Mit #Aluhut … äh, Goldfolie direkt zum #Mond – #Hoax #Verschwörung

Man muss hier von einer Wiedervorlage sprechen. Über die Jahre haben sich immer wieder Kommentatoren diesen Bildern der US-Mondlandung 1969 mit “Apollo 11” in Bezug auf dieses Detail gewidmet: Die Verkleidung des Raumkapsel mit Goldfolie und anderem.

mondlandung-1969-goldfolie-apollo-11-1

Da fragt sich Rainer L. schon 2009:

Wie heiß ist der Strahl vom Triebwerk der Landefähre und welche Temperatur kann “Goldfolie” an den Beinen der Landungsfähre aushalten??

Jo Conrad im selben Tenor auf seiner Website:

Warum wurden die Streben und Landeteller mit Goldfolie (sowie Kupfer- Alu- und Schwarzfolie) eingewickelt? Das macht man mit verderblicher Ware, um sie vor Hitze zu schützen. Die Landeteller sind aus Metall. Sie können große Temperaturunterschiede aushalten. Wozu muß man sie mit Metallfolie einwickeln, wenn man um jedes Gramm Gewicht (bzw. Masse) kämpfen muß?

mondlandung-1969-goldfolie-apollo-11-2

Tja, nun … Die Apollo 11 wurde offensichtlich gut mit Gold- und anderer Folie eingepackt, um sie vor den schwierigen Umgebungsbedingungen des Weltalls zu schützen. Dass bei rasenden Geschwindigkeiten etwas davon abreißen sollte, war eine reale Gefahr, die offensichtlich jedoch nicht in diesem Maße Wirklichkeit wurde. Bei der dramatischen Landung fiel wohl etwas davon ab, wie man auf dem ersten Foto sieht – aber nicht viel. Für den Rückflug reichte offensichtlich auch das an Ummantelung, was unbeschädigt geblieben war.

Dass die Folie nicht glatt aufgebracht wurde, hatte sicherlich Gründe, die sich innerhalb der Jahrhunderte noch herausstellen werden. Sollte es eine spezielle Aerodynamik gewesen sein? Oder gerade ein Tribut daran, dass sich im Weltall gar keine Luft befindet, von der eine Dynamik ausgehen könnte? Sodass deshalb die Oberflächen solcher Raumschiffe beliebig unregelmäßig sein dürfen?

Die Modellbauer von Revell modifizierten das Design noch einmal in der Weise, dass die Folien nicht bis zu den tellerförmigen Füßen der Beine von Apollo 11 heranreichten. Ob es in der Wirklichkeit auch so funktioniert hätte? – Es bleibt spannend.

apollo-egale-revell

Fotos der Apollo-11-Mission: NASA

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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6 Responses

  1. auchnicht sagt:

    Geil, wie solche Leute einerseits immer schreien “nichts ist, wie es scheint, ihr Schafe,” ihre gesamte Argumentation dann aber darauf aufbauen, wie ihnen etwas auf den ersten Blick erscheint. Wenn etwas auf den ersten Blick wie Goldfolie aus dem Erste Hilfe Kasten aussieht, muss es das wohl auch sein. Recherche erledigt, Erkenntnisprozess abgeschlossen. Hoax!
    Wie, “speziell entwickelte verbundfolie aus 25 schichten, darunter maßgeblich aluminiertes kapton, die hohen temperaturunterschieden widersteht”? Kenn ich nicht, seh ich auf den Fotos nicht, kapton hab ich nie gehört. Muss ich also nicht berücksichtigen. Wie, das Material dient auch dazu, Schäden durch Mikrometeoriten zu minimieren, und ist großzügig und locker gewickelt, damit die Erschütterung durch die Einschläge nicht an die darunterliegenden Strukturen weitergegeben wird? Kenn ich mich nicht mit aus, kann also nicht relevant sein. Wie, einen Rückflug musste das Landegestell nicht überstehen, weil es auf dem Mond zurückblieb? Aber das passt mir nicht in meinen post! und selber zu recherchieren hab ich keine zeit, ich muss doch alle paar Sekunden was twittern! wenn man dein blog so liest, fragt man sich teilweise, was seine Funktion ist und ob es nicht in Wirklichkeit dazu dienen soll, berechtigte Verschwörungstheorien und -theoretiker durch Verbreitung von bullenmist zu diskreditieren.

    • Sehr mutig, sich anonym zu melden – sollte man in der Argumentation doch noch unterliegen, ist man dann auf der sicheren Seite. Sich erstmal Erleichterung verschaffen, im Zweifelsfall unerkannt bleiben – und dabei ganz wertvolle Arbeit in der Aufklärung über falsche Verschwörungstheorien leisten.
      “Erkenntnisprozess abgeschlossen” – wer hat das behauptet? Das tun viele Mainstream-Medien – indem sie keine Kommentare zulassen. Übrigens werden Leute, die so vorgehen, teilweise sogar von Zwangsgebühren bezahlt, und zwar nicht schlecht. Und, wie gesagt, auch qualifiziertere Kommentare unter Klarnamen bleiben ihnen als Kritik erspart. Einer wie Du darf woanders stänkern – und tut es auch brav, da sind wir gerne Untertan. Unser Weltbild bleibt intakt.
      Die sachlichen Informationen in Deinem Kommentar sind hier willkommen. Schön wären natürlich Quellenangaben. Unter dem Wortlaut Deines angeblichen Zitats finde ich im Netz genau: gar nichts.
      Aber lass ruhig weiter die anderen Quellen angeben und investiere Deine Energie lieber in Unflätigkeiten (Du wirst Deine Klientel sicher finden):

      During the return journey from the Moon, Apollo 11 astronaut Neil Armstrong commented that during the launch of the Lunar Module ascent stage, he could see “Kapton and other parts on the LM staging scattering all around the area for great distances.”
      https://en.wikipedia.org/wiki/Kapton#Spacecraft

      Hört sich nach einer stabilen Installation an. Ist ja bloß ein Flug zum Mond, falls was schiefgeht, bleibt man eben da. Die Quelle, die Du uns nicht nennst, wird allemal glaubwürdiger sein als meine Beobachtung. Dafür stehst Du ja mit Deinem falschen Namen.
      Und wenn man die Folie so unregelmäßig um das Landegestell wickelt, “damit die Erschütterung durch die Einschläge nicht an die darunterliegenden Strukturen weitergegeben wird” – hofft man also darauf, dass kein “Mikrometeorit” dort auftrifft, wo die Folie zufällig unmittelbar auf dem darunterliegenden Material aufliegt? Dabei teilweise, wie man am ersten Bild des tellerförmigen Fußes sieht: mal diese, mal jene Folie zuoberst.
      Schau Dich gern auf meiner Website um, vielleicht fällt Dir noch mal was auf. Aber äußere Dich am besten nur, wenn’s was zu kritisieren gibt … und werde zur Sicherheit lieber gleich vulgär.

      • auchnicht sagt:

        https://www.quora.com/Why-was-so-much-of-the-Apollo-lunar-module-ascent-stage-covered-in-flat-panels
        https://www.quora.com/Apollo-Program-What-was-the-material-on-the-side-of-descent-stage-on-the-lunar-module-It-looks-like-tin-foil
        http://home.earthlink.net/~pfjeld/lmdata/
        Man “bleibt nicht eben da” falls was schiefgeht sondern plant das Zurücklassen der Landestation von Anfang an:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Mondlandefähre
        Mein Name ist im Übrigen genau so egal wie deiner, so lange das, was wir schreiben, kein Bullenmist ist. Und ich bekomme weder Geld aus “Zwangsgebühren” (que? Meinst du steuern?) noch wie du von amazon oder aus Anzeigen auf meiner website.

        • Danke sehr für Deine Hinweise.
          Name ist aus meiner Sicht halt nicht egal, man verhält sich anders und muss zu seinem Wort stehen – so, wie Du hier mich zur Rede stellst. Was Du gerne tun kannst. – Den Hinweis auf Unterschiede zur Bezahl-Welt der Print-Journale und Öffentlich-Rechtlichen muss ich leider auch immer wieder machen. (Rundfunk-Gebühren sind ja eine Art Zwangssteuer, es kann sich niemand entziehen.) Ich hoffe, Lesern ist klar, dass Leute wie ich einstweilen noch dafür bezahlen, dass sie Artikel an die Leser verschenken dürfen. Und sich dafür kritisieren lassen.
          Dieser Artikel hier ist in einem ironischen Ton gehalten und u. a. mit “Satire” gelabelt. Das bedeutet in diesem Fall nicht, dass er Unsinn sein soll. Er weist lediglich auf ein paar Unstimmigkeiten und vorhandene Kommentare hin. Ich bin weder ein Experte in Sachen Mondlandung, noch bin ich zwanghaft daran interessiert, in diesem Fall auch eine Fälschung nachzuweisen. Überzeugt hat mich die offizielle Version aber bisher auch nicht (oder nicht erneut, seitdem ich Zweifel bekam).
          Dass Gold in solchen Zusammenhängen eine technische Funktion haben kann, ist mir bekannt. Es erzeugt aber auch eine besondere Bildwirkung – ein zentrales Interesse hier im Blog. Im okkulten Kontext spielt Gold immer wieder eine Rolle – und mir scheint, es wird auch mit dieser Bedeutung in öffentlichen Inszenierungen gespielt. Deshalb gibt es hier so etwas wie einen weiteren Anfangsverdacht, auf den ich auch hinweisen wollte.
          Ich will auch nicht die Leistungen von Technikern in Abrede stellen, mit denen ich mich auf diesem Gebiet gar nicht messen kann. Gleichwohl lese ich hier und da zu diesen Themen – und so einiges scheint mir recht abenteuerlich.
          Fälschungen wären hier noch aufwändiger und nicht zuletzt über Jahrzehnte konsequent durchgeführt, sogar über Ländergrenzen hinweg. Vielleicht ist auch manches echt, manches gefälscht. So jedenfalls ein Sowjet-Kosmonaut über die Film-Aufnahmen der Mondlandung (https://gesichter.wordpress.com/2016/06/05/kosmonaut-alexei-leonow-und-satanist-aleister-crowley-raumfahrt/).
          Es gibt ja doch recht deutliche Hinweise auf Fälschungen der Space-Opera: https://filmdenken.de/nasa-geschockt-iss-beweist-mondwandlung-raumfahrt-simulation-greenscreen/ (ich meine jetzt nicht mein Scherz-Video darin, das aber Möglichkeiten von Fälschung aufzeigt) – oder hier:
          https://www.youtube.com/watch?v=38ynHKGzplQ
          https://www.youtube.com/watch?v=CHg-FL8F8NM
          Es mag befremdlich oder schwer vorstellbar wirken, dass allerlei technische Details bloß erfunden sein sollten. Allerdings ist für Normalbürger der Weltraum schlichtweg nicht erreichbar, kaum eines der Details überprüfbar, die dort oben in einem schwerelosen Raum geschehen sollen. Auch das interessiert mich hier auf einer Ebene der Betrachtung – als ein philosophisches und medienspezifisches Problem. Man sieht etwas, das nicht überprüfbar ist. All das sind Musterbeispiele für Erkenntnistheorie.

  2. Marty sagt:

    Jemand, für den Glaubwürdigkeit erst hergestellt ist, wenn etwas “für den Normalbürger überprüfbar” ist und ihm nicht “abenteuerlich erscheint,” sollte sich nicht als Wissenschaftler bezeichnen, nicht mal als Medienwissenschaftler. Wenn du Wissenschaftler wärst, oder auch nur Journalist, würdest du nicht unüberprüft peinlichste Youtube Videos verlinken, von denen das eine null Argumente enthält, nur Behauptungen, und das andere darin besteht, das eine Stimme irgendeinen Fetzen Material, der sich von der Raumstation oder dem Raumanzug löst, immer wieder gibberlnd als Luftblase bezeichnet, die angeblich beweisen soll, dass das ganze unter Wasser stattfindet. Diese Person sollte, Stichwort Normalbürger und überprüfen, vielleicht lieber mal tauchen gehen und versuchen, unter Wasser annähernd die gleichen Bewegungsabläufe in der gleichen Geschwindigkeit hinzukriegen wie die Astronauten in den Videos.

    Stattdessen würde ein Journalist oder Wissenschaftler vielleicht kontakt mit einem Astronomen/Hobbyastronomen aufnehmen
    http://www.sternklar.de/astronomie_in_berlin.htm und ihn bitten, ihm die direkte Beobachtung der ISS zu ermöglichen. Ein zehn zoll teleskop um ca 700 Euro reicht völlig aus, um recht detailliert die Strukturen zu sehe. Nächster Schritt könnte dann die Kontaktaufnahme zu einem Amateurfunker sein http://www.darc.de/der-club/distrikte/y/ortsverbaende/09, der vielleicht bereit wäre, die ISS direkt anzupeilen und die Kontaktaufnahme zu versuchen. Die Astronauten haben da Routine, nur eins von vielen Beispielen: http://m.focus.de/wissen/weltraum/raumfahrt/neun-minuten-rauschen-und-knacken-schueler-telefonieren-im-all-mit-iss-astronaut-gerst_id_3962789.html
    Der Funkamateur wird dir sicher auch zeigen und erklären, wie die Umlaufzeiten des funksignals beweisen, dass die Reaktion direkt von der ISS kommt und nicht etwa von der Erde dorthin und dann zurück gefunkt wird. Sie also bemannt sein muss.
    Wenn manzwischen den Zeilen liest, hast du scheinbar Probleme, zu glauben, dass Schwerelosigkeit existiert. Vielleicht hilft dir auch da die eigene Erfahrung, so teuer ist das gar nicht: http://www.erlebnisgeschenke.de/parabelflug/
    Grüße

    • Dieser Kommentar bezieht sich lediglich auf eine zweifelnde Grundhaltung, ja nicht wesentlich auf Inhalte und Interessen dieses Textes.
      Das Video mit Leonow (siehe vorige Antwort) besagt ja von Astronauten-Seite, dass es partielle Fälschungen gegeben hat – meines Wissens eine so direkte Aussage, wie es sie bisher nie gegeben hat. (Oder wurde das Russische falsch übersetzt?)
      Mein Text hier bezog sich auf Bilder der Mondlandung. Der frühere Eintrag wies auf ein paar skeptische Videos zu Bildern aus der ISS hin.
      Lufblasen unter Wasser hat nun jeder einmal gesehen. Sind diese Videos nicht gefälscht, gibt es doch wenige andere Erklärungen als eine Situation unter Wasser, oder? Kann natürlich selbst ein Hoax per Bildmanipulation sein – das ist nie ausgeschlossen. Und auch darum geht es hier in der Durchsicht – weil ja nicht wenige solche Videos gesehen haben und sich dasselbe fragen.
      Mit Zweifeln an der Sachkunde eines Autors wäre ich vorsichtig, wenn ich vielleicht die Perspektive nicht verstehe.
      Ansonsten kann man weiter viel Spaß wünschen bei Funk-Telefonaten mit der Raumstation über das Duschen in der Schwerelosigkeit.

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