Wie funktioniert eine konspirative Steuerung von #Terrorismus?

Ich antworte hier einmal auf die interessante Frage von Peter Hallonen zu dem früheren Beitrag „Terror-Attentat von Brüssel mit Markierung 9/11“ als Kommentar:

Zur Planung von Anschlägen durch Geheimdienste gehört doch als „andere Seite der Medaille“ und mindestens ebenso gewichtig die Verhinderung „echter“, autonomer Anschläge durch Islamistengruppen. Warum gelingt dies offenbar so reibungslos, sind die real existierenden Überwachungsstrukturen noch besser als man es sich bisher denken konnte?

Nur ein Wahnsinniger könnte an meiner Stelle Irrtümer ausschließen. Die Hypothesen zur Auswahl der Täter sind relativ gewagt und rein induktiv: Mir fällt etwas auf, das für alle sichtbar ist. Ich schließe auf etwas, das die Ursache sein könnte/müsste. Bei den von mir näher betrachteten islamistischen Attentaten fällt mir eben auf: Attentäter tragen die Markierungen einer abendländischen Teufels-Motivik, bei 9/11 die Fledermaus, auch dort und in mehrfacher Ausführung zuletzt in Paris und Brüssel Zeichen von Teufel/Satan. Weitere Argumente habe ich im vorigen Artikel entwickelt. Deshalb:

sind die real existierenden Überwachungsstrukturen noch besser als man es sich bisher denken konnte?

Das ist ein denkbarer Schluss, ja. Wir wissen sicher viel zu wenig davon, was die Gedankenwelt vieler Muslime in Westeuropa bestimmt. Aber von einer mehr oder minder distanzierten Haltung gegenüber der westlichen Welt bis zu einem Selbstmord-Attentat ist es ja kein kurzer Weg.

Auch wundert einen die Ziellosigkeit dieser Aktivitäten: Was, glauben diese Männer, können sie mit diesen Attentaten erreichen? Sollten es an 9/11 die besagten Attentäter (alleine oder überhaupt) gewesen sein – sie lieferten den Vorwand, die islamisch geprägte Welt in Schutt und Asche zu legen und legen zu lassen. Die Attentäter von Paris und Brüssel liefern Vorwände für den Überwachungsstaat. Politisch und weltanschaulich verstärken sie die Isolation und Zurückweisung gegenüber dem Islam durch Nicht-Muslime. Auf einer machttechnischen Ebene sind dümmere Individuen also kaum vorzustellen – was nicht bedeutet, dass genau dies auf einzelne nicht zutrifft.

Neben einer – mir nicht in allem unverständlichen – Ablehnung einer westlichen Lebenskultur muss bei hiesigen Attentätern also noch ein gehöriges Maß an Gehirnwäsche hinzukommen. Vielleicht ist es möglich, solche hot spots der Indoktrinierung einzugrenzen und zu überwachen. Auf Hinweise, wie solche Operationen im Einzelnen dann verlaufen, kann man nur begrenzt hoffen (siehe auch hier links meine Literatur-Hinweise). Es müsste sich vermutlich um Doppelagenten handeln, die aufgrund ihrer Herkunft unverdächtig sind. Man kann sich Arten vorstellen, wie Menschen hierzu gebracht werden – durch Geld, durch Erpressung, einzelne sogar aus pro-westlicher Überzeugung. Man kann sich den Ablauf so vorstellen, wie er hier für den Mossad beschrieben wird:

The team chosen to go to Mombasa had local language skills. They could pass for Arabs or for Indian traders. Between them, they spoke Swahili and other dialects. They dressed the part; they looked the part. They also understood the closed language of their world.
http://www.rense.com/general32/ruth.htm

Ansonsten wäre, wie im vorigen Artikel erwähnt, eine islamische Dämonologie als Begründung einer Symbol-Strategie von dieser Seite aus weiter zu erforschen.

Klügere Muslime, die auf eine weitere Verbreitung ihrer Kultur hoffen, können im Namen des Allerhöchsten ja einfach ein paar Jahrzehnte abwarten, dann hat sich das Projekt Westeuropa ohnehin demografisch erledigt – Alternativen zeigen sich bisher definitiv nicht. Die sog. Leitkultur versagt nahezu auf der ganzen Linie und führt bisher höchstens ein paar verspätete Alibi-Debatten. Auch hier wirken wohl Psycho- und andere Techniken, die den Interessen von Zerstörern folgen. Und dazu gehören auch Mittel, schon bestehende Konflikte zu verschärfen, wo es nur geht.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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2 Responses

  1. Peter Hallonen sagt:

    Um diesen Maßstab der Zielgerichtetheit islamistischer Anschläge auf Europa anzuwenden, so wären hier doch spätestens seit den westlichen Militärinterventionen gegen den IS in Irak und Syrien durchaus „legitime“ Ziele auszumachen. In erster Linie wären dies staatliche bzw. militärische Einrichtungen. Der IS hat in seinen „Bekennerschreiben“ die Anschläge in Europa mit der Tötung von Muslimen durch die „Kreuzfahrer“-Staaten Frankreich und Belgien begründet, also ausdrücklich Bezug auf den Krieg in Irak und Syrien genommen. Dann fragt sich aber schon, warum die Anschläge nicht gegen den Staat als solches, sondern stets gegen alle Einwohner des Landes gerichtet sind. Jedenfalls könnte ich mir schon vorstellen, dass fanatische IS-Anhänger in Europa auch unbeeinflusst von Gehirnwäsche durch Geheimdienste auf die Idee kommen könnten, dass der Westen gegen „ihren“ Staat unzulässigerweise Krieg führt und es darum gerechtfertigt ist, auch Anschläge in Europa zu begehen – nur eben nicht gegen eindeutig Unschuldige.

    Das ganze hat einen „Haken“: Warum sollte der IS so dumm sein, jetzt einen Terroranschlag in Deutschland zu verüben, wo es doch in Sachen langfristiger Islamisierung Europas so gut für ihn läuft? Ich gehe nicht von autonomen Terrorzellen aus, die planlos losschlagen. Das würde direkt dem Ziel des radikalen Islam zuwiderlaufen. Man stelle sich vor, es hätte im September 2015 in Deutschland einen Terroranschlag gegeben, an dem ein oder mehrere von Salafisten angeworbene Flüchtlinge oder direkt über die Balkanroute eingereiste IS-Kämpfer beteiligt gewesen wären. Sofern das nicht vertuscht worden wäre, hätte das aufgrund der öffentlichen Stimmung eine unmittelbare Kehrtwende Merkels schon zu diesem Zeitpunkt herbeigeführt.

    Bis jetzt war die Frequenz und das Ausmaß der IS-Anschläge in Europa, von denen im Gedächtnis „nur“ die beiden in Paris und Brüssel (der auf Charlie Hebdo wird Al-Qaida zugeordnet) blieben, bei allem Entsetzen noch zu gering, als dass die Politik Grundsätze über Bord werfen musste, deren Einhaltung eine wirksame Bekämpfung von Terror oder auch niedrigschwelligerer Gewaltakte verhindert. Eine nachhaltige Wirkung hat sie nur in Frankreich erzielt, wo der Ausnahmezustand ausgerufen und ernsthaft in Erwägung gezogen wurde oder wird, bestimmten Gefährdern die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Frankreich war aber in Sachen Islamisierung schon gut unterwegs und ohnehin kaum von der derzeitigen Migrationswelle betroffen, sodass politische Reaktionen wie die Grenzschließung gar keine Gefahr für den Plan darstellten. Vielleicht war man dort in strategischer Hinsicht eben schon in dem Stadium angekommen, in dem man in Sachen Islamisierung alles erreicht hatte, was möglich war, und das nächste Stadium dann der offene Bürgerkrieg darstellt. Dieser könnte allerdings nur durch Anschläge in fast schon wöchentlichem Rhythmus, ggf. an verschiedenen Orten gleichzeitig eingeleitet werden.

  2. Peter Hallonen sagt:

    Danke für den Antwort-Artikel. „Echte“ oder „eigenmächtige“ (Selbstmord)Anschläge gibt es ja regelmäßig – aber nicht in Europa, sondern in den islamisch geprägten Ländern selbst, zum Beispiel als Kriegstaktik in Afghanistan, Irak und Syrien. Gerade im Irak gab es über Jahre hinweg nach 2003 noch vor der IS-Landnahme fast wöchentlich solche Selbstmordattentate sowohl gegen die Besatzungsmacht als auch entlang konfessioneller Spaltungen (sunnitisch/schiitisch), was wohl durchaus als Beleg für eine im Islamismus angelegte Bereitschaft gelten könnte, Selbstmordattentate zu begehen. Allerdings handelte es sich hier wohl nicht um eindeutig „sinnlose“ Attentate, sondern sie waren zielgerichtet gegen einen Okkupanten des eigenen Landes oder gegen eine klar abgegrenzte als feindlich betrachtete Gruppe. Sofern es um den sunnitisch-schiitischen Konflikt geht, fanden die Attentate bekanntermaßen häufig gezielt in den jeweiligen Wohngebieten der gegnerischen Gruppe statt. Auf einer Art „Sinnlosigkeits“-Skala, bei der am einen Ende Anschläge stehen, die gezielt gegen Objekte oder Vertreter der Staatsmacht oder einer anderen Organisationen gerichtet sind und am anderen Ende Anschläge, die unterschiedslos Menschen aller Ethien/Religionen betreffen, wären diese Anschläge wohl in der Mitte anzusiedeln. Der Konflikt Sunniten/Schiiten scheint sich ja als real darzustellen, sodass ein gegenseitiges Aufschaukeln mit Racheakten menschlich noch verständlicher ist. Anders stellt es sich wohl bei dem gestrigen Anschlag in Pakistan dar, wo radikale Islamisten eine Gruppe angegriffen haben, von der bekanntermaßen eigentlich gar keine Aggression ausgeht, sondern die diesen Anschlägen mehr oder weniger hilflos gegenübersteht.

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