#AfD-Theater als Spiegel des Wahnsinns?

Deutschland hat ein Problem mit größeren Teilgruppen der moslemischen Mitbürger. Durchaus unterschiedlich, je nach Herkunftsland, zeigen sich häufig geringe Bildungserfolge, hohe Arbeitslosigkeit und Gewaltkriminalität. Deutschland hat des weiteren das Problem, dass die Ansprache der Betreffenden kaum noch erfolgt, nachdem die CDU ihr national-konservatives Profil verloren hat. Es herrscht die verbale Kuschelei, wie sie aus der von Krisen profitierenden, oft erfolglosen, kostenintensivst betriebenen Sozialarbeit die politische Öffentlichkeit erobert hat. Zum dritten hat Deutschland das Problem, dass es nur noch eine Partei gibt, die mit prononcierter Kritik an unkontrollierter Massen-Einwanderung und Islamisierung auftritt, mit sich selbst aber zunehmende Probleme hat – kurz vor der Bundestagswahl am 24.09.2017.

Wie schrieb ich am 13.03.2016?

Für die AfD ist es nach meinen Beobachtungsinteressen spannend zu sehen, ob sie neben einer stärkeren Präsenz ihrer Argumente vom bestehenden Mainstream wieder eingedämmt werden kann. Dazu braucht es dann konkrete aktuelle Entwicklungen, die z. B. darin bestehen könnten:

  • inhaltliche oder praktische Fehler unerfahrener Politiker aus den Reihen der AfD
  • Skandalisierung neurechter Argumente, die in der Debatte vorgebracht werden
  • Skandalisierung eines AfD-Politikers aufgrund seiner Vergangenheit oder aktuellen Fehlverhaltens (juristische Vergehen, bisher unbekannte, politisch-extremistische Umtriebe)

Und was hatten wir seitdem? – Björn Höcke rief wiederholt Widerspruch hervor, so mit auf Rassen-Begriffen basierenden Thesen. Man verdächtigte ihn der Autorschaft in einer NPD-Publikation. Frauke Petrys Immunität als Landtags-Abgeordnete wurde aufgehoben aufgrund eines bevorstehenden Prozesses wegen Meineid. Ganz aktuell trat Holger Arppe wegen sprachlich geäußerter Gewaltfantasien zu politischen Gegnern in sozialen Netzwerken aus der Partei aus und sieht sich als „Opfer einer Kampagne“. Dem niedersächsischen AfD-Kandidaten Armin-Paul Hampel wirft man üble Nachrede, überhöhte Spesenrechnungen und persönliche Bereicherung aus der Parteikasse vor. Der Parteivorsitzende Alexander Gauland äußerte unlängst, er wolle die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz (SPD), „in Anatolien entsorgen“ und distanzierte sich dezidiziert nicht inhaltlich von dieser Aussage. (Siehe auch den Nachtrag.)

So weit, so erwartbar ein Polit-Theater, das also vom absoluten Rand der Öffentlichkeit her recht treffgenau prognostiziert werden kann. Was mich daran im Detail interessiert, sind allerdings Untertöne und Beiklänge – nicht nur im Akustischen.

Ein Problem des Islam und anderer Religionen ist das Überwintern archaischer Denkweisen, von Hassreden gegenüber Andersgläubigen und Agnostikern, von Gewaltaufrufen und Pädokriminalität („Kinderehen“ als Bezeichnung für die Freiheitsberaubung und Vergewaltigung Minderjähriger).

Was ein Problem aller ist, die sich als Teil dieser Religionsgemeinschaft auffassen, wird angesichts der Schwere von Straftaten und der Gefahr für die Allgemeinheit durch Terrorismus kaum angemessen politisch debattiert. Es wird als Multikulti-Schwelgerei meistenteils überspielt, verharmlost oder ganz verschwiegen.

Alice Weidel, eine von Skandalen bisher verschonte weitere Spitzenkraft der AfD, spricht das Gewalt-Problem des Islam in einem aktuellen Interview mit „Russia Today“ („SPD-Politikerin Özoğuz ist ein Schandfleck für Deutschland“) direkt an.

Alice Weidel beklagt zu Recht „Doppelstandards“ in der gerichtlichen Rechtfertigung etwa einer NDR-Satire auf sie als „Nazi-Schlampe“ und der gleichzeitigen Hysterie gegenüber offensiven Sprachformen von rechter Seite. (Dies gilt auch für die ebenfalls gerichtlich verbriefte Erlaubnis für einen Türken, Deutsche als „Köterrasse“ zu bezeichnen.)

Es bräuchte ganze Forschungsprojekte, um die Eroberungs-, Missionierungs- bis hin zu genozidalen Auslöschungs-Fantasien aufzuarbeiten, die die Migrations-Agenda in immer größeren Zahlen in die bisher so zahlungsfreudigen deutschen Sozialsysteme schleust. (Ich hörte kürzlich im Regionalexpress ein französischsprachiges Gespräch zweier Afrikaner mit, die von einem sächselnden Angetrunkenen primitiv bepöbelt wurden – „Die komm’ doch bestimmt aus Syrien, aus’m Kriesch … Aach, das vastähn die doch gornisch …“ Darauf der Afrikaner zu seinem Mitreisenden: „Après la grande arrivée, il va être finalisé.“ [„Nach der großen Ankunft ist der ein toter Mann.“])

Bei 2:40 Min. tätigt Weidel im obigen Interview zudem die Aussage zu einem von ihr verlangten „Untersuchungsausschuss Merkel“:

Der Untersuchungsausschuss muss sich ganz dezidiert mit den Rechtsbrüchen dieser Bundesregierung auseinandersetzen.

Dazu vollführt sie mit beiden Händen diese Gestik, die also Brille und Gesicht akzentuiert:

Alice Weidel AfD Russia Today

So erhält nun die exaltierte Gestik einen besonderen Kontext – von „Untersuchungsausschuss“ und „Rechtsbrüchen“. Ja, es ist möglich, dass es in „Mediengesellschaft“ und allerlei Netzwerk-Techniken tatsächlich zur systematischen Missachtung von Grundrechten kommt, die nicht zuletzt mit dem individuellen Äußeren zusammenhängen.

Nicht nur in der Beobachtung der AfD führt diese Spur tiefer in den Kaninchenbau. Denn jene „Doppelstandards“ bezeichnen auch Spiegelfiguren, die sich sowohl auf Seiten der kritisierten Moslems wie jener der AfD selbst finden. Auffällig wird dies an dem erwähnten Holger Arppe. Jene Hassreden, die auch bei anti-deutsch eingestellten Migranten vorkommen, werden wesentlich nur in ihrer nationalistisch-deutschen Variante medial hysterisiert.

Das bedeutet nicht, dass die Äußerungen Gaulands und Arppes im politischen Diskurs akzeptabel wären – sie machen ihre Partei wohl für viele unwählbar. Aber sie sind auf ihre Weise ein Spiegel von ebenfalls kulturlosen und brutalisierten Umgangsformen, die sie dabei gleichzeitig kritisieren. Und so macht es inhaltlich verstärkten Sinn, dass sich betreffende Figuren in diesem Theater unserer Öffentlichkeit auch äußerlich ähneln. Ich meine gerade eine Paarung wie den zum moslemischen Meinungsführer aufgebauschten Vorsitzenden der Splittergruppe „Zentralrat der Muslime in Deutschland“, Aiman Mazyek, und den Ex-AfDler Holger Arppe.

Aiman Mazyek, Holger Arppe, AfD

Ein solches Spiegelungs-Verhältnis ist einstweilen lediglich Symptom einer tiefgreifenden Krise: der bisher begrenzt bis wenig erfolgreiche Versuch, Anhänger von religiös gerechtfertigten, radikal autoritär-patriarchalen Sozialstrukturen in eine relativ freiheitliche, „westlich geprägte“ Gesellschaftsordnung zu „integrieren“. – Alice Weidel polemisiert, ebenso zu Recht, gegen die Bezeichnung der SPD-Politikerin Aydan Özoğuz als „Integrationsbeauftragter“, während deren Verlautbarungen – so nimmt man es als Mediennutzer zumindest auch wahr – mehrheitlich und deutlich in einer permanenten Einforderung aller möglicher Rechte und Sonderrechte von Moslems bestehen. Darin ist sich Özoğuz konzeptuell mit Aiman Mazyek sehr einig.

Das große Versäumnis beider massenmedial sehr präsenter moslemischer Vertreter ist, ihrer Aufgabe als politischer Lenker und Erzieher der Ihren nicht nachzukommen. Wird auf Deutsche seit mehr als 70 Jahren als moralische Erben und Nachkommen der größten Menschheitsverbrecher eingewirkt (wenn nicht eingeprügelt), dürfen sich z. B. Türken relativ ungestört in ihrer gewollten Unkenntnis von Massenmorden in ihrem Namen sonnen. Weite Teile der Geschichte des Islam sind das Gegenteil von dem, was ein linksliberaler Mainstream in Deutschland seit Jahrzehnten als Ideale postuliert – Unterdrückung, Sklaverei, Mord und Totschlag. Der immer deutlicher sichtbare tiefgreifende linke Selbstwiderspruch besteht in der Bejubelung des Absterbens einer deutschen Restbevölkerung, ihre Verpflichtung zur finanziellen Versorgung aller möglicher Verfolgter und nicht Verfolgter aus dem krisengeschüttelten Rest der Welt, nicht zuletzt der moslemischen Ankömmlinge als ‚Geschenke‘ in Menschengestalt, bevor eine sehr aktive Teilgruppe dieser Zuwanderer hierzulande anderen das Leben zur Hölle macht – durch Kriminalität, körperliche und sexuelle Gewalt oder auch ‚nur‘ die schleichende Aushöhlung des Sozialsystems, das irgendwann unter zu vielen Leistungsnehmern zusammenbrechen muss, wenn uns die Roboter nicht retten.

Auch der Polizei-Gewerkschaftler Rainer Wendt kritisiert an Aydan Özoğuz die Verharmlosung des Moslem-Terrorismus und des Kindesmissbrauchs in Zwangsehen – hier in einem Interview vom November 2016.

So ist es eine weitere schlüssige Koinzidenz, dass Aydan Özoğuz in einem der islamistischen Attentäter vom 17.08.2017 in Barcelona, Moussa Oukabir, äußerlich einen biologischen Verwandten haben könnte:

Wir haben es sicherlich mit einem im Orient nicht ganz seltenen Typus zu tun. Aber vor dem Hintergrund des Gesagten wird diese visuelle Beziehung aussagekräftig. Folgen wir der Linie von Özoğuz, so wird es wohl noch mehr Rechtsbrüche und Schandtaten dieser Art von moslemischer Seite geben. Wer als Moslem, erst recht aber Angehöriger einer deutschen Bundesregierung, hierzu nicht nachhaltig und deutlich Kritik übt und die moslemische Glaubensgemeinschaft zur Räson und Mithilfe bei Präventation und Aufklärung von Straftaten auffordert, ist eindeutig mitschuldig an Tod und Leid der Opfer.

Die bevorstehende Bundestagswahl wird aufgrund der AfD-Skandale wohl erst recht kein überraschendes Ergebnis bringen. Dazu werden die Vorfälle um Gauland, Arppe und Hampel schon jetzt zu viele Wähler endgültig abgeschreckt haben – und man muss über eine damit verbundene Hintergrund-Strategie nachdenken. Seit der vom englischen Geheimdienst mitgegründeten NPD war wohl keine national-konservative Bewegung in Deutschland frei von Inszenierungen der in- und ausländischen Geheimdienste – die damit bisher v. a. eine Niederringung aller damit verbundenen An- und Absichten erfolgreich durchführten.

Es bleibt in diesem Fall stets die Frage, von wem genau und mit welchen Zielvorstellungen solche Strategien umgesetzt werden.

Nachtrag: Hört man sich eine Erklärung von Alexander Gauland zum Verb „entsorgen“ im folgenden Video an, kann man ihn schon verstehen. Ich hatte nicht konsequent nachgedacht, wo „entsorgen“ sonst noch verwendet wird – als nicht weiter inkriminierte Schmähung Angela Merkels und sicher noch anderer einschließlich Deutschlands im Ganzen.

Insofern eine Bestätigung der Spiegelungs-These – man ruft Widerspruch gegen etwas hervor, was das Gegenüber an sich selbst schon nicht mehr bemerkt.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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4 Responses

  1. l2012ucas sagt:

    Hier ein interessanter Fund. Die physiognomische Merkmale des Mephisto-Charakters in der internationalen Politik, allen voran die des kürzlich verstorbenen US-Geostrategen Zbigniew Brzeziński.

    https://www.youtube.com/watch?v=g4qVLV_6tFg

    Meine kurze Frage zu dieser Thematik ist, ob die „Elite“ wohl tatsächlich an die Wirkmächtigkeit dieser Auswahl von Ähnlichkeitspaaren glaubt, wie „zur Hölle“ sie das dann lagerübergreifend umsetzen und organisieren kann oder ob es sich „nur“ um eine Art perfides Spiel der Eingeweihten mit der Öffentlichkeit handelt ?

  2. GM sagt:

    Die Provokation Herrn Gaulands war ja notwendig. Ja geschmacklos und ohne Stil. Ohne diese Provokation hätte ich die Verlautbarung von Frau Aydan Özoğuz nicht wahrgenommen. Gewicht bekommen ihre Worte durch ihre Stellung als Regierungsmitglied ( Staatsministerin!) , SPD- Vicevorsitzende (!) und enge Mitarbeiterin der Regierungschefin im Kanzleramt. Mich trifft der dumme Ausspruch von Frau Aydan Özoğuz, es gäbe jenseits der deutschen Sprache keine identifizierbare deutsche Kultur, bis ins Mark. Es gibt also keine in über tausend Jahren gebauten deutschen Dome, Kirchen , Burgen, Schlösser , Städte und Dörfer, kein tausendjähriges Ringen um die Darstellung des Heiligen im Herzen eines Volkes. Das was ich schätze und einschliesse in mein Herz. Wie ich bemerken kann, nimmt das deutsche Volk diese Zumutungen willenlos hin und ergibt sich in sein Schicksal. Und die brutalen Provokationen nehmen kein Ende. Frau Kässmann stuft kürzlich deutsche Eltern und Großeltern bereits als Gefahr ein und sieht dort den „braunen Wind Wehen“. Neuerdings sucht die Sprecherin der Linken- Jugendorganisation Sarah Rambatz (Hamburg!!) in Facebook Filme in denen “ möglichst viele Deutsche sterben“ (mit Herzchen!). Keine Reaktion, kein Aufbegehren, Nichts. Bundespräsident (SPD) Steinmeier meldet sich zu Wort um Gauland des Rassismus zu bezichtigen.

  3. Tettenborn sagt:

    Reisen bildet. Mit pöbelnden Sachsen habe ich seit vielen Jahren zu tun – zum Glück nur unregelmäßig. Einige Busfahrer aus der Ostzone fallen verstärkt durch verbale Entgleisungen gegenüber ihren Fahrgästen auf. Sie müssen zugeben, daß die beiden Afrikaner dagegen einen durchaus elaborierten Code sprechen. Insofern ist die Phrase von der kulturellen Bereicherung nicht in jedem Falle abwegig 🙂
    Die Bundestagswahl dürfte aber wenig Überraschung bringen. In den Zeitungen war zu lesen, 30 % der Wähler wollten Briefwahl machen. Ich halte das für unwahrscheinlich. Wir werden wohl eher darauf vorbereitet, daß das Ergebnis (infolge der vorbereiteten Briefwahlunterlagen) so ist wie immer: 42 % CDU usw. Die SPD dürfte infolge des Schulz-Effekts auf 11 % kommen. Das reicht dann immerhin für eine Fortsetzung der landüblichen großen Koalition. – Sie müssen aber unbedingt noch die Signalgeste der Frau Weidel näher erläutern. Nicht jeder Ihrer Leser kennt ja das einschlägige Gestenvokabular …

  4. Mich erreicht folgende Anmerkung per Mail, die ich hiermit auch öffentlich beantworte:

    > Häufig ist für mich eine Ähnlichkeit kaum erkennbar und selbst wenn, absolut belanglos. Ich finde derartiges lässt sich immer irgendwie konstruieren und liegt sehr stark im Auge des Betrachters.

    Ich diskutiere das seit ca. 15 Jahren. Abhilfe kann letztlich nur die Objektivität eines Computerprogramms schaffen – das es für Bilder unterschiedlichster Qualität heute noch nicht, erst recht nicht erschwinglich gibt. Deshalb werden ja an der Haltestelle Berlin-Südkreuz gerade Tests durchgeführt – um zu sehen, ob die Programme taugen und Ergebnisse liefern.

    Hier kann man aber an einzelnen Beispielen auch mit Photoshop zeigen, worum es geht: Es ist die (fast) vollständige Identität bestimmter Schemata und Maßverhältnisse. Das lässt sich eben nur mit solchen Personen im Vergleich machen und mit anderen nicht – weil die Muster dann nicht übereinstimmen.

    Konzentrierst Du Dich auf das „Binnenschema“, wie ich es nenne, gibt es nur noch minimale Abweichungen wie die Form der Augenbrauen (die Kopfform kann stärker abweichen, ist hier aber auch biometrisch sehr ähnlich – eine hohe Kopfform, beide Männer mit etwas Übergewicht, kräftige Fettpolster auf den Kieferknochen).

    Hier abschließend habe ich noch das Gesicht von Arppe gespiegelt, weil sie in den Fotos spiegelbildlich leicht zur Seite gewendet posieren. Dann stimmen die Punkte und Linien von Augen, Nase und Mund hochgradig überein – ein Programm würde irgendeinen Zahlenindex wie Prozente angeben und würde vielleicht bei 95% liegen.

    Oder siehst Du das anders?

    Binnenschema - Aiman Mazyek, Holger Arppe - Biometrie

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