Der große Finanz-Crash – Das Ende der #Demokratie (KenFM)

Mit Markus Krall und Max Otte (beide zum Thema schon hier und hier im Blog vertreten) sitzen in der aktuellen Folge der KenFM-Talkshow zwei der auf dem Buchmarkt vertretenen Crash-Propheten in der Runde und verstehen sich dabei offensichtlich prächtig.

Bei ca. 58:20 Min. spricht es Otte aus: der jüdischstämmige US-Verfassungsrichter Louis Brandeis (so von Otte benannt) prägte einst den Begriff einer Finanz-Oligarchie, die in der Folgezeit den Staat “gekapert” habe, “ganz konkrete Machtinteressen, die dieses dysfunktionale System geschaffen haben”. (Das entprechende wörtliche Zitat begleitete vor ein paar Monaten etwa auch diesen Telepolis-Artikel von Jörg Gastmann.)

Ich hatte hier 2015 ja schon gezeigt, dass Brandeis mit dem aktuellen James-Bond-Darsteller Daniel Craig ein popkulturelles Denkmal gesetzt ist:

https://filmdenken.de/goetter-der-nwo-1-james-bond-darsteller-uebersicht-doubles-spectre/

Ich spare mir an dieser Stelle etwaige hyperkritische Anmerkungen zum obigen Video. Die Ausführlichkeit und Detailliertheit der Redebeiträge, die Ballung der Charaktere aus diesem uns alle angehenden außerordentlichen Schauspiel des globalen Geld-Systems ist allemal einen Blick wert. Sie stellen sich in ihrer Unterschiedlichkeit dar, auch wenn sie mittlerweile vordergründig einen Grundkonsens der heftigsten Krisen-Diagnose teilen. Man vergleiche so etwas mal mit einem “Zeit”-Artikel wie diesem

Völlig ausgeblendet bleibt immer die Kultur. Das aus seiner Sicht kollabierende Rentensystem führt Krall auf fehlende wirtschaftliche Anreize fürs Kinderkriegen zurück – dies hat jedoch noch viele lebensanschauliche, kulturelle, mediale, theoretische Aspekte im Agenda-Setting, die im Großen und Ganzen verschlafen wurden – es sei denn, es geschah mit Absicht von denen, die zu entscheiden haben und ggf. dabei auch noch von Hintergrundgremien geführt werden, über deren Absichten man dann weiter nachdenken kann.

Das macht es alles noch komplizierter – aber irgendwelche Veränderungen, sofern sie in der historischen Entwicklung zu diesem Zeitpunkt noch Sinn machen, betreffen zu allem Überfluss auch noch jene systemischen Komplexitäten, in denen Massenmedien ein menschliches Bewusstsein beeinflussen, das neben ökonomischen Entscheidungen auch das Soziale, die Beziehungen, das Familienleben hervorbringt. Neben dem “Krisen-Abriss. Schulden, Schwindel und Kulturverfall” (2012) war dies ein zentrales Anliegen in “Glotze fatal. Wie TV-Unterhaltung Leben zerstört” (2010), ohne dass es je in Formaten wie dieser YouTube-Erfolgsreihe oder Vergleichbarem aufgetaucht wäre.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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