#Double von Björn #Höcke in „Bridge of Spies – Der Unterhändler“? – #NWO

Er ist im gestern besprochenen Trailer zu „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (R: Steven Spielberg) nur für Bruchteile einer Sekunde zu sehen: der Darsteller eines US-Amerikaners, für den im Plot des Films alles in Bewegung gesetzt wird.

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Es dürfte sich dabei um Austin Stowell handeln, der den in Gefangenschaft geratenen U-2-Piloten und Spion Francis Gary Powers spielt.

Durch das flüchtige Bild im Trailer wird das deutsche Publikum hierdurch mit einer Physiognomie konfrontiert, die in der aktuellen Medienlandschaft an den Politiker der „Alternative für Deutschland“ (AfD) Björn Höcke erinnert. (Von einem anderen seiner Doppelgänger war hier kürzlich in diesem Beitrag zu „Doubles der Opposition“ die Rede.)

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In einer US-Mainstream-Produktion über den Kalten Krieg und als tragische Figur eines inhaftierten Spions wird eine solche darstellerische Miniatur gleich zum Politikum. Solche Effekte entstehen immer wieder, und nicht selten ergeben sich im jeweiligen historischen Kontext solcher Filmproduktionen hierdurch politische Aussagen ganz eigener Art.

Aus der Perspektive einer US-Filmindustrie, die den Rest der Welt als ihre untergeordnete Kolonie empfinden mag, ist ein deutsch-nationaler Politiker wie Björn Höcke wohl eine Art Delinquent, der zwischen die Mühlräder der Machtpolitik geraten ist. Eigentlich atmet ein solcher Spielberg-Film, wie im vorigen Beitrag besprochen, einen Patriotismus, wie ihn in Deutschland nur noch Politiker wie Höcke verkörpern.

Zugleich ist ein deutscher Patriotismus aus der Sicht Hollywoods etwas Verbotenes, da es der Etablierung einer Neuen Weltordnung unter US-amerikanischer Führung entgegensteht. So erneuert das US-Imperium seinen Machtanspruch auch ästhetisch gegenüber realen Akteuren, indem es sich in Spielfilmen ihrer Doubles bemächtigt. Eines solchen ästhetischen Übergriffs kann sich keiner erwehren – selbst dann nicht, wenn er gar kein Medienprominenter ist. Bei denen, die auf der öffentlichen Szene agieren, wird ein solcher Bezug jedoch für alle sichtbar.

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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