Lage in einer #Hauptschule – iBlali via UNBLOGD

Kurz und knapp fasst Miró Wolsfeld alias UNGLOGD den Erfahrungsbericht von YouTube-Großerfolg iBlali über dessen Zeit in einer Hamburger Hauptschule zusammen. Die Schilderungen in solchen Videos sind direkter und schnörkelloser als aus etablierten Medien gewohnt.

Man fragt sich immer, was dazu Politiker im linksgrünen Spektrum sagen würden – und dass man es sich fragen muss, kann doch offensichtlich nur daran liegen, dass sie mit solchen Aussagen nie in dieser Deutlichkeit und in angemessener Häufigkeit konfrontiert werden, oder?

Neben dem immer gewalttätigeren Klima einer angeblich doch auf Friedlichkeit angelegten Multikulti-Gesellschaft wird deutlich der wechselseitige Rassismus aller gegen alle thematisiert. Auch ich selbst habe dazu nirgendwo Antworten erhalten von jenen, die meinen, in Gesprächen hierzu eine heutige Mainstream-Position vertreten zu müssen, die jede politische Haltung als der Bekämpfung wert sieht, die auf solche nachhaltig unlösbaren Konflikte (und diese als Hypothek auf die gesellschaftliche Zukunft) mit Warnungen und Reformbestrebungen reagiert. Dass ein solches System reformbedürftig ist, dürfte doch eigentlich klar sein. Will jemand sagen, das solle so weitergehen?

Und allgegenwärtig auf diesen Kanälen die Bemerkung jener Art, dass UNBLOGD durch Ausschluss von Werbung auf YouTube Existenznöte plagen, ergo eine Art politischer Verfolgung in einem trivialisierten Umfeld erfolgt. Wer für Kosmetik oder Elektronik Werbung macht, kann satte Gewinne erzielen. Wer an politischen Diskursen mit nicht-stromlinienförmigen Beiträgen teilnehmen will, riskiert bei ohnehin geringeren Abrufzahlen seine Existenz. – Es gab schon mal andere Selbstbilder, nach denen diese Öffentlichkeit gestrebt hat.

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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