das dann nochmal aus? Allein das führt mich, wenn ich mich in einen vielleicht neu hinzukommenden Zuschauer hineinversetze und fragen könnte/würde: ‚Teilt er mir jetzt wirklich authentisch nur das mit – dass er gerne viele Klicks mit dem Video erreichen will?‘ Deshalb sucht man nach einer anderen Erklärung, die teilweise in einen ironischen Modus führt, der hier lauten könnte: ‚Ingo versucht – aber etwas unbeholfen -, die Jagd nach Klicks auf YouTube sich selbst zuzuschreiben, obwohl er ja eigentlich und in allererster Hinsicht an seinen wichtigen Inhalten interessiert ist.‘ Ironische Aspekte lassen sich so u.a. mutmaßen, weil Du in der Performanz Deines Bekenntnisses zur Klick-Jagd auch noch definitiv Zuschauer verlierst für ein Anliegen, über das Du Minuten später schon in Tränen ausbrichst. Du verstehst, soweit ich sehe, schon fortgesetzt nicht, dass sich auf YouTube innerhalb von Sekunden entscheidet, ob ein Thema wieder in der Versenkung verschwindet, weil man es wegklickt. Dies verstärkst Du hier gerade bei einem Thema, das Dir besonders wichtig ist?
Spricht man Dich darauf an, geht es nicht in eine pragmatische Sachdiskussion, sondern es folgt erst der Trotz, Du wollest Dich eben nicht darum kümmern, was ein Agenda-Setting der Überstaatlichen seit mehr als einem Jahrhundert bestimmt (Netzwerken, Arbeitsteilung, Finanzierung, Public Relations, massenwirksame Format-Entwicklung) – siehe auch meine Videos:

Akzeptiert man diese Deine Reaktion nicht als das letzte Wort, folgt bei Dir lediglich noch ein Abbruch in dem Sinne, dass Du ja machen kannst, was Du willst, keine Lust hast dazu, neben inhaltlichen auch weitere formale und organisatorische Kompetenzen erwerben zu wollen und nach jahrelanger Beschäftigung mit Satanismus eigentlich auch interessantere und lebenszugewandtere Interessensgebiete habest, denen Du Dich jetzt vornehmlich widmen wollest.
Aber leider ist ein größeres Publikum ein Riesenbaby, das in einem Fort gehätschelt und gefüttert werden will. Sonst schläft es einfach ein. Auch das von Dir so gerne angerufene „Volk“.
Du stellst Dich fortgesetzt auf den Standpunkt, Dich um so etwas nicht kümmern zu wollen. Jetzt blindwütig täglich Videos zwischen 20 und 120 Min. auf YouTube zu stellen, wird vielen der darin angesprochenen, auch nach meiner Ansicht wesentlichen Fragen nicht so wirklich helfen. Diejenigen, die Deine Ausrichtung ohnehin kritisch beurteilen, werden sich hier nur bestätigt sehen, dass das nicht gut durchgearbeitet ist. Dazu würde gehören, im Arbeitsprozess, statt mehrerer Neuigkeiten, für die insgesamt in ihrer Länge kaum jemand Zeit hat, einen Teil auf Vorplanung und einen weiteren auf Nachbearbeitung zu verwenden. Das ist Teil einer Achtung des Zuschauers (auch wenn er dafür eigentlich bezahlen müsste, wie er für alles andere bezahlt, was Arbeit ist), und mich befremdet schon, dass Du über solche Ideale nie redest, sondern stattdessen sehr schnell bei „Seele“ oder „Gott“ landest. Wertschätzung von Zuschauern, der Präsentation geistiger Arbeit und deren praktische Umsetzung sind überprüfbar. In der ganzen Geistesgeschichte waren „Seele“ oder „Gott“ leider meist nur hohle Worte, mit denen Menschen Macht über andere gewonnen haben. Dieses armselige Spiel setzt Du leider partiell nur mit Deinen Mitteln fort. Bei näherem Hinsehen – meistens nichts außer verbaler Performanz und narzisstischer Selbstübersteigerung.
Ob Du Nietzsche zu diesen Fragen überhaupt gelesen hast, fragt man sich immer wieder – es werden gerade in der Anrufung deutscher Geistesgrößen im rechten Spektrum auch dieser Tage meist nur berühmte Zitate aus dem Kontext gerissen. Du verdrehst hier den Sinn des Zitats in sein Gegenteil. Lesen wir dazu einen Aufsatz über das Leib-Seele-Problem bei Nietzsche von Jörg Seidel:

http://seidel.jaiden.de/nietzsche.php
„Leib ist alles! So wie das Leben nur ein Teil, ein seltener Teil des Toten ist, so sind Geist oder Seele oder Ich oder Selbst ein seltener Teil des Körpers. Das wird im Bild des Kopfes noch am Greifbarsten: „Und da wollte er mit dem Kopfe durch die letzten Wände, und nicht nur mit dem Kopfe – hinüber zu ‚jener Welt'“. was Zarathustra vermittelt ist die seit Platon tiefste Einsicht in die körperliche, leibliche, physische Verfaßtheit aller Begriffe, aller absoluten Begriffe, all jener Begriffe also, die einen Geist, eine Seele oder deren ausführendes Organ, ein Hirn (oder eine Zirbeldrüse, wie Descartes glaubte) haben. Zarathustra lehrt, daß dies Meta-Schöpfungen sind, die unser gesamtes Denken und Wahrnehmen unauflösbar beeinträchtigt haben, weil sie selbst Schöpfungen des Leibes sind. Dies ist ein Grundgedanke Nietzsches seit der „Fröhlichen Wissenschaft“ und was wir danach sehen, sind Versuche, diesen Gedanken auszusprechen, ihn zur Sprache zu bringen. Was als philosophischer Aphorismus begann, wird im „Zarathustra“ in der dionysischen Verkündergeste wiederholt: „Die unbewußte Verkleidung physiologischer Bedürfnisse unter die Mäntel des Objektiven Ideellen, Rein-Geistigen geht bis zum Erschrecken weit – und oft genug habe ich mich gefragt, ob nicht, im großen gerechnet, Philosophie bisher überhaupt nur eine Auslegung des Leibes und ein Mißverständnis des Leibes gewesen ist. Hinter den höchsten Werturteilen, von denen bisher die Geschichte des Gedankens geleitet wurde, liegen Mißverständnisse der leiblichen Beschaffenheit verborgen, sei es von einzelnen, sei es von Ständen oder ganzen Rassen. Man darf alle jene kühnen Tollheiten der Metaphysik, sonderlich deren Antworten auf die Frage nach dem Wert des Daseins, zunächst immer als Symptome bestimmter Leiber ansehn; und wenn derartigen Welt-Bejahungen oder Welt-Verneinungen in Bausch und Bogen, wissenschaftlich gemessen, nicht ein Korn von Bedeutung innewohnt, so geben sie doch dem Historiker und Psychologen um so wertvollere Winke, als Symptome, wie gesagt, des Leibes, seines Geratens und Mißratens, seiner Fülle, Mächtigkeit, Selbstherrlichkeit in der Geschichte, oder aber seiner Hemmungen, Ermüdungen, Verarmungen, seines Vorgefühls vom Ende, seines Willens zum Ende“ (FW; KSA 3, 348f). Dies kann nicht anders sein, denn „schwer zu beweisen ist alles Sein und schwer zum Reden zu bringen“. In der „Fröhlichen Wissenschaft“ setzt Nietzsche auf Erkenntnis und Einsicht, im „Zarathustra“ auf Evidenz, oder anders gesagt, er will diesen Gedanken gedacht sehen und nicht nur ausgesprochen haben. Die Gewißheit, für spätere Jahrhunderte geschrieben zu haben, ergibt sich eben aus diesem Gefühl, vorerst nur gelesen, nicht gedacht zu werden. Denn es gilt, eine jahrtausendealte Denktradition zu über-, zu verwinden, die dem Leib, jedem Leib, die seelische Wunde schlug, in dem sie uns den Begriff vom „Wesen“ – und die unstillbare Sehnsucht, dies zu suchen – in Leib und Sprache implantierte, tätowierte. Dabei ist der Leib doch selbst das „Wesen“. Das heißt, man muß Leib und Sprache überwinden um diesen Gedanken fassen zu können oder „historisch“ gesagt: vor der Geschichte oder nach der Geschichte agieren.“

Was Du als „Seele“ sagenden „letzten Menschen“ bei Nietzsche romantisierst, ist das, was er mit aller Kraft auch im „Zarathustra“ bespöttelt:

http://www.vns.somee.com/vns_themen_beschreibung.cshtml?id=30
„So will ich ihnen vom Verächtlichsten sprechen: das aber ist der letzte Mensch.“

Dein Zitat finde ich gerade gar nicht im Original, sondern vielmehr dies, was meine Einordnung bestätigt:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3248/6
„Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.
»Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern« – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.
Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.“

Weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • XING
  • Google Bookmarks
  • Y!GG
  • MisterWong
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati

Verwandte Artikel

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

ANZEIGE
                        
Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

11 Responses

  1. Daniel macht Ausführungen wie:

    „In der ganzen Geistesgeschichte waren „Seele“ oder „Gott“ leider meist nur hohle Worte, mit denen Menschen Macht über andere gewonnen haben.“

    Möchte er das auch über – sagen wir – die „Deutschen Predigten“ des Meisters Eckart sagen (nur als Beispiel)?

    Daß es Wahn über Seele und Gott gibt, darüber haben – unter anderem – Mathilde Ludendorff und Richard Dawkins sicherlich sehr viel und sehr viel Wertvolles geschrieben. Und ebenso haben beide – und viele ähnlich Gesinnte – viel darüber geschrieben, daß auch trotz dieses Wahns nicht nur die Begriffe selbst und ihre religiösen Konnotationen beibehalten werden können (Richard Dawkins etwa spricht sich positiv über die „Religiosität Einsteins“ aus, also über die Verwendung des Wortes „Gott“ wie ihn Albert Einstein verwendete). Sondern sie plädieren dafür, daß sie auch weiter benutzt werden müssen, wenn möglich von allem Wahn befreit. (Richard Dawkins gab einem seiner letzten Bücher den religiösen Titel „Eine Wallfahrt zum Ursprung des Lebens“.) Eine Lektüre von Büchern wie „Wie das Gehirn die Seele macht“ von Gerhard Roth sollte – wiederum unter vielem anderen – hilfreich sein dabei, keinen Wahn in die Verwendung des Begriffes Seele mit einfließen zu lassen und einen Begriff wie Seele nicht hohl zu verwenden.

    DASS DAS NICHT GESCHEHE, DAS IST SCHLICHT UND EINFACH DAS KERNANLIEGEN meines Videokanals seit Ostern und seit ich über die Gefahr rede, daß Menschen zu plappernden Toten werden, ja, daß ganze Gesellschaften „hohl“ werden.

    Aber Daniel scheint dafür irgendwie nicht empfänglich zu sein. Er hat darüber jedenfalls recht absprechende Worte übrig. Auch muß eine solche Empfänglichkeit nicht zwangsläufig gegeben sein. Wir haben es hier nicht mit – im naturwissenschaftlichen Sinne – zustimmungspflichtigen Dingen zu tun.

    Jeder Mensch (jede „Seele“ [!]) entscheidet für sich, wie sie bestimmte Dinge wahrnehmen möchte oder nicht. Sie entscheidet – auch dann noch, wenn aller Gottes- und Seelenwahn (alles Irresein diesbezüglich) beiseite geräumt sind – für sich, ob sie dann die Weiterverwendung der Begriffe immer noch als wahnhaft oder hohl wahrnehmen möchte – oder nicht. Ist es eine hohle Weiterverwendung des Begriffes Wallfahrt, wenn Richard Dawkins von einer „Wallfahrt zum Ursprung des Lebens“ spricht?

    Es wäre jedenfalls schön, in solchen Fällen auf gar zu viele absprechende Kommentierungen zu verzichten. Möge man doch sagen – wie viele andere Philosophen zuvor – man sei „religiös unmusikalisch“ und könne nicht folgen. Und gut ist.

    Wenn mir aber unterstellt wird, ich würde Begriffe wie Gott oder Seele „hohl“ verwenden, ist das in einem sehr schwerwiegenden Ausmaß absprechend. Es müßten dafür gute Gründe vorliegen. Es dürfte – meiner Meinung nach – nicht aus hohlem Bauchgefühl heraus so geredet werden. Aber vermutlich ist schon darüber eine Einigung schwer möglich.

    Hier scheiden sich dann die Wege. Geh du rechtswärts, laß mich linkswärts gehen.

    Immerhin wird es schließlich von einer solchen Sichtweise her ganz unmöglich zu verstehen, welches Mißverständnis ich überhaupt hatte aus dem Weg räumen wollte mit meinem ursprünglichen Kommentar zu nur ganz wenigen Worten von Daniel.

    Ich habe jedenfalls ganz große Sorge, daß Daniel den Anliegen Friedrich Nietzsches mit dem allergrößten Befremden gegenüber steht. So etwas kommt vor. Ich habe Vorlesungen über Friedrich Nietzsche in Universitäten gehört, wo ich ein ähnliches Empfinden hatte. Ich glaube, Nietzsche selbst wünschte nicht, daß er an Universitäten überhaupt gelesen würde. Von den Kriegsfreiwilligen des Jahres 1914 wurde er gelesen – in einer Zeit, die Nietzsche näher stand als die unsere.

    • „Daß es Wahn über Seele und Gott gibt“, darüber haben nicht nur „Mathilde Ludendorff und Richard Dawkins“, sondern Abertausende Autoren gewichtige Werke geschrieben (749.000 Google-Ergebnisse für „gott seele kritik philosophie“). Dabei auch gleich wieder ein Sloterdijk:

      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/sloterdijks-nach-gott-jetzt-wird-die-seele-saekularisiert-15121674.html
      „In großen Worten kündigt der Verlag eine „theologische Aufklärung über die Theologie“ an, „von der Zeit der Götterherrschaft über jene, in der der Welterschaffungsgott regierte, bis zu den Träumereien über das gottähnliche Vermögen der künstlichen Intelligenz“. Auch ist von einer „sich selbst aufklärenden Theologie“ die Rede, „durchgeführt von einem Nichttheologen“. Nicht nur soll „der Tod Gottes“ auf Zeiten lange vor Nietzsche vordatiert werden. Vielmehr will Sloterdijk auch dringend gebotene „Korrekturen an allen Weltbildern“ vornehmen. Ernsthaft bezeichnet er seine „theologische Aufklärung“ als „eine schicksalhafte Aufgabe“.“

      Du ordnest es so ein, dass ich „den Anliegen Friedrich Nietzsches mit dem allergrößten Befremden“ gegenüberstehe. Warum reagierst Du nicht erstmal auf die konkreten Zitate und Erläuterungen, wenn es hier um eine Arbeit am Begriff geht? Ich glaube nicht, dass die gesamte mir bekannte philosophische Literatur darin fehlgeht, dass Nietzsche einen weiteren Wendepunkt in der Neuzeit darstellt – hin zu einem radikaleren Materialismus, der alles in Frage stellt, was als ontologisches lediglich ein sprachliches Konstrukt und dabei eine materielle Manifestation in sehr willkürlichen Symbolen ist. Deshalb hat nunmal jede Sprache ihre eigene Weltsicht, denkt eine Seele, denkt eine Wiedergeburt, denkt ein Fegefeuer – oder das eine oder andere einfach gar nicht.
      Darüber hinaus macht es doch nur Sinn, eine solche Denkbewegung noch in weiteren Kontexten zu sehen. Die Sprachkritik der Jahrhundertwende, diverse philosophische Schulen haben solche Rationalitäts- und Zeichenkritik stark ausdifferenziert und damit natürlich wieder eigene Weltbilder geschaffen, die auch indirekt enorm wirksam sind.
      Noch mehr aus der schon zitierten Quelle:

      http://seidel.jaiden.de/nietzsche.php
      „Erst der Erwachte kann sich Rechenschaft darüber ablegen, was Leib und Seele „bedeuten“ – er reflektiert. Das unterscheidet seine „Erkenntnis“ von der des Kindes: daß sie reflexiv gewonnen wurde. Zarathustra ist der Erwachte, der Wissende, der sagt: „Leib bin ich ganz und gar, und nichts außerdem; und Seele ist nur ein Wort für ein Etwas am Leibe“.
      Ambivalent ist auch der Begriff der Vernunft, der nun ins Spiel gebracht wird. Ob dabei tatsächlich eine Aufklärungskritik beinhaltet ist, lässt sich schwer sagen, aber es darf nicht der Fehler gemacht werden, den Text Nietzsches in solchen Fragen aus dem Blickwinkel der Spätgeborenen zu bewerten. Für uns ist es gewohnt, die Aufklärung und ihr stärkstes Argument, die Vernunft, explizit in Frage gestellt zu sehen, aber das will eher als ein späteres Verdienst erscheinen (z.B. Horkheimer/Adorno), ohne frühere Leistungen (de Sade, Romantik…) negieren und ohne abstreiten zu wollen, daß Nietzsche Wegbereiter dieser Kritik war.“

      Wer sich diversen Arten des Glaubens zuwendet, wird dennoch seine eigenen Seele-Begriffe, auch immer auf’s Neue, entwickeln können. Wenn er das philosophische Gespräch führt, muss er sie natürlich in solche Kontexte einordnen können.
      Ansätze wie bei Gerhard Roth wiederholen etwa einen gedanklichen Mechanismus aus der Gestalttheorie: das Ganze mehr als die Summe seiner Teile, die Konstellation eine eigene ontologische Kategorie in diesem Sinne. Es würde hier nun viel zu weit führen, begrifflich integer darauf einzugehen, ob man darin eine modern-systemische oder doch eine mehr oder weniger metaphysische Begrifflichkeit zu sehen hat. (Ich weiß nicht, ob Roth dazu etwas schreibt.)
      Von Allgemeinverbindlichkeit irgendeines Seele-Begriffs würde ich heute weder in einem religiös-vormodernen, romantischen noch in einem der Hirnforschung ausgehen.
      Zu anderen Deiner Gedanken habe ich nun umfänglichst publiziert, wenn es um Arten eines „Plapperns der Toten“ etwa geht. Ich weiß nicht, ob Du hier im Blog seit 2010 mitgelesen hast: https://filmdenken.de/category/tod/
      In meinem TV-kritischen Buch „Glotze fatal“ gibt es ein Kapitel über „Todesverfallenheit“, was diese Art der Abkehr von existenziellem und lebenszugewandtem Bewusstsein bearbeitet.
      Meine Ansätze beziehen sich ihrem Anspruch nach eben eher erstmal darauf, wie Menschen sich konkret äußern und (auch darin) miteinander umgehen. Ich teile darin bestimmte moderne Ansätze, die sich in Grundformen auch bei Nietzsche finden. Es ist ein Modus der Kritik natürlich eher als der Metaphysik oder des Transzendentalen (und natürlich einer der Kulturwissenschaft, deren verschiedenste Methoden ich bei Dir fast nirgendwo sehe, was kein Vorwurf ist, aber vielleicht einige Missverständnisse und Vorbeireden hier erklärt; ist die Frage, wer wann welche Standards setzen kann und darf).
      In unserem Austausch hier geht es für mich dadurch in letzter Konsequenz auch wieder einmal um die Frage, ob mit der Rede von einer menschlichen „Seele“ oder einer „Volksseele“ etwas gewonnen sein kann in einem Umfeld, das aus teils hier schon genannten Gründen unfassbar heterogen ist. Funktionierende Gesellschaftskonzepte müssen sich, denke ich jedenfalls, weiter weg von alleiniger Deutungshoheit bewegen. Eine solche ist in Deutschland jetzt schon statistisch obsolet. Sie wird demografisch kaum je mehr zurückkehren. Wenn die Gesellschaft nicht zerfällt, muss sie natürlich dabei Diversität moderieren. Wo meine Positionen seit längerem eher ‚rechts‘ angesiedelt sind, geht es darum, dass ein Wandel nicht Selbstaufgabe bedeuten sollte – und dass ich in vielen der massenwirksamen Psychotechniken auch Gefahren, Belastungen und Schädigungen sehe, die gravierend sind.
      Hier oben im Artikel ging es ja um besonders schlimme Überschreitungen aller menschlicher Umgangsformen in der Realität. Es ist auch kein Zufall, dass dieses Thema dann einzig wieder in einem TV-Krimi verhandelt wird, über dessen Genre in seiner Todesverfallenheit etliche meiner Texte handeln. Das ist meine Art einer Rettungsarbeit an dem wirklich Guten (ich nenne das mal ganz naiv so), um dessen letzte Rettung es hier und da gehen kann. Die praktischen Widerstände dagegen sind so heftig, dass man sich keiner unangebrachten Träumerei hingeben kann, muss ich schlichtweg zu bedenken geben, wenn es gefragt ist.

  2. Hier übrigens habe ich vor zwei Wochen über Friedrich Nietzsche gesprochen, wen es interessiert:

    https://youtu.be/_1_OMFcuLGg?t=41m42s

    Friedrich Nietzsche über Inspiration.

  3. Lieber Daniel, wie ich schon in meinen Videos gesagt habe, bin ich derzeit viel offline unterwegs. Ich treffe mich mit vielen Menschen, lerne sehr viele Menschen kennen und bin überrascht über die Fülle der Dinge, die in den Köpfen der „aufgewachteren“ Menschen gären und quellen. (Ich treffe oft Menschen, bei denen ich erst nach einer ganzen Weile merke, daß wir uns online schon länger kennen.)
    Jedenfalls: Solche Kommentarschlachten wie hier mit Dir sind völlig überlebt. Treff dich mit Leuten, komm ins Leben hinein, lass Dich auf das Leben der anderen ein, lass Dich – insbesondere – auf unsere Kultur, unser Gemeinschaftsleben ein. Aus einer solchen Kultur, aus einem solchen Gemeinschaftsleben heraus sind auch die Bücher von Friedrich Nietzsche entstanden. Und eine solche Kultur haben wir nicht mehr. Es fehlt also der emotionale Boden, um sie überhaupt in ihren Anliegen grundlegender zu verstehen. Und Du sagst ja selbst, daß die Bedeutung von Worten kulturabhängig ist.
    Sich auf das kulturelle Gemeinschaftsleben eines Volkes einzulassen, das haben wir alle verlernt. Und da bist Du Lernender wie jeder von uns Lernender ist.
    Hör auf, Dich über andere zu überheben und sie belehren zu wollen, weil Du drei Bücher gelesen hast. Das bringt gar nichts. Lies Dir mal durch, wie Du über mich redest. Und so willst Du mit jemandem wie mir ins Gespräch kommen. Das ist im Grunde absurd und ich wundere mich über meine Geduld.
    Glaube nicht, daß ANDERE sich ändern müßten, damit sie DICH verstehen, gehe lieber vom Gegenteil aus.
    Aber vor allem: SCHALTE DEINEN KOPF aus. TANZE, so wie Nietzsche getanzt hat. MANN.

    • Lieber Ingo, das antwortest Du jetzt allen Ernstes auf einen Blog-Beitrag, in dem, an Dich gerichtet, schon Folgendes zu lesen steht?

      „Spricht man Dich darauf an, geht es nicht in eine pragmatische Sachdiskussion, sondern es folgt erst der Trotz, Du wollest Dich eben nicht darum kümmern, was ein Agenda-Setting der Überstaatlichen seit mehr als einem Jahrhundert bestimmt (Netzwerken, Arbeitsteilung, Finanzierung, Public Relations, massenwirksame Format-Entwicklung) […]
      Akzeptiert man diese Deine Reaktion nicht als das letzte Wort, folgt bei Dir lediglich noch ein Abbruch in dem Sinne, dass Du ja machen kannst, was Du willst, keine Lust hast dazu, neben inhaltlichen auch weitere formale und organisatorische Kompetenzen erwerben zu wollen und nach jahrelanger Beschäftigung mit Satanismus eigentlich auch interessantere und lebenszugewandtere Interessensgebiete habest, denen Du Dich jetzt vornehmlich widmen wollest.“

      Nochmal zur Erinnerung: Du hast Nietzsche wohl in exakt dem gegenteiligen Sinne verstanden, als alle nennenswerten fachlich relevanten Autoren der Gegenwart. Du rufst ihn an in einer emphatischen Preisung eines Seele-Begriffs, wie Du ihn u. a. bei Mathilde Ludendorff vorfindest. Beim Blick in Nietzsches Texte zeigt sich, dass dies genau das ist, was Nietzsche in der Philosophie-Geschichte (lange vor den Ludendorff-Schriften) ein für allemal verabschieden wollte: intersubjekiv unüberprüfbare nebulöse Idealismen, die auf sprachlichen Suggestionen basieren.
      Würdest Du Nietzsche mit einem am Text selbst überprüfbaren Verständnis lesen (nicht Deinem verkürzten und verfälschten Zitat vom „letzten Menschen“), sähest Du Dich darin – durch das, was Du hier fortgesetzt vorbringst – selbst als einen solchen „letzten Menschen“ beschrieben – oder, in anderen Bildern (und wie von mir mit Beleg exakt zitiert), auf der Erkenntnisstufe eines „Kindes“ (im Gegensatz zu einem ‚erwachsenen‘ reflexiven Verständnis) und eines noch nicht „Aufgewachten“ (während Du selbst hier vorspielst, irgendwie „Aufgewachte“ im Gegensatz zu mir erkennen zu können).
      Und halte Dich bitte mit irgendwelchen Ratschlägen zurück – als wüsstest Du, worin mein Leben oder meine Ansprüche bestünden und als hätte Dich hier jemand um solche Empfehlungen gebeten, nachdem Du nicht einmal bereit bist, eine klare weiterführende Aussage zu treffen zu etwas, was Du selbst komplett in sein Gegenteil verkehrst; während Du Satanisten kritisieren willst, die angeblich alles in ihr Gegenteil verkehren. An dieser Stelle tust Du nichts anderes als diese. Geht man so vor wie Du, stabilisiert das im Gegenteil noch ihre Herrschaft.
      Deshalb:

      „Hör auf, Dich über andere zu überheben und sie belehren zu wollen, weil Du drei Bücher gelesen hast. Das bringt gar nichts.“

      Höre Du bitte auf, Dich als Lehrer von Philosophien aufzuspielen, deren offensichtlichen Sinn Du so vollkommen verfälscht, wie eine Verfälschung nur denkbar ist. Statt in irgendeinen sinnvollen Austausch zu gehen, erfolgt bei Dir auch hier nur ein willkürlicher einseitiger Abbruch und die Flucht in eine souveräne Lehrer-Position, deren Rechtfertigung Du Dir selbst hier vollkommen entzogen hast. Das ist, streng genommen, eine Art von Denkstörung …

      https://de.wikipedia.org/wiki/Denkst%C3%B6rung
      „Dem Betroffenen gehen sehr viele Gedanken in sehr kurzer Zeit durch den Kopf, teilweise auch mehrere Gedanken gleichzeitig. Dabei sind die Assoziationen gelockert und die Gedanken somit sprunghaft. Die Themen werden ständig gewechselt und der Betroffene kann nicht bei einem Gedankengang bleiben.“

      … und macht ein intellektuelles Gespräch unmöglich. Außer neuerlichen leeren Suggestionen („die Fülle der Dinge, die in den Köpfen der ‚aufgewachteren‘ Menschen gären und quellen“, „der emotionale Boden“) finde ich in Deiner Erwiderung nichts Substanzielles. Das sind alles Varianten dessen, was philosophische Hauptströmungen seit Nietzsche – und, wie wir hier wohl sehen, mit dem größten Recht – als unlauter und keiner differenzierten Erkenntnisbildung dienlich kritisieren.

  4. Auf meinem Youtube-Kanal werde ich gerade auf dieses Video, diese Worte von Roger Willemsen hingewiesen ( https://youtu.be/CsWKXXL3Rxk ), die etwas von dem enthalten, was auch MIR wesentlich ist.
    WIR müssen UNSERE individuellen Bedürfnisse formulieren. Und nicht nach IRGENDEINEM Schema handeln, nach GAR keinem.
    Daniel, Du forderst ein Schema ein. Ich müsse mich an diese oder jene Bedingungen halten, wenn meine Videos nicht als eine Mißachtung meiner Zuschauer empfunden werden sollen. Daniel, wenn ich solche Worte höre, habe ich das Empfinden, daß Du GAR nichts kapiert hast, GAR nichts.
    Ich setze mich vor die Kamera so wie wenn ich Dir in der Cafeteria gegenüber sitzen würde und wir uns unterhalten würden. WAS IST DARAN SCHLECHT??? WAS IST DARAN MISSACHTUNG?
    Ach, Daniel, lassen wir es.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, daß ich Dich hinter mir gelassen habe bzw. hinter mir lassen muß.
    Meine Probleme sind andere.
    Und es fällt mir zunehmend schwer, überhaupt noch zu versuchen, Dir zu erklären, WAS meine Probleme sind.
    Unsere Gemeinsamkeiten beschränken sich auf die Ablehnung von Satanismus. Und dieser Minimalkonsens genügt mir nicht. Ich finde andere, mit denen ich über diesen Minimalkonsens längst weit hinaus gekommen bin, ich bekomme Rückmeldungen auf meine Videos, die mir zeigen, daß ich RICHTIG liege, die mich danach fragen, daß sie noch MEHR Videos über BISMARCK sehen/hören möchte wie das, das ich gemacht habe.

    • Du hast u. a. wohl im maßlosen Zeitalter des Internets nicht verstanden, dass man öffentliche Äußerungen nach Möglichkeit schon etwas vorbereiten sollte und dass gut durchgearbeitete Veröffentlichungen eine Würdigung des wahrnehmenden Gegenübers sind, während schludrig und zeitlich ausufernd Gemachtes immer mehr Menschen immer mehr die Zeit raubt, sich mit der stetig wachsenden Masse ebf. durchaus relevanter Informationen und Angebote überhaupt zu beschäftigen. Gehst Du so vor, hilfst Du abermals nur Kräften, die Du vordergründig zu bekämpfen vorgibst: etwa denen, die Menschen von gut strukturierten und überprüften Informationen fernhalten wollen und sie völlig legitim abstrafen können, wenn sie z. B. bei Ingo Bading auch allzu Spekulatives oder, wie hier eine völlig falsche Wiedergabe von Gedanken Friedrich Nietzsches aufgeschnappt haben.
      Wenn man sagt, man habe eben keine Zeit und wolle wie u. a. Springer-Mitarbeiter vorgehen, die für alles Formale und Technische diverse Mitarbeiter haben, wäre die einzige konstruktive Möglichkeit, erstmal dies öffentlich zu machen und nach Möglichkeiten besserer Organisation und Finanzierung zu suchen. Alles andere kostet einen Einzelnen viel Arbeit, die wenig bringt, und nimmt, wie hier beschrieben, auch noch anderen unnötig Zeit und führt sie sogar erneut in irgendeine Irre, aus der sie fortgesetzt nicht herauskommen.
      Aber mach nur so weiter. Vieles, wovor Du angeblich warnst, wird dann noch viel schneller und endgültiger eintreten. Du bist auch nicht der Einzige, der sich so verhält. Unter diesen gibt es sicher zahlreiche aktiv Manipulierte, direkt oder indirekt deswegen finanzierte Desinfo-Agenten. Es ist bisher alles im Plan.

    • Wenn Du nur nicht gleich wieder mit der Superkeule kämest („Gehst Du so vor, hilfst Du abermals nur Kräften, die Du vordergründig zu bekämpfen vorgibst“). Das ist doch QUARK.
      ICH habe NIE Videos gesehen, NIE, weil sie mir IMMER ausufern, IMMER.
      Das hat sich erst mit Nikolai Nerling zum Teil geändert. Und das hat mir bewußt gemacht, daß es NICHT nur auf den Inhalt ankommt, sondern zum Teil auch auf den Unterhaltungswert, die Sympathie, die man für einen empfindet.
      Ich habe mehrfach gefragt, ob meine Videos zu lang sind und mir wurde mehrfach die Rückmeldung gegeben: Nein, weiter so.
      Es ist doch KLAR, daß der EINE etwas zu LANG findet, was der andere TOLL findet.
      Mann.
      Aber Du kommst mit der Superkeule.
      Uff.
      Wirklich, wirklich sehr sehr anstrengend und wenig aufbauend.
      NIEMAND hat gesagt, daß DU Dir die Videos antun sollst, NIEMAND.
      Aber daher kommen und zu sagen, aufgrund der Machart würde ich – oh Gott, oh Gott – „die Gegner“ nur vordergründig bekämpfen ….
      Im übrigen solltest Du Dir bitte die Mehrzahl meiner Videos ansehen: Ich bin in diesen nicht mit irgendeinem „Gegner“ beschäftigt.
      Ich mache aufbauende Bildungsarbeit.

      ***

      Noch etwas übrigens: Ich habe Jahre lang als Bildungsdozent gearbeitet. Das ist sehr ähnlich zu der Tätigkeit eines Lehrers. Es ist SEHR viel Flexibilität gefragt, es müssen breite thematische Felder bedient werden, OHNE Vorbereitung. Unter uns Kollegen haben wir richtig einen Wettbewerb darüber gemacht, wer noch bei den abseitigsten Themen zumindest den EINDRUCK von Kompetenz erwecken kann. Aber eher spaßhaft.

      Der wesentliche Punkt ist immer, daß KOMMUNIKATION überhaupt stattfindet. Kommunikation tut Menschen gut. Wenn Botschaften dabei herüberkommen, die noch ZUSÄTZLICH von Vorteil sind, um so besser.

      ***

      Daniel, wenn ich dir zuhöre, sage ich mir: Du bist ein Nonsense-Prediger. Wahrscheinlich machst Du jetzt auch noch MICH verantwortlich dafür, daß DU nicht genügend Aufmerksamkeit mit Deinen Videos hast. Begreifst mich als Symptom. Daniel, es ist völlig absurd, wo man alles hinkommt, wenn man so verbittert ist wie Du.

      Nimm die 10 Prozent FRÖHLICHER Anteile Deiner Äußerungen und äußere sie. Und laß den Rest weg, MANN, dann tust DU etwas, was nicht „dem Gegner“ in die Hände arbeitet. Wer UNFRÖHLICHKEIT verbreitet, fortdauernd, wer andere UNFROH macht, der tut etwas Gutes, oder wie?

      Na, vielen Dank auch.

      BETREIBE „Fröhliche Wissenschaft“, dann wirst Du Fröhliche Wissenschaft auch von ihrem inneren Gehalt her begreifen und nicht ständig so unfroh anderen Leuten vorwerfen, SIE würden Fröhliche Wissenschaft nicht begreifen. Mann, Mann, Mann.

      Der unfröhliche Daniel Hermsdorf.

      • Also, jetzt wirkt’s endgültig so, als wolltest Du mein Blog schlechtreden und mich als Miesepter darstellen. Hast Du überhaupt Nennenswertes hier mitgelesen oder -gesehen? Oder ist Deine Textkenntnis da wie die im Fall Friedrich Nietzsche, über den Du auf kritische Nachfrage einfach nicht mehr schreibst? Fände schon interessant, wenn irgendein Dritter hier seinen Leseeindruck mitteilen würde. Ich verstehe es nun wirklich nicht mehr, was und wie Ingo hier antwortet. Es ist aus meiner Sicht immer Ausweichen vor vertiefenden und kritischen Nachfragen hin zu irgendeiner recht willkürlichen und an nichts belegten herablassenden, fies suggestiven Belehrung. Ich hoffe, man sieht im Gegensatz, wie meine Argumente abgesichert sind. Wie kann man nicht in solche Richtung mitdenken wollen?

  5. Und mir selbst geht es genauso. Ich möchte eigentlich nur noch bei mir SELBST sein. Ich möchte nicht mehr hinaus schauen in die Welt, immer weniger. Dieser Blick hinüber zu Willemsen, der war gut, der tat gut. Aber viel zu oft wird man vom Blick hinüber zu anderen abgelenkt – von sich selber. Dabei: Hier bei uns selbst in Anfang und Ende. Hier ist Güte, ist Zugewandtheit, ist Liebe.
    Wo schon der VERSUCH, über so etwas zu sprechen, ABGETAN wird, da bin ich WEIT, WEIT, WEIT weg. – Genug.

Kommentar verfassen