noicon über “saturnischen Kontext im Medien-Output”

In diesem Video antwortet noicon auf eine Mail, die ich ihm schickte – mit einem Screenshot aus John Brahms “Die goldene Pest” (D 1954).

Ich muss dauernd an noicons Erläuterungen in Hunderten von Videos und Blog-Beiträgen denken, denn sie sind für die Bildsprache der Gegenwart elementar. (Im Blog stellte ich schonmal eine Auswahl und ergänzende Übersicht von Symbolen zusammen.) Hier erahnt man etwas von der Bildmächtigkeit, zu der von Erwin Panofsky & Co. noch keinesfalls alles gesagt wurde, bevor die Geschichte unablässig weiterging.

Die älteren Symboliken der Astrologie des Saturn gehen hier eine Verbindung ein mit der Doppelgeschlechtlichkeit, die aus der Alchemie heraus von dem Okkultisten Éliphas Lévi 1854 in seine “Baphomet”-Gestalt integriert wurde. Hinzu kommt außerdem – als nicht allzu melodiöser Gesang – die Ikonografie des Schreis (siehe ausführlich “Kino Okkult 1”).

Ich finde das in seiner Art angemessen, wie noicon lakonisch anmerkt, dass es dabei auch um den jüdischen Impact in der Kultur- und Mediengeschichte geht.

Ja, es ist dies ein Kultus, der heute die höchste Allgemeinverbindlichkeit hat – international, teils über größere oder kleinere Teile auch der ethnischen und religiösen Differenzen hinweg. Bisher aber wurde kein öffentlicher Diskurs darüber geführt, welcher Art (pseudo-)religiöser Kultgemeinschaft man hier angehört.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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