Vom #Satanismus der Spekulanten – #Finanzkrise

Ernst Wolff formuliert es in seinem Beitrag „Der Finanz-Tsunami nimmt seinen Lauf“ (Contra Magazin, 20.05.2016) sehr klar:

Die Verursacher der Krise dagegen wurden für ihr Verhalten sogar noch belohnt. Für sie wurden riesige Mengen an Geld geschaffen, das ihnen bis heute zu immer niedrigeren Zinssätzen zur Verfügung gestellt wird. Statt es – wie von der Politik zur Täuschung der Öffentlichkeit behauptet – für neue Investitionen und damit zur Ankurbelung der Realwirtschaft zu benutzen, setzt die Finanzindustrie den Löwenanteil des Geldes auch nach dem Beinahe-Crash wieder zur Spekulation an den Finanzmärkten ein. In der Gewissheit, „too big to fail“ zu sein und im Notfall erneut gerettet zu werden, haben die Banker ihre spekulativen Aktivitäten seit 2008 sogar ausgeweitet und gehen heute größere Risiken ein als zuvor.

Man kann aus einer solchen Einschätzung nur vier logische Optionen ableiten:

  1. Der Autor macht falsche Aussagen.
  2. Das System lässt nur diese Entwicklungen zu.
  3. Politische Entscheider fügen sich recht zwangsläufig in dieser Entwicklungen.
  4. Das System ließe andere Entscheidungen und Entwicklungen zu.
  5. Politische Entscheider sind zu unwissend und/oder uintelligent, um laufende Entwicklungen zu erkennen und in andere Richtung zu eeinflussen.
  6. Politische Entscheider sind korrupt und entscheiden bewusst zugunsten der Spekulanten.

Übersehe ich hier etwas? Und was schließen wir daraus, wenn ich nichts übersehe?

Die Tatsachen folgen zunächst Prinzipien des Satanismus, vorhandene Werte diametral umzukehren. Wir sehen an dem verhältnismäßigen Stillschweigen der Meinungsmacher, dass diese Tendenzen in einer breiten Debatte nicht erwünscht sind – auch sie dann Kumpanen bei einer Bereicherung missbräuchlich agierender Spekulanten. Das herrschende Geldsystem und seine über Jahrzehnte geänderten Spielregeln (in Deutschland u. a. Dank einer rot-grünen Bundesregierung) ist die organisatorische Ursache. Für diese gibt es jedoch auch menschliche Urheber.

Alle oben genannten logischen Optionen sind als Beurteilung für die herrschenden Zustände nicht gerade vorteilhaft. Sie bedeuten systemische Fehler, Korruption, mangelnde Kompetenz. Was schließen wir daraus für notwendige Veränderungen des allgemeinen Bewusstseins und der politischen Regelwerke und Gremien?

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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