„The Dark Knight Rises“ – Vorgeschichten

Die „Batman“-Geschichten, wie dieser Tage „The Dark Knight Rises“ (USA 2012), geben Anlass zu zeitgeschichtlichen Deutungen. Das law and order-Prinzip gehört zum Programm einer aus Wildem Westen und Kämpfen mit Organisiertem Verbrechen erwachsenen Ordnungsmacht der USA.

An anderer Stelle wurde mit anderen Beispielen schon gezeigt, welchen Zitatcharakter etwa Ereignisse und Personen der Terroranschläge von 9/11 in Betrachtung der „Batman“-Ikonografie erlangen. Nun noch ein aktueller Video-Beitrag, der sich der Fledermaus-Silhouette und diesbezüglichen Merkwürdigkeiten des Attentats auf US-Präsident John F. Kennedy 1963 widmet:

Die tragischen Ereignisse mit einem toten Präsidenten und 3000 Opfern in den Twin Towers von New York sind zwei der monumentalen Erinnerungsbilder, in die die globale Mediengesellschaft kontinuierlich neue Bedeutungen hineinliest. Eine selten thematisierte Spur sind hier gezeigte Bildverweise, die Vorausdeutungen in so unterschiedlichen Beispielen wie „La Règle du jeu“ (F 1939), „The Thief of Bagdad“ (GB 1940) und „Quax, der Bruchpilot“ (D 1941) einschließen.

Mit „The Imaginarium of Doctor Parnassus“ (CAN/F/GB 2009) ist zudem ein seltener Fall gegeben, in dem ein Schauspieler, Heath Ledger, in der Pose des erhängten Roberto Calvi unter der Londoner „Blackfriars Bridge“ gezeigt wird. Es ist neben dem zweiten Teil der neuesten „Batman“-Trilogie, „The Dark Knight“ (USA 2008), die letzte Arbeit des Schauspielers, der 28jährig an einem Medikamenten-Cocktail starb. Von weiteren Ermittlungen wurde seinerzeit abgesehen. Im Kontext der auf diese Weise höchst engmaschigen Vernetzung der „Batman“-Filme von Christopher Nolan mit realen Attentaten und Todesfällen liegen Verdachtsmomente für Ritualmord vor. Filmproduktion wird selbst Teil eines verschwörungstheoretischen Gesamtkonstrukts, indem sie Geschichte abbildet und von mysteriösen realen Schicksalen begleitet ist.

Die Filme werden ausführlich besprochen im ersten Band von „Kino Okkult“.

Hier mehr zum „Umbrella Man“.

Mit Dank an M. B. für den Link-Hinweis.

Update 26.07.2012: „Genau wie bei anderen Attentaten der letzten Jahre fand auch bei dem Amoklauf von Denver gleichzeitig eine Katastrophenübung statt, die ein ganz ähnliches Szenario zum Inhalt hatte. [… I]m Parkland-Krankenhaus in Dallas hat man schließlich einschlägige Erfahrungen mit Heckenschützen. Dort wurde am 22. November 1963  Präsident John F. Kennedy eingeliefert, nachdem er in den Straßen von Dallas von Scharfschützen hingerichtet worden war.“ (Kopp Online)

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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