„Telepolis“-Artikel zu #Integration und #Islam

Hier ein Hinweis zu meinem längeren Essay „Rühr meinen Dünkel nicht an“ (Telepolis, 19.01.2015).
Es gibt schon viele Reaktionen. Bei den kritischen sehe ich einige Selbstwidersprüche und Ausblendungen, die ich teilweise schon im Beitrag selbst angesprochen habe (Kommentar „Dunkler-Dünkeler-Daniel Hermsdorf! Demagogie“ – habe das an der Stelle auch nochmal kommentiert). Das Argument, dass solche Debatten immer auch unberechtigte Vorurteile befeuern können, nehme ich ernst. Aber nach vielen Diskussionen ist ein solcher Beitrag eine Zusammenfassung dessen, was ich als notwendigen Inhalt besonnener Debatte sehe.
Und es gibt nach dem was ich lesen konnte, auch eine Menge Zustimmung. Es kommen ja in Kommentaren auch im Mainstream immer wieder Gedanken und Erfahrungen zur Sprache, die kaum im volkspädagogischen Programm von Politik und etablierter Presse aufgehoben sind. In dieselbe Richtung wie Argumente von Gerd-Lothar Reschke, den ich hier auf filmdenken im vorigen Beitrag diskutiert habe, geht dieser „Telepolis“-Kommentar von Herrn Troll:

Vor Allem die Unwissenheit über die Mentalität moslemischer Einwanderer trägt hier ihre verkrüppelten Früchte. Die kommen durch die Bank aus streng autoritären Gesellschaften, in denen der Status des einzelnen tagtäglich durch die Art des Umgangs mit seinen Mitmoslems eingeübt und bestätigt wird. In diesem sozialem System ist Freundlichkeit der öffentliche Gradmesser des sozialen Status : Der Höhergestellte schnauzt und befiehlt, der Niedriggestellte winselt und gehorcht. Unprovozierte Freundlichkeit ist dort Unterwerfung. Was die Besseren unter uns nicht kapieren, sind die Mechanismen, die sie bei diesen Einwanderern mit IHRER unprovozierten Freundlichkeit in Gang setzen : Kaum angekommen, fühlen die sich als die Herren im Lande. Das deutsche Ritual der Höflichkeit und die islamische Positionsbestimmung des sozialen Status sind komplett inkompatibel.

Wenn Integration und „interreligiöser Dialog“ keine Worthülsen bleiben sollen, wird man auf solche Aspekte eingehen müssen. Das gilt nicht nur für den Islam, sondern auch für andere religiöse Konzepte und Überzeugungen.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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