Kategorie: Medienwirtschaft

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Pro7 im Herbst des Programms

Die in der heutigen Online-Ausgabe der „Welt“ präsentierte Herbst-Programmvorschau für den Sender Pro7 ist ein schönes Beispiel für die zunehmende Ununterscheidbarkeit von Public Relations und „Journalismus“. Der Text basiert auf einer dpa-Meldung und wurde laut Kürzel in der Redaktion von „lk“ bearbeitet. Aus der Übernahme...

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Günther Jauch würde fragen: Wer wird Leser?

Über öffentliche Resonanz freut man sich, wenn man veröffentlicht. Und schlechte Kritiken sind auch Werbungen. Die Rezension zum Buch „Glotze fatal“ aus der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (15.10.2010, S. 21) kann man wohl als ‚gemischt‘ in ihrer Bewertung einstufen. Ein Adjektiv wie „minutiös“ schmeichelt, ein Begriff wie...

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Probleme mit unlösbaren Problemen

Horst Seehofer erreicht am 09.10.2010 mit Äußerungen in der Debatte über Integration ein großes Medienecho. In der „tagesschau“ um 20 h wird ein Interview mit dem „Focus“ zitiert. Auf deren Website ist das Statement im Original zu lesen: „Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus...

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Wir nennen es Beistellung

Peer Schader schreibt heute auf „journalist.de“ über die Kooperation des Autoherstellers Audi mit der ZDF-Show „Wetten, dass..?“: Informationen des journalists zufolge zahlt Audi für die Kooperation mit Wetten, dass ..? 1,8 Millionen Euro für zwei Staffeln. Abgewickelt wird der Deal über die Firma Dolce Media, die...

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Wenn Sender sich selbst senden

In der „Neuen Zürcher Zeitung“ von heute schreibt Stephan Russ-Mohl über die Studie „Medienmarketing im Redaktionellen“ von Stefan Weinacht: Die Hierarchen in den Verlagen und Sendern, die in den letzten Jahren allesamt ihre Kommunikationsabteilungen ausgebaut und gleichzeitig den Medienjournalismus zurückgefahren haben, verweigern sich offenbar auch...

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Sie(h) Unitymedia! Wird’s bald?

Ein Hauptargument gegen eine sinnlos wuchernde Medienkultur ist der Hinweis auf „parasoziale Beziehungen“, die etwa TV-Konsumenten zu den – sie nur sehr begrenzt zurückliebenden – „Promis“ aufbauen. Neuerdings erklärt man den Ersatzcharakter von Medien-„Erlebnissen“ auch gern mit dem Modediskurs der Neurophysiologie und den sog. „Spiegelneuronen“....

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Wird Kahn der echte neue Netzer?

Im kommerzialisierten Dornröschenschlaf wurde die hier zuvor besprochene Nebentätigkeit des Sportrechtevermarkters Günter Netzer (Agentur „Infront“) im öffentlich-rechtlichen Fernsehen weder von der Presse noch von Sendergremien besonders beachtet – geschweige denn kritisiert oder eingeschränkt. Die „Bild“-Zeitung scheint sich deshalb in einer Phase der Desorientierung zu befinden,...

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Die gut bezahlte Welt des Günter Netzer

Fernsehkritik heißt in WM-Zeiten Fußballkritik. Und Fußball ist seit einigen Jahren immer mehr ein Sprachspiel. Nicht nur die Live-Kommentatoren reden mehr als in früheren Jahren, sondern auch die begleitende Berichterstattung hat sich auf stundenlange Sendestrecken ausgedehnt. Seit 1998 gehören dazu in der ARD die Dialoge...