#taz korrigiert lieber keine Fehler – #Flüchtlinge

Als Nachtrag zu diesem Artikel vom 09.11.2016 hier noch ein Screenshot von heute. Er zeigt, dass der von mir benannte Fehler in der Überschrift (637 statt 832) immer noch unverändert zu lesen steht:

taz_2016-11-21_straftaten-gegen-fluechtlinge

Die Meldung des „Evangelischen Pressedienstes“ (epd) möchte eigentlich betonen, dass es „schon“ so viele Taten gab, doch ist es ja die geringere unter den beiden verwechselten aus dem „vergangenen“ und nicht aus diesem Jahr, wie der Text dann besagt.

Heute ist dieser taz-Artikel also 15 Tage online. Er wurde kein einziges Mal kommentiert – und offensichtlich hat auch kein Leser eine Mail geschickt, um auf den Fehler hinzuweisen. Mein heute 12 Tage alter Beitrag scheint die Redaktion auch nicht erreicht zu haben.

All das deutet darauf hin, dass nicht nur der Redaktion ein Flüchtigkeitsfehler gegen die eigenen Intentionen unterlaufen ist (sofern die Überschrift nicht schon zur ursprünglichen Pressemeldung gehörte). Ein solcher Artikel scheint auch wenige Leser zu finden. Evtl. nimmt man die in der taz-Kundschaft als recht verbindlich angesehene Botschaft, dass deutsch-nationalistische Straftaten gegen Flüchtlinge ohnehin vielfach geschehen und eher zu- als abnehmen, schon als gegeben hin und liest die Meldung nicht mehr im Detail. Sollte man dies dennoch getan haben, scheint es allem Anschein nach nicht im Nachvollzug der genannten Zahlen zu geschehen. Und das sagt uns einiges darüber, wie exakt statistische Realitäten und rechnerische Zwangsläufigkeiten überhaupt registriert werden.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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