#VideoTip: Paul Schreyer – Wer regiert das #Geld?

Neben Hauptaspekten zu Geldsystem und Geldschöpfung ist es eine Soziologie der Hochfinanz, die Paul Schreyer in diesem Vortrag zu seinem gleichnamigen Buch entwickelt. Diese schließt Personalien wie Klaus Regling ein, die in den Medien unterrepräsentiert sind.

Schreyer zeigt somit eine undemokratische Abhängigkeit der auf Schulden gegründeten Wirtschaften und Staaten vom Kapitalmarkt. Ich habe das Video nicht in jeder Minute gesehen – werden konkrete Akteure außer den Bankhäusern selbst noch einmal erwähnt? Ich hatte nicht den Eindruck. – Kann man diesen Zusammenhang für die Moderne skizzieren, ohne die Rothschilds zu erwähnen?

Diese Verkürzung der Perspektive kann man auch im weitesten historischen Diskurs sehen, der bis ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Warum nicht bis in noch frühere Jahrhunderte, nach Italien und Spanien? Auch das könnte man in einem Satz sagen – um zumindest ein komplexeres Bild anzudeuten.

Es gibt noch weitere wesentliche Ebenen des ganzen Themenkomplexes, der Geopolitik oder auch den Okkultismus der beteiligten Geheimgesellschaften einschließt.

Setzt man in all diese Richtungen den hier angebahnten Erkenntnisweg fort – wo kommt man dann schließlich hin? Welche Art von Autorität hat wo welche Vorgaben gemacht, denen zufolge diese Erkenntnis nicht in zuständigen Bereichen behandelt werden darf? Oder gibt es hier nichts zu sehen?

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de – Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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63 Responses

  1. l2012ucas sagt:

    Ich habe die Diskussion mit Gewinn verfolgt und muss sagen, dass hier das Dilemma der so genannten Wahrheitsbewegung deutlich skizziert wurde. Es prallen nun mal naturwissenschaftliche, geisteswissenschaftliche und grenz – bzw. alternativwissenschaftliche Änsatze aufeinander. Erstere genügen meistens den höheren wissenschaftlichen Ansprüchen, sind aber eingebettet in wirtschaftliche und staatliche Interessensverhältnisse, (als Beispiel. das Thema Gender-Studies, etliche finanzstarke private wie das Rockefeller Institute) wohingegen Thesen und Bücher wie die von Landmann und Däniken oft von einer Schar von unkritischen Glaubensjüngern rezipiert werden, die nach der Lektüre irgendeine Art von absoluter Wahrheit für sich gepachtet sehen wollen, ähnlich den radikalen Anhängern der Buchreligionen. Ich bin im Bereich Soziobiologie nicht geschult genug, um da eine endgültige Einschätzung abzuliefern, nur scheint dieses Feld auch durchaus biologistische Tendenzen zu haben und umstritten zu sein. Kein Wunder, denn die Erkenntnisse stehen bestimmten ideologischen Annahmen, Irrtümern und Zielen unserer Zeit diametral entgegen. (Multikulturalismus, Menschenrechtsideologie, Gleichheitt von Religionen und Ethnien usw.) Grundsätzlich ist eine interdisziplinäre bzw.multidisziplinäre Herangehensweise wünschenswert und dieses wird auch oft genug gefordert, nur wirklich praktisch umgesetzt wird sie selten. Durch die so genannte Wissensexplosion ist dieser Dialog auch immer schwieriger zu führen, und viele bleiben in ihren Wissensgebieten verhaftet.
    Ich bin auch der Meinung, dass wir, bevor wir zu Lösungen schreiten, erstmal die Lage und die Optionen einschätzen müssten. Die technologische und finanzielle Überlegenheit mancher Akteure (NSA, Blackrock, Stuxnet usw.) ist nicht von der Hand zu weisen, und das sind nur die uns Bekannten. Jenen, die aus geopolitischen Machtkalkül über Leichen gehen, traue ich auch zu, das technisch Machbare bis zum Äußersten umzusetzen oder der Öffentlichkeit vorzuenthalten, und sei es nur im Geheimen. Auch die Forschung im Bereich „Ursprung des Menschen“ ist längst noch nicht abgeschlossen:

    http://www.zeit.de/wissen/2017-05/evolution-vormenschen-europa-afrika-fossilfunde
    https://www.welt.de/wissenschaft/article164823057/Lebten-die-Vorfahren-des-Menschen-doch-in-Europa.html

    Gleichzeitig nehme ich persönlich mehr und mehr, nach jahrelangen quasi propagandistischen Aufbau eines einseitigen oberflächlichen Feindbildes (https://www.google.de/search?q=spiegel+Islam&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwia8eL-yYnYAhVHuRQKHbP9B7QQ_AUICigB&biw=1366&bih=637/http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islam-feiertage-streit-um-vorschlag-von-thomas-de-maiziere-a-1172895.html ), eine Anbiederung der Medien und Politik an den Islam wahr, da jetzt wie selbstverständlich vom Beginn des Ramadans etc. berichtet wird und plötzlich erstaunliche Erkenntnisse im Bezug auf den Islam zu Tage treten.

    http://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2017/10/begraebniskleidung-von-wikingern-mit-arabischen-schriftzeichen (Schweden hat auch stark mit seiner falschen Migrationspolitik zu kämpfen)
    http://www.deutschlandfunk.de/entdecker-wer-vor-kolumbus-in-amerika-gewesen-sein-muss.1310.de.html?dram:article_id=395453
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/abendland-zum-glueck-gibt-s-den-islam-kolumne-a-1114693.html
    http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/a-765692.html
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/the-new-arrivals-das-ist-arabischer-muttertag-a-1139708.html
    https://www.welt.de/politik/ausland/article169166760/Warum-Saudi-Arabien-sich-ploetzlich-so-eilig-modernisiert.html

    https://www.google.de/search?source=hp&ei=cXoyWrX5C4KWsAf93IT4DA&q=Saudis+Medien+finanzieren+&oq=Saudis+Medien+finanzieren+&gs_l=psy-ab.3..33i160k1l2.382.5870.0.6030.26.23.0.0.0.0.521.2189.9j7j5-1.17.0….0…1c.1.64.psy-ab..9.16.2063…0j0i131k1j0i19k1j0i10i19k1j0i22i30i19k1j0i22i10i30i19k1j0i22i30k1j0i22i10i30k1j33i22i29i30k1.0.Aif4Afj3pz0

    • Die Soziobiologie war lange Zeit auch innerhalb der Naturwissenschaft (und darüber hinaus sowieso) das, was heute die alternative Öffentlichkeit innerhalb der etablierten Öffentlichkeit ist: eine „Alternative“, die näher an der Wahrheit war und ist als ältere geistige Strömungen, und die deshalb – zum Teil – massiv bekämpft wurde. Die Kämpfe haben sich – soweit ich das sehe – INNERHALB der Naturwissenschaft längst erledigt. Ich wüßte nicht von lautstarken Stimmen, die INNERHALB der Naturwissenschaft noch besonders hartnäckig gegen den Ansatz der Soziobiologie an sich anargumentieren würden (von einigen Außenseitern wie Joachim Bauer vielleicht abgesehen, von denen dann oft leicht gezeigt werden kann, daß sie gegen eine Karikatur der Soziobiologie ankämpfen aber nicht gegen die Sachaussagen selbst) (nämlich als wäre weiterhin auch in der Soziobiologie das Prinzip Egoismus das grundlegendste Prinzip, auf das alles zurück geführt wird, dabei wird alles nur auf Gen-Interessen zurück geführt und Gene kennen keine Gefühle, weder altruistische noch egoistische). Die Karikatur wurde „hipp“ durch Richard Dawkins Buchtitel „Das egoistische Gen“, ein Buch, das ansonsten vor allem von phänotpyischem ALTRUISMUS handelt. Es mußte sich aber, um im Zeitgeist wahrgenommen zu werden, den verschleiernden Umhang umhängen, es würde das Prinzip Egoismus zur Grundlage allen Seins erklären.

      Natürlich ist schon der Begriff „Biologismus“ selbst auch weiterhin ein Kampfbegriff. Und zwar ein Kampfbegriff von Leuten, die sich noch wenig mit Naturwissenschaft im weiteren und mit Biologie im engeren Sinne beschäftigt haben, und – einigermaßen eitel – glauben, irgendein beliebiger kulturwissenschaftlicher Standpunkt wäre – für sich genommen – heute noch zugleich ein relevanterer Standpunkt, um von ihm aus einen solchen billigen Vorwurf erheben zu können. Für solches rein rhetorisches Bekämpfen hat ein echter Wissenschaftler meines Verständnisses nur Schulterzucken übrig. Mir ist IN der Wissenschaft und AUS der Wissenschaft heraus kein Biologismus bekannt, also das Vertreten eines Standpunktes, daß die Lernfähigkeit des Menschen über Gebühr unterbewerten würde gegenüber dem Einfluß der Gene auf das Verhalten des Menschen. Vielmehr liefert Soziobiologie den Wissens- und argumentativen Rahmen, um genauer zu bestimmen, was über Kultur beeinflußbar ist und was über Gene beeinflußbar ist.

      Hier ist einfach ein kultureller Umbruch zu vollziehen. Mit Leuten, die heute auf dem Boden der Naturwissenschaft stehen, braucht man darüber in der Regel gar nicht mehr groß herum zu debattieren. Aber besonders schlimm ist es, mit Leuten zu debattieren, die sich selbst für zu gut halten, um sich auf den Standpunkt der Naturwissenschaft zu stellen.

      Lukas, Sie sprechen selbst von „Erkenntnissen“. Erkenntnisse selbst können nicht biologistisch sein, sie könnten höchstens biologistisch interpretiert werden. Aber Biologismus ist nur ein Totschlag-Wort, hat – soweit ich sehe – für sich keinerlei Erkenntniswert, den es mit sich bringt.

      WENN ich mich einmal auf den Boden der Naturwissenschaft stelle, werde ich sehr SCHNELL realisieren, daß auf diesem Boden vom Prinzip her „technologische und finanzielle Überlegenheit“ keine Rolle spielt. Die Wahrheit ist eine Macht für sich und bahnt sich ihren Weg – in der Regel unabhängig von äußeren Einflußnahmen. Und gerade deshalb wird seit Jahrzehnten und Jahrhunderten so viel Verschleierungstaktik gegenüber naturwissenschaftsnahen Weltbildern betrieben, die dazu führt, daß das naturwissenschaftliche Argument heute immer noch im großen Mainstream als ein Argument unter vielen gilt oder gar als ein Argument, das man gar nicht anführen dürfe. Dabei ist es – in letzter Instanz – das einzig zugkräftige Argument, das einzige Argument, das ALS Argument selbst Macht und Einfluß mit sich bringt, WENN man es anzuwenden weiß. Denn Naturwissenschaftsnähe hat immer die Zukunft vorweg genommen und ist ja noch heute mehr Zukunft als Gegenwart was unser Geistesleben betrifft.

      Hoimar von Ditfurth oder Konrad Lorenz sind schon mehrere Jahrzehnte tot. Und dennoch sind die Inhalte ihrer Bücher und Fernsehsendungen nicht in dem Maße Allgemeingut unserer Gesellschaft, wie es in früheren Jahrzehnten etwa die Inhalte der Bücher von Sigmund Freud waren. Ich glaube, solche Umstände sollten zu denken geben.

    • Außerdem halte ich es nicht für richtig, von einem „Dilemma“ der Wahrheitsbewegung zu sprechen.
      Die Naturwissenschaft war und ist schon immer schlechthin Wahrheitsbewegung gewesen, spätestens seit dem profunden Meeresbiologen und Philosophen Aristoteles aufwärts. Wenn ein neuer Zweig dieser Wahrheitsbewegung nicht MERKT, daß er nur ein kleiner Zweig ist auf einem menschheitsgeschichtlich gewaltig großen Baum des Wissens, so ist das nur den Umstand zuzuschreiben, daß diese Wahrheitsbewegung eben noch nicht „Wahrheitsbewegung“ an sich ist, sondern als „politische Wahrheitsbewegung“ umschrieben werden kann. Daß sie sich nicht versteht als Bestandteil der großen Wahrheitsbewegung der Menschheit seit spätestens 2500 Jahren ist eine Folge allgemeiner Verdummung diesbezüglich, sie ist kein „Dilemma“. Der Begriff Dilemma ist viel zu große Beschönigung und Verharmlosung der Situation.

      Angehörige der „Wahrheitsbewegung“, die von sich selbst glauben, sie würden sich im wesentlichen nicht mehr täuschen und belügen lassen, zeigen schon durch ihr dargestelltes einseitiges Selbstverständnis, wie ARG sie noch unter der Herrschaft von Täuschung und Lüge leben. Und diese Herrschaft legen sie auch nicht ab oder „bekämpfen“ sie, wenn sie wieder in ihren eigenen Garten gehen und Selbstversorger werden. GEISTIGE Selbstversorger, sprich SELBSTDENKER sind sie dadurch leider auch noch lange nicht.

      • Das sind alles wichtige und grundlegende Argumente, finde ich.
        Einzelne notwendige oder mögliche Einwände, die ich schon erwähnt habe, will ich nicht wiederholen. Ich stimme Ingo zu, dass in der Zurückdrängung naturwissenschaftlich orientierter empirischer Methoden in der Kulturwissenschaft eine politische Agenda besteht. Die ‚andere Seite‘ in diesem Konflikt dürfte intern Wissensdisziplinen pflegen, von denen an Universitäten derzeit nur noch ein teilweises Zerrbild übrig bleibt. Wie man das bewertet, hängt davon ab, welche Folgen dessen man sieht und inwiefern sie einen selbst betreffen. Das wirklich geradezuziehen würde mehr als einen Sonderforschungsbereich erfordern. Und gibt es sie nicht, fehlen letztendlich immer belastbare Referenzen.
        Ich kann das hier nicht ausführen, was alles daran hängt. Und da beginnen zuvor schon sichtbare Differenzen mit Ingo. Sie haben u. a. damit zu tun, dass wir es eben mit sehr starker Ausdifferenzierung zu tun haben – wir haben das intern schonmal diskutiert. Man kann sich, denke ich, genauso breitbeinig hinstellen und sagen: „Haben Sie denn die gesellschaftliche Ausdifferenzierung noch nicht zur Kenntnis genommen? Sie ist doch nicht mehr zurückzudrehen. Dazu gehört, dass der Kulturbereich eine immer stärkere Eigenlogik entwickelt hat. Auch sie ist nicht einfach zurückzunehmen – zu welchem Zweck und mit welchem Vorteil für wen auch?“ (Ich spare mir zum Letztgenannten hier zunächst weitere Erläuterungen.)
        Dieser Zusammenhang lässt sich auf der Ebene der Begriffsbildung Natur/Kultur beleuchten. (Das überfordert unsere Diskussion hier sicherlich, dürfte aber erkenntnisleitend bleiben.) Ich habe schon zitiert, dass ein „integratives Naturverständnis“ eben kulturelle Aktivitäten des biologischen Wesens weitgehend eingemeindet. Dagegen ist irgendwann auch nicht mehr zu argumentieren.
        Kaum bekannt ist mir jedoch ein Ansatz, der dies berücksichtigt, ohne die Komplexität kulturspezifischer Fragestellungen zu verkennen. Und hier landen wir notwendigerweise doch nochmal bei der Frage des Biologismus.
        Es hängen philosophisch immense Fragestellungen daran – neben der nach Natur/Kultur oder Körper/Geist/Seele auch noch jene der Teleologie natürlicher Fortentwicklung oder spezifischer Begriffe von Geist, Weltgeist, Kulturgemeinschaft u. a.
        Und auch im Bemühen, mich nicht zu wiederholen, nur nochmal die Erinnerung daran, dass nicht nur ein Begriff wie „Wahrheit“ philosophisch durchaus zu Recht prekär ist (und die Durchsetzung einer halbwegs einheitlichen Sprachverwendung beim derzeitigen Wuchern der Diskurse ein vorerst wohl nahezu hoffnungsloses Unterfangen, was schwerwiegende Konsequenzen hat).
        Nur als Andeutung: Zunächst frage ich mich, woher Du diese Gewissheit nimmst: „Die Wahrheit ist eine Macht für sich und bahnt sich ihren Weg – in der Regel unabhängig von äußeren Einflußnahmen.“
        Ich denke das mal – verkürzt beschrieben – weiter: Wenn sich innerhalb dieser Welt mit ihren biologischen Wesen und Kommunikationen mit diskursiv-praktischen Mitteln eine Lüge dauerhaft durchsetzen lässt und diese ihre Wirkungen entfaltet, ist dies ein objektives Faktum. Zu strategischen Zwecken verbreitete Fehlinformationen schaffen neue Realitäten. Was demgegenüber „Wahrheit“ wäre, ließe sich im Nachhinein erschließen, hätte aber auf den Lauf der Dinge selbst im Nachhinein eben keinen Einfluss mehr. Man könnte zu einer philosophisch-wissenschaftlichen Einsicht kommen, die im Sprichwort lautet: „Die Welt will belogen werden.“ Sorry, dass ich dann zu einem so lapidaren Zitat komme.
        Das lässt sich, glaube ich, auch nicht mit einer Formulierung abbügeln wie, es sei ein irriger Glaube, „irgendein beliebiger kulturwissenschaftlicher Standpunkt wäre – für sich genommen – heute noch zugleich ein relevanterer Standpunkt, um von ihm aus einen solchen billigen Vorwurf erheben zu können.“ Es kommt eben auch darauf an, wie mächtig ein solcher „kulturwissenschaftlicher Standpunkt“ ist bzw. gemacht wird. Ob und wer ihn mächtig macht, ist im Nachweis wieder eine eigene anspruchsvolle Aufgabe, wie wir wissen.
        Wenn z. B. George Soros mit einmal vorhandenen Spekulationsgewinnen den Mainstream der Forschung dazu bringt, bestimmte Lieder zu singen, beeinflusst das die gesellschaftliche Auffassung von „Wahrheit“ (die von blinden Praktikern ggf. ganz anders definiert wird). In der Realität sieht es z. B. so aus, dass eine der gründlichsten Beschreibungen von Soros‘ Netzwerk-Strategie von Friederike Beck stammt, die, schon schwerkrank, von einem Boxerhund ums Leben gebracht wurde (https://alexandrabader.wordpress.com/2017/06/17/wolfgang-effenberger-zum-tod-von-friederike-beck/). Welcher Geist, welcher Wille, welches Programm hat sich dort bahngebrochen? Waren das bloß inhärente Abläufe einer ‚Natur‘? Statt einer Antwort wird dann zunächst gleich das nächste Problem sichtbar: Solange wir das nicht sicher wissen, können wir auch hier abermals gar keinen gesicherten Begriff davon bilden.

        • Die Welt will belogen werden. Na klar, 1500 Jahre Mittelalter und Christentum sind ausreichend Beweis dafür. Dennoch ging es danach und dadurch weiter. – Diese merkwürdige Sucht, vor allem negative Seiten moderner Wissensakkumulation wahrzunehmen und zu bewerten. Man versuche doch mal gleichwertig die positiven Seiten derselben wahrzunehmen und zu bewerten. – Die „Wahrheit“ der Wahrheitsbewegung ist eine vergleichsweise primitive, dessen war ich mir bewusst und es war schon erwartbar, dass das Bedürfnis geäußert würde, das zu zerbröseln. Warum gerade jetzt, als ich diesen primitiven, simplen Wahrheitsbegriff – nämlich dass man sich selbst und andere nicht belügen will – erweitere auf ein ähnliches, seit 2500 Jahren vorhandenes Bedürfnis. Typische mentale Reaktionen der „Kultur der Kritik“. Nichts für sich selbst stehen lassen zu wollen, alles zerbröseln zu wollen. Dieses Bedürfnis kenne ich als ein derartig hartnäckiges aus der Naturwissenschaft auch nicht. „Kaum bekannt ist“ ein Ansatz … Ja so redet der Talbewohner, der Bergsteiger, der ins Tun gekommen ist, versucht solche Ansätze einfach zu formulieren. Denn nichts anderes bringt uns weiter und hinauf.

          • Habe gerade noch Deine ausführliche Antwort auf Facebook zum Thema gelesen.
            Daraus kann ich den letzten Satz herausgreifen, um auch hier direkt anzuschließen: „Zumindest solange kein neues Mittelalter eintritt.“ – Ja, genau. Ich sehe heute nur ein wesentliches Argument: dass Wohlstandskinder denken, die Welt sei eine W-LAN-Party, während neben laufenden Kriegen schon der nächste vorbereitet wird. So ungefähr lautet die Zusammenfassung von Marktforschern für die „Generation Y“.
            Ich will Dich nun hier nicht verpflichten, noch mehr zu referieren – das sind alles wertvolle Inhalte, die zumindest nicht nur auf Facebook erscheinen sollten. – Fragen wollen würde ich nochmal genauer, als wir es bisher besprachen, wo es denn jemals solche altruistischen Gesellschaften gegeben hat – außer eben Stammesgesellschaften. Zu Letzteren ist bestimmt auch noch Einiges Abträgliche zu sagen. Außerdem frage ich mich dann, ob die Abkehr vom Altruismus außerhalb der Familie nicht immer etwas mit Ausdifferenzierung zu tun hat. Man ist den anderen Mitmenschen dann nicht mehr so nahe und quasi-familiär verpflichtet. Wirtschaftstheoretisch könnte man sich auch noch fragen, ob Egoismus als Voraussetzung für Konkurrenz nicht unterm Strich doch mehr Wohlstand für mehr Menschen erbringt als ein systemischer Altruismus, wie immer er sich auch konkret gestaltete.
            Von Deinem Rechtsanwalt vor Gericht würdest Du Dir vermutlich auch keinen sonderlichen Altruismus erhoffen. Die Frage ist dementsprechend, was z. B. ein Banker überhaupt ist bzw. sein sollte (dies noch zu Deinem Beispiel auf Facebook).
            Insgesamt teile ich Deinen Optimismus eben nicht so ganz. Das Neo-Hippietum der Generation Y dürfte enden, wenn ihnen das Bezahlen des nächsten iPhone irgendwie schwer fallen sollte, nehme ich an. Die Frage ist, was danach kommt.
            Ich zitiere nicht nochmal wörtlich Daniel Cohn-Bendit über die schnellere und härtere Multikulti-Gesellschaft, die zu erwarten sei. Sie wird definitiv aus immer mehr immer kleineren Gruppen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und weltanschaulicher Orientierung bestehen. Solange die Versorgung gesichert ist, dürfte man Ruhe bewahren. Falls mal nicht mehr, dauert es nur Tage bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Neben Islamisten denken in der deutschen Bevölkerung wohl nur politisch Radikale auf der rechten Seite an diese Option und bereiten sich auf solche Kämpfe vor, daneben und mit Schnittmengen ein Teil der Prepper. Der deutsche Normalo einschließlich des Bildungsbürgers ist eher linksliberal und sieht in der Durchsetzung von Mindestlohn und stabilem Rentenalter das kurz bevorstehende Ende der Geschichte.
            Die Wahrheitsbewegten, wie gesagt, sind (was Ökonomie betrifft, neben den klassischen Linken und einem Teil der Rechten) noch am stärksten an Themen wie Gerechtigkeit oder, damit zusammenhängend, Geldsystem, interessiert. Allerdings bedienen sie sich bestenfalls der ca. 70 Jahre alten libertären Theoreme. Schlimmstenfalls haben sie nur ein paar grobe Feindbilder und verlieren sich, wie schon besprochen, in sinnlosesten Pseudo-Themen, die sie aber für das mittlerweile einzig Relevante halten. Solange evtl. Geheimdienste diesen Irrsinn aussähen helfen und ggf. noch Algorithmen auf Internet-Plattformen manipulieren, damit keine sorgfältig erstellte Information durchkommt, wird sich nichts ändern. Ist das Ganze gar nicht manipuliert, sind die Betroffenen offensichtlich nicht einmal fähig, sich selbst zu helfen – geschweige denn, jemand anderem.
            Ich frage mich auch, woher Dein Optimismus herrührt, wenn Du dazu etwa an irgendwelche Projektarbeiten denkst. Schau Dir das Internet an – überall Einzelkämpfer. Zusammenarbeit funktioniert derzeit einzig und allein unter der Anleitung der bestehenden durchfinanzierten Strukturen und Eliten. Wo George Soros seine Dollars verteilen lässt, können Ausführende sich gemeinsam störungsfrei als menschenfreundliche Idealisten fühlen – oder sie halten sich nur äußerlich an die inhaltlichen Vorgaben, weil sie das Geld dringend brauchen. Dies scheint das einzige Setting zu sein, in dem dauerhaft kooperiert wird (außer noch ein paar Neurechte, die sich die sichere Rettung von der nächsten Oswald-Spengler-Ausgabe erwarten und bei komplexen Argumenten die Stirn runzeln; das Personal dürfte aber auch hier schon gesiebt und auf teils abwegige Trips gebracht sein).
            Auch unter ‚Aufgewachten‘ gibt es leider wohl zuviele, die „im Mittelalter“ leben – in voraufgeklärten und illusorischen Denkweisen. Das macht sie nicht geeigneter, in einer stark heterogenen Gesellschaft zu retten, was noch zu retten ist. Sie klammern sich an ihre eigenen Filterblasen und Wunschträume eines längst vergangenen Deutschlands. Ich sage das nicht mit Häme, es gibt einfach Faktoren, die Vergangenes auf immer Vergangenes sein lassen.
            Ich glaube also, es ist noch schlimmer, als dass ‚der Mensch‘ an sich egoistisch sei. Es gibt viele Anzeichen, dass man über Jahrzehnte unsere Gesellschaft so sehr auseinandergetrieben hat, dass sie ohne eigene Einheit recht hilflos anderen gegenübersteht, deren Kinder die Zukunft sind. Diese werden voraussichtlich immer mehr mitbestimmen dürfen. Bisher zeigen sie in der Tendenz, dass die Rede von einem Gott ihnen als Rechtfertigung, nicht an eigenen Defiziten zu arbeiten, ausreicht.
            Eine Vielzahl von Spaltungen und Unbelehrbarkeiten einschließlich der Nicht-Vermittlung von effektiven neuen Kommunikationsformen (mit ggf. wachsenden Integrations- und Finanzierungsproblemen umso mehr) wird es nach meiner Einschätzung eher noch schwieriger machen, Altruismus als neue Leitidee zu etablieren. Und wenn es eine organisierte Arbeit gegen solchen Altruismus und die Erschaffung der dafür notwendigen Bedingungen gibt, müsste eine Durchsetzung des Altruismus sich ja auch mit diesen widrigen Umständen und ihren willentlichen Verursachern erstmal auseinandersetzen. Ich spare mir vorerst, nochmal wiederzugeben, was bei diesem Projekt bisher herausgekommen ist.

          • „Wo es denn jemals solche altruistischen Gesellschaften gegeben hat – außer eben Stammesgesellschaften.“

            Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das ist eine Frage, die im Grundkurs Soziobiologie beantwortet wird, bzw. die man für sich auch schon geklärt haben könnte, BEVOR man überhaupt anfängt, sich mit Altruismus-Forschung zu beschäftigen.

            Unsere modernen Gesellschaften sind VOLL von Altruismus, der über die engere Verwandtschaft hinaus geht. Es geht nicht darum aufzuzeigen, DASS sie es sind. Es geht darum zu erklären, WARUM sie es sind und inwieweit vorhandener gelebter Altruismus oder Egoismus evolutionsstabil ist oder nicht und jeweils warum.

            Noch einmal wiederholt, was schon gesagt wurde: Die Forschung geht davon aus, daß unser gelebter Altruismus in modernen Großgesellschaften in ihrer Sprache „schwacher“ Altruismus ist. Das heißt, man ist in der Regel nur dann altruistisch, wenn man dafür etwas zurück bekommt.

            Aber bitte, ich sagte schon, daß ich mich nicht zuständig fühle für den Grundkurs. Auch mir selbst hat den keiner gegeben. Das sollte unter erwachsenen Menschen, zumal Akademikern selbstständig zu erarbeiten sein. Übrigens ist von Eckart Voland zu Lebzeiten von Frank Schirrmacher in der FAZ eine lange Reihe Grundkurs Soziobiologie erschienen. Hat natürlich auch wieder keiner gelesen, außer Frank Schirrmacher.

          • Na, Ingo, im Noten-Verteilen bist Du gut. Im Eingehen auf konkrete Punkte nicht immer. Es geht Dir auch immer darum, die von Dir bearbeiteten Themenfelder als die einzig relevanten darzustellen. Ich denke, das ist zumal in der umfangreicheren Diskussion auf filmdenken.de deutlich geworden bzw. kann von jedem überprüft werden.
            Alles andere ist Dir egal. Ein Mega-Begriff wie „Ausdifferenzierung“ ist Dir keinen Moment wert, über Dein eigenes Konzept nachzudenken. Er beschreibt Tatsachen, unter die fällt, dass sich für Soziobiologie keineswegs alle Menschen, vielleicht auch nur wenige, interessieren und interessieren müssen.
            Möchtest Du, dass es mehr werden, musst Du sie überzeugen. Möchtest Du sie überzeugen, brauchst Du dafür Mittel. (Du siehst hoffentlich hier, wie Du mit Leuten umgehst, die sogar Interesse signalisieren.) Möchtest Du nicht, dass es mehr werden, wird von Dir kein irgendwie wirksamer Beitrag geleistet, dass sich Ideen wirklich durchsetzen, die Du für wichtig hältst. Du kannst Dich privat mit ihnen beschäftigen und alles andere egal sein lassen. Sobald Du merkst, dass es hier in der Diskussion längst nicht reicht, fängst Du an, den anderen zu bewerten. Würdest Du noch andere wichtige Theorien kennen außer die, die Du schon für wichtig hältst, würdest Du, glaube ich, anders verfahren.
            Eine Einschätzung unserer Gesellschaft als „schwacher“ Altruismus verlockt mich jetzt nicht gerade, dort weiterzulesen. Das ist die Art von Theorie, die selbst wieder allerlei ausblendet, um zu reduktionistischen Begriffen zu kommen.
            Da deutet sich mir an, dass Aspekte wie Sozialgeschichte der Macht oder Geldtheorie kaum Berücksichtigung finden – obwohl sie es strenggenommen sogar müssten. Was dem Altruismus entgegensteht, liegt ja u.a. (neben vielem, vielem anderen eben) in historischer Entwicklung einer Gesellschaft und einem System wie unseren Währungen begründet. Aber was Dich nicht unmittelbar selbst interessiert, hältst Du ja offensichtlich ungeprüft für unwichtig. Und stellst dann erst fest, dass ein Satz von mir Dich „ohnmächtig“ mache, um übergangslos nicht erstmal Dich selbst zu befragen, sondern durch erklärten Kommunikationsabbruch Dir selbst vielleicht das Gefühl zu geben, Du hättest nicht mehr zu tun als dem anderen zu erklären, dass Du die Standards setzt, worüber zu reden sei. Du gehörst zu einer – leider wohl wachsenden – Zahl von Menschen, die wichtige Botschaften der modernen Psychologie nicht beherzigen, dabei ihrer Sache und der anderer schaden, wenn Du mich dazu dann noch hören willst. Du übst gewalttätige Kommunikation z.B. aus, indem Du folgenden Kriterien entsprichst:
            „Beobachtung und Bewertung werden vermischt. […]
            Schuldzuweisungen, Vorwürfe, Pauschalisierungen.“
            https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation
            Alleine in den beiden genannten Themenfeldern ist teilweise nicht einmal genug empirische Arbeit geleistet, auf deren Grundlage man Bezugsgrößen für altruistisches Verhalten nennen könnte. D.h., bevor Du eine von Dir hier annoncierte Soziobiologie sachbezogen wirklich betreiben könntest, müsstest Du dann noch andere Arbeiten leisten. Denn es geht z.B. ja um Bewertungen, was überhaupt einem anderen „nützt“ – oder wovon er nur den Eindruck hat, dass es nützt? Und wovon der andere weiß, dass es in Wirklichkeit nichts nützt? Was ist dabei nun genau oder als Beispiel eine „Schädigung“?
            In vielen Bereichen wissen wir das gar nicht – oder noch nicht. Nicht zuletzt das politische Leben dreht sich ganz wesentlich um vollkommen widersprüchliche Deutungen, was „gut“ ist oder was „schadet“. Und erst hinterher ist man bekanntlich schlauer.
            Was ich sagen will: Soziobiologie ist, wie alle Deine anderen Ansätze, kein Allheilmittel. Es ist eine Disziplin, vielleicht eine unterschätzte. Es gibt viele andere und viele andere, die heute weitaus wirksamer sind. Und das betrifft Deine Anliegen durchaus, natürlich je nach persönlichem Anspruch.
            Ich habe Dir schon gezeigt, dass Du andauernd über Deine Genetik und die Abstammung von Völkerschaften schreibst. Schon in diesem Fachbereich habe ich von Dir nichts gelesen – und überprüfe es gerade nochmal per Google-Suchen – über „Designerbabies“, „Klonen“ … Zu „Genmanipulation“ und Deinem Namen findest Du wieder nur einen Blog-Beitrag von mir auf filmdenken.de. Zu einem zentralen Instrument der Anwendung genetischer Erkenntnisse – hast Du Dich bisher nicht einmal geäußert?
            https://www.google.de/search?q=ingo+bading+crispr+cas
            Wer anderen „unakademisches Herumstochern im Nebel“ attestiert, steht damit nicht so gut da. Auch in einem – was man jedenfalls erkennen muss: für sich genommen schon riesigen – Bereich wie Genetik hast Du Dich mit ein paar Teilaspekten beschäftigt. Eine wesentliche Zukunftsfrage wird sein, wie die Gen-Manipulation von Menschen geregelt werden wird. Hast Du Dich schon einmal gefragt, ob alle Erkenntnisbildung über humanbiologische Entwicklung dann nicht nurmehr zum Anwendungswissen wird für den „Neuen Menschen“? Was hast Du dazu zu sagen, dass etwas wie ethnische Differenzen dann der Vergangenheit angehören? Du schreibst in diesen Jahren immer noch begeistert über Begriffe des Völkischen bei den Ludendorffs und bringst den Wunsch zum Ausdruck, deren gewachsene Identitäten zu bewahren.
            Auch auf der rein sozialen Ebene ist in unserem Land hier festzustellen, dass es nicht mehr um eine Entscheidung gegen Multikultur geht – sondern darum, wie diese zu gestalten ist. Alles andere halte ich für nicht realitätsbezogen. Schon in wenigen Jahren wird die Rede vom „Migrationshintergrund“ verschwinden, weil er so allgegenwärtig geworden ist (hörte ich kürzlich noch irgendwo).
            Das sind schon wieder eigene große Themen. Sie ließen sich auch beziehen auf soziobiologische Fragestellungen. Ich habe nun schon angedeutet – und kann hier nicht mehr -, dass dies sicher anspruchsvolle theoretische Aufgaben hervorbringt.
            Du zwingst einen schon, solche Exkurse nochmal zu machen – auch, um sich selbst zu vergewissern, was Du einem da so sagst. Wäre, wie auch schon gesagt, gut, wenn dazu nochmal jemand seinen Leseeindruck einbringt.

          • Ja, das ist durchaus eine Schwierigkeit in der Vermittlung von Naturwissenschaft und im interdisziplinären Gespräch, daß man bestimmte Dinge nicht halb oder obenhin machen kann. Es wird sicher Themen geben, bei denen Du das ähnlich siehst. Dass ich heute auf den Abschluss eines naturwissenschaftlichen und eines geisteswissenschafltichen Faches zurück blicken kann, was mir sicherlich erlaubt, einige Standards einzufordern, war mir auch nicht in die Wiege gelegt worden und hat auch vieler Überzeugungsarbeit von anderer Seite bedurft. Entweder man hat Interesse oder nicht. Mit halbem Interesse ist meist wenig anzufangen, wovon wir uns womöglich beide überzeugen konnten.

          • Vielleicht noch etwas: Im Bereich der Naturwissenschaft kommt es womöglich zunächst nicht auf die Breite der Themen an, die man beackert, sondern dass man eine andere, ganz neue Denkposition annimmt und übernimmt und als berechtigt anerkennt. Als ich aus Seminaren über den Versailler Vertrag hinüber in den Fachbereich Biologie kam und einen Pflanzenbestimmungskurs machen sollte, fehlte mir am Anfang meines Studiums auch ein Gefühl dafür, dass beide Themen gleichwertig sein könnten, ja dass der Pflanzenbestimmungskurs sogar bedeutender sein könnte. Im Versailler Vertrag ging esdoch vordergründig um so viel mehr. Der Schritt hinüber zur Naturwissenschaft ist jedes mal aufs neue mit solchen Irritationen verbunden, durch die man sich hindurch kämpfen muss. Der Erklärungsbereich der Naturwissenschaft mutet einem, wenn man aus einer Geisteswissenschaft her kommt, oft verzweifelt eng und banal an. Dieser Eindruck täuscht aber in der Regel. Die Naturwissenschaft erklart vielleicht anfangs und oft nur Weniges und oft auch nur banal Anmutenden. Aber das wenigstens – im Vergleich zur Geisteswissenschaft – dann mit Hilfe eines gänzlich anderen Methodenrepertoirs und mit -wenn sie zu grundlegenderen Ergebnissen kommt – mit einem ganz anderen Gültigkeitsanspruch. Irgendwann fällt der Groschen und man merkt, dass es ohne gleichwertige Behandlung der Naturwissenschaft nicht wirklich sinnvoll geht. Bei dem einen früher, bei dem anderen später. Ich erhebe nicht den Anspruch, solche Groschenbewegungen über Eröterungen wie diese hier grossartig voran bringen zu können.Wann bei jemandem die innerseelische Bereitschaft vorhanden ist, sich darauf einzulassen, ist ganz unterschiedlich. Und was auf der Ebene von Individuen gilt, trifft auch auf die Ebene von Gesellschaften zu.

          • Du solltest nicht – wie hier wiederholt – den Fehler machen, statt eigener Erklärungen dann in irgendwelche allgemeinen Belehrungen zu verfallen – als müsstest Du Deinem Gegenüber erklären, was Naturwissenschaften sind.
            Was Wilhelm Dilthey damals in seiner Begriffsbildung begonnen hat, ist ein notwendigerweise unabgeschlossenes Projekt. Was Du in unseren Dialogen nicht ein einziges Mal konkret beantwortest, ist u. a. der Hinweis, dass in unserer Gesellschaft Kulturproduktion eine starke Eigenlogik entwickelt hat. Wenn die Soziobiologie in einem methodischen Übergangsbereich soziale Phänomene i. w. S. auf physische Lebensfunktionen zurückführen kann, ist dies besser beschreib- und belegbar als die genannten ‚weichen‘ Faktoren.
            Da wir dazu immer wieder hin- und herreden, sollte ich es doch nochmal so direkt formulieren: In Deinen Eingaben sehe ich nirgendwo die Komplexität von Kulturgeschichte, von Interpretationen, verschiedensten Kultur- und Kunsttheorien, schließlich noch der Kulturwirtschaft abgebildet. Wir hatten hier nun das Thema „Altruismus“, wobei es in der sozialen Praxis dann eher um beziehungsorientierte und ökonomische Kategorien geht.
            Auch hierzu konnte und kann ich Dich nur darauf hinweisen, dass die Interessantheit eines soziobiologischen Begriffs davon nach meinem Verständnis notwendigerweise Grenzen haben muss. Beispiele habe ich schon angerissen. Die Psychologie von Bankern – als das von Dir Angesprochene – ist mir persönlich, ehrlich gesagt, kein so großes Rätsel, dass ich unbedingt nach Erklärungen suche. Du führtest das an als Beispiel, wie in einer Einzelstudie gesellschaftliche Zustände des Geldverkehrs an einem bestimmten Akteur-Typus beleuchtet werden kann. Dagegen habe ich nichts, eine solche Untersuchung macht natürlich absoluten Sinn. (Ich würde jederzeit darauf zurückgreifen, wenn es meinem Argument dient.)
            Es gibt nur eine Vielzahl anderer Perspektiven auf einen solchen sozialen Akteur wie einen Banker. Wesentlich ist, dass

            • seine Institution historisch gewachsen ist;
            • es spezifische, auch verdeckte Einzelinteressen gibt, die über Banken abgewickelt werden;
            • diese Interessen in noch größere Konzeptionen der Macht- und Geopolitik, sogar der Religion eingebettet sein können.

            Das Genannte betrifft vielfach Aspekte des Handelns eines Bankers, die ihm selbst vollkommen unbekannt bleiben können, während er ein Leben lang seine Arbeit tut (je nach Position und persönlichen Verbindungen natürlich).
            Statt auf andere Weise zu reagieren, könntest Du doch einfach das Argument präzisieren: Es gibt etwa soziobiologische Theorien zum Geldwesen, die Du mal beispielhaft hättest anreißen können. Reichlich scheinen sie mir aber nicht gesät. Eckart Voland kommt als Autor wiederholt vor. Bei Udo Reifner („Das Geld“) wird in Richtung meiner Argumente zusammengefasst:

            Udo Reifner, Das Geld

            Stattdessen fängst Du an, den anderen über seine „innerseelische Bereitschaft“ und sonstwas zu belehren.
            Du wärst in der Pflicht, all die Skepsis zu bearbeiten, die der Soziobiologie aus den auch hier zitierbaren Gründen entgegengebracht wird: Biologismus, Reduktionismus. Dass die Naturwissenschaften andere „Methodenrepertoires“ haben, wissen wir.
            Wenn Du meinst, Naturwissenschaften als „gleichwertig“ rechtfertigen zu müssen, so sprichst Du ja offensichtlich nicht die Gesellschaft an, in der sie hoch angesehen ist. Sprichst Du mich an? Habe ich irgendwo gesagt, sie sei minderwertig gegenüber anderen Disziplinen?
            Das meint doch auch kein Fach-Autor, der auf Risiken des Biologismus etc. hinweist. Es geht darum, methodische Grenzen zu ziehen, was eine Disziplin kann und will. – Du behauptest jedoch immer wieder allgemein, sie sei eigentlich der Schlüssel für alles, vermittelst den Eindruck, Du müsstest Dich geradezu herablassen („Grundkurs“), anderen etwas von deinem erlauchten Wissen mitzuteilen. Dann fragt man Dich, wie Du ihre Begriffe etwa zum soziologischen Begriff der Ausdifferenzierung in Beziehung setzt. Und es kommt im Gegensatz zum Wortreichtum an anderer Stelle gar keine Antwort.
            Ich kann das selbst googlen und finde dies:
            „Zusammengefasst kann man die unterschiedlichen Auswirkungen der innerartlichen Auseinandersetzung als divergierende oder zentrifugale Kräfte betrachten. Ihnen stehen, durch Verstärkung des Gruppen-Zusammenhaltes und des ‚Wir‘-Bewusstseins zentripetale Kräfte entgegen.“
            https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-04158-8_18
            Das ist eine sehr allgemein gehaltene Begriffsbestimmung. Ich gehe aber davon aus – soweit ich auch Texte der Soziobiologie kenne -, dass sie zunächst nur die äußerliche soziale Funktion etwa eines kulturellen Werkes interessiert. Es kann mit beliebigen Inhalten gefüllt sein, dass Menschen untereinander Zeichen austauschen (wie auch wir gerade). Es ist dafür gar nicht notwendig, allerlei Methoden der Kulturwissenschaften anzuwenden, die sich auf die Binnenstruktur eines kulturellen Produktes beziehen. Sie wären nur relevant, wenn z. B. deutlich würde, dass kommunikative Handlungen solchen Binnenstrukturen widersprechen.
            Wenn ein Caravaggio eine Maria gemalt hat und sie dem Papst übergibt, dann ist das im Sinne des Zitates ein zentripetaler Akt, der Künstler und Auftraggeber verbindet. Der Künstler erhält dafür Geld und bessert ggf. seine soziale Stellung (was ihm in biologischer Hinsicht vielleicht das Überleben erleichtert, was ihm vielleicht die Möglichkeit eröffnet, als angesehener Künstler eher einen Partner zu finden etc.). Der Papst stärkt sein Ansehen, denn er kann das Werk eines renommierten Künstlers vorweisen. Vielleicht erbaut er sich auch nur an dem Gemälde, und diese psychologische Funktion würde nur allgemein benannt – hier würde eine biologische Definition notwendig in die Psychologie übergehen.
            Vielleicht wäre eine solche soziobiologische Skizze des Vorgangs leicht schief, wenn man folgende Binnenstruktur berücksichtigt: Caravaggio hat eine Prostituierte als Modell ausgewählt. Es kommt nun noch darauf an, ob der Papst das wissen kann oder es zumindest später noch erfährt. Dann ändern sich auch die äußeren Definitionen der angesprochenen zentripetalen Tendenz. Es ist dann vielleicht gar keine mehr. Zumindest die Beziehungen des einen agierenden biologischen Wesens zu Gegenstand und Verhandlungspartner sind von ganz anderen Handlungs-Intentionen geleitet. Würde niemand das Spiel durchschauen und Caravaggio darüber nicht reden, wäre es – zumal in historischer Distanz – gar nicht mehr erkennbar.
            Eine soziobiologische Theorie des Vorgangs müsste also klugerweise alle Vorsicht walten lassen, keine Aussagen zu treffen, die mit der genaueren Bestimmung von Binnenstrukturen des symbolischen Produkts in Widerspruch stehen (was hypothetisch auch dann noch zu einer erst nachträglichen Enthüllung führen könnte).
            Es ist auch unausweichlich, dass hier Methoden anderer Fachbereiche belehnt werden müssten. Es könnte z. B. eine philologische Suche nach Zeugenaussagen beginnen, die die Prostituierte erwähnen. Vielleicht wäre es dabei eine nicht ganz eindeutige Aussage. Erst ein historisch verständiger Kunst- oder Literaturhistoriker könnte vielleicht eine begründete These entwickeln, dass von dem Modell als von einer Prostituierten auszugehen ist.
            Ich breche das Durchgehen eines solchen Beispiels hier einmal ab.
            Wenn Du meine Bücher kennst, weißt Du, dass das noch eine sehr harmlose Aufgabe der Deutung ist. Das wenigste an dem Reichtum unserer Kulturgeschichte wird in soziobiologische Begriffe zu fassen sein. Diesen Anspruch erheben sie selbst nicht. Im Gegensatz zu Dir nimmt der gerade zitierte Autor eine solche methodische Verortung vor:
            „Der Forschungsansatz der Evolutionsbiologie, der selbstverständlich von den Befunden von Verhaltensbiologie, Psychologie und Soziologie ausgeht, unterscheidet sich von diesen Wissenschaftsbereichen insofern, als weniger die unmittelbaren Ursachen (Proximalfaktoren) und Folgen analysiert werden, sondern die tieferliegenden, evolutionär entstandenen Gründe (Ultimatfaktoren).“
            Wie gesagt: Der philologische Nachweis von Caravaggios blasphemisch-ironischem Spiel würde zu einem Ultimatfaktor von etwas führen, was man „Betrug“ oder „Hohn und Spott“ nennen könnte. Aber, wie eben zitiert, viele weitere Einzelheiten und auch Herleitungen sind nicht mehr Teil einer soziobiologischen Theorie im eigentlichen Sinne.

          • Mir ging es nicht um eine theoretische Abhandlung und Einordnung dessen, was Naturwissenschaft ausmacht, sondern nur um Andeutungen, wie sie sich im interdisziplinären Forschungsalltag anfühlen könnte, zumindest für mich. Wenn Du keine Augenhöhe in unserer Erörterung empfindest („Belehrungen“), ist ein guter Anlass gegeben, sie endlich zu beenden.

          • Na schön, wenn das im Dialog einseitig beschlossen werden kann. Du reproduzierst doch nur wieder das selbe Muster, in einen Gegenangriff überzugehen („Schuldzuweisungen, Vorwürfe, Pauschalisierungen“, https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation#Lebensentfremdende_Kommunikation).
            Mit elegantem Unsinn haben meine Ausführungen ganz bestimmt nichts zu tun.
            „Pflichten“ hast Du sehr wohl, wenn Du schon einen wissenschaftlichen Dialog führst, erst recht, wenn Du Vorwürfe machst und der anderen darauf schon zu antworten aufgefordert war. Es müssen andere beurteilen, wer von uns welchen dieser Pflichten nachgekommen ist.
            „Bemühe dich stets darum, zur (langfristigen) Realisierung solcher Verhältnisse beizutragen, die der idealen Kommunikationsgemeinschaft näher kommen, und trage stets Sorge dafür, daß die schon existierenden Bedingungen der möglichen Realisierung einer idealen Kommunikationsgemeinschaft bewahrt werden!“
            https://de.wikipedia.org/wiki/Diskursethik#Die_Prinzipien

          • Pflicht habe ich überhaupt keine. Was Du als Deine Pflicht ansiehst, steht Dir frei.

          • Tut mir leid, unter soziobiologisch Informierten wird Dein Text nur als ein Stochern im Nebel empfunden werden können, da Du Dich ja gar nicht auf die Grundprämissen der Soziobiologie einlässt oder irgendwo einen konkreten Bezug zu ihnen herstellst und das sind immer Gen-Interessen, Fortpflanzungschancen. Denn was sich nicht fortpflanzt, existiert nicht mehr. Wir existieren. Also existieren wir aufgrund der Tatsache, dass unsere Vorfahren Gen-Interessen bewusst oder unbewusst gedient haben. Soweit einführende Sätze des ersten Seminartages des Grundkurses Soziobiologie. Und so viel Belehrung von meiner Seite.

          • Proximate und ultimate Erklärungsebene haben in der Soziobiologie scharf umrissene Bedeutungen. Ich habe nicht das Gefühl, dass Du Dir über diese im Klaren bist. Dadurch geraten solche Texte wie Deiner in die Gefahr, als eleganter Unsinn wahrgenommen zu werden. Ich kann nur sagen, dass zum Beispiel Texte eines Frank Schirrmacher meines Wissens nie in diese Gefahr geraten sind. So viel Redlichkeit muss sein.

          • Auf immerhin einen Artikel aus meiner Feder zur Frage, ob die biologische Evolution weiter geht, gehen kann oder einigermaßen an ihr Ende gekommen ist auf makroevolutionärer Ebene darf ich verweisen: http://studgendeutsch.blogspot.de/2016/07/ist-die-biologische-evolution-zu-ende_10.html

          • Habe ich damals gelesen, ist doch ein hochinteressanter Beitrag. Es gelten für ihn die gerade zitierten methodischen Begrenzungen. Er bezieht sich ja nicht auf die schwierige Frage einer soziobiologischen Modellierbarkeit der Komplexität kultureller Phänomene.

          • Der Artikel hat mit Soziobiologie schlichtweg nichts zu tun. Ich nannte ihn, um zu zeigen, dass womöglich auch Designer-Babies biologischen Begrenzungen unterliegen. Mehr war mit der Benennung nicht beabsichtigt.

          • Bitte auch die Uhrzeit des Kommentars beachten, er bezog sich auf einen früheren Beitrag Deinerseits.

  2. Manuel sagt:

    Wieso triggerst Du jetzt „überlegene Position deutscher Kultur“? Wenn Landmann beispielsweise nachweist, dass sich Suaheli herleitet aus „sua“ Sprache und „heli“ heilig und Sanskrit aus „sans“ heilig und „krit“ Kritzelei, Gekritzel also schriftliche Sprache, wo drückt sich da Überlegenheit aus und wenn ja in welchen Bereichen „überlegen“ (der des Tanzes oder nur der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit?) und wäre eine unnötig postulierte „Überlegenheit“ etwas Schlimmes?

  3. Manuel sagt:

    Die Astronautik ist doch lediglich ein Teilaspekt der Thesen Landmanns. Interessanter ist doch dessen These, dass die Sprache vor der babylonischen Sprachverwirrung „deutsch“ war, richtiger ein Vorläufer des Althochdeutschen.
    Diese These erst einmal angenommen, erklärt auch das genozidale Streben einflussreicher Hintergrundmächte „Germania esse delendam“ und der nun wohl erfolgreiche Vollzug durch die von oben durchgezogene Umvolkung durch arabische und afrikanische Moslems

    • Das Problem, was ich dabei sehe, ist, dass wir nach meiner Auffassung andere historische Aufarbeitungen benötigen, um den laufenden Entwicklungen auch nur irgendetwas entgegenzusetzen. Diese Aufarbeitungen werden nicht nur vom System verhindert, sondern auch von den sog. ‚Aufgewachten‘ vielfach ignoriert. Stattdessen bringt man sie dazu, über UFOs, Außerirdische u. v. m. zu reden. Als Ablenkungsstrategie optimal.
      Es geht eigentlich um Kriegsfinanzierung und -schuld, um Religionsgeschichte, um verdeckte Machtstrategien etc.
      Wie gesagt – wenn grundlegende Bedingungen von Landmanns Herleitung eindeutig falsch sind, kann der Rest nicht richtig sein. Ohne Wanderungsbewegungen Althochdeutsch Sprechender nach Südamerika ist diese These doch gar nicht durchführbar. Bei Unvereinbarkeit mit unbestrittenen Begebenheiten der Sprachgeschichte und/oder der Humangenetik wäre Landmanns These gar nicht weiter durchführbar. Der Rückzug auf irgendwelche Außerirdischen-Thesen ist für jede ernsthafte Wissenschaft bisher ein methodischer Super-GAU.
      Die Implementierung einer „babylonischen Sprachverwirrung“ sehe ich ja auch. Die besondere Beziehung des Judentums zu Deutschland ebenso. Aber wenn jemand – nach entsprechender Widerlegung ggf. eben ohne Wirklichkeitsbezug – Zusammenhänge zwischen südamerikanischen Indianer-Kulturen und einer mittelalterlichen Variante deutscher Kulturformen konstruiert und damit letztlich eine überlegene Position deutscher Kultur benennt, die sich anschließend als Humbug herausstellt, ist damit doch gar nichts gewonnen.
      Wer mein Buch „Saturn Hitler“ liest, könnte auch herausfinden, was dieses Indianer-Gewese im Umgang mit der breiteren Öffentlichkeit für einen Sinn haben könnte, ob bei von Däniken oder Landmann (ggf. auch bei jenen, die solche Autoren prägen/manipulieren). Bisher erweisen sich gerade Teile nationalistischer Kreise in ihrem Umgang mit Esoterik, Prä-Astronautik u. A. als nicht fähig, sachbezogene Beschreibungen von Metaphern und organisierten Ablenkungsmanövern zu unterscheiden.
      Ich sehe doch auch an der hier stattfindenden Diskussion, dass 1) wesentliche Sachfragen im Dialog umgangen werden. Anschließend wird immer wieder über Nebensächliches geredet, statt erstmal Grundlagen zu klären – und eine Theorie vielleicht schon daraufhin ad acta zu legen. 2) Es wecken Theorien, die sensationelle Aspekte in Richtung von Hollywood-Fiktionen (Außerirdische, ‚Parallelwelten‘ etc.) enthalten, bei erstaunlich vielen Aufmerksamkeit. Wenn es um Daten der Wirtschaftsgeschichte, komplexe Abläufe und theoretische Begriffe, komplexes kulturhistorisches Wissen geht, bleiben die Zugriffszahlen sehr gering.
      Ich muss das hier nochmal deutlich ansprechen, denn es könnte sein, dass neben einem verblendeten Mainstream sich auch die sog. Truther-Szene gründlich lächerlich macht – dann durchaus in dem Sinne, wie der Mainstream sie bekämpft, als unwissenschaftliche Spinner etc.

    • Lieber Daniel, wir beide haben uns in gründlicher, ach, viel ZU gründlicher Analyse versucht der okkulten Hintergründe des Dritten Reiches. JETZT forderst Du die gründliche Analyse der okkulten Hintergründe der Truther-Szene. Deine Sätze sind ja ganz richtig.

      („Das Problem, was ich dabei sehe, ist, dass wir nach meiner Auffassung andere historische Aufarbeitungen benötigen, um den laufenden Entwicklungen auch nur irgendetwas entgegenzusetzen. Diese Aufarbeitungen werden nicht nur vom System verhindert, sondern auch von den sog. ‚Aufgewachten‘ vielfach ignoriert. Stattdessen bringt man sie dazu, über UFOs, Außerirdische u. v. m. zu reden. Als Ablenkungsstrategie optimal.“)

      GANZ GENAU: Als Ablenkungsstrategie optimal, als Verdummungsstrategie optimal. Die Hintergrundmächte benutzen nur die vorgefundene Dummheit und blähen sie auf, geben ihr Öffentlichkeit, wo immer es ihnen tunlich erscheint. Oft gibt es Überschneidungen zwischen öffentlicher Dummheit und der okkulten Dummheit und Verblödung, die in Okkultlogen betrieben wird. Das war etwa sichtbar an dem lieben, guten, nein, dem aller- aller liebsten Axel Stoll. Der bewegte sich einerseits im Umfeld von rechtskonservativen Okkultlogen und brabbelte in aller Öffentlichkeit das unmöglichste Zeug.

      Auch der Erich von Däniken hat EXAKT eine solche Agenda. Genau DARUM wird er – aus dem Hintergrund heraus – so gefördert. Dasselbe liegt beim Kopp-Verlag vor: Seriöse Arbeit wird eingebettet in das lächerlichste geistige Umfeld. Darauf weise ich seit Jahren hin.

      Aber was willst Du jetzt großartig mit dem Landmann diskutieren oder ÜBER den Landmann? Wolltest Du jetzt auch noch mit allen diskutieren, die sich in den Fußstapfen von Hitlers Astrologen bewegen und sich gerne darüber austauschen, daß an ihrem Humbug etwas dran ist? Mann! Wenn man sich mit einem solchen bergeweisen Unfug beschäftigt, kommt man doch NIE zu etwas Sinnvollem!

      GRADE ist öffentlich ein wunderschönes Video über die Entdeckung von Big Foot in Südafrika bekannt geworden, 3,7 Millionen Jahre alt, unser ältester bekannter Vorfahre nach dem Schimpansen. (Ein super, super video dazu: https://www.derstandard.de/story/2000069826608/little-foot-nahezu-komplettesaustralopithecus-skelett .) Und auf die gründliche Beschäftigung mit solch WERTVOLLEM, unserer Wissensgesellschaft angemessenem, würdigen, in die Zukunft weisenden Wissen willst Du verzichten, um einen derartigen BLÖDSINN ALS Blödsinn nachzuweisen? Und als eine gruppenevolutionäre Strategie, um Völker zu verblöden und sie an die Wand zu fahren?

      ICH vielmehr BEREUE die Jahre zwischen 2012 und 2015, in denen ich fast nur mit Hintergrundpolitik-Kritik und Elitärem Satanismus beschäftigt war. Das war zu lang!!! Und das hätte ich ANDERE machen lassen müssen. Es ist das kein wirklich WERTVOLLER Beitrag gewesen zur Stabilisierung unserer fortgeschrittenen Gesellschaft. (Nein, es war nicht völlig sinnlos. Aber wie gesagt: Solche simplen Sachen kann man auch andere aufarbeiten lassen bei der FÜLLE der Aufgaben, die man sehen KÖNNTE, und unter denen diese Aufarbeitung bei weitem nicht die anspruchsvollste Aufgabe ist, bei WEITEM nicht.)

      Der WAHRE Altruist fragt: Gibt mir SCHWERERE Aufgaben. (Laß mich NICHT Don Quichotte sein, der alte Feinde bekämpft, die in dem Augenblick überwunden sind, wenn das Neue – fast von selbst – sich Bahn gebrochen haben wird. Freilich: Zum NEUEN, zur Beschäftigung damit kann ich auffordern und diese Beschäftigung selbst leisten.

      • Ich stimme Dir weitgehend zu, lieber Ingo. Sehe es nur nicht so, dass solche Beschäftigungen irgendwie unnötig seien – und schon gar nicht abgeschlossen. Ist Dir schonmal aufgefallen, wie viele Uni-Dozenten es gibt, die mit irgendeinem 08/15- und aufgewärmten Thema Jahrzehnte ihres Berufslebens bestreiten? Die nach Besetzung einer dauerhaften Stelle ihre Publikationstätigkeit nahezu einstellen?
        Währenddessen pulvern wir hier in Blogs heraus ohne Ende. Unsere Reichweite ist vergleichweise immer gering. Selbst, wenn es zufällig zu größeren Resonanzen käme, sind Sabotage, juristische Verfolgung etc. zu erwarten. (Damit meine ich nicht die Fake-Aufregung von Publizisten, die nicht selbst merken, wo sie berechtigte juristische und formale Grenzen überschreiten und sich über Sanktionen wundern, um abermals nach Aufmerksamkeit zu heischen und sich als Opfer zumindest teilweise nur stilisieren).
        Will sagen: Wer sich mit Hintergrund-Politik etc. beschäftigt, muss sich derzeit selbst überfordern, da es für jede inhaltsarme Neuauflage Lehrstühle gibt, für komplexeste neue Fragestellungen aber höchstens sozialen Ausschluss, Unverständnis, Neid und schließlich juristische Verfolgung, für die man auch inkompetente Strafverfolger einsetzen kann, damit alles richtig schön nutzlos und zermürbend wird. So ist unser System aufgesetzt.
        Wir sollten nicht an der Berechtigung unserer Fragen zweifeln, sondern an Systemen, die permanent über sich selbst jammern (Korruption, aufgedeckter Missbrauch etc.), aber dazu tätige Kritiker nicht würdigt, nicht bezahlt, totschweigt etc.
        Widersprechen muss ich Dir eben auch in einer Ausweichbewegung auf ganz andere Fachgebiete. Das darf jeder persönlich tun, wenn er möchte. Aber es ist damit noch keine annähernd vollständige Bearbeitung auf Gebieten wie Machtpolitik und Verschwörungstheorie geleistet. Da stecken Geschichts- und Kulturwissenschaft noch in den Kinderschuhen, auch wenn der Schnuller vergoldet ist. Wenn Du es dabei belassen willst … Ich nicht.

        • Ich hatte den Kommentar, auf den Du hier antwortest als zweiten geschrieben. Ausgangspunkt war Qualitätskontrolle. Du bezeichnest die BREITE Auseinandersetzung mit Wissenschaft hier, wenn ich es recht verstehe, gerade als „Ausweichbewegung“. Dabei ist sie das genaue GEGENTEIL: SIE ist die Qualitätskontrolle selbst. Hintergrundpolitikkritik ist nur ein banaleres Abfallprodukt derselben. Wenn man da die grundlegenderen Mechanismen einmal erkannt hat so wie wir das getan haben, ist das weitere EBENFALLS nur ständige Wiederholung des gleichen, nur anhand anderer Täter oder Tätergruppen. So werden die Hintergrundpolitikkritiker von der Hintergrundpolitik und der Regie der damit verbundenen „Transparenz“ „beschäftigt“, ohne etwas substanziell Neues zu erarbeiten.

          DAS eben ist der fundamentale Unterschied: Als Hintergrundpolitik-Kritiker oder auch als einer der wenigen guten Zeithistoriker decke ich Lügen auf, von denen agierende Gruppen selbst schon lange wissen, DASS es Lügen sind. Von einem bestimmten Standpunkt aus ist das hochgradig trivial. Der Wissenschaftler, der bisher verborgene Geheimnisse der Natur aufdeckt, deckt Dinge auf, die noch NIEMAND vorher wußte. Es ist das eine weitaus würdigere menschliche Beschäftigung. Die Natur hat uns würdigere Rätselfragen aufgegeben als das blöde, dumme ständige Versteckspiel und „Huhu, ich seh dich aber“ zwischen den Hintergrund-Verbrechern und deren „Kritikern“.

          Mir war das schon im Zusammenhang mit meiner Magisterarbeit aufgegegangen wie philosophisch ärmlich das ist, was ich in ihr getan hatte: Ich hatte Dinge aufgedeckt, die andere Menschen schon längst wußten, und zwar keineswegs Menschen, vor denen ich besonders viel Hochachtung habe. Der Begründer der Geschichtswissenschaft, Leopold von Ranke, hat etwas ganz anderes, Würdigeres getan. Freilich, er hatte zu wenig nach Hintergrundmächten gefragt, ohne Frage. Aber er hatte vieles getan, wozu ein klassischer Hintergrundpolitikkritiker nie kommt. Und zu dieser Würde müssen wir – als Kulturvolk und als Angehörige seiner Bildungsschicht – wieder zurück kehren.

          Es ist genau umgekehrt: Ständig nur Hintergrundpolitikkritik zu betreiben, anstatt den Blick ins Große und Weite zu richten auf die Größe der menschlichen Möglichkeiten JENSEITS aller Verbrechen, ist – ganz klar – Ausweichbewegung. Weil es einfacher ist, die Dummheiten anderer Leute zu verstehen als zu verstehen, was das eigentlich überhaupt ist, was wir sind, was unser Weltall ist und so weiter. Das Böse ist nur ein Teilaspekt unserer Wirklichkeit. Und wahrlich weder der erbaulichste, noch der wichtigste. Der Menschheit ist wenig geholfen, wenn sie sich ständig nur mit dem Bösen in allen Varianten beschäftigt, was viel zu viele unserer Mitmenschen inzwischen tun und wozu wir durch unsere Blogarbeit selbst ständig auffordern. Das sind die falschen Signale. (Wie gesagt: Zumindest WENN man mal einige grundlegendere Zusammenhänge verstanden hat.)

          • Naja, ich weiß nicht, ob dies wirklich die Kriterien sein können.
            Was wäre Kulturwissenschaft dann überhaupt? – Für mich ist sie auf dieser Ebene

            1. Erforschung individueller Sinngebungen und Kommunikationen,
            2. quantitativ basierte Abstrahierung menschlicher Lebensäußerungen.

            Unter dem zweiten Punkt sind solche Entdeckungen gänzlich neuer Zusammenhänge durchaus möglich – u. a. im Anschluss an teils empirische Arbeiten unter dem ersten.
            Ich würde auch nicht aus persönlicher Ermüdung dann zu solchen Schlüssen kommen, eine entsprechende Aufklärungsarbeit sei nun beseite zu lassen. Was soll denn daraus folgen? Und glaubst Du alle bestehenden politischen Probleme damit lösen zu können, dass etwa Details der Humanbiologie von vor 5000 Jahren enthüllt werden? Während ganze Gesellschaften innerhalb weniger Jahrzehnte ethnisch vollkommen neu modelliert werden?
            Von Designer-Babies habe ich allerdings bei Dir auch noch nicht gelesen, oder? – Aber das ist dann schon wieder eine andere Diskussion und würde fundamentale Parameter ändern. Ich weiß nicht, ob es dann in die von Dir anvisierten Richtungen gehen wird – und ob Gesellschaften, die nicht durch weitere politisch-historische Selbstaufklärungen gegangen sind, dafür überhaupt gerüstet wären, d. h. für eine selbstbestimmte und nicht erneut und noch stärker von Eliten allein bestimmte Gangart.
            Ob diese Eliten größere Katastrophen noch herbeiführen werden, ist für den Einzelnen im Übrigen auch nicht ganz irrelevant. Dass bestimmte menschliche Wesen andere attackieren, verdrängen, unterdrücken, ist auch eine kulturelle Frage. Auf der biologischen Ebene kann in letzter Konsequenz sogar einfach ein Schulterzucken im Sinne von „eben nicht lebensfähig“, survival of the fittest, gezogen werden. Wer die Realitäten sieht und sich auch noch für irgendwas außerhalb des eigenen engsten Lebensbereiches verantwortlich fühlt oder fühlen muss, muss da nicht ein- und zustimmen.

          • Ich habe nicht gesagt, daß Aufklärungsarbeit beiseite gelassen werden darf. Ich habe nur gesagt, daß sie allein nicht REICHT. Und daß sie sich auf weitaus MEHR Gebiete erstrecken muß, als das bislang geleistet wird. Nämlich auf das gesamte menschliche Wissen und auf die Gesamtheit der menschlichen Erfahrung.

            Details der Humanbiologie vor 5000 Jahren? Nein, es wird gerade geklärt, wie Völker entstehen, überleben und untergehen. Und zwar weitgehend definitiv. Vor der gegenwärtigen Klärung können alle bisherigen Bücher über „Kollaps“ von Gesellschaften in die Tonne gekloppt werden, weil alles neu zu durchdenken ist. Und zwar zu durchdenken auch auf völlig neuen Ebenen der Erkenntnismöglichkeiten.

            Vor jedem Mißbrauch von Wissenschaft (darauf zielt Deine Erwähnung von Designer-Baby?) kann ich mich am besten schützen, indem ich gute KENNTNISSE von dem habe, um was es da geht. Das Hauptthema der Evolution war und sind nicht Designer-Babies, sondern Babies. Und das ist kein anderes Thema. Denn ALLE Evolution dreht sich um dieses einzige Thema.

            Schon dieser letztgenannte Umstand wie alles übrige Angesprochen wird von der Kulturwissenschaft für sich genommen und per se ausgeblendet. Wodurch sie eine Schlagseite bekommt, die ganz unmöglich ist, und die sogar Dich – ein wenig schwammig und unentschieden, wie ich finde – antworten läßt auf Blödsinn hoch 28.

            Wie gesagt, es ist von meiner Seite aus nie gesagt worden, daß WENIGER Hintergrundpolitik-Kritik betrieben werden soll, sondern nur, daß MEHR ANDERE Themen bearbeitet werden sollen. Und da ich sehe, daß sich für Hintergrundpolitik-Kritik inzwischen weitaus mehr Menschen interessieren als für andere Themen, wird es dringend erforderlich auf alle wesentlichen Themen hinzuweisen, die darüber hinaus weisen.

          • > Mißbrauch von Wissenschaft (darauf zielt Deine Erwähnung von Designer-Baby?)

            Ist das nicht eine der realistischen Varianten dessen, was uns bevorstehen kann und vermutlich sogar wird? Wir hörten doch selbst von Johannes Krause im Vortrag im Ansatz eine solche Vorstellung (‚Wenn man erst Krankheiten genetisch vermieden hat, wird man auch gleich Merkmale wie Augenfarbe steuern‘).
            Ich sehe bei Dir hier u. a. dann nicht klar, wo Du das Ziel eines naturwissenschaftlichen Fortschritts siehst – z. B. im Hinblick auf Ethnizität und Multikultur in Deutschland.
            Es spricht derzeit doch nichts ernsthaft dagegen, dass innerhalb gewandelter staatlicher Administrationen neben einer fortschreitenden Vermischung teilweise isolierter Volksgruppen irgendwann Gen-Manipulationen einsetzen, bei denen recht frei menschliches Erbgut remixt werden kann wie heute erst Texte, Töne und Bilder.
            Das Letztgenannte ist doch schon in gegenwärtig erkennbaren Denkschulen als eigentliche Konsequenz naturwissenschaftlichen Denkens angelegt. Und da kommst Du daher und willst mit irgendeinem außer-naturwissenschaftlichen, künstlich errichteten „Ethik“-Begriff die Selbstvervollkommnung der Natur durch die menschliche Intelligenz verhindern?
            Da ist vermutlich die Avantgarde der Forscher eher nahe bei den NWO-Eliten, die ihnen schon den Weg bereiten. Welche Forscher, welche Avantgarde unter ihnen gibt es noch, die hierzu auf solchen Gebieten irgendwelche Alternativen bieten? Wie wahrscheinlich ist der Erfolg etwelcher Widerstände gegen das, worauf es derzeit hinausläuft?
            Die Handlungsalternativen werden wohl darin bestehen, noch mehr wissenschaftlichen Vorsprung anderen zu überlassen – oder ihn selbst zu organisieren.
            Aber was schreibe ich – es ist fast alles schon Wirklichkeit oder als technisches Grundprinzip vorhanden.
            https://www.welt.de/wissenschaft/article150528268/Ein-Designerbaby-nach-Bauplan-fuer-140-000-Dollar.html
            http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/crispr-mensch-gentechnik-designer-baby
            Derartige Interventionen werden so machtvoll – vielleicht auch so vorteilhaft für die Allermeisten – sein, dass die Rede von Hintergrund-Politik sich gegenüber solchen Wohltätern dann auch fast erübrigt, oder? (Na gut, dieser letzte Satz ist hier die einzige bloße Provokation.)

          • Ich sehe schon, Du kommst aus dem Denken in Bedrohungen nicht heraus.

            „Und da kommst Du daher und willst mit irgendeinem außer-naturwissenschaftlichen, künstlich errichteten „Ethik“-Begriff die Selbstvervollkommnung der Natur durch die menschliche Intelligenz verhindern?“

            Was ist an diesem Satz richtig? Der ist reichlich inhaltlich verdreht. Designer-Babies siehst Du als „Selbstvervollkommnung der Natur durch die menschliche Intelligenz“? Hast Du diesen Satz durchdacht? Zwischen der „menschlichen Intelligenz“ und ihrer angeblichen „Selbstvervollkommnung“ steht 1. die Entscheidung der Menschen, die das tun, sprich, es handelt hier nicht mehr „die Natur“, sondern der Mensch, 2. steht dazwischen die Frage, WAS der Mensch diesbezüglich kann.

            Sicher ist eines: Eine Weiterentwicklung der menschlichen Intelligenz hat es in den letzten 200.000 Jahren gegeben, und zwar ohne Designer-Babies. Ich sollte diesen Prozeß erst einmal verstanden haben, bevor ich wild herum spekuliere, was in der Zukunft möglich sein könnte oder nicht und wie Vervollkommnung (besser: Weiterentwicklung) in der Evolution bislang möglich war.

            Aber noch viel mehr: Wie kannst Du mir unterstellen einen „außer-wissenschaftlichen, künstlich errichteten Ethik-Begriff“? Bzw.: Du hast also einen inner-wissenschaftlichen Ethik-Begriff, oder was? Und keinen künstlichen, oder was? Alles verdreht. Vor allem: Was bietest Du denn an zur Lösung der von Dir hier entworfenen Bedrohungs-Szenarien? Außer Deinem ständigen: „Man muß die Realitäten sehen.“ Gewiß das. Sage ich auch ständig. Aber was verstehst Du denn ständig unter „die Realitäten“. Der Realitäten gibt es sehr, sehr viele. Darauf versuche ich ja die ganze Zeit hinzuweisen.

            Naja, da sind grade mehrere völlig neue Themen aufgeworfen worden. – Ich glaube, es ist erst mal genug an dieser Stelle.

          • Bitte, Ingo – bevor Du erneut in Vorwurfshaltung gehst, schau doch bitte auch Links an, wenn ich sie dazu setze. Statt einem anderen „Denken in Bedrohungen“ zu attestieren, solltest Du erstmal verstehen, wo einige Deiner Argumente an schon bestehenden Wirklichkeiten eigentlich vorbeigehen.
            Was Du hier fragst, wirkt so, als würdest Du aktuelle Berichte dazu nicht gelesen haben? (Es sind dann eher nicht die Fachartikel, sondern die allgemeine gesellschaftliche Debatte betreffende.)

            „Die Wissenschaft wartet nicht, bis sich alle geeinigt haben. Ein Genforscherteam aus Portland hat mit seinen Experimenten an erbkranken Embryonen die Grenze des technisch Machbaren soeben beachtlich ausgeweitet: ‚Aufregend‘, sagen die einen. ‚Unverantwortlich‘ die anderen.“ (http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/crispr-mensch-gentechnik-designer-baby/komplettansicht)

            > Hast Du diesen Satz durchdacht? Zwischen der „menschlichen Intelligenz“ und ihrer angeblichen „Selbstvervollkommnung“ steht 1. die Entscheidung der Menschen, die das tun, sprich, es handelt hier nicht mehr „die Natur“, sondern der Mensch, 2. steht dazwischen die Frage, WAS der Mensch diesbezüglich kann.

            Du hast hoffentlich den ironischen Modus bemerkt, mit dem ich eine evidente Haltung der forscherischen Avantgarde in der Humangenetik korrekt wiedergebe (wie auch das vorige Zitat aus der „Zeit“ dokumentiert). Dadurch sollte deutlich geworden sein, dass es natürlich eine angebliche Selbstvervollkommnung ist – jedenfalls nur einer der so möglichen Begriffe davon, wie auch Deine menschlichen Begriffe vorläufig sind und sich gegenüber anderen zu beweisen haben.
            Wissenschaftlich wäre es, weder im ironischen Modus zu schreiben noch dieses Adjektiv „angeblich“ zu verwenden, weil es tendenziell schon wieder wertend ist. Stattdessen hättest Du erstmal festzustellen, dass diese Vervollkommnung einer der menschlichen Grundgedanken medizinisch-biologischer Praxis war und ist:

            Humangenetik

            https://books.google.de/books?id=v4_RBgAAQBAJ&pg=PA158&lpg=PA158&dq=humangenetik+vervollkommnung

            Als Punkt 1 formulierst Du sogleich eine weitere willkürliche Setzung Deinerseits, als sei dies der unumgängliche begriffliche Standard. Ein „Mensch“ sei als Handelnder „nicht mehr ‚die Natur'“. Das kann man sicherlich herleiten. Man kann es aber auch völlig anders herleiten. Philosophisch integer ist es nur, wenn man auch Alternativen zu seiner eigenen Aussage (weil ja bekannt) kenntlich macht und diese begründet zurückweist.

            > Mit der Popularisierung der Ökosystem­forschung gewinnen seit den 1980er Jahren mehr Menschen in den Industriestaaten die Einsicht, dass Natur nicht als Ganzes zu begreifen ist, sondern nur als ein offenes System, dessen Teil auch der Mensch mit seiner Kultur ist (integratives Verhältnis) (Oldemeyer 1983). (https://de.wikipedia.org/wiki/Natur#Integratives_Naturverst%C3%A4ndnis)

            Zu 2: Es ist doch, wie schon dokumentiert, bis zu einem fortgeschrittenen Punkt gar nicht mehr „die Frage, WAS der Mensch diesbezüglich kann“. Er kann es (fast und absehbar bald noch besser).

            > Wie kannst Du mir unterstellen einen „außer-wissenschaftlichen, künstlich errichteten Ethik-Begriff“?

            Ich habe Dir – wie nochmal erklärt, in einer ironisch getönten (weil schon als Selbstverständlichkeit suggerierten) Aufnahme der bestehenden Geisteshaltung – damit nur wiedergegebenen, was wir von Krause schon gehört haben und der „Zeit“-Artikel ebf. wiedergibt:

            „Das Klima innerhalb der Wissenschaft habe sich gewandelt, sagt der Ethiker weiter. ‚Gab es nach der ersten chinesischen Studie vor zwei Jahren noch einen nahezu einhelligen Konsens, wenigstens auf die Implantation genmanipulierter Embryonen verzichten zu wollen, scheint man heute nur noch um den Zeitraum zu streiten, wann es so weit sei.‘ Es reiche deshalb nicht mehr aus, mantraartig eine öffentliche Debatte zu fordern oder auf einen wissenschaftsinternen Verhaltenskodex zu setzen.“

            Du gerätst, finde ich, auch in einen tendenziellen Selbstwiderspruch, über den wir, glaube ich, schonmal gestritten hatten: Du huldigst den Naturwissenschaften und ihrem primär materialistischen Erkenntnismodell. (Du verbindest dies immer wieder mit einer idealistischen Philosophie der Mathilde Ludendorff, die nicht nur durch ‚rechte‘ Ideologie in Deutschland effektiv diffamiert ist, sondern solche philosophischen Konzeptionen sind insgesamt sehr an den Rand gedrängt. Das sind Zustände, die man nicht ganz verdrängen und leugnen kann – man befindet sich in der Vertretung einer Position, die als antiquiert gilt. Ich glaube nicht, dass Du dafür bei Peter Sloterdijk Schützenhilfe erhalten würdest, auch wenn Du Übereinstimmungen siehst.)
            Du präsentierst derzeit einen Naturwissenschafts-Begriff als Allheilmittel. Allen Deutungs- und Vermittlungsschwierigkeiten der (wissenschafts)politischen Praxis scheinst Du mir entkommen zu wollen mit dieser Zuflucht zur Naturwissenschaft. Und dann fragst Du mich zurück, was ich mit einem „außer-wissenschaftlichen, künstlich errichteten Ethik-Begriff“ meine – den man Dir zumindest teilweise vorwerfen würde, wenn ein solches Argument in eine größere Öffentlichkeit gelänge?
            Eine Zustimmung gegenüber Designer-Babies lässt sich doch aus bestimmten Auffassungen dieser wissenschaftlich-technischen Möglichkeiten herleiten, die sich schon von einem materialistischen Prinzip ableiten – einem materialistischen Prinzip, das Machbarkeit das Primat zuerkennt. Das ist eine der Hauptpositionen derzeit, wie sie in dem zitierten Bericht wiedergegeben sind – hier noch mit den humanistisch-ethischen Skrupeln kommentiert, begleitet aber von den durchgehend vorhandenen Andeutungen, dass – siehe unsere Erfahrungen in der Moderne, Dürrenmatts „Physiker“ etc. pp. – getan werden wird, was technisch möglich ist, und dass der, der es nicht tut, nicht verhindern wird, dass es getan wird.
            Dazu kann man sich nun mehrere Menschenleben lang durch die Fachliteratur und verschiedensten menschlichen Ansichten dazu wälzen:

            Google-Suche „Machbarkeit Technik Ethik“

          • Wie gesagt, an dieser Stelle sind viel zu viel neue Themen angesprochen. Mein Diskussionbedarf ist erst mal an dieser Stelle erschöpft. Es treten immer mehr gegenseitige Mißverständnisse auf. Nur noch mal zur Frage, wer der Handelnde ist, der Mensch oder die Natur: Daniel, Du redest mit einem Soziobiologen. Ich kenne kein Fach, daß die Frage, ob der Mensch oder die Natur der Handelnde ist im menschlichen Handeln gründlicher durchdacht hat als dieses Fach. Genau deshalb ja mein Einspruch. So plump wie da Setzungen daher kommen, merkt man gleich, daß hier wenig Bewußtsein vorhanden ist dafür, wie differenziert diesbezüglich zu argumentieren wäre. Aber genau diese Debatte werde ich ausgerechnet an dieser Stelle und ausgerechnet von den Ausgangspunkten hier jetzt nicht mehr führen. Sie ist in der Tat eine wesentliche Debatte. Aber das wäre zunächst einmal einfach ein „Grundkurs Soziobiologie“. Dieses Fach ist noch heute vergleichsweise neu und stellt das Denken sehr stark um. (Ich rede nur von eigener Erfahrung.) Ich möchte aber hier einen solchen Kurs jetzt nicht geben. Und würde gerne dann weiter sprechen, wenn der absolviert worden wäre.

            Mir fällt nämlich grade auch auf: Man kann ja gar nicht begreifen, was Edward O. Wilson in „Die Einheit des Wissens“ eigentlich will, wenn man zuvor den Grundkurs Soziobiologie gar nicht absolviert hat. Dann rauscht ja das ganze Buch an einem vorbei.

          • Zu etwas, was wir Demokratie, Öffentlichkeit und Geisteskultur nennen können, fehlt uns hier nun noch mindestens ein Dritter, der seinen Eindruck von diesem Dialog beisteuert.

  4. Daniel, darf ich Dich mal fragen, warum Du einen Menschen ernst nimmst, bzw. zum Ernstnehmen ihm gegenüber aufforderst, der von Außerirdischen redet so selbstverständlich als würde er über seinen Nachbarn eine Haustür weiter sprechen?

    http://www.efodon.de/html/archiv/aktionen/augustin/SY9631%20Augustin-GLG%20-%20Interview%20Landmann.pdf

    So viel Muckefuck und Unfug auf so wenigen Seiten habe ich wirklich schon lange nicht mehr gelesen. Na, aber vielen Dank auch. Da ist mir ja die Astrologiegeschichte des Dritten Reiches noch lieber. Willst Du Dich jetzt auf Erich von Däniken-Niveau herab lassen?

    • > auf Erich von Däniken-Niveau herab lassen?

      Nein, ich würde u. a. gern noch einmal klären, was Erich-von-Däniken-Niveau ist. (Ich hätte zu der Personalie auch noch andere Gedanken, aber das führt hier erstmal zu weit.)
      Wir begegnen diesem „Niveau“ ja allenthalben im Netz. Was wir hier einmal im Dialog klären und vorführen, ist ein Modell für viele gescheiterte Informationen und Kommunikationen, wo teilweise Qualitätskontrolle und Moderationsfähigkeit fehlen und ein überfordertes Publikum sich entweder in Filterblasen mit durchschaubaren Desinformationen gegenseitig herunterzieht und oft anschließend in Aggression und Streit verfällt, wo die Übersicht und Mediation fehlt (auch das Versäumnisse von Presse und Wissenschaft).
      Ich beschäftige mich erstmal ohne Vorbehalte mit den Themen, die da kommen – hier hat sich ja das Thema Landmann in einen Artikel über Paul Schreyer eingeschlichen. Die Kriegsberichterstattung aus dem Nahen Osten schickt uns ja auch nicht ihre Bilder, weil sie die ISIS so toll findet.

      • Die Qualitätskontrolle ist schlicht: Sich mit dem modernen Wissen über die Entwicklung des Weltalls, des Lebens und menschlicher Gesellschaften auf dieser Erde BREIT, so BREIT wie möglich und auf so AKTUELLEM Wissensstand wie möglich BESCHÄFTIGEN. Diese Beschäftigung selbst schon ist die Qualitätskontrolle. Weil jeder, der das tut, erst die FÜLLE der Aufgaben sieht, die hier zu leisten sind von den genialsten Köpfen und Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Techniken unserer Zeit. Und wenn ich diese FÜLLE von Aufgaben sehe, dann fällt als das allerkleinste Abfallprodukt ab die allzu billige und simple Erkenntnis, daß bestimmter Quatsch sich von selbst erledigt, weil er die simpelsten Qualitätskontrollen nicht besteht.

        Die simpelste Qualitätskontrolle ist zunächst einmal VERTRAUEN gewinnen zu dem immensen Wissen, daß in den letzten Jahrzehnten in der Naturwissenschaft erarbeitet worden ist. Ohne dieses Vertrauen ist alles andere vergebens. Wer dieses Vertrauen nicht besitzt, sondern mit dem allerscheelsten Blick des Mißtrauens an die „etablierte“ Wissenschaft heran geht, der ist schon lange in den Fallstricken der Gegner fortgeschrittener Gesellschaften verfangen. Sie wollen nichts anderes von Dir erreichen als dieses tiefste Mißtrauen gegenüber „etablierter“ Wissenschaft.

        Und während eine solche Vielzahl von Menschen mit scheelem, verbitterten Blick abseits sitzt – dieser HÖHENFLUG der Wissenschaft Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Mit diesen Worten ist der wesentlichste Grundzug unserer Zeit gekennzeichnet.

        Die Wissenschaft selbst ist die Qualitätskontrolle. Indem ich mich ihr hinwende und mich mit ihr beschäftige, betreibe ich jede Minute Qualitätskontrolle. Weil Wissenschaft ja nie etwas anderes war als das: Qualitätskontrolle. Um so BREITER ich mich mit dem modernen Wissen beschäftige, einen um so klareren Blick gewinne ich für Seriöses und für das, was im krassesten Gegensatz dazu steht, nämlich der Blödsinn.

        • Du erkennst, glaube ich, ein Stückweit nicht (dann eben nicht genug), wie strittig und fluide Definitionen „modernen Wissens“ überhaupt sind. Wir kommen damit immer wieder zu einigen Argumenten, wie wir sie hier ausgetauscht haben. Du neigst zu Essenzialismen, die in der Philosophie seit Jahrzehnte rabiat bekämpft werden – auch nach meiner Ansicht nicht ohne Grund. Wer naiven Religiösen die Unzulänglichkeit und teilweise Albernheit ihrer Gottesbegriffe erklären will, kommt um eine solche Begriffsbildung auch nicht herum. Er kann dann nicht einfach neue Götter errichten. Ist klar, was ich damit meine?
          „Naturwissenschaft“ ist eben auch nicht alles. Das ist doch schon im einfachen Leben ersichtlich. Keine rein kulturelle Schöpfung, kaum eine Alltagskommunikation über das „Guten Tag“ hinaus geht vollkommen in deren Begriffen auf. Geschweige denn anspruchsvolle Kunst, raffiniert konstruierte (auch kommerzielle) Filmproduktionen mit ihren ganz eigenen Systembildungen, geschweige denn Okkultsymbolik mit ihrem noch länger andauernden Stau in der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Wir kommen in unseren Dialogen auch dazu immer wieder: Du sagst nicht immer zu Unrecht, über ‚Okkultverblödetes‘ etc. nicht endlos diskutieren zu wollen. Ich meine aber, dass ein strukturiertes Verständnis hier vielfach erst geschaffen werden muss, um bestimmte Urteile dann auch wirklich überprüfbar fällen zu können.

        • Kein seriöser Wissenschaftler, zumindest nicht Naturwissenschaftler, will „naiven Religiösen noch die Unzulänglichkeit und Albernheit ihrer Gottesbegriffe erklären“. Das ist doch ein völlig veraltetes Thema, das ist von I. Kant bis Konrad Lorenz gut strukturiert durchgearbeitet worden, auch von Richard Dawkins noch mal zusammen gefaßt worden (und anderen). Das ist keine grundlegende Frage der Gegenwart mehr.

          Grundlegende Frage der Gegenwart ist viel mehr: Warum war „naive Religiosität“ bislang evolutionär so häufig ein Vorteil? Das wird ja von der Evolutionären Religionswissenschaft derzeit gut – wenn auch längst noch nicht abschließend – bearbeitet. Mir ist gerade erst wieder klar geworden, daß der Gott als „dritter Bestrafer“ gerade beim Übergang des Menschen zur arbeitsintensiven seßhaften Lebensweise eine unglaublich wichtige Rolle gespielt hat. Dieser Gott verklavt und macht unfrei. Das Prinzip Freiheitlichkeit hat womöglich erst mit den Indogermanen größere Entfaltungskraft in der Weltgeschichte erhalten. Aber die Indogermanen konnten auf den entbehrungsreichen Leistungen der Vorgängergesellschaften aufbauen, von ihnen profitieren, sie brauchten selbst diese Entbehrungen nicht mehr in dem Maße durchleiden oder haben es hier bei uns in Nordeuropa womöglich erst ab dem Frühmittelalter getan, als erneut ein starker Gott als „dritter Bestrafer“ eingeführt worden war.

          Die Naturwissenschaft ist kein neuer „Gott“. Sie stellt einfach die Kategorien zur Verfügung, innerhalb deren wir heute denken und leben. Indem ich hier in die Tasten haue und auf einen Bildschirm schaue und diesen Beitrag gleich weltweit lesbar mache, profitiere ich von hunderttausend einzelnen, kleinen Taten der Naturwissenschaft. Es gibt zu wenig Respekt vor diesem Umstand. Und diese vielen hunderttausend einzelnen kleinen Taten der Naturwissenschaft haben auch alle „naiven Gottvorstellungen“ hinweggeschwemmt. Weil der Mensch einfach keine Lust und Zeit mehr hatte, in den immer kleiner werdenden „Lücken“ unseres naturwissenschaftlichen Wissens noch „Gott“ als handelnde Person zu finden.

          Was Du dann sagst, sind die typischen Rückzugsgefechte von Geisteswissenschaftlern, die sich schwer damit tun anzuerkennen, daß unglaublich viel in naturwissenschaftlichen Denkkategorien durchaus zu bearbeiten ist, auch der größte Teil dessen, was Dich selbst beschäftigt. Heutige Psychologie ist längst naturwissenschaftliche Psychologie geworden, sie ist keine Geisteswissenschaft mehr. Nur wird nicht so viel darüber öffentlich geredet. Und das ist schon wieder „Regie“.

          Ja, und noch einmal: Wissenschaft, Auseinandersetzung mit der Breite des gewonnenen menschlichen Wissens ist Qualitätskontrolle schlechthin, das war hier der Ausgangspunkt. Du willst Dummheit noch „strukturierter verstehen“ und ihr „strukturierter“ sagen, daß sie Dummheit ist? Was wenn Dir dieser letzte Stohhalm geisteswissenschaftlichen Anspruchs auch noch weg genommen wird? Verlierst Du dann den Boden unter den Füßen?

          • Kann man alles so sehen, finde ich. Ich habe nur wiederholt den Eindruck, dass Du Deine eigene Weltsicht als wesentlich maßgeblich voraussetzt – und nicht auf andere Themenfelder schaust, die durchaus für gegenläufige Trends zur Vernaturwissenschaftlichung sprechen.
            Ich wies Dich schonmal darauf hin, dass ich nicht glaube, dass Du bei – schätze ich dazu mal ergänzend – 90-95 % der heutigen Kulturwissenschaftler irgendeine Bereitschaft finden würdest, in diese Richtung zu denken. Und Du unterschätzt vielleicht, was das bedeutet – immer wieder dieser Gegensatz von einer (möglicherweise) richtigen Idee und ihrer quantitativen Bedeutung, d. h. ihrer organisierten Verbreitung.
            Diese 90-95 % der Kulturwissenschaftler werden die Absolventen noch der nächsten 15-20 Jahre ausbilden. Diese werden die Gestalter und Meinungsführer noch in 30-40 Jahren sein. Was es dann für Rahmenbedingungen gibt, können wir nur bedingt absehen, klar.

            > Das ist keine grundlegende Frage der Gegenwart mehr.

            Ich neige eher zu einer Einschätzung wie in diesem „Welt“-Artikel:
            „Wenn man aber Islamisierung als einen Prozess begreift, bei dem essenzielle Werte und Normen der Mehrheitsgesellschaft – manchmal kaum merklich – aufgeweicht oder verändert werden, dann lässt sich nicht bestreiten, dass es erste Anzeichen dafür gibt.“
            (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article165588459/Wir-islamisieren-uns-schleichend.html)
            Die Zahlen der Moslems in Deutschland werden heute auf 5 %, für 2050 auf 10 % geschätzt. Es kommt natürlich auf Zuwanderung an, die dies noch deutlich verschnellern kann. Gegenwehr dazu: bisher nicht umgesetzt.
            Erst recht natürlich nicht eine noch mögliche Verjüngung der eigenen Bevölkerung, soweit Geburten dann in einer Übergangszeit volkswirtschaftlichen Sinn machen (ganz viele Alte und ganz viele Junge auch schwierig zu finanzieren).
            Diese Prozentzahlen müssen so auch nicht wirklich stimmen; es gibt ja wenig zuverlässige Daten, soweit ich weiß, weil Religionszugehörigkeit nicht so gut erfasst wird.
            Ich denke, dass ein Teil des innergesellschaftlichen Dialogs der nächsten Jahrzehnten (nicht nur) in Deutschland in der mühseligen Neuauflage religionskritischer Diskurse für Neubürger bestehen wird, sofern diese denn ansprechbar sind.

          • „90-95 % der heutigen Kulturwissenschaftler“. GENAU das konnte man vor 20 Jahren auch noch über die Psychologen sagen. Traust Du Dich das heute noch über die Psychologen zu sagen?

            Es kommt nicht auf „Mehrheiten“ an. Es kommt auf die Sinnhaftigkeit und Verallgemeinerbarkeit des wissenschaftlichen Ansatzes an. Für Naturwissenschaftler war noch nicht die „Verbreitung“ ihrer Ideen wichtig, da ihnen klar ist: Wenn wir richtig liegen, muß das früher oder später anerkannt werden.

            Hätte Nikolaus Kopernikus so argumentieren sollen wie Du? Dann gäbe es überhaupt keinen wissenschaftlichen Fortschritt. Der entscheidende wissenschaftliche Fortschritt wird immer von jenen erbracht, die NICHT danach fragen, wohin die Masse läuft.

          • Die ganzen Islamisierungs-Ängste sind ebenfalls ein Ablenkungsmanöver. Ich hoffe doch, Du durchschaust das. Sie sind sachlich völlig berechtigt. Aber wenn wir wie die Maus auf die Schlange starren, ANSTATT nach den Innovationskräften moderner Gesellschaften zu fragen (und die liegen nicht darin, sich alle möglichen Bedrohungsszenarien ständig vor Augen zu halten), dann sind jene, die Gesellschaften kaputt machen wollen, zufrieden.

            Reinhold Messer sagt auch: VOR einem lebensbedrohenden Abenteuer hat er viele Ängste, viele. Und diese Ängste sind WICHTIG. Aber WENN er im Tun drin ist, wenn er das Abenteuer angegangen hat, hat er gar keine Zeit mehr, an irgendwelche Ängste zu denken, dann ist einfach nur viel Wachheit da, Überlebensinstinkt.

            Die AfD zum Beispiel und ihre Anhänger sind (im Messner’schen Sinne) noch im Stadium der Vorbereitung des Abenteuers. Und man hat nirgendwo den Eindruck, daß sie es wirklich angehen wollen. Und wenn, dann nur mit ganz plumpen, primitiven Mitteln, jedenfalls nicht mit Kopf und Wissenschaft.

            Man weckt Überlebensinstinkte nicht, indem man ständig nur auf die Bedrohungen starrt. Sondern: man analysiert sie gründlich. Und muß DANN ins Tun kommen, die Dinge ANGEHEN. NICHT unten bleiben im Tal. Ich muß zum Einzelgänger werden. Ich muß in ein Stadium kommen, in dem natürlich die Bedrohung niemals vergessen werden kann, in dem sie aber auch nicht – als Angst – mein Denken und Handeln bestimmt. Sondern der Überlebensinstinkt.

          • Um im Bild zu bleiben: Die deutsche Wahrheitsbewegung ist bei der Planung ihres „Abenteuers“ auf dem Berg immer wieder eingeschlafen. Wichtige Instrumente und Nahrungsmittel wurden erst gar nicht ins Basis-Camp gebracht. Nun berät man, ob man mit einer sehr kleinen Mannschaft den Aufstieg wagen will. Durch ein Fernglas bemerkt man gerade, dass die Konkurrenz auf diesem Berg schon ein großes Hotel mit Shuttle-Service aufgemacht hat – laut der Jahreszahl am Giebel vor 150 Jahren.
            Ob in dieser Art von Wettbewerb der „Überlebensinstinkt“ ausreicht?
            Ich schreibe das nicht, um Defätismus zu sähen. Wenn da an manchen Stellen noch was zu retten sein soll, wird man aber Realitäten vielleicht einfach erstmal sehen müssen.

  5. Verwüstet sitzen wir nun unter der Windmühle, Flügel kaputt, Lanze kaputt, Rüstung durcheinander geraten. Und was haben wir davon gehabt? Hoffentlich hat sich wenigstens das Publikum amüsiert!

  6. Heike Heidenreich sagt:

    Ach Gott, Herr Hermsdorf! In der Zeit, die sie für das Erstellen ihres Postings von 14:24 Uhr aufgewendet haben, hätten sie locker die ersten Seiten des Buches gelesen haben können, es sind schließlich nur 4,5 Klicks, bis man das Buch vor sich hat und sie hätten die ersten unwiderlegbaren Beweise -von denen im weiteren Verlauf hunderte, wenn nicht tausende folgen- aus erster Hand gehabt.
    So macht sich der etwas unangenehme Gedanke breit, dass sie entweder ihr Weltbild nicht „erschüttert“ sehen wollen oder, noch schlimmer, zu den bewussten Desinformanten zählen, die es ja nicht nur in den Mainstreammedien, sondern auch in den „alternativen“ zur Genüge gibt.

    • Ich habe Landmann schon vor Jahren wahrgenommen durch die Videos auf YouTube. In das Buch habe ich wiederholt hineingelesen.
      Wenn ich von einem Buch begeistert bin, mag ich darüber sprechen. Sie nicht?
      Was Sie mir vorwerfen, tun Sie selbst: Statt einfach ein Beispiel wiederzugeben, belobigen Sie zum x-ten Mal Landmanns Buch und verteilen Noten an Ihr Gegenüber, das Ihnen konkrete Fragen stellt, auf die Sie hier nicht antworten wollen.
      Dabei streuen Sie hier mehrfach Prädikate gegenüber Ingo Bading oder mir, es könne sich um „bewusste Desinformanten“ handeln.
      Wenn Sie nicht irgendein bezahlter Troll sind, nehmen Sie sich bitte meinen Rat zu Herzen: Stellen Sie sich dem kritischen Gespräch, gehen Sie auf Fragen ein und gestehen Sie ein, wenn Sie gedanklich in die Irre gegangen sind. Wenn es nicht Herr Landmann ist, so lassen jedenfalls gerade nicht wenige andere Autoren, die keine sind, das Land im Schwachsinn versinken.
      Vielleicht möchten Sie ja doch noch etwas zur Klärung in diesem Fall beitragen. Wir warten. Und lassen Sie jetzt bitte Ihre Masche von wegen „Lesen Sie das Buch selbst, ich finde es gut, kann aber nichts dazu sagen“ und „Wenn ich selbst Fragen nicht beantworten kann, ist der andere ein Desinformant“. Das wird dann nicht mehr beantwortet. Danke.

      • Heike Heidenreich sagt:

        „In das Buch habe ich wiederholt hineingelesen.“
        Dann habe ich ihre kognitiven Fähigkeiten weit überschätzt, denn wer nicht schon nach wenigen Seiten die Brisanz des Buches erkennt, demjenigen scheinen intellektuell ganz enge Grenzen gesetzt zu sein.
        Im Übrigen kann ich sie beruhigen, dass dieses hier mein letztes Posting sein wird, denn für Diskussionen um „Kaisers Bart“ mit Desinformanten ist mir meine Zeit dann doch zu schade.

        • Schade, dass Sie hier ein Programm auffahren, mit dem tausend Websites und YouTube-Videos voll sind: leere Behauptungen, Verweigerung von Erklärungen auf Nachfrage. Das sind sachliche Feststellungen meinerseits, jeder konnte es bis hierher mitlesen.
          Abschließend bei Ihnen die wiederholte Herabsetzung des Anderen ohne erkennbare Grundlage, dann Aggression. Sie erfüllen hier fast den ganzen Katalog, den Psychologen „Lebensentfremdende Kommunikation“ nennen (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation#Grundmodell_in_einem_Beispiel).
          Dass Sie „kognitive Fähigkeiten“ besäßen, ein Buch wie das von Landmann zu beurteilen, haben Sie hier leider nicht demonstriert – stattdessen unterstellen sie dem Anderen, sie fehlten ihm. Sie haben hier nicht zu beurteilen, ob ein anderer ein Buch so ausreichend zur Kenntnis genommen hat, dass es für ihn vorerst keine Notwendigkeit darstellte, dieses erneut zu konsultieren. Sie forderten dazu auf und wurden gebeten, dafür nachvollziehbare Gründe kurz zusammenfassen, am besten mit einem sachbezogenen Beispiel zu belegen, damit man einschätzen kann, ob Sie in Ihrer Beurteilung von Landmann Aufmerksamkeit verdienen. Dieser Bitte sind Sie nicht nachgekommen – Sie lassen die Kommunikation scheitern, nicht ich. Während ich mich erkläre und auf Sie reagiere, inhaltlich argumentiere (Landmann vs. indogermanische Sprachgeschichte und Genetik) und Meta-Kommunikationen wie diese hier eröffne, um die Brüche in der Kommunikation wenigstens erkennbar zu machen, wiederholen Sie die in der vorigen Antwort genannten strukturellen Muster in Ihrer Argumentation (selbst hier, nachdem sie ihnen mitgeteilt wurden; lesen Sie bitte erst mit Verständnis und überlegen Sie, bevor Sie anderen, zumal in einem solchen Ton, antworten; wir holen hier ohne sichtbare Erfolge nach, was scheinbar oft in der Erziehung versäumt wurde zu vermitteln oder was Menschen wie Sie eben tatsächlich „kognitiv“ und emotional nicht schaffen – den anderen respektieren und sich mit adäquaten Mitteln verständlich machen, bei Missverständnissen Ursachenforschung betreiben, bei Fehlern Entschuldigungen aussprechen).
          Meine kognitiven Fähigkeiten an dieser Stelle sind nicht, Bücher zu rechtfertigen, von denen Sie behaupten, sie seien lesenswert, aber bisher nicht an einem einzigen Beispiel erklären können, warum wir Ihnen das glauben sollen. Meine kognitiven Fähigkeiten richten sich an dieser Stelle einzig darauf, Denkstörungen wie die Ihre aufzuzeigen. Wenn Sie also meinen, anderen eine Diagnose stellen zu müssen, erhalten Sie dann auch die Ihre:
          „Das eingeengte Denken ist fixiert auf einige wenige Bewusstseinsinhalte und die Gedanken kreisen um nur wenige Themen. Es fehlt ein Überblick und verschiedene Gesichtspunkte können nicht einbezogen werden.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Denkst%C3%B6rung#Eingeengtes_Denken_oder_Gedankenarmut)

        • „… demjenigen scheinen intellektuell ganz enge Grenzen gesetzt zu sein“. Finde ich gut den Satz. Merke ich mir! 🙂

  7. Heike Heidenreich sagt:

    Zitat Daniel Hermsdorf:“Hier nun wirklich Frieden zu schaffen, erscheint mir schwierig.“
    Das ist auch vollkommen unnötig, denn Herr Bading ist mir viel zu egal, als dass es mir wichtig wäre, in welchem Verhältnis ich zu ihm stehe und anders herum wird es dasselbe sein. Ich fand es halt nur schade, dass er auf meine Empfehlungen dermaßen borniert und ignorant, (um nicht schon wieder „widerlich arrogant“ zu bemühen), reagiert hat.
    Schade ist auch, dass sie, Herr Hermsdorf, der Ansicht waren, die Beschäftigung mit Landmann erst einmal hinten anzustellen, denn ich glaube nicht, dass ich übertreibe, wenn ich behaupte, dass dieses Buch den Superlativ „wichtigstes Buch der Weltgeschichte“ verdient hätte. Ich schätze sie sehr ob ihrer akribischen Recherche und bin mir sicher, dass sie Landmann in keiner seiner Aussagen widerlegen könnten, so dass sich auch ihr Weltbild -wie das jedes vernünftig denkenden Menschen, der die Konsequenzen aus Landmanns Erkenntnissen überdenkt- fundamental verändern müsste.
    Es ist also eine Tatsache, dass die Allemannen, Schwaben, Thüringer, Sachsen, Angeln etc. die gesamte Welt bis in die hintersten Winkel besiedelt haben, dass es vor der babylonischen Sprachverwirrung eine einzige Sprache, althochdeutsch, weltweit gegeben hat, dass die Mythen und Erzählungen alter Hochkulturen und Völker eben keine Märchen sind -und da kann man sich als geborener Ignorant noch so oft über „Präastronautik“ lustig machen, die Indizien sprechen eindeutig dafür- dass ausnahmslos alle Schriften der Religionen auf vollkommen verkehrten Übersetzungen beruhen und damit nur Irrlehren sein können und somit quasi alle Ideologien und Weltbildmodelle -als Beispiel sei hier die darwinistische Theorie genannt- auf eindeutig falschen Voraussetzungen beruhen.
    Dass die Erkenntnisse Landmanns (und auch Spanuths) mit aller Macht unterdrückt werden ist offensichtlich und da stellt sich natürlich die Frage, wer ein Interesse daran hat, sie nicht publik werden zu lassen und da führen die Spuren -wie bei eigentlich jeder Erkenntnis abseits des Mainstreams- zum selben Stamm. Das „Imperium der Kasse“, das aus den deutschen Diuten hervorgeht -auch das so eine Weltbilderschütterung, Semiten hat es nie gegeben- unterdrückt systematisch alles, was ihrem von ihnen geschaffenen gottlosen, materialistischen Weltbild gefährlich werden könnte. Erst kürzlich habe ich von ihnen, Herr Hermsdorf, die (sinngemäße) Aussage gelesen, die Matrix sei noch viel umfassender, wie es sich auch die „Aufgewachten“ vorstellen können und mit dieser Aussage liegen sie zweifellos richtig.
    Die letzte Etappe auf dem langen Weg, sich die Völker endgültig untertan zu machen, scheint angebrochen. Bargeldverbot und implantierter Chip nebst einer vom „Imperium der Kasse“ gesteuerten Weltregierung werden die letzten seit 9/11 übrig gebliebenen Freiheiten beerdigen, die momentan allerorten eingeforderte Toleranz und Liberalität wird danach für die „gojim“ -und ganz sicher nicht für die Deutschen, die geistigen Vordenker des Imperiums wissen mit Sicherheit um die wahre Menschheitsgeschichte- ganz gewiss nicht gelten.

  8. GM sagt:

    Vielen Dank für den interessanten Vortrag von Herrn Schreyer. Vor der Finanzkrise vor inzwischen schon einigen Jahren habe ich mich wenig mit Gelddingen befasst. Nach der Krise 2008/2009 konnte man sich gut im Netz informieren. Es gab einige sehr aufschlussreiche Artikel von informierten Menschen. An einen Artikel kann ich mich noch gut erinnern, der das System des Petrodollars erklärte. Als ich die Funktionsweise erfasst hatte war ich fassungslos und sprachlos mit welcher skrupellosen Intelligenz eine Gruppe von Menschen die größten unvorstellbaren Vorteile aus der ganzen Welt zieht und darauf achtet, dass möglichst niemand das verstehen kann. Neben diesem Betrug an den unwissenden Menschen ist an diesem heutigen Finanzsystem noch ein weiterer Aspekt tragisch und drängt zu einer grundlegenden Änderung. Es wird zu wenig beachtet, dass unser heutiges Finanzsystem mit seiner Weltdeutung der Erde als ein wirtschaftliches Wachstumssystem die Zerstörung dieser Erde mit Macht voran treibt. Die Menschheit hat noch nicht begriffen, dass die Lebendigkeit, Vielfalt, Abwechslung und Wärme der uns umgebenden Natur der Pflanzen und Tiere unser unabdingbarer und unersetzliche Schutz gegenüber der Dunkelheit, Leere und ewigen Kälte des Kosmos sind. Es sind die Tiere und Pflanzen die uns Geborgenheit und Heimat geben und nicht die Maschinen des technisch-ökonomischen Zeitalters. Die heutige Finanzindustrie sieht die Erde und ihre Bewohner nur als ein auszubeutendes Objekt. Ein Gedanke der an Kälte und Skrupellosigkeit und auch Dummheit nicht zu übertreffen ist.

  9. Heike Heidenreich sagt:

    Da muss man förmlich Goethe zitieren:
    „Daran erkenn ich den gelehrten Herrn!
    Was ihr nicht tastet, ist euch meilenfern,
    was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar,
    was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
    was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
    was ihr nicht münzt, das , meint ihr, gelte nicht.“

    Ihre Arroganz steht diametral zu ihrem Wissensstand und solange sie sich nicht wenigstens ansatzweise -und ich bin davon überzeugt, sie verschlängen den gesamten Inhalt- mit diesem außergewöhnlichen Buch beschäftigen, ist jegliche Diskussion überflüssig. Und auf Spanuth bin ich sicherlich nicht, (passt aber irgendwie zu ihrer eitlen Arroganz), ihretwegen aufmerksam geworden.

    • Hier nun wirklich Frieden zu stiften, erscheint mir schwierig.
      Erhard Landmanns Arbeit ist mir vor längerem zugetragen worden. Sie ist mir aufgrund ihrer fundamentalen Neudeutung von Geschichte und Zeichen erstmal grundsätzlich sympathisch. Ich mag Menschen, die so etwas gegen alle Widerstände entwickeln. Im Detail überprüfen konnte ich das bisher nicht. Ich tat es – zugunsten anderer Themen – nicht, weil ich auch eher den Verdacht habe, dass die These zu gewagt ist. Es gibt, wie ich immer wieder anspreche, durchaus falsche herrschende Lehrmeinungen meiner Ansicht nach. Gibt es zu Landmanns Version der Weltgeschichte nicht auch recht eindeutig belegte, mächtige Einwände? Etwa, was die Wanderungsbewegungen von Menschen-Populationen auf den Kontinenten betrifft? Dazu hat Ingo Bading immer wieder argumentiert – und hier im Vorigen ja einen Beitrag verlinkt.
      Für Außenstehende ohne Landmann-Kenntnis mag das schon allzu abstrus wirken – als könnte es Versionen geben, die solche vorläufigen, aber weitreichenden Konsense der Forschung revidieren?
      Ich habe mit Ingo Bading schon einige Dispute geführt. Hier taucht abermals die Frage nach den Differenzen von Geistes- und Naturwissenschaften auf, wie sie Wilhelm Dilthey formuliert hat. Das ist in Zeiten von Technisierung und dem Primat der Naturwissenschaften bei gleichzeitiger Ausweitung spezifisch kulturell-künstlerischer Praktiken nach wie vor höchst relevant. Dass es nicht weiterdiskutiert wird, könnte ein Grund für zahlreiche Probleme des Wissenschaftsbetriebes und der innergesellschaftlichen Kommunikation sein.

      • Lieber Daniel, um Dir nur wenig Orientierung zu geben. Die Sprachwissenschaften sind etwa um 1800 herum zur Wissenschaft geworden. Jacob Grimm gilt als Begründer der Germanistik. In der gleichen Zeit wurde die Verwandtschaft aller indogermanischer Sprachen erkannt. Später wurde die Verwandtschaft anderer Sprachfamilien erkannt.

        Wer sich mit naturwissenschaftlicher Anthropologie gründlich beschäftigt und hierbei eine gewisse Umtriebigkeit entwickelt (die schön und notwendig ist, ohne die es gar nicht geht), wird bald feststellen, wie umfangreich die heutige Sprachforschung ist, wie weit sie fortgeschritten ist, wie gründlich man versucht, die Geschichte von Sprachfamilien mit dem völkerkundlichen Wissen, mit der Archäologie, mit der Genetik, mit sprachinternen Gesetzmäßigkeiten (Lautverschiebungen etc. pp.) in Abgleich zu bringen, wird eine Ahnung davon bekommen, WAS hier alles an Forschung geleistet ist, wie SCHWER es ist, hier zu Fortschritten zu kommen, welche profunden Leistungen hier überall erbracht werden. Man kann angesichts des Höhenfluges der Wissenschaft immer nur wieder staunen, staunen, staunen.

        Und vor diesem Hintergrund werden dann die „Leistungen“ und „Einsichten“ des guten Herrn Landmann zu einer reinen Lächerlichkeit. Und man kann sie um so leichter als solche erkennen um so mehr man erkennt, mit wie viel sonstigem Geisterspuk sie verbunden sind. Absolut nicht ernst zu nehmen.

        Leider geht der heutigen Bildungsschicht zunehmend mehr das Urteilsvermögen ab, was schon auf den ersten – oder auf den anderhalbten Blick – ernst zu nehmen ist und was nicht. Es ist so schön, wenn man dieses Urteilsvermögen hat und bei anderen vorfindet. Leider kann ich Dir einen Mangel desselben auch diesbezüglich offenbar nicht absprechen angesichts der Worte, auf die ich hier antworte. Wenn alle „einsamen Kämpfer“ im Besitz der „Wahrheit“ wären, oha, die Welt wäre ja voller abstruser „Wahrheiten“, die zu keiner anderen „Wahrheit“ passen.

        Aber so ist die heutige Welt. In dieser Welt prosperiert all der Unfug, gegen den Du ankämpfst wie Don Quichotte gegen Windmühlenflügel. Wobei Du Dir offenbar selbst – wie Don Quichotte – oft nicht ganz sicher bist: sind das nun Windmühlenflügel oder sind das Riesen oder was? In einer Welt voller Narren ist es nicht einfach, kein Narr zu sein. Wirklich wahr. Ich weiß, wovon ich rede. Aber tiefes Hineinknien in Wissenschaft, wirkliches Wissenwollen über alles, was in dieser Welt geschieht und geschehen ist, also ich meine ALLES, Überblick gewinnen über das „Große“, „Ganze“ ist noch immer der beste Ausweg gewesen.

        Das ist eben die Gefahr, daß all die vielen Tunnelblicke das Urteilsvermögen verstellen.

        • Heike Heidenreich sagt:

          Soso, die Leistungen und Einsichten Landmanns sind also „absolut nicht ernst zu nehmen.“ Das Buch mittlerweile gelesen -ist ja auch gar nicht so umfangreich- und das ist ihr, natürlich durch keinerlei Argument unterlegtes, Urteil? Was tun sie mir dann leid ob ihrer Begriffsstutzigkeit. Sollten sie, wie ich eher vermute, das Buch nach wie vor nicht gelesen haben, kann man sie nur als gewissenlosen Desinformanten bezeichnen.

          • Eigentlich müsste ich diese Kommentare in einen eigenen Beitrag über Erhard Landmann kopieren. (Geht aber auch anschließend noch.)
            Hier zunächst noch ein Video mit Landmann:

            https://www.youtube.com/watch?v=MGxzKdh1M18

            @Ingo: Ich bin in vorschnellen Urteilen immer vorsichtiger geworden. Das solltest Du nicht mit Unkenntnis des Begriffs indogermanischer Sprachen verwechseln. Archäologie habe ich nicht studiert. Genetik ist nicht mein Fachbereich.

            Statt gegenseitigen Vorwürfen und allgemeinen Aussagen würde ich in solchen Fällen immer dazu raten: Wenn das Thema verhältnismäßig komplex ist, sucht man sich Einzelheiten und versucht, sie zu verstehen und ggf. zu falsifizieren. Manche großen Theoriegebäude können einstürzen, wenn man ihnen ein paar ihrer Grundsteine entzieht. Mit dem Rest braucht man sich dann nicht mehr zu beschäftigen. Eine Herleitung, die am Anfang falsch ist, kann in der Regel nicht später richtig sein.
            Wenn Erhard Landmann behauptet, es hätten Menschen das Althochdeutsche von Europa aus in alle Welt getragen, welche Haupterkenntnisse der etablierten Wissenschaften sprechen denn dagegen und wie angreifbar sind sie ggf. selbst?
            Klar hat sich die Lehrmeinung an einer Vielzahl von Dokumenten gebildet, die Entwicklungen und Verwandtschaften von Sprachen über Räume und Zeiten hinweg belegen (sollen).

            1. In welchem Verhältnis steht die Wissenschaft indogermanischer Sprachen zur Theorie von Landmann? Wie wägt man Landmanns Revision ab gegenüber der umfangreichen Forschungstradition, die unser bestehendes Weltbild in dieser Hinsicht begründet hat? (Man nennt den Forschungsstand einen „hypothetischen Stammbaum“ [https://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Sprachen] – aber eben nicht ohne sehr viele Einzelstudien, die zu diesem geführt haben.)
            2. Gibt es einen Grund, die Herleitung von Gründungsereignissen und Wanderungsbewegungen von Menschenpopulationen auf Basis von Genanalysen in Zweifel zu ziehen? Welche empirisch fundierten Erkenntnisse hat man stattdessen anzubieten? – Wenn genetische Codes so sind, wie sie sind, und wenn die statistische Basis etwa für eine Out-of-Africa-Theorie vorläufig als wenig zweifelhaft angesehen werden muss – welcher Spielraum bleibt dann noch für eine Begründung von Landmanns Theorie?

            In Landmanns „Weltbilderschütterung“ finde ich per Wortsuche keine einzige Stelle mit der Buchstabenfolge „genet“. Kann es sein, dass er sich diese grundsätzliche Frage gar nicht gestellt hat? (Zu einem Inhaltsverzeichnis hat er sich auch nicht bequemt.)
            Kritiker der Evolutionstheorie tun auch gerne so, als hätten sie umfassend begründete Alternativen anzubieten. Selbst, wenn etliche der Hauptthesen von Out of Africa nicht zutreffen – können genetische Dispositionen von südamerikanischen Indianervölkern überhaupt mit Landmanns Vorstellung in Einklang gebracht werden? Sie müssten ja entweder selbst von Menschen abstammen, die das Althochdeutsche sprachen, oder sie müssten sich sehr wahrscheinlich mit solchen vermischt haben, die es zu ihnen brachten.

          • Heike Heidenreich sagt:

            Ich nehme hier Bezug auf Herrn Hermsdorfs Posting vom 9.12. um 21:15, da ich offenbar nicht direkt antworten kann:
            Wie wäre es damit, Herr Hermsdorf, statt erst alle Bedenkenträger zu recherchieren, einfach mal in das Buch hinein zu lesen? Es ist tatsächlich nicht besonders umfangreich, aber bereits nach wenigen Seiten hat Landmann so viele unumstößliche Beweise für seine Theorie geliefert, dass es einem wie Schuppen von den Augen fällt.
            Das ist ähnlich wie bei 9/11: nachdem man sich vom ersten Schock erholt hatte, die Bilder der kollabierenden Türme (und die kläglichen Reste davon) also „mit anderen Augen“ wahrnahm, wurde einem schlagartig klar, dass die (vermeintlichen) Flugzeugeinschläge unmöglich solche Folgen auslösen können und je intensiver man sich dann damit beschäftigte, desto bewusster wurde einem, wie irrsinnig viele Fliegen an diesem Tag mit einer Klappe geschlagen worden sind. Die Konsequenzen, die sich aus Landmanns Erkenntnissen ergeben, sind allerdings noch viel weitreichender, so dass das Buch seinen Titel absolut zurecht trägt.

          • Wenn ich eine Formulierung verwende wie „so viele unumstößliche Beweise“, gebe ich wenigstens ein Beispiel. Und dass Landmanns Buch kurz ist, spricht nicht für eine umfassende Widerlegung umfangreichster Forschungen. Sie ahnen vielleicht: eher im Gegenteil.
            Ich würde auch nicht dazu raten, Fragen wie die nach der menschheitsgeschichtlichen Herleitung über die Sprachentwicklung und das Erbgut einfach wieder beiseite zu lassen, nachdem ich sie hier gestellt habe. Welche Qualifikationen haben Sie selbst in diesen Fachgebieten, dass Sie deren Erkenntnisbildung so grundlegend in Frage stellen können bzw. Landmann darin zustimmen? Ihr Begriff „Bedenkenträger“ suggeriert, es gebe nicht allen Anlass zu Bedenken.
            Wenn Sie Landmann preisen, sind Sie in der Pflicht. Bisher gibt es nur die Behauptung, es handle sich um ein bahnbrechendes Buch, das andere lesen müssten. Letztere haben nur bisher kein ernsthaftes Argument sehen können, warum.
            Entschuldigen Sie – wenn man selbst Dutzende Blog-Artikel und Videos zu Büchern macht, um ihre Relevanz einem Publikum barrierefrei zu veranschaulichen, sollte das wohl erlaubt sein. Bisher habe ich nur sehen können, dass Landmann ein schon relativ komplexes Geflecht von Analogien aufzeigt. Sie kommunizieren hier mit jemand, der in seinen Interpretationen neben redundanten Strukturen als Grundlage von Bedeutung stets mehrere Kontext-Faktoren anführt (nicht bloße Korrelationen, sondern multifaktorielle Bezüglichkeiten) – oder seine Aussagen einschränkt. Tut man das nicht, ist ein Text unwissenschaftlich.

      • Die Frage ist, halt, lieber Daniel: was tut Don Quichotte, wenn er eine Windmühle, äh, nein, wenn er mehrere große Riesen sieht, die mit den Armen fuchteln? Er könnte auf Sancho Pansa hören, der ihm sagt: beachte die nicht weiter, das sind Windmühlen. Oder er könnte eben Don Quichotte sein und jetzt drauf los reiten mit dem kühnen Wort des mittelalterlichen Ritters: „Ich bin in vorschnellen Urteilen immer vorsichtiger geworden.“
        Lieber Daniel, warum vorsichtig werden? Wenn Du eine Dummheit begehst, und eine geniale Idee als Blödsinn kennzeichnest, kannst Du doch immer noch später Deine Meinung revidieren! 😉 Ich bin da ein bisschen sorgloser. Das gehört eben auch zur „Arbeitsökonomie“. 🙂
        (Nein, ich bin nicht sorglos. Aber es sieht für Dich so aus. Sei’s drum.)
        Aber Du hast ganz recht, Dein methodisches Vorgehen ist ganz richtig, wenn Du es mit einer ernst zu nehmenden Theorie zu tun hättest. Immer schön ritterlich! Hoffentlich kommen Dir nicht zu viele Windmühlen in den Weg, bzw. auf den Blog!!!! 🙂 Der Don Quichotte wurde auch ganz konfus vom vielen lesen von Ritterromanen!!!

  10. Oh, dann haben Sie aber den seltenen Begriff „Weltbilderschütterung“, der sonst von Ihrem verehrten Herrn Landmann verwendet wird, schon gut verinnerlicht, das muß man schon sagen. Tolle Leistung.

    Und ob Sie nun weiblich oder männlich sind, wollen Sie immer noch nicht sagen. 😉

    Herr Spanuth hat – meines Wissens – nichts von Außerirdischen gefaselt, liebe „Heike“. Aber ich verstehe schon, daß Sie auf die Nennung des Namens Jürgen Spanuth durch mich anspringen. Da sind Sie nicht der einzige. Der ist offenbar inzwischen eine Art Schlüsselwort geworden für alle „Germanisch-Okkulten“. Es dürfte aber etwas veraltet sein, dieses „Schlüsselwort“. Spanuth ist längt zu einem unter vielen geworden. Der Kulturaustausch zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeerraum in der Antike wird schon seit langem breit erörtert in der Wissenschaft, darüber gibt es viele Ausstellungen, den habe ich auch sonst – und ohne den Namen Spanuth zu nennen – breit erörtert auf meinem Blog (etwa unter dem Schlagwort „Bronzezeitliche Stadtgeschichte Mitteleuropas“).

    Es wäre schön, wenn man sich auch für Wissenschaft interessieren würde, wenn sie NICHTS mit Okkultismus zu tun hat und einstweilen noch keinem okkulten Weltbild zugeordnet worden ist. Leider tun das zu wenig.

    Aber den Okkulten kann man nur sagen: Es wird alles nichts helfen. Wissenschaft und Okkultismus stoßen sich gegenseitig ab. Die Wissenschaft hat da so eine wasserabweisende Folie … Ist ärgerlich, aber ist so! 🙂 Und diese Folie macht Leute, die sich für Wissenschaft interessieren UNGLAUBLICH „arrogant“, in der Tat. Diese Arroganz sollte verboten werden. Ist ja widerlich!

  11. Heike Heidenreich sagt:

    Das ist ja wirklich mal eine steile These, dass die Qualität eines Beitrags geschlechtsabhängig ist. Obwohl…wenn ich ihre Replik lese, da könnte tatsächlich etwas dran sein, denn offensichtlich haben sie weder von dem einen noch von dem anderen Buch auch nur eine einzige Zeile gelesen, plustern sich aber hier in einer Form auf, für die widerlich arrogant noch eine beschönigende Interpretation wäre.
    Dafür, dass Landmann von der „Rechten“ sozusagen vereinnahmt wird, kann der gute Mann nichts. In seinem Buch jedenfalls ist nichts von einem überbordenden Chauvinismus zu erkennen, sondern lediglich ein aufrichtiges Streben nach der „Wahrheit“ und dasselbe Streben muss man Spanuth attestieren. Da beide wussten, dass sie vom durch und durch korrumpierten Wissenschafts-„Mainstream“ angegriffen werden würden, haben sie ihre Beweisführung tw. doppelt und dreifach abgesichert, aber das wischt ein Herr Bading natürlich mit einem Federstreich (und einem Link zu psiram) beiseite. Ich hoffe für sie, dass sie nicht zuviel Zeit in die „Archäogenetik“ investieren, denn mit ihrer offensichtlich bevorzugten Quelle „wikipedia“ können sie sich bis ans Ende ihrer Tage damit beschäftigen und werden die Puzzleteile dennoch nicht zusammenfügen.
    Zum Abschluss möchte ich noch loswerden, dass es mich zwar ehrt, dass sie Herrn Landmann als eventuellen Urheber des Postings vermuten, aber leider kann ich mich mit seinem genial anmutenden Talent und Gefühl für Sprache(n) in keinster Weise messen.

  12. „Heike Heidenreich“!!!!

    Ich hoffe nicht, daß sich hier – wieder einmal – ein Mann hinter einem bekannten weiblichen Namen verbirgt. Es macht aber leider doch so ziemlich genau diesen Eindruck. Denn so viel Schwachsinn kann man sich – getippt von einer Frau – doch auch wieder nur sehr schwer vorstellen.

    Ein glorreicher Fritze, den Sie da empfehlen, „HERR Heidenreich“. Erhard Landmann (https://www.psiram.com/de/index.php/Erhard_Landmann). Man lernt ja nie aus. Vermutlich sind Sie selbst eben selbiger. Und es gibt immer noch einmal in der Welt einen Irren, von dem man bislang noch nicht wußte und von dem auch noch nie begehrt hatte zu wissen. Danke, daß Sie die Güte besaßen, meinen Blog von so einem Schwachsinn freizuhalten. Dafür werde Ihnen in Ewigkeit dankbar sein und den Göttern auf Beteigeuze eine Hammelkeule opfern.

    Weltbilderschütterung scheint so Ihr ganz besonderes Thema zu sein. Und Sie werden es nicht glauben. Heute mittag ging es durch die Nachrichtenmeldungen, natürlich nur ganz versteckt, nicht groß herausgestellt, aber ich hab es nicht übersehen. Auf Mount Palomar wurde ein Funkspruch von Proxima Centauri empfangen. Und – jetzt halten Sie sich fest!!!!! – „Welt-bild-er-schütt-er-ung“!!!!!!!: Er ist auf Althochdeutsch:

    mıt geru ſcal man geba ınfahan
    ort ƿıdar orte …
    du bıſt dır alter hun ummet ſpaher
    ſpenıſ mıh mıt dınem ƿuortun ƿılı mıh dınu ſperu ƿerpan
    pıſt alſo gıalt& man ſo du eƿın ınƿıt fortoſ

  13. Heike Heidenreich sagt:

    Um es kurz zu machen: diejenigen, die sich schon länger mit dem Thema Schuldgeldsystem befassen, werden aus dem Vortrag keinerlei Erkenntnisgewinn ziehen können.
    Ich habe eine etwas ungewöhnliche Bitte an sie, Herr Hermsdorf: ich meine mich erinnern zu können, dass sie einen guten Kontakt zu Ingo Bading pflegen und da ich nicht auf seinem Blog schreiben möchte, bitte ich sie auf diesem Umweg, ihm meinen Kommentar respektive meine Buchempfehlungen zukommen zu lassen, denn ich bin mir sicher, dass er nach der Lektüre dieser Empfehlungen seine in „Kossinna lacht“ geäußerten Theorien bzgl. der „Archäogenetik“ in weiten Teilen revidieren muss.
    Beide Bücher sind gratis auf „archive org.“ abrufbar und dürften eine „Weltbilderschütterung“, so der Titel des Buches von Erhard Landmann, bei Herrn Bading auslösen. Landmann, den man im Gegensatz zum total korrumpierten Mainstream -und mittlerweile glaube ich, dass es da vollkommen egal ist, um welche (Wissenschafts-) Disziplin es geht- nur als Wissenschaftler im allerbesten Sinne bezeichnen kann, beweist anhand tausender Beispiele, dass sämtliche Hochkulturen der Antike bis hin zu den Osterinseln althochdeutsch als Sprachstamm ihr eigen nannten. Dasselbe gilt auch für griechisch und Latein, sowie ausnahmslos alle heute existenten Sprachen von baskisch über ungarisch bis zu japanisch.
    Mit der gleichen Akribie und Beweiskraft zeigt Jürgen Spanuth in seinem Buch „Atlantis“ auf, dass dieser Mythos keine Fiktion, sondern die wohl allererste Hochkultur der Menschheit gewesen ist und diese Kultur in alle Erdteile getragen hat. Ziemlich exakt 1220 v. Chr. ist diese Zivilisation, sozusagen die Urahnen der Germanen, aufgrund furchtbarer Naturkatastrophen innerhalb kürzester Zeit im wahrsten Sinne des Wortes versunken. Mit absolut überzeugenden Argumenten verortet er Atlantis in die Nordsee, Helgoland stellt den kläglichen Rest dieser ehemals riesigen Insel dar. Das erklärt vielleicht auch, warum die Alliierten dieses Fleckchen mit mehr Sprengstoff „befreiten“ ,wie das gesamte dt. Reich, und das war ja schon beileibe nicht wenig, abbekam.
    Es versteht sich von selbst, dass das „Imperium der Kasse“ mit seiner Geld-, Medien- und damit natürlich auch Deutungsmacht alles in seinen Kräften liegende unternimmt, um diese (nach Lektüre der Bücher zweifelsfrei) wahre Version der Historie zu unterdrücken. Im Grunde ist das eschatologische Schema sowie das A.T. eine Aufarbeitung der Geschichte der Atlanter und wenn die Welt erführe, dass die Vorfahren der „kulturlosen, barbarischen“ Germanen der Kulturbringer für die gesamte Welt waren, käme das tatsächlich einer Weltbilderschütterung nahe. Darum zum Abschluss ein sehr schönes Zitat von Rudolf Gorsleben aus seinem auch durchaus empfehlenswerten Buch „Hoch-Zeit der Menschheit“, das das „Imperium der Kasse“ treffsicher beschreibt: „Wo der „Jote“ den „Goten“ in die Tiefe graben sieht, verschüttet er ihn in seiner Grube, wenn er kann.“

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