„Telepolis“-Artikel zu #Querfront, #KenFM u. a.

Hier der Link zu meinem aktuellen Beitrag auf „Telepolis“ zum Gutachten „Querfront – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks“ von Wolfgang Storz im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung: Verteilungskampf der Etablierten.

An den Hauptbeispielen Compact-Magazin, Ken Jebsen alias KenFM, dem Kopp-Verlag und den Montagsmahnwachen beleuchtet Storz diese Gegenöffentlichkeit – durchaus selbst parteiisch, wie ich finde, und damit in einer Form, die er bei seinen Untersuchungsobjekten dann wieder bekrittelt. Deshalb ist es eine eher kritische Auseinandersetzung mit ein paar eigenen Argumenten zu betreffenden Debatten. Dennoch ist diese Studie ein Zeichen, dass die Publikationen von Jürgen Elsässer, KenFM und anderen mittlerweile ernster genommen werden. Und das ist bei allen Unsicherheiten, die es in der Beurteilung von Personen und Inhalten gibt, zu begrüßen.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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4 Responses

  1. Peter Hallonen sagt:

    “Dennoch ist diese Studie ein Zeichen, dass die Publikationen von Jürgen Elsässer, KenFM und anderen mittlerweile ernster genommen werden.” -> Da man bei diesen nicht sicher weiß, ob sie nicht zur “kontrollierten Gegenöffentlichkeit” gehören (wofür so manches spricht), sollte man sich erhoffen: “und die Publikationen von Daniel Hermsdorf”. Jedenfalls beziehen sich diese in Teilen auf eine “large scale conspiracy theory” (https://filmdenken.de/kino-okkult-eine-geheime-weltgeschichte-im-zeitalter-des-films-portal/kino-okkult-eine-geheime-weltgeschichte-im-zeitalter-des-films-1-11-september-2001-buch-info/), die wohl kaum an der Grenze zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation haltmacht. Das müsste sie aber, wenn man nach Jürgen Elsässer und KenFM geht, denn Ersterer taucht regelmäßig bei “RT Deutsch” auf und Letzterer interviewt regelmäßig den Ersteren.

  2. Peter Hallonen sagt:

    “Das ist in der Tat verwirrend – und deshalb fragt sich auch jeder in der alternativen Szene, der bei Verstand ist, ob hierin irgendeine Doppelstrategie besteht.”

    Hierzu hätte ich folgende Hypothese: Sofern diejenigen, die hinter dieser Doppelstrategie stecken, gar nicht befürchten müssen, dass die Aufdeckung von realen Verschwörungen mittels Publikationen von nur relativ geringer Reichweite ihre eigenen Pläne behindert, könnten sie darin auch einen Vorteil sehen. Man wäre nämlich in diesem Fall nicht mehr ausschließlich darauf angewiesen, “Nachwuchs-Verschwörern” geheime Publikationen zukommen zu lassen, um sie über die wahre Natur etwa des Federal-Reserve-Systems aufzuklären, sondern könnte sie einfach an den Buchhandel verweisen.

    So gesehen ist vielleicht eine “Open Conspiracy” (H.G. Wells) einfach effizienter.

    • All das ist denkbar, ja. An evtl. geheimpolitisch einmal geschaffenen Fakten ist ohnehin selten etwas zu ändern. In Notsituationen gibt es teilweise ja nur noch eine Handlungsoption (oder ggf. noch eine tödliche Konsequenz für einzelne Beteiligte, siehe das aktuelle Asyl-Problem).
      Für eine Theorie der alternativen Öffentlichkeiten sind solche Ambivalenzen aber dennoch festzuhalten.

      • Peter Hallonen sagt:

        Für diese Theorie der alternativen Öffentlichkeiten ebenfalls festzuhalten wäre wohl etwas, das in der Geschichte wiederholt vorgekommen ist: Gegenöffentlichkeiten werden gebildet, um einmal die Hauptöffentlichkeit (Mainstream) zu übernehmen. In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre hat sich beispielsweise in den Ostblock-Ländern eine Gegenöffentlichkeit herausgebildet, die kritisch gegenüber der damaligen Orthodoxie war. Sie war wohl ein Vorbote des Zusammenbruchs des “real-existierenden Sozialismus”.

        Insofern könnte die jetzige Gegenöffentlichkeit auch ein Vorbote von etwas sein, das zu einem grundlegenden Wandel führt. Es ist nur zu hoffen, dass sie dann kritikfähig bzw. weiterhin kritisch bleibt. Und dass die Leute nicht bei Albrecht Müller, Willy Wimmer, Daniele Ganser, Jürgen Elsässer und KenFM stehenbleiben. Letzterem muss man aber zugute halten, dass er in einer seiner Sendungen (in welcher, weiß ich nicht mehr) ausdrücklich gesagt hat, dass er es gut findet, wenn die Leute ihm “weglaufen” würden – denn dann wären sie ihm vorher hinterhergelaufen und hätten somit ihren kritischen Verstand abgegeben.

        Die nächste Theorie wäre dann: Der Mainstream braucht (kontrollierte) alternative Öffentlichkeiten, da den kritischen Menschen in der Bevölkerung sonst irgendwann von selbst auffallen würde, dass irgendetwas faul ist. Der Unterschied: Die Meinungsführer dieser Gegenöffentlichkeit würden sich dann wirklich dem Prinzip der Graswurzelbewegung entsprechend rekrutieren. Wenn ich aber nur an Albrecht Müller/Wolfgang Lieb, Willy Wimmer, Udo Ulfkotte und KenFM denke, so ist doch festzustellen, dass es sich hier durchweg um >>Aussteiger<< aus dem System (als Politiker) bzw. dem Mainstream (als Journalisten) handelt, denen man im schlimmsten Fall pauschal unterstellen kann, für diese Rolle ausgesucht worden zu sein. Denn die Frage ist doch vielmehr, ob man überhaupt vor diesem (ggf. vermeintlichen) Ausstieg so weit hätte kommen können.

        Letzter (versöhnlicher) Gedanke: Im besten Fall motiviert die jetzige alternative Öffentlichkeit Menschen schon dazu, sich auf eigene Faust über die Realität des politischen und gesellschaftlichen Systems aufzuklären, selbst wenn sie im Einzelnen oder gar überwiegend Unwahrheiten verbreitet.

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