TV-Nachrichten und Schmerz

Das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtet über Tests mit israelischen Patienten, denen TV-Bilder von Raketenangriffen gezeigt wurden:

Mit Hilfe einer Regressionsanalyse stellten die Wissenschaftler fest, dass der Schmerz von den Probanden intensiver empfunden wurde und die sensorische Komponente des Schmerzes überwog, nachdem die Patienten von dem Terroranschlag über die Medien erfahren hatten.

Solche Argumente sind es, die zu manchen coolen Medientheorien eine länger anhaltende Medienwirkungsforschung in Erinnerung rufen. Die Frage bleibt auch, ob der mediale Erlebnismodus mit der menscheitsgeschichtlichen Tradition von Gewalterfahrung als Initation weitgehend oder nur teilweise vergleichbar ist.

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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