Fake-#FakeNews der re:publica und des #DLF

Waren sich in früheren Jahrzehnten alle einig, dass in Zeitungen oft nicht die Wahrheit steht, vermeinen Mainstream-Medien seit einigen Monaten, selbst und als einzige zwischen wahr und unwahr unterscheiden zu müssen. Man hat hierzu den Begriff „Fake News“ erfunden, der auch bei Donald Trump oder in der Internet-Gegenkultur für eigene Zwecke verwendet wird.

Das muss eher ungeübte Nutzer verwirren – und soll es sicherlich auch. Jedem ist klar, dass das Internet weniger kontrolliert und anfälliger für Fälschungen ist. Doch die Fälschungen des Mainstreams sind, ebenso bekanntermaßen, höchstens handwerklich perfekter. Seit den Diskussionen um embedded journalism der Golfkriege war es stärker in der Diskussion, was ebenfalls kein historisches Novum ist: dass etablierte Journalisten teilweise als Angestellte der staatlichen Propaganda-Agenturen arbeiten (müssen, wenn sie akkreditiert werden wollen).

Derlei muss ich nochmal vorwegschicken, bevor ich auf die folgenden beiden Funde eingehe. Sie zeigen eindeutig, wie groß die Fallhöhe der Blasiertheit etablierter Akteure ist. Man gewinnt immer wieder den Eindruck, als läsen diejenigen, die sich als Etablierte oder „Qualitätsjournalisten“ verstehen, kaum eine reine Internetseite, als googleten sie nicht einmal ein paar Ergebnisseiten weiter.

Man höre sich nur einmal an, was die „Journalistin und Beraterin“ Juliane Leopold bei der diesjährigen re:publica-Veranstaltung „Survival of the fakest? ARD und andere Medien im Kampf gegen gezielte Falschinformation“ zum Thema „Pizzagate“ einleitend sagt:

Pizzagate, das war im letzten Jahr ein Vorfall, wo ein Mann mit einem Sturmgewehr in eine Pizzeria fuhr, um dort Rache zu üben. Warum? Er hatte auf Reddit gelesen – oder anderen Internet-Foren -, dass dieser Pizzeria ein Sex-Ring für Kinder … mit Kindern, nicht für Kinder, mit Kindern betrieben wird. Und er wollte dem ein Ende bereiten. Das wirklich Absurde war, dass hinter diesem Ring aber Hillary Clinton stehen sollte. Das Ganze war natürlich Fake. Es war eine Fake News. Und Pizzagate hat gezeigt, welche Macht diese Fake News doch entwickeln können.

Jeder kann mit einer einfachen Google-Bildersuche „Pizzagate“ in Sekunden Eindrücke gewinnen, worum es geht. Er wird schnell bemerken, dass hier auf einer renommierten Veranstaltung eine angebliche Journalistin einen einzelnen Vorfall innerhalb des Gesamt-Komplexes „Pizzagate“ als die ganze Affäre darstellt. Schon dies ist handwerklich grob unkorrekt.

Auch hier auf filmdenken.de gab ich zu diesem Stichwort schon früher Hinweise, wo man sich einen Überblick über die verdächtige Okkultur des Clinton-Umfeldes machen kann, wie schon die Personalie Jeffrey Epstein die Nähe nicht nur der Clintons zu einem Milieu sexueller Gewalt gegen Minderjährige aufzeigt. Man kann einstweilen nur zu dem Schluss kommen, den auch das Blog „aceloewgold“ (20.11.2016) formuliert:

Has enough been discovered to draw a definitive, fully objective conclusion? To be called “proof”? Absolutely not. But for moment, imagine discovering that a co-worker or a mutual friend had a similarly vast web of unlikely coincidences connecting them, even vaguely, with pedophilia or child trafficking. Would you talk to someone? Would you feel mildly concerned for children they come in contact with, and perhaps watch that person more carefully around them? My guess is that you would, and even though a concrete conclusion can’t be made, I think the same attitude of careful suspicion and ongoing investigation is well-warranted in the case of #Pizzagate.

Wer die dort gezeigten Bilddokumente nicht kennt, der klicke unbedingt auf den vorigen Link – oder verzichte ansonsten auf irgendwelche skeptischen Äußerungen, was die Verdächtigkeit dieses Personenkreises betrifft. Auch ungewollte Solidarität mit potenziellen Pädophilen und Mördern ist nicht tolerabel.

Dass mit Juliane Leopold auf der re:publica die bloße Ahnungslosigkeit und Fahrlässigkeit auftrat, ist damit eindeutig gezeigt. Dass das Video dieser in allen großen Medien behandelten mehrtägigen Konferenz auf YouTube innerhalb eines knappen Monats heute gerade einmal 2824 Abrufe erreicht hat, ist dann wenigstens in dieser Hinsicht beruhigend.

Das Beste zum Schluss: noicon zeigt in „Scripted Reality im DLF Check“ zu den Worten von Karolin Schwarz („Hoaxmap“) im „Deutschlandfunk“, interviewt von Antje Altroggen in „mediasres“ (07.06.2017), wie eine weitere Entlarvung sog. Fake News schiefläuft. Natürlich sind es böse „rechtskonservative Blogger“, die einen Auftritt von moslemischen Müttern gegen den „Islamischen Staat“ bei CNN und BBC fälschlicherweise als Fake bezeichnet hätten. Nur dumm, dass man außerhalb gebührenfinanzierter Sendeanstalten offensichtlich in der Lage ist, das filmische Orignaldokument aufzufinden, das die Inszenierung eines Fakes in genau jener Weise vorführt, die ohne Bild von Schwarz im Radio als bloße Fiktion beschworen wird:

Schwarz hat offensichtlich nur das inszenierte Bild auf den großen TV-Sendern gesehen. Es existiert jedoch dieses kleine Making of, bei dem man sieht, wie eine scheinbar selbstbestimmte spontane Demonstration sorgsam für die Kameras arrangiert wird – in genau jener Weise hinter einer polizeilichen Absperrung, wie es die Hinweise auf ein Fake durch Schwarz schildern.

Es ist schon bestürzend, wie als renommiert geltende Institutionen und Initiativen ihre schützende Hand über organisierte Kriminelle, Kinderschänder und politische Manipulatoren halten – deren Opfer sie offensichtlich selbst sind. Erkenntnisse über den Okkultismus von Eliten oder ein laufendes Programm wie die Verharmlosung des Islam und seine forcierte Ausbreitung in Europa sind zentrale Themen für eine demokratische Kultur und einen überlebenswichtigen Selbstschutz. Mit Hilfe von Medienmachern und vermeintlichen Experten, in diesem Fall durchgehend Expertinnen, wird dieser Selbstschutz über die großen Medienkanäle mit einem Fake-Begriff von „Fake News“ torpediert. Wir zählen laufend Tote, Verletzte und sexuell missbrauchte Kinder, die Opfer solcher Propaganda-Techniken sind.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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1 Response

  1. GM sagt:

    Juliane Leopold übernimmt am Anfang des Gesprächs die Meinungsführerschaft. Sie legt „Pizzagate“ auf den einen Vorfall fest. Das ist auch das Ziel genau ihrer Worte. Weder im Publikum noch in der Gesprächsrunde widerspricht ihr dann jemand. Super. Damit sind die Claims abgesteckt. Ein identischer Vorgang findet in der Spiegelausgabe 19 / 6.5.2017 4,90 Euro statt( Seite 78/81). Ein langes Interview mit John Podesta. In diesem Gespräch finden weder die „Kunstsammlung“ noch die Emails eine Erwähnung. Genau das ist auch der Sinn dieses Interviews. Es wird eine Wirklichkeit hergestellt, in der weder die Emails noch die verstörenden Bilder zu Pizzagate oder „spirit cooking“ oder „ Marina Abramovic“ existieren. Es handelt sich um eine Technik der Wirklichkeitsmanipulation. Sehr hübsch konnte dieser Manipulationswahn bei der Einweihung des 9/11- Denkmals im neuen Nato -Hauptquatier beobachtet werden. Die Enthüllung des dürftigen Eisenschrotts hatte den einzigen Sinn Unsicherheiten an 9/11 und dem Sinn der Nato noch für eine gewisse Zeit unter dem Deckel zu halten. Zusammenschweißen. Es wurde dort die eigene Wirklichkeit beschworen. In dieser Wirklichkeit alleine kann es für die Beteiligten wie gewohnt weitergehen( Dollar?). Der Bundeskanzlerin als naturwissenschaftlich gebildete Expertin ist nicht entgangen, dass 9/11 physikalisch eine Märchengeschichte ist. Es nicht möglich diese Situation einstweilen zu verändern. Aber wie lange können die öffentlich Medien und die Presse noch mit der Brechstange ( Juliane Leopold) ihre eigene Wirklichkeit durchsetzten? Die von „noicon“ gezeigte und kommentierte Medienmanipulation weist in die gleiche Richtung.

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