Drei Beziehungs-Morde junger #Migranten

Es gilt dies noch einmal kurz hervorzuheben zum hier im Blog fortgesetzten Streit über die Bewertung sog. “Ausländerkriminalität” und Besonderheiten im Kontext von “Flüchtlingen”. Ein Tatmuster, das uns in der Presse-Berichterstattung vermehrt begegnet, sind äußerst brutale Taten junger zugewanderter Männer an jungen Frauen. Dies sind leider Bestätigungen jener Befunde, die eine “links” ideologisierte Presse bis dato als “Rechtspopulimus”, “Ausländerfeindlichkeit” etc. diffamiert. Die so geprägten Auffassungen zeigten sich auch wiederholt in Leser-Reaktionen hier im Blog. Wir sehen an solchen Fallbeispielen also, wie lebensgefährlich eine solche Ideologie sein kann. Sie lässt sich politisch bei näherer Betrachtung nicht einmal zuordnen. Sie ignoriert schlicht Realitäten und bedeutet bei denen, die etwa Verantwortung für Jüngere tragen, Verantwortungslosigkeit. (Dies ist somit das Prädikat, das sich zuletzt Institutionen wie die sog. “Evangelische Kirche” erwarben.)

Über eine Tat aus diesem Sommer berichtet am 09.12.2018 aus Anlass des Prozesses noch einmal die “Bild”-Zeitung:

Es war ein Mord mit Ankündigung. Als Iuliana aus Viersen (NRW) in diesem Sommer mit ihrem Freund Matyu Schluss machte, schrieb der per WhatsApp und Facebook an seine Freunde: „Wenn die einen Neuen hat, bringe ich sie um!“

Zwei Jahre war das Mädchen, das alle Iulia nannten, mit Matyu zusammen. Er war rasend eifersüchtig, kontrollierte ihr Handy, las ihre Chats. Irgendwann verbot er ihr sogar, sich mit anderen Freunden zu treffen. Und polizeibekannt war er auch: Körperverletzung und Drogendelikte. Die Schule hatte er verlassen, einen Job hatte er nicht.

Die für Frauen in solchen Fällen lebensgefährlichen, auch “religiös” fundierten Denk- und Verhaltensweisen (bedingungsloser Besitz und Verfügbarkeit) zeigen sich auch in dem ganz aktuellen Beispiel der vermutlichen Tat eines Afghanen (“Welt”, 10.12.2018):

Das 16 Jahre alte Mädchen lag leblos und zugedeckt auf dem Boden, als ihre Mutter das Zimmer betrat. Kurz zuvor bekam sie Besuch von ihrem Ex-Freund. […]

Bei dem Tatverdächtigen handle es sich um einen jungen Mann aus Afghanistan, der bisher nicht polizeilich auffällig gewesen sei. Ein mögliches Motiv war zunächst nicht bekannt.

Die Tat eines 19jährigen Deutsch-Kenianers führt schließlich in das unmittelbare räumliche Umfeld des laufenden Flucht-Geschehens (WDR, 04.12.2018):

Ein 19-jähriger Deutsch-Kenianer hat am Montag (03.12.2018) gestanden, ein 17-jähriges Mädchen in einer städtischen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin bei Bonn getötet zu haben. „Der Beschuldigte räumt ein, Gewalt gegen sie ausgeübt zu haben. Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus“, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender. Gegen den jungen Mann wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Er sitzt in U-Haft.

Nach WDR-Informationen hat die Polizei schon früher gegen den 19-Jährigen ermittelt: 2015 wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs, 2014 wegen Verbreitung pornografischer Schriften.

Die für mich einzig mögliche Konsequenz ist ein Bewusstsein dafür, wie gemeingefährlich sozialisierte Individuen im Interesse des Allgemeinwohls auch präventiv zu behandeln sind. Die medial und in politischen Diskursen einer Partei wie “Bündnis 90/Die Grünen” produzierten Illusionen sollten deshalb nicht unkommentiert bleiben. Sie kosten, wie wir sehen, in recht schneller Folge Menschenleben.

Nach meiner Beobachtung erreichen die hier zitierten Nachrichten oft nur einen eingeschränkten Teil des Publikums, da sie auf manchen (v. a. “links” gefärbten) großen Plattformen gar nicht, nicht prominent und/oder nur kurzzeitig auftauchen. (Dies zu dokumentieren, wäre Aufgabe von Medienwissenschaft, die es derzeit wohl kaum gibt – einschließlich der Frage, warum dem so ist.) Resultat sind – auch als Grundlage von Wahl-Entscheidungen – individuelle Weltsichten, in denen das, was Opfern widerfährt, dann schlichtweg nicht zu existieren scheint. Es ist dies ein Wahncharakter vermeintlicher Normalität unserer Medien und politischen Öffentlichkeiten.

Man wartet einstweilen dann auf nachhaltige Nachfragen hochbezahlter Journalisten gegenüber Politikern. Wofür sie bisher auch bezahlt wurden, sehen wir am Schicksal nicht nur der hier erwähnten Opfer.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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