Habemus tempus – Franziskus als Vollprogramm von Rothschilds Gnaden

Pünktlich zu den Hauptnachrichten inszeniert sich am 13.03.2013 der neue Papst Franziskus alias Jorge Mario Bergoglio vor der Menschenmasse auf dem Petersplatz in Rom. Es ist sein erster Auftritt, in der TV-Berichterstattung mit reichlich Sendezeit bedacht. Für die ARD schwelgt, wie passend, Sigmund Gottlieb mit seinen Gesprächspartnern in argen Wiederholungen und reinen Mutmaßungen. Für so etwas haben wir hier mehr als reichlich Zeit: Event-Charakter, Ritual, in diesem Fall seit Tagen eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Systemjournalismus: Joseph Ratzinger dankt ab, Wer wird der neue Papst?, noch kein neuer Papst gefunden, das Konklave wird einberufen werden, Vorbereitung des Konklaves, Beginn des Konklaves, noch kein Papst gefunden (schwarzer Rauch aus dem Schornstein), nach dem fünften Wahlgang nun doch der neue Papst gewählt – all dies Gegenstände für Hauptnachrichten, weil in der Welt sonst ganz offensichtlich wenig Bedeutendes passiert.

Am gestrigen Abend dann: Warten auf den Auftritt des Papstes. Kommt er gleich? Nein, es dauert noch etwas. Die Spannung unter den Zuschauern steigt laut den Reports von Gottlieb & Co., als würden gerade die Lottozahlen gezogen. Soll das der Würde der Veranstaltung dienen? Wohl eher nicht – im Habitus steht die eigentliche Kultgemeinschaft unserer Zeit, der Fußball, mit ihren Euphorieübungen Pate.

Ich möchte hier zwei ausführliche Anmerkungen zu diesem Ereignis machen.

Die erste betrifft den Ähnlichkeitskontext des neuen Papstes. Der argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio, nun Franziskus, führt im Bildgedächtnis pfeilgerade zu einer anderen bemerkenswerten Persönlichkeit: zum ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudolph W. Giuliani, republikanischer Politiker, ebenfalls Sohn italienischstämmiger Einwanderer.

Papst Franziskus I. - Jorge Mario Bergoglio - Rudolph Giuliani

Screenshots: Canal 21 / CNN

Dazu kann man zunächst eine Assoziation erwähnen: Bezüglich des Konklaves berichteten nicht nur verschwörungstheoretische Websites, sondern auch die großen Presseorgane wie „Die Welt“ (10.03.2013) über die Mystik der Prophezeiungen des Malachias, die als Fabrikation gelten, aber bei Papstwahlen immer wieder schlüssig gedeutet werden konnten. Der verlinkte Artikel zitiert die Prophezeiung, die auf den neuen Papst zutreffen soll:

Während der letzten Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden, und der furchtbare Richter wird sein Volk richten. Ende.

Dies kann also Apokalyptikern Anlass geben, an eine physische Zerstörung Roms zu glauben. (Passender wäre dann allerdings die Wahl von Peter Turkson zum Kirchenoberhaupt gewesen.) Nun – da wir uns hier ohnehin eher mit überzeitlichen Dingen beschäftigen, können wir sozusagen transpersonal und durch die Zeit springen, d. h. von Franziskus zurück zur Amtszeit Rudolph Giulianis als Bürgermeister, von Rom nach New York. Dann haben wir also am 11. September 2001 mit dem Einsturz des symbolträchtigen World Trade Center  monumentale Zerstörung in einer Metropole gesehen – nur eben nicht der Heiligen Stadt, sondern eines Zentrums der US-amerikanischen Zivilisation und des Kapitalismus.

Ja, der Kapitalismus. Da gäbe es einiges zu klären. 1969 durfte die Überschrift noch lauten: „Rothschild rät dem Vatikan“ („Die Zeit“, 11.07.1969). In einer Hinsicht schien die Welt damals etwas mehr im Lot, denn bei der Erwähnung von Michele Sindona als des Vatikans neuem Immobilien-Verwalter musste man vorerst nicht argwöhnen:

Sindona ist nämlich nicht nur auf Immobilientransaktionen spezialisiert, sondern arbeitet auch eng mit der Rothschild-Gruppe zusammen.

Just die Rothschild-Gruppe war es nun, die das Immobiliare-Mehrheitspaket vom Vatikan übernahm. Eine von den französischen Rothschilds kontrollierte Bank in Luxemburg verwaltet nach einer Meldung des renommierten italienischen Magazins „Panorama“ das weltliche Glanzstück des Vatikans.

In solchen Dingen geht es freilich eher um Zahlen und beinharten Eigennutz, wenn man die Geschichte des Bankhauses Rothschild kennt. Sindona wurde später im Zusammenhang mit dem Skandal um die Freimaurer-Loge „Propaganda Due“ (P2, bestehend aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, Politik, Mafia und von Geheimdiensten) als Auftraggeber eines Mordes verurteilt. Sein eigener Tod folgte alsbald:

Nachdem er dem Reporter Nick Tosches zwischen 1985 und 1986 vier Interviews gegeben hatte, verstarb er im Hochsicherheitsgefängnis von Voghera an einer Zyanidvergiftung. Weder konnte ein Täter ermittelt noch Suizid ausgeschlossen werden.
(Wikipedia)

Auch ein Rothschild, nämlich Salomon Meyer Freiherr von Rothschild (1774-1855), wird durch Papst Franziskus typmäßig alludiert:

Papst Franziskus I. - Salomon Rothschild

Screenshot: Canal 21

Und es tun sich auch noch ein paar weitere Parallelen zum aktuellen Fall auf, denn im Bildvergleich von Franziskus mit dem Ex-Bürgermeister Giuliani ist nicht nur, wie in der P2-Verschwörung, ebenfalls der Vatikan vertreten. Giulianis Vater war ein Mafioso, der sich im Milieu von Miethaien und Glücksspiel tummelte. Rudolph Giuliani wechselte auf die andere Seite des Gesetzes, studierte Jura und führte sogar Prozesse als Chefankläger gegen die Mafia. Unlängst bewarb er sich als US-Präsident und tat sich mit dem Plädoyer für einen Krieg gegen den Iran hervor – beraten von dem jüdischen Neokonservativen Norman Podhoretz. Im Übrigen paktierte er (siehe Video weiter unten) mit dem Immobilien-Tycoon und Zionisten Larry Silverstein, der das World Trade Center kurz vor den Anschlägen mietete, die Versicherungen kräftig abkassierte und für Giuliani Wahlkampfgelder einwarb. Nach 9/11 machte Giuliani durch obskure Lobbyisten-Tätigkeit, wie „Die Zeit“ im verlinkten Artikel berichtet, und Nachwirkungen der Terroranschläge ein Vermögen, wie er auch mit der Öl-Industrie kooperiert. (Weiter fragt die Wochenzeitung jedoch nicht.)

Für die laufende Konfrontation mit dem Iran ist 9/11 bekanntermaßen eine Referenzgröße – als Konfrontation der westlichen Welt mit angeblicher islamisch geprägter Bedrohung. Entsprechend zum Kriegsvorwand nicht-existenter Massenvernichtungswaffen im Irak und der von der CIA gegründeten Terrororganisation „Al Qaida“ verfolgen wir dieser Tage ja die von den USA und Israel behaupteten Pläne des Iran für ein Atomwaffen-Programm, die einen Kriegsgrund abgäben. Die Notwendigkeit eines Krieges wird – auch dies kein Geheimnis – von israelischen Hardlinern ebenso gesehen.

Inwieweit wir im Fall der Geschichte des Staates Israel zugleich von den Rothschilds als superreicher Familie sprechen, kann hier nur angedeutet sein. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ weist, wie die meisten weit verbreiteten Quellen, zu dieser Geschichte nur auf die an den Zionisten James de Rothschild gerichtete „Balfour-Deklaration“ hin. Andere Quellen erwähnen mehr, spielen aber die Bedeutung der Rothschilds für den Zionismus herunter. Hierzulande weiß kaum jemand, dass diese Familie z. B. auch das staatliche Parlament, die „Knesset“, sowie den Obersten Gerichtshof stiftete. Insofern ist die Beschäftigung mit den Rothschilds historisch höchst notwendig, derzeit politisch aber prekär, wie an den Beispielen für bruchstückhafte Informationen zu ersehen ist. Deutlicher wird es nur in Quellen, die als rechtsorientiert gelten. (Googlen hilft schnell weiter.)

Kehren wir nun noch einmal zu dem physiognomischen Konnex Franziskus-Giuliani zurück. Der New Yorker Bürgermeister wurde nicht so sehr durch seine Familiengeschichte (für die er nichts kann) verdächtig, sondern durch Implikationen von 9/11, wie es das folgende Video zeigt. Für diejenigen, die sich mit der Materie eingehender beschäftigen, ist es höchst bemerkenswert, dass Jerome „Jerry“ Hauer, der ebenfalls von der Wahrheitsbewegung äußerst argwöhnisch betrachtete jüdische Leiter des New Yorker „Office of Emergency Management“ (OEM) unter des katholischen Giulianis Ägide, seinen früheren Chef mittlerweile öffentlich der Lüge bezichtigt:

Es geht dabei also um eine der tausend irrwitzigen Begebenheiten des Septembertages, hier die absichtliche Einrichtung einer Einsatzzentrale für den Fall eines Terroranschlags an einem Ort, der zu den am stärksten vom Terror gefährdeten gehört. Auch das Gegrinse von Giuliani in einem solchen Interview will nicht so recht zur Betroffenheit über 3000 Tote und das eigene bodenlose Planungsverhalten für den Krisenfall passen. Den geschilderten Tatsachen zufolge ist Giuliani nun einmal eindeutig mitverantwortlich für eine größere Zahl von Toten. Und hier sehen wir ebenso eindeutig, dass einen Menschen wie ihn dies wohl eher amüsiert.
In der unabhängigen 9/11-Nachlese noch besser bekannt sind Aussagen Giulianis gegenüber dem ABC-Journalisten Peter Jennings, er sei schon vor dem Kollaps der WTC-Türme über deren bevorstehenden Einsturz informiert worden – hier bei 1:50 Min. zu hören:

Der qualmende WTC-Tower, wie gerade gesehen, erinnert, nebenbei bemerkt, auch an den ikonografischen Schornstein, der in der Vatikanstadt mit schwarzem oder weißem Rauch die Papstwahl signalisiert:

Tagesschau - Papstwahl Franziskus I. - 11. September 2001 WTC

Screenshots: ARD / ABC

Noch einmal zur Erinnerung: Stahlbauten waren vor 9/11 durch heftigere Brände noch nie eingestürzt, nach Auskunft von Planern des WTC waren auch Flugzeugeinschläge in die Twin Towers statisch eingeplant. Wer sollte Giuliani zu diesem Zeitpunkt also aufgrund von Erfahrungswerten einen Einsturz der massiven Gebäude vorausgesagt haben? (Eine wirre Mutmaßung in der Hektik ist nicht gänzlich auszuschließen, aber Giuliani sollte als oberster Dienstherr eigentlich optimal informiert gewesen sein – kein Schuldbeweis, aber ein Verdachtsmoment.)

Die Zerstörung eines Bauwerks von mythischen Ausmaßen in New York (für die zahlreiche Arten der möglichen Prophetie beschrieben werden können) führt uns also, wie das Umfeld der Rothschilds als Bankiers des Vatikan, schnell zu Totschlag, und zwar im Maßstab des Massenmords. Katholische Fundamentalisten wie Frank Hills („Okkulte und freimaurerische Zahlensymbolik in Politik, Kultur und Presse, 2009ff.) werden sich nicht nur bei dem Gründungsdatum der „Federal Reserve Bank“ (Fed, s. u.), 1913, sondern wohl auch bei dem heutigen Amtsantritt eines Papstes, den sie als illegitim ansehen, am 13.03.2013 ihre Gedanken machen – sehen sie doch in der 13 eine der wichtigsten Symbolzahlen der von ihnen verabscheuten Freimaurerei.

Die zweite Anmerkung, die aus aktuellem Anlass zu diesem visuell-historischen Bedeutungskomplex notwendig wird, ist die Erinnerung an einen weiteren von Geschichtswissenschaft und Journalismus kaum aufgearbeiteten Zusammenhang.

Es bedürfte noch einiger Arbeit, um hierzu umfassende und gesicherte Angaben machen zu können. Deshalb müssen wir uns mit Indizien begnügen: Das von den Rothschilds im England des 19. Jahrhunderts eingeübte Verfahren, als private Bank weitreichende politische Kontrolle an sich zu bringen, wurde in den USA bekanntlich 1913 durch die eng mit den Rothschilds verflochtenen jüdischen Bankiers von „Kuhn, Loeb & Co.“ (unter ihnen Jacob Schiff und Paul Warburg) als „Federal Reserve System“ gegründet.

Während von denselben Eliten bis heute kontrollierte Massenmedien derlei nicht ausführlich berichten, können wir uns auf „YouTube“ den Ablauf einer damals von den Bankiers manipulierten Krise anschauen, die als Vorwand für die Gründung der von ihnen geleiteten Zentralbank diente:

Appetitlicherweise wurde also das Weihnachtsfest als cover up für die bis heute wirksame finanzpolitische Machtübernahme durch Rothschild & Co. benutzt. Ein solches Muster wiederholt sich am gestrigen Tag im Kleinen direkt nach der Übertragung des ersten Auftritts von Franziskus: Nach der längeren ‚Berichterstattung‘ mit Warten und Gelaber, allein über 30 Min. Sondersendung ab 20 Uhr, begann verspätet die ARD-„tagesschau“ … natürlich zuallererst mit einem Bericht zur Papstwahl, dann aber mehreren Nachrichten zur desaströsen finanz- und wirtschaftspolitischen Situation der Europäischen Union. (Wir wissen ja, dass die Investment-Bank „Goldman Sachs“ ihre Manager in vielen europäischen Regierungen und, mit Mario Draghi, nach dem Vorbild der Fed, an der Spitze der Europäischen Zentralbank [EZB] platziert hat und dass hinter Goldman Sachs durch wichtige Beteiligungen und Lenkungsfunktionen auch Rothschild steht.)

Unsere Geistlichen haben freilich anderes zu tun, als sich mit Schuldentreibern und Zinsschröpfern abzugeben. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland a. D., Wolfgang Huber, hängt in seinem DVD-Seminar „Ethik“ für die „Zeit Akademie“ jedenfalls noch bei den „Grundfragen unseres Lebens von der Geburt bis zum Tod“ fest. (Lachkrämpfe bei Investment-Bankern sind ihm sicher.) Und unser Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder (SPD) berät seit 2006 die Rothschilds.

Wahlweise können wir uns auch weiterhin Desinfo-Agenten widmen, die uns erklären, dass das permanente Auftauchen von Freimaurern, Zionisten, Jesuiten, des Vatikans, jüdischer und nicht-jüdischer Hochfinanz und Mafia in Fällen von Börsenmanipulation, Staatsverschuldung durch Zentralbanksysteme, Terrorismus und politischem Mord absoluter Zufall sei.

Dann also mal Frohe Weihnachten, wenn es wieder so weit ist.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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1 Response

  1. Peter Schwerzmann sagt:

    Vorsichtig gefragt, ich verstehe immernoch nicht wieso
    die kath. Kirche ein Mann wie Prof. Dr. Eugen Drewermann
    ausgeschlossen hat? In meinen Augen ist er einer der
    wenigen wo das Evangelium verstaendlich predigen kann.