Streit über #Pizzagate – #Pädophilie #Verschwörung

Die „New York Times“ liefert gestern ein Abwehrgefecht zu den Verdachtsmomenten gegen John Podesta und andere im Umfeld von Hillary Clinton, denen satanistische Riten bis hin zu Kindesmissbrauch nachgesagt werden. Schon merkwürdig, wenn man durch deren Filter eine solche Affäre sieht. Sie bringen nur eine Auswahl aus dem sonst tausendfach Besprochenen und Gezeigten – nicht zuletzt die realen und gemalten Bilder von in zwanghaften Situationen gezeigten Kinder und den engen Kontakt Podestas zu der sich auf Aleister Crowley berufenden Marina Abramović („Spirit Cooking“).

Stattdessen verweist die NYT auf relativ willkürliche Übereinstimmungen von diesen oder jenen Symbolen. Und sie zitiert nicht die merkwürdigsten Mails aus den Podesta Leaks, sondern eine kaum zu beanstandende. Und bei der ersten zitierten geht sie über die eigentliche Frage hinweg. Zu einem Handtuch Taschentuch heißt es ja zunächst, „it has a map“, was meinetwegen eine auf dem Tuch abgebildete Landkarte sein könnte. Aber was bedeutet „a map that seems pizza-related“? Lassen hier meine Englisch-Kenntnisse zu wünschen übrig, oder macht das im herkömmlichen Sinn einfach keinen Sinn?

Ich teile da die wesentlichen diesbetreffenden Argumente, wie sie Tilman Knechtel auf „Trau keinem Promi“ auseinandersetzt.

Währenddessen gibt es die These, dass die den Aufklärern zur Last gelegte Amok-Tat eines empörten Mannes in der verdächtigten Pizzeria „Comet Ping Pong“ eine false flag operation gewesen sein könnte, was hier von „KWQC“ abermals bestritten wird.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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7 Responses

  1. GM sagt:

    Die Fotos in Berlin zeigen einen großen schwarzen Quader neben dem Weihnachtsmarkt und der Kaiser -Wilhelm-Gedächtniskirche. Da unterstreicht „jemand“ seine Agenda und will sie ganz offen darstellen. Ganz bestimmt eine „Botschaft“ an das kollektive Unbewußte. Damit grenzt sich der Urheberkreis ein und gibt einen Hinweis auf sich selbst. Dieser Sattelzug ist ganz gezielt ausgesucht. Die Seite des quaderförmigen Auflegers ist eine durchgehend schwarze Fläche. Seht Euch mal die oberen Kanten dieser Seitenflächen an. Auch der Ort ist zu gezielt gewählt. Da stecken keine idiotischen jungen Islamisten dahinter, sondern mit allen psychologischen Wassern gewaschene Strategen und Hasser. Das deutsche Kaiserreich von 1871 bis 1918 ist jedenfalls auch Zielobjekt dieses Hassanschlages gegen Deutschland. Dieses deutsche Kaiserreich kennen die Islamisten gar nicht!

  2. GM sagt:

    Unabhängig von den E-mails gibt es die Bilder und Fotos. Was die Fotos eindeutig zeigen ist eine Verachtung gegenüber den in uns verankerten moralischen Schranken und Tabus. Die Bilder zerstören und verhöhnen vorsätzlich unsere Rücksicht, Liebe und unsere Fürsorge für Kinder und spielen eindeutig auf Gewalt an. Ich halte es für untragbar und sehr gefährlich diese Überschreitung/ Durchbrechung von Tabus zu verharmlosen. Was macht dieser Dreck in der absoluten Nähe der Macht?
    Der Begriff „spirit cooking“ öffnet in einer Suchmaschine Bilder, die ich meinen Kindern ersparen möchte und nicht kommentieren kann. Wer wie Marina Abramovic an solchen Exzessen beteiligt ist, kann jedes Verbrechen zugetraut werden. Der letzte Rest von Anstand und Verlässlichkeit wird zerstört und diese Vernichtung wird noch von einer angeblichen „Elite“ beklatscht. In unseren deutschen Medien erfährt man davon nichts. Im Gegenteil: in der „Mittelbayerischen Zeitung“ vom 8.12.2016 Seite 21 ist dem „Superstar der Kunstszene“ ( Zitat Mittelbayerische Zeitung) eine überaus positive Vorstellung gewidmet. Warum? Ein Beispiel der verlogenen deutschen Lügenpresse.

  3. E. AHrendt sagt:

    Englisch: Nein, das verfängt nicht, beim besten Willen. „To seem“ kann, das wird Ihnen jeder native speaker bestätigen, vollkommen unverdächtig und unproblematisch auch dann verwendet werden, wenn der Sprechende den Wahrheitsgehalt seiner Aussage nicht wirklich in Zweifel zieht. Wie im Deutschen übrigens auch. Man findet ein Taschentuch, wirft einen Blick drauf, schreibt schnell eine mail. „…scheint irgendwas mit Pizza zu tun zu haben“ wäre in dieser Situation eine Formulierung, die ich auch wählen könnte. Wegen einer solchen alltagssprachimmanenten Unschärfe darauf zu schließen, dass der Einsatz eines Codes hier „wahrscheinlicher erscheint“…nein.

    „demolish“: Sie verlinken hier selbst die Originalquelle. Haben Sie sie auch gelesen? Das „them“ bezieht sich im Zusammenhang des Textes unzweifelhaft auf das kulinarische Geschenk, die betreffgebenden „cheeses,“ für die Mr. Podesta sich hier bedankt. Er gibt seiner Vorfreude darauf Ausdruck, sie gemeinsam mit seinen Kindern zu „vernichten,“ was auch im Deutschen als umgangssprachliches Synonym für „verspeisen“ verwendet werden kann.
    Und, wie sinnlos wäre es, einerseits einen komplizierten gastronomischen Code zu verwenden, hier dann aber grundlos in einem lapidaren Satz offen davon zu sprechen, Kinder zu demolieren.
    Ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, mit welcher Böswilligkeit die rufschädigenden Kräfte hier vorgehen und zugleich mit welchem Vertrauen in die Manipulierbarkeit und Leichtgläubigkeit ihrer Zielgruppe. Berechtigtes Vertrauen, offenbar, wenn man Ihren Artikel hier liest.
    Fänden Sie angemessen, einen Ihrer Sätze willkürlich aus dem Kontext zu reißen, ihn separat zu interpretieren und eine Anschuldigung darauf zu basieren?

    Gemälde, Dekoration: Ist das Ihr Ernst? Sie benutzen die „Merkwürdigkeit“ (subjektiver geht es schon mal nicht) von Wandmalereien und anderweitigen Kunstformen als Verdachtsmoment dafür, dass jemand einer satanistisch-pädokriminellen Vereinigung angehört? Weil sie für eine Pizzeria „nicht unbedingt so typisch“ wirken? Hören Sie sich einen Moment lang selbst zu, dann werden Sie merken, dass eine solche „Argumentation“ (Anführungszeichen bitte fettgedruckt vorstellen) Ihrer nicht würdig ist. Das ist die Logik von Hexenprozessen und anderen paranoiden, autoritären Herrschaftssystemen.

    • Danke, haben wir das an diesen Stellen doch etwas weiter geklärt. Auf die zweite Podesta-Mail kann ich per Link gerade nicht mehr zugreifen:

      wikileaks.org verwendet ein ungültiges Sicherheitszertifikat. Das Zertifikat gilt nur für folgende Namen: couragefound.org, http://www.couragefound.org Fehlercode: SSL_ERROR_BAD_CERT_DOMAIN

      Aber mag sein, dass sich „demolish“ dann auf eine Speise bezieht. Ausgeschlossen ist eine andere Bedeutung damit nicht, aber weniger wahrscheinlich, weil weniger rätselhaft.
      Die erste Erklärung befriedigt mich immer noch nicht. Haben Sie denn meine vorige Antwort gelesen? „Seems“ mag ein unverbindlicher, halb-ironischer Ausdruck sein. Aber wieso „pizza-related“, wenn es denn eindeutig eine Karte mit Pizza-Zutaten darauf wäre, „a pizza as a map“ oder „a map as a pizza“ vielleicht?
      Erlauben Sie mir auch, anzumerken, dass ein Antwortstil wie Ihrer merkwürdigerweise immer auftaucht, wenn an noch fraglichen Stellen mal irgendwas unklar ist und wir das z. B. in einem solchen Blog-Beitrag zur Diskussion stellen. Dabei geht auch mal was schief. Haben Sie vielleicht irgendwo einen zusammenhängenden Artikel veröffentlicht (oder wenigstens schon vorgefunden), der das alles lupenrein und überzeugend klärt – um sich dann selbst der Diskussion zu stellen? Ist Ihnen klar, was solche Eliten sonst so über die letzten 150 Jahre und darüber hinaus veranstaltet haben?
      Das verwundert umso mehr, als Sie sich zu den Bilddokumenten (zweiter Link im Text, hier gleich nochmal) gar nicht äußern. Oder sind das Fälschungen? Ein Twitter-Account „jimmycomet“ mit einem Kleinkind, dessen Arme festgeklebt sind? Soll das ein Spaß sein? Was halten Sie von den Bildern von Biljana Djurdjevic?
      Ihr Tonfall suggeriert Überlegenheit – sehe aber bisher dann eigentlich nur eine Einzelkorrektur, die ebf. nicht endgültig sein muss. Das wirklich Augenscheinliche übergehen Sie dabei: Dass hier reiche und mächtige Leute in künstlerischen Bereichen schwelgen, in denen bemitleidenswerte, elende Kindergestalten in Opferpose großflächig dargestellt werden? In denen eine Abramović sich explizit auf Crowley beruft?
      Falls Sie Ihren Kommentar ehrlich meinen, haben Sie ca. 95 % dessen, was hier zur Diskussion steht (auch über meinen kurzen Text hinaus), zunächst mal wieder verdrängt und machen Leser Ihrer Zeilen glauben: „Es gibt hier nichts zu sehen!“
      Schauen Sie bitte nochmal nach. Fühlen Sie sich frei, Ihre harmlose Version allein der Dokumente hier …
      http://adam.curry.com/art/1479936436_BKKFQUS9.html
      … uns nochmal mitzuteilen. Mir wäre es lieber, das könnte Ihnen gelingen.
      Ich kann mir auch einen ziemlich abgefuckten Geschmack vorstellen, der sowas bevorzugt. Hoffen wir, dass das, was diese Leute sich offenbar gerne anschauen, nicht – im Gegensatz zu ihren Mails – ‚wörtlich‘ zu nehmen ist. Aber da müssten Sie Ihrer Deutung von deren Sprache dann diametral widersprechen.

  4. E. Ahrendt sagt:

    Zum Thema Englischkenntnisse: handkerchief = „Handtuch?“ Nö. Das Problem hier sind offenbar eher false friends als false flags.

    Was macht an „maps that seem pizza related“ keinen „herkömmlichen“ Sinn, bidde?
    https://thumbs.dreamstime.com/z/pizza-shape-map-italy-ingredients-sausage-cheese-tomatoes-italian-flag-country-tomatoes-pasta-57431488.jpg
    http://www.vogue.com/slideshow/755531/by-the-slice-celebrities-chefs-and-vogue-editors-share-where-to-get-their-favorite-pizza-photos#1
    http://www.london-se.com/assets/map-pizza-map.jpg
    http://chrisvine.org/map-italy.html
    https://thumbs.dreamstime.com/z/world-map-pizza-continents-planet-earth-fast-food-geography-national-italian-petite-geographical-72181929.jpg

    Ein Taschentuch mit einem vergleichbaren Motiv kann Merchandising eines Restaurants, ein Mitbringsel aus Italien, oder auch ein selbstgemachtes Geschenk
    (https://www.bagsoflove.co.uk/personalised-pocket-squares-and-handkerchiefs)
    für einen leidenschaftlichen Hobbykoch sein
    (http://www.politico.com/story/2009/07/john-podesta-a-seasoned-hand-024575#ixzz4MqHNmsqN).
    Wer hier Occams Pizzaschneider ansetzt, muss zu dem Schluss kommen, dass eines dieser Szenarien bedeutend wahrscheinlicher erscheint als Codewörter aus der Pädophilenszene. im Übrigen: Für welche entsetzliche Praktik stehen denn wohl „arborio rice risotto,“
    (https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/4723) „tandoori chicken“ (https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/3071) und „Ligurian walnut pasta sauce“ (https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/43113)?

    • Danke sehr für die Korrektur, Taschentuch, klar. Interessante Links, die eine andere Erklärung zumindest stützen können. Dennoch sehe ich meine Frage nicht wirklich beantwortet: Warum drückt man das so umständlich aus? Eine Karte, die mit Pizza-Accessoires versehen ist, „scheint“ das doch nicht nur zu sein. Sie ist dann „pizza-related“ – oder besser, sie zeigt eine Pizza in Form einer Landkarte o.Ä. Deshalb ruft die Formulierung doch die Frage hervor, ob etwas anderes damit gemeint sein könnte, sodass die Formulierung dann mehr Sinn macht, wenn man Code-Wörter kennt.
      Und es ist ja nur ein Beispiel von diversen, die die ganze Debatte angestoßen haben. Ein weiteres Beispiel ist ja die Formulierung:

      I am awaiting the return of my children and grandchildren from their holiday travels so that we can demolish them.
      https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/30613

      Gibt es nun auch hier eine alltägliche Redewendung, die mir entgeht? „Kinder“ werden „demoliert, zerstört“?
      Es ist für mich bisher auch nicht ganz auszuschließen, dass es ein Code für anderes wäre, wobei aber allerlei ebf. aufgezeigte Begleitumstände eben in die Richtung Kindesmissbrauch weisen. Haben wir die per Twitter geposteten Gemälde nun schon wieder vergessen? Die Involvierung von Künstlern, die explizit Missbrauchserfahrungen aufarbeiten? Die Merkwürdigkeit von Wandmalereien in der Pizzeria, die für einen solchen Ort nicht unbedingt so typisch wirken?

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