Gescheiterte #Integration – die Trägheit der Experten

Bei so manchem irgendwann doch nochmal auf die Tagesordnung gesetzten Thema kann ich in meinem Archiv nachsehen, wann und wie ich es schon behandelt habe. Sprich: Ich merke nicht zuletzt, dass man ein angeblicher „Experte“ nicht zuletzt dann ist, wenn man sehr verspätet, teils aber sogar inhaltlich dürftiger über etwas spricht, was hier im Blog bisher nur ein paar wenige Leser erreicht. Wird das Thema aber von numinosen Gremien irgendwann gesetzt, gibt es gleich gut bezahlte Kräfte, die für dessen (oft abermals wirkungslose) Aufführung bereitstehen.

So geht es abermals mit Eric Seils von der SPD-nahen Hans-Böckler-Stiftung, der in einem heutigen „Welt“-Artikel mit der Befürchtung zitiert wird, in Nordrhein-Westfalen könnten sich Parallelgesellschaften und Ghettos bilden:

Nun warnt er, an Rhein und Ruhr drohe ebenfalls „die Entstehung einer dauerhaften Migranten-Unterschicht, die kaum Aufstiegschancen besitzt, von der Mehrheit abgekoppelt lebt und unterbeschäftigt ist“.

Ich erinnere deshalb einmal an meinen nun gut ein Jahr zurückliegenden Artikel „Integration gelingt, weil Integration nicht gelingt – Logik der Asyl-Prediger“ (24.03.2016).

Ein weiterer Befund lässt sich jedoch nicht bestreiten und lässt die gerade genannte Auffassung deshalb unbrauchbar für eine Schlussfolgerung werden, die Masseneinwanderung befürwortet: Zuwanderung hat bei mangelnder Steuerung zur Folge, dass stark überdurchschnittlich viele Zugewanderte in armen Verhältnissen landen – und oft auch bleiben.
Deshalb hat die Rechtfertigung, dass arme Zugewanderte genauso kriminell seien wie arme Einheimische, zugleich die Konsequenz, dass mehr Zuwanderung auch mehr Kriminalität bedeutet. So bestätigen Asyl-Prediger selbst, was sie angeblich bestreiten und widerlegen wollen.

Die Redaktionen und Partei-Gremien sind hierzulande nicht nur überdurchschnittlich im Vergleich zu erkennbaren politischen Interessen mit Frauen besetzt, sondern – entsprechend empathisch bis gefühlig – auch von irrationalen Haltungen geprägt, die das nicht wahrnehmen, was in bestimmten Bezirken von Großstädten schon unübersehbar ist: die Ghettoisierung von Zuwanderern, denen ein gefälschter Hauptschul-Abschluss oder ein geschöntes Abitur auch nur wenig bis gar nicht auf irgendwelchen Karriereleitern weiterhelfen.

Dass diese Probleme nicht gesehen werden, hat in Politik und Presse nicht zuletzt damit zu tun, dass Tonangebende ältere Semester ohne migrantisch geprägte Umfelder sind und/oder aus sozialen Verhältnissen in anderen Stadtvierteln stammen, in denen der nun über wenige Jahrzehnte zu vollziehende Austausch der Bevölkerung noch nicht unübersehbar geworden ist. Hinzu kommt, dass auch in den linken Gremien und Redaktionen eins fast nie vorkommt: nennenswerte oder gar leitende Mitarbeit von Migranten und Migrantenkindern, erst recht aus islamischen Ländern. Das ist beim „Spiegel“ so (hier am 31.12.2014 vermerkt), aber selbst noch in der linksgrünen Traumblase des Millionen-Erben Jakob Augstein, der Wochenzeitung „der Freitag“. Allüberall nur ziemlich urdeutsche Namen – die Kinder von Journalisten, Lehrern, Anwälten, Professoren, auch ein paar mit osteuropäischen Wurzeln, jedoch im Normalfall keine Ahmeds und Mahmoods und wie sie alle heißen.

Im Kontext von Gregor Gysis dauerpubertierendem Deutschen-Hass habe ich dasselbe auch schon für den Parteivorstand der Linken angemerkt (29.09.2015) – woran sich bis heute nichts geändert hat. Eine naive massenmigrationsfreundliche Agenda ist wohl eines der zerstörerischsten Beispiele eines (erkennbar konspirativ konstruierten) narzisstischen Komplexes der Beteiligten, die in solchen Belangen als Wohltäter auftreten wollen, ‚alles‘ wollen, auf dem betreffenden Gebiet jedoch selbst am wenigsten erreicht haben. Nach Lage der Dinge werden sie weiterhin stur die Ohren verschließen – oder am Ende selbst mit Inhalten auftreten, für die sie vorher andere als Nazis sozial ausgegrenzt und oft schon arbeitsbiografisch ruiniert haben. So gehen Karrierismus, Pfründewirtschaft, Ausbeutung (nun rückhaltlos des Eigenen) und Kulturzerstörung. Links ist das neue Braun.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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