Gelenkte #Demokratie, gefälschte #Opposition und verlorene #Identität

Die Zersetzung politischer Kultur über Gaga-Diskurse und naives Multikulti treibt immer skurrilere Blüten. Der „Focus“ berichtet gerade über eine angebliche „türkische PEGIDA“, in der sich hierzulande türkischer Nationalismus formiere:

„Der Unterschied der ‚türkischen Pegida‘ zum deutschen Pendant ist, dass die türkische Bewegung massiv vom türkischen Staat und den gleichgeschalteten türkischen Medien Erdogans unterstützt wird.“ Zudem mobilisierten AKP-nahe Vereine Deutschtürken hierzulande für Demonstrationen.

So schräg die Bezeichnung dieser Gruppierung durch das deutsche Pendant „gegen die Islamisierung des Abendlandes“, so wichtig doch der Hinweis. Was der Multikulturalismus immer noch nicht begriffen hat, ist die Suche jedes Menschen nach eigener Identität – ob in Landesflaggen, Popstars, Heilkräutern oder Michel Foucault. Das trägt in den genannten Beispielen nicht immer für ein ganzes Leben – dies schon ein Abbau relativ verlässlicher Kategorien, die über Jahrhunderte Landsmannschaften und/oder christliche Kirchen boten. Die laufenden kulturreformerischen Bemühungen laufen offensichtlich auf die vegane moslemische Conchita Wurst hinaus. Wieviele Fans sie zu gewinnen vermag, ist noch zweifelhaft.

Dorthin führt offensichtlich nicht allein die selbstbestimmte Bewusstwerdung erleuchteter Individuen eines neuen Zeitalters. Die Rezepte werden vielmehr ausgegeben auf wenigen zentralisierten Kanälen der Think Tanks und der Kulturindustrie. Ich gehe eigentlich nicht davon aus, dass Menschen freiwillig dauernd Nachrichten über die erwähnte Wurst oder Jan Böhmermann und seinen Zotenfreund Erdogan lesen wollten. Aber wer noch nicht umgeschaltet hat, kriegt halt nichts anderes angeboten.

Die Wirrnis, die die Ausbreitung türkischer Nationalbewegungen auf deutschem Staatsgebiet dokumentiert, scheint gewollt zu sein im Programm einer Abschaffung souveräner Entitäten zugunsten von Konzernherrschaft und Umverteilung von Reichtum nach oben bei laufender Erodierung des Geldsystems und Abschaffung nordeuropäischer Ethnien. Und je irrer finanzwirtschaftliche und politische Organisation werden, desto gagaer muss das fragwürdige Freizeitvergnügen sein, mit dem der Großteil der Gehirnzellen per Smartphone und TV beschäftigt wird.

Extrem gegensätzlich sind dabei die Verfahrensweisen der Staaten mit Aspekten von Nationalismus und Oppositionen. In Deutschland werden linke Antifanten von jenem Staat finanziert, den sie selbst eigentlich ablehnen.

25 Euro Stundenlohn für die Teilnahme an einem antifaschistischen Protest: Was sich anhört wie eine wilde, rechte Verschwörungstheorie, ist anscheinend bitterer Ernst. Dies geht aus einem internen Organisationsschreiben eines Vereins namens „Antifa e.V.“ hervor.
taz: Proteste gegen Pegida und Co. – Demogeld für Antifas

Zum randalierenden Antifanten gibt es auf der Linken schon länger das Nadelstreifen-Pendant à la Gregor Gysi. Hier darf alles „Deutsche“ gehasst werden. PEGIDA bleibt auf der rechten Seite hingegen ein Schmuddelkind in der öffentlichen Debatte, und ob die parlamentarische Form der AfD von Bestand sein wird, ist ungewiss. Während die Mainstream-Presse von AfD-Politikern lieber das Grimassen-Foto heraussucht, wird von mutmaßlichen Antifanten deren Pkw angezündet. Der rechte Untergrund wird wohl am eifrigsten vom staatlichen Verfassungsschutz infiltriert und dabei teilweise erst geschaffen, um anschließend – siehe NSU – in jahrelangen Lehrstücken als abschreckendes Beispiel zu dienen.

Kurz gesagt, fördert also der türkische Staat seine eigenen Nationalisten bis in das deutsche Staatsgebiet hinein, während der deutsche Staat die anti-deutsche Bewegung co-finanziert und im nationalistischen Lager durch V-Leute ein kriminelles Personal zu symbolträchtigen, anschließend ‚aufgeklärten‘ Taten anleitet.

Bevor all diese Vorgänge schon bekannter oder vermuteter false flag operations, Propaganda- und Gehirnwäsche-Techniken bemerkt worden wären, bevor man überhaupt die Entstehung des historischen Nazi-Regimes oder auch nur die über Jahrzehnte geschaute Fernsehserie halbwegs begriffen hätte, hat die Bügelpresse auch gleich das nächste Ablenkungsprogramm parat. Nicht nur gibt es in Deutschland laut Prediger Joachim Gauck „viel Platz“ für Neubürger. Auch der ganze kulturelle Reichtum eines über tausend Jahre währenden blutigen Streites, ob der religiöse Anführer mit dem Propheten verwandt sein muss oder nicht, passt sicher noch mühelos in unser Zeitbudget – wenn wir denn selbst schon keine Kinder haben. Das ist alles enorm durchdacht und schließlich zukunftssicher von den Alliierten des Zweiten Weltkrieges abgesegnet. Der Hooton-Plan war ja sicher gar nicht so gemeint. Die staatlich finanzierte Kulturwissenschaft hofft derweil auf „Interkulturelle Mediation als Aushandlung des Konfliktgegenstands“.

Was ich hier aufgeführt habe, ist schon zum Mantra der Internet-Gegenkultur geworden. In manchen sozialen Gruppen hat man mit den künstlichen Wirklichkeiten aus Hollywood und 68er-Wunschtraum längst abgeschlossen. Doch wer staatliche Förderung und Medienöffentlichkeit mit hohen Einschaltquoten haben will, muss immer noch ausschließlich ein vorgegebenes Vokabular von ‚Asylrecht für alle‘ bis ‚struktureller Antisemitismus‘ bedienen – Selbsthass, Selbsthass über alles. Jede wünschenswerte Veränderung, die über den hier dokumentierten Wahnsinn hinausginge, wird es unter diesen Bedingungen sehr schwer haben und droht, sich vielerlei vollendeten Tatsachen gegenüber zu sehen.

Weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • XING
  • Google Bookmarks
  • Y!GG
  • MisterWong
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati

Verwandte Artikel

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

ANZEIGE
                        

Kommentar verfassen