Wenn es Götz #Aly sagt, ist es plötzlich wichtig – #Holocaust

Wir leben in allerlei Parallelwelten, wenn es um politisch-historische ‚Wahrheiten‘ geht. Neuestes Beispiel ist für mich der heutige Artikel von Sven Felix Kellerhoff über Götz Alys Buch „Europa gegen die Juden 1880-1945“ („Die Welt“).

Ich schrieb zu einem Erlebnis Anfang letzten Jahres, bei dem neben Kellerhoff auf dem Podium der Wannsee-Gedenkstätte in Berlin auch die Professoren Wolfram Pyta und Thomas Sandkühler eine Antwort auf meine öffentlich gestellte Frage schuldig blieben:

„[…] Zur Vorgeschichte des Holocaust gehört die Tatsache, dass es in Ländern wie Polen, der Ukraine und Ungarn zahlreiche gewalttätige Pogrome gegen Juden gab. Können Sie dies auch im Hinblick auf die von den Nazis dann betriebene sogenannte Endlösung in Ihre Darstellung einbeziehen?“ […]
Sich ausführlicher über die Grausamkeiten anderer als der bösen Deutschen zu äußern, geziemt sich freilich nicht.

Aber siehe da – wenn Götz Aly mit einer vergleichbaren, hier nun auf Frankreich bezogenen These daherkommt, wird mit angedeuteter Reue in Richtung von Ernst Nolte und dem Historikerstreit plötzlich die Relevanz der Frage erkannt:

Und zu Recht verweist Aly auch darauf, dass der „Erfolg“ der von deutscher Seite gewünschten, ja geforderten Deportation jüdischer Menschen aus den verschiedenen Ländern in Hitlers Machtbereich wesentlich vom Antisemitismus vor Ort abhing.

Die in den von den Alliierten kontrollierten Medien publizierenden Volkspädagogen haben über Jahrzehnte davon profitiert, zuallererst ihren Herren in Logen, Banken und in der Rüstungsindustrie zu Diensten zu sein. Sicherlich danken wir heute auch die Infrastruktur des Internets ein Stück weit denselben Eliten – hoffen wir, dass sie diese Kommunikationswege bestehen lassen. Jeder Hinweis der Art, wie ich ihn hier gebe, ist sich bewusst, dass wir damit sorgfältig umgehen müssen. Sonst wird vielleicht auch jene Kritik wieder unmöglich, die die hier genannten Widersprüche und Diskriminierungen Andersdenkender erstmals deutlich benennt.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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