Deutschlandfunk verschweigt die #Terror-Ursache #Islam

Heute ist mit Usman Khan jener Amokläufer namentlich bekannt, der gestern in London zwei Menschen mit einem Messer ermordete und weitere verletzte. Auch wird erwähnt, dass der Mann als Terrorist bereits inhaftiert war.

Sowohl in den halbstündlichen Nachrichten des heutigen Morgens wie auch in Magazin-Berichten fehlt jedoch eine entscheidende Angabe. Usman Khan wurde 2012 wegen islamistischem Terrorismus zu acht Jahren Haft verurteilt. Bei der BBC heißt es 2012 dementsprechend zu den terroristischen Aktivitäten Khans:

The court heard they planned to establish the terrorist camp on land in Pakistan-controlled Kashmir owned by Khan’s family and encourage a “significant” number of British Muslims to undergo training there.

https://www.bbc.com/news/uk-16968518

Dürften also Zweifel bestehen, warum sich Usman Khan gestern eine Sprengstoffwesten-Attrappe umhängte und wahllos auf wehrlose Menschen einstach? – Die Antwort dürfte eindeutig lauten: Nein. Er setzte das fort, was er zuvor schon ausgiebig betrieben hatte: Terrorismus im Namen des Islam.

In der ersten Stufe sprachlicher Distanzierung wird dies in etablierten Medien gerne als “Islamismus” beschrieben, so als seien mittelalterliche Kreuzzügler oder die über Jahrzehnte oder eher Jahrhunderte leider nicht ganz wenigen christlichen Kinderschänder in Amt und Würden “Christisten” und jüdische Endzeit-Fanatiker und Rassisten “Judisten” (wobei zu Letzteren dann von “Fundamentalisten” oder einzelnen “Sekten” innerhalb der Religionsgemeinschaft gesprochen wird).

Im Deutschlandfunk also, wo man allenthalben auf christliche Morgen-Andachten, jüdische Magazin-Sendungen, reichlich jüdische Feuilleton-Themen und Rubriken wie “Koran erklärt” stößt, fehlt bei einer der gravierendsten Folgen religiöser Umtriebe für gesellschaftliches Miteinander nun also: deren unterlassene Erwähnung, nicht einmal in einer Umbenennung von fundamentalistischen und radikalen Moslems oder Muslimen zu “Islamisten”.

Selbst der Name wurde heute morgen kurz vor 7.30 Uhr im Deutschlandfunk im Magazin-Bericht dann nicht zu Beginn, später einmal genannt. Die Wahrnehmung der Zuhörer verläuft also von einem zunächst eher mysteriösen Terrorismus zur vereinzelten Nennung eines Namens, dessen geografische Herkunft Pakistan ebensowenig Erwähnung findet wie die zugrundeliegende religiöse Orientierung.

Selbst bei der Google-Suche mit “Usman Khan Muslim” findet man aktuell nicht direkt etwas zu dem notorischen Terroristen. Es sind vielmehr Männer gleichen Namens, und dabei interessanterweise ein Usman Khan von der “Ahmadiyya Muslim Community” (AMC), die sich gegen den radikalen Islam einsetzt …

… sowie ein wissenschaftlicher Autor mit Aufsatztiteln wie “Islam, Homosexuality and Modern Society”.

Wie heißt es im Pressekodex?

Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.

https://www.presserat.de/pressekodex.html

Entspricht die heutige Praxis des Deutschlandfunks, der über staatlicherseits organisierte Gebühren finanziert ist, diesem Anspruch des Pressekodex? – Die Antwort lautet eindeutig: Nein. Ein Terrorist, der bereits 2012 als ein in Berufung auf den Islam agierender Straftäter zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, wird im aktuellen Bericht nur zögerlich beim Namen genannt, nicht jedoch bei seiner Herkunft in ethnischer und religiöser Hinsicht, obwohl Letztere bei seinem Tun an erster Stelle handlungsleitend war. Es handelt sich dabei nicht um die “gebotene Sorgfalt” und ‘Wahrheitstreue’ des Journalismus, sondern um die manipulierte Wiedergabe eines Ereignisses, das erst seit wenigen Jahren, als Messer-Kriminalität nicht zuletzt am Standort London, immer häufiger in westlichen Gesellschaften auftritt.

Es mag ja Missbrauch einer solchen Initiative auf der Plattform der “Alternative für Deutschland” (AfD) zur Meldung von fragwürdigen journalistischen Praktiken gegebenen haben, die nun nach Kündigung durch den Anbieter Jimdo zu einem anderen wechseln musste. Der Anlass, eine solche Plattform einzurichten, ist auch anhand des hier dargestellten Beispiels in höchstem Maße gegeben und wird zu weiteren heftigen Diskussionen darüber führen, in wessem Interesse Journalisten sich bemüßigt fühlen, in dieser Weise manipulativ und unjournalistisch vorzugehen. Schon im privatwirtschaftlichen Rahmen wäre dies nicht dem Pressekodex entsprechend, im staatlich verordneten Rundfunk ist es eigentlich ein Skandal, der (zumindest in Summe) zu disziplinarischen Konsequenzen für Ausführende und Verantwortliche führen müsste. Im Interesse von verfassungstreuen Zuhörern des Deutschlandfunks ist es in jedem Falle nicht. Es läuft diesem vielmehr diametral zuwider wie die Beschönigung anderer verfassungsfeindlicher Tendenzen auch. Es handelt sich um Tendenz-Journalismus in Ungleichbehandlung und Verunklärung gravierendster Straftaten.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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3 Responses

  1. Freilich werden schon Mutmaßungen über eine false flag operation einschließlich von Okkultsymbolik des Ereignisses angestellt:
    https://www.bitchute.com/video/mqacF5QPuCdQ/

  2. Auf Facebook weist ein Gruppen-Nutzer (https://www.facebook.com/groups/484584118388148/permalink/1335902809922937/) auf Folgendes hin: “Hier ein Bericht des Deutschlandfunk zum Vorfall. Ab Minute 2:51 wird der Hintergrund zum Täter und Tat ganz klar definiert.” (https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm%3Aaudio_id=789962)
    Dies entkräftet aus meiner Sicht jedoch nicht die Problematik, die ich anspreche. Als Hörer des Deutschlandfunks wurde ich heute morgen schon in ca. 1 Std. nicht auf einen “islamistischen” Hintergrund hingewiesen. Ob dies nun ab einem späteren Zeitpunkt durchgehend geschieht, muss man nachprüfen. (Es entspricht jedenfalls den Erfahrungen mit Mainstream-Medien, dass “Nazis” oder AfD alles mögliche nachgesagt wird, bei anderen Fraktionen aber neben Gnade vor Recht auch strukturell verharmlost wird.)
    Der andere Kommentator auf Facebook bezichtigt mich dann gleich selbst: “Dein Versuch der Diskreditierung seriöser Medien und “Verschweigen” ist schlicht gelogen und erfunden.”
    Darauf ich nochmal:
    “[I]ch habe hier keine Falschbehauptungen aufgestellt, sondern die authentische Wahrnehmung eines Mediennutzers ohne Wenn und Aber für den gegebenen Zeitraum geschildert – und sehe dafür keinen realistischen redaktionellen Grund außer dem, eine islamistischen Hintergrund nicht so deutlich und häufig zu benennen). 3) stellen Sie fest, wenn Sie meinen ganzen Artikel lesen, dass sich die für den Deutschlandfunk um 7.30 Uhr herum heute bestehende Problematik auch auf die übrige per Google anzutreffende Nachrichtenlage bezieht.”

  3. Es sind Muster, die einem bei Facebook-Kommentaren (am besten Beitragende, die, wie hier, kein richtiges Profilfoto, sondern in diesem Fall einen Vogel Strauß als Bild verwenden) oder auch in Wikipedia-edit-wars auffallen. Zunächst der Kommentator im Anschluss an das zuvor Zitierte:
    “So ein Pamphlet…es reicht doch ein blödes “Sorry, hab gelogen”. Hab mich halt erwischen lassen. Fertig.”
    Meine Antwort:
    “Jaja, das übliche Diffamieren geht einfach weiter – mit seinen eigenen Argumenten scheitern und dann einen Kommentar schreiben, der Mitlesenden suggeriert, man sei im Recht geblieben (kommunikative Gewalt).
    Um 14 h heißt es in den Nachrichten des Deutschlandfunks erst, es sei ein terroristischer Anschlag gewesen. Nachdem vor 7.30 Uhr schon der Name “Usman K.” im Magazin-Bericht fiel, wird in diesen Nachrichten dann nur noch – ohne Namen – die Bezeichnung als “mutmaßlicher Islamist” nachgeschoben. Wenn der Name und damit die Person aber laut behördlicher Auskunft feststehen, die ab 2012 eine Haftstrafe als islamistischer Terrorist verbüßte, ist das kein “mutmaßlicher Islamist”. So läuft subtile Abschwächung. Es wäre zum NSU immer von “rechtem Terror” die Rede, obwohl auch nicht alle Rechten Terroristen sind. Von islamistischem Terror wird erst nur als Terror geredet, und die definitive Identität wird zu “mutmaßlich” abgeschwächt.
    Versteht man, was hier abläuft?”

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