Senken #Corona-#Impfungen die natürliche #Immunität oder nicht?

Auf Twitter teilte ich vorige Tage einen Artikel von The European, der eine britische Fachstudie bespricht. Und ich kann im Tenor des Artikels bisher nichts Falsches erkennen:

In ihrem Bericht “COVID-19 vaccine surveillance report” der Woche 42 räumt die britische “UK Health Security Agency” auf Seite 23ff. ein, dass „die N-Antikörperspiegel bei Personen, die sich nach zwei Impfdosen infizieren, niedriger zu sein scheinen“. Desweiteren heißt es in der Studie, dass dieser Antikörperabfall im Grunde dauerhaft ist.

https://www.theeuropean.de/egidius-schwarz/neue-studie-britische-gesundheitsbehoerde-warnt-geimpfte-koennten-dauerhaft-weniger-antikoerper-haben/

Ich bin medizinischer Laie und versuche, wie alle, hier Klarheit zu erlangen. Das Zitat ist korrekt. Und ich lese nochmal zu den betreffenden N-Proteinen nach. Dazu das Robert Koch Institut:

Das N-Protein wird von Testherstellern überwiegend für den Direktnachweis des Virus genutzt, da es in relativ großer Menge im Viruspartikel vorhanden ist und zudem sehr konserviert ist (also weniger Veränderungen unterliegt).

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html

Ein Problem von Impfstoffen ist doch offiziell, dass Mutationen ihre Wirksamkeit einschränken können – und wir hören von solchen des Spike-Proteins:

Die große Anzahl von genetischen Veränderungen (Mutationen) im Spike-Protein (Spike: englisch für „Dorn, Stachel“) wirke sich auf Viruseigenschaften wie Übertragbarkeit und Immunflucht aus, so die WHO am 26. November 2021.

[…]

Es liege nahe, dass die Impfstoffeffektivität bei Omikron signifikant niedriger ist als bei Delta und schnell schwindet – gegenüber symptomatischen Erkrankungen ist der Schutz gegen Hospitalisierung größer, vor allem nach einer Auffrischungsdosis.

https://de.wikipedia.org/wiki/SARS-CoV-2-Variante_Omikron

Wenn also Impfstoffe relativ schnell nicht mehr gegen mutierte Spike-Proteine schützen und bei zweifach Geimpften “die N-Antikörperspiegel […] niedriger zu sein scheinen”, wäre ein Effekt der zweifachen Impfung möglicherweise, dass der Immunschutz gegen das Virus und auch seine folgenden Varianten geringer ausfällt, sobald der Immunschutz durch die Prägung auf Spike-Proteine nachlässt. Dabei ist aufgrund bisheriger Erhebung der Vorteil der Impfung bei noch wirksamer (aber immer zeitlich begrenzter) Immunisierung dennoch gegeben, da eben zwar “symptomatische Erkrankungen” vermehrt auftreten, aber weniger Krankenhaus-Aufenthalte. Dieser Satz ist auf Deutsch in der Wikipedia weniger verständlich als im als Fußnote 12 beigefügten Zitat:

These estimates suggest that vaccine effectiveness against symptomatic disease with the Omicron variant is significantly lower than compared to the Delta variant and wanes rapidly. Nevertheless, protection against hospitalisation is much greater than that against symptomatic disease, in particular after a booster dose […]

https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1044481/Technical-Briefing-31-Dec-2021-Omicron_severity_update.pdf

Nicht zu vergessen freilich, dass hier mit “scheinen” formuliert wird. The European verwendet den Potentialis “könnte”, was journalistischen Standards entspricht.

Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Befund, der systematisch überprüft werden muss. Stellt er sich als richtig heraus, könnte dies ein Element sein, die herrschende Impf-Agenda in Frage zu stellen, die von allen (so kann man derzeit wohl wirklich formulieren) Mainstream-Vertretern verbreitet wird.

Denn obwohl “die (angeblichen) Medien” unisono behaupten, Langzeit-Effekte seien durch ein “teleskopiertes” Zulassungsverfahren zweifellos ausgeschlossen, ist dies in meinem Verständnis doch ein mögliches Anzeichen, dass einzelne Vorgänge im Immunsystem hier noch nicht ausreichend verstanden sind. Wenn es einen ursächlichen Zusammenhang von zweifacher Impfung und weniger N-Antikörpern gibt und dies nicht vorausgesehen wurde – welche Überraschungen sind dann noch möglich? Was geschieht bei einer vom Impfstoff-Anbieter mit der Mainzer Adresse “An der Goldgrube 12” angestrebten jährlichen Impfung, nachdem der anfänglich als Erlösung verkaufte Impfstoff (“ein Pieks”) bisher im Abstand einiger Wochen eine Nach-Impfung (wahlweise “Booster” genannt) wegen abnehmender Wirksamkeit notwendig machte? Und was folgt daraus für den Zustand von Geimpften? Wenn sie nicht das Impf-Abo bis zum Lebensende abschließen – bleibt ihr N-Antikörperspiegel auch dann dauerhaft niedrig? Wäre eine gesetzeskonforme Information über einen Impfstoff die einer Aufklärung darüber? Wenn man dies heute noch nicht sagen kann, aber bedeutsame Anzeichen dafür hat – was folgt daraus für die Aufklärungspflicht aller Beteiligten? Was folgt juristisch daraus für den bisherigen Verlauf der Impf-Kampagne sowie die Folgezeit nach dem Auftauchen solcher Warnungen?

Die UK Health Security Agency betont abschließend die statistisch angeblich eindeutige große Zahl verhinderter Covid-19-Todesfälle und Hospitalisierungen. Damit sind jedoch immer noch nicht Verhältnismäßigkeiten geklärt, die außerhalb der Mainstream-Medien alle diskutieren. Warum etwa Kinder geimpft werden, während Betroffene in starker Überzahl schwerkranke Senioren sind, erschließt sich ja ebensowenig wie die implizite Behauptung, durch Impfung vor schwerer Erkrankung Geschützte würden verstärkt durch ungeimpfte Kinder infiziert, während auch Geimpfte das Virus weitertragen. (Die im vorigen Satz enthaltenen Logiken werden derzeit auf allen Kanälen gebetsmühlenartig als medizinische ultima ratio verbreitet.)

Was passiert auf Twitter, wenn man einen solchen Hinweis gibt? Nachdem ich weder hier im Blog noch zu geteilten Links zu vorigen aufwändigen Beiträgen zum Thema irgendeine Resonanz erhielt, fühlte sich Der Spendenteddy (@SImpfungen) bemüßigt, die Zuspitzung des European-Beitrags auf eine ‘Warnung’ gleich in ihrem eigentlichen Inhalt in Frage zu stellen. Als ich dies zurückwies mit der ironischen Frage: “Also Antikörper-Senkung nicht durch, sondern mit der Impfung? Eindeutig?” … sah der Spendenteddy nur noch die Aggression als letzten Ausweg:

Lern Lesen, Junge. Es gibt keine Senkung irgendeiner Art und Weise.

Wie er zu dieser Aussage kommt, kann vielleicht jemand Anderes erklären. Ein Internet-Spendenteddy antwortet darauf nicht, er pöbelt und verzieht sich flugs – und so habe ich es in Deutschland seit 20 Jahren eigentlich zu allen für mich wesentlichen Themen in Bereichen wie (in erster Linie: Kultur-)Wissenschaft oder Journalismus erlebt, die man durch Gender-Mainstreaming, Restitution afrikanischer Kunstgegenstände u. v. m. ausgetauscht hat. “Niedriger” ist ja ein Synonym für etwas, das im Vergleich einer “Senkung” unterliegt. Dass die bisherigen Befunde Anlass zu weiterer Analyse geben müssten, würde meinem Verständnis entsprechen. Und dass eine vorläufig festgestellte Korrelation keine Kausalität ist, sollte nicht die einzige Erkenntnis von etwas sein, das “Wissenschaft” zu sein behauptet.

Auch das ZDF in Person von Oliver Klein und Nils Metzger liefert ein Debunking, das mich mit Fragen zurücklässt, statt sie durchweg schlüssig zu beantworten. Die Immunologin Prof. Christine Falk erklärt es so:

Kommt es zu einer Infektion mit dem Coronavirus, produziert das Immunsystem außer den S-Antikörpern auch noch sogenannte N-Antikörper. Doch Geimpfte, die bereits mit den S-Antikörpern gegen das Virus ankämpfen benötigen diese N-Antikörper gar nicht mehr im gleichen Umfang: N-Antikörper müssen also nicht so stark ausgeprägt sein, so Falk.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-faktencheck-immunitaet-impfung-100.html

Damit wird hier also implizit die Auffassung vertreten, dass eine Impfung vollkommen unumgänglich sei und dass ein Impfschutz ständig erneuert wird, sobald ein Rückgang der Wirksamkeit festgestellt wird. Die Frage, was im Anschluss an zwei Impfungen die Auswirkungen auf ein Immunsystem sind oder sein können, ob diese begrenzt oder dauerhaft wären, was möglicherweise bei jahrelangen – vielleicht sogar jährlich mehrfachen – Impfungen für bisher nicht bekannte Auswirkungen nun als prinzipiell möglich erscheinen müssten, weswegen es sonst jahrelange Zulassungsverfahren für Impfstoffe gibt – all das kommt in diesem “Qualitätsmedium” mit staatlichem Zwangs-Abonnement leider nicht vor.

Was verstehe ich daran falsch? Man kann meine unbezahlte Arbeit hier gern per Kommentar korrigieren.

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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