#Berlin-#Attentat: Seltenes #Video direkt nach dem Crash

In der Hoax- und Manipulations-Debatte zum Attentat an der Berliner Gedächtniskirche hat Anaconda MaltLiquor ein singuläres Beispiel veröffentlicht: „Berlin Market Truck. Dressing the set before they go live.“ Der Off-Kommentar ist etwas naßforsch. Das, was wir sehen, ist abermals nicht so eindeutig, wie die Stimme es nachträglich sprachlich beschreibt. Aber es ist zumindest in den deutschen und Mainstream-Medien so zuvor nicht gesehen: der beschädigte Lkw, den Anis Amri gesteuert haben soll, mit allerlei mehr Trümmern an der Front verkeilt, als es später auf den millionenfach reproduzierten Fotos zu erkennen ist.

Wie manch anderer unabhängige Kommentator und Hoax-Theoretiker scheint mir Anaconda MaltLiquor aber auch ein wenig zu weit zu gehen. Alles wird unter der Vorannahme eingeordnet, dass wir es mit einem staged event zu tun haben. Wenn man mit derselben Konsequenz in die andere Richtung fragt, ist dies jedoch noch nicht zwingend. Was das Video belegt, ist, dass wir den Lkw später nicht in dem Zustand sehen, den er erlangt hatte, nachdem er durch einen Verkaufsstand raste und 11 Menschen getötet haben soll. Auf dieser Ebene ist es richtig, dass die beteiligten Helfer wie set dresser wirken, die die Zugmaschine für die dann eintreffenden Berichterstatter quasi ‚in Ordnung bringen‘. Im Grunde haben sie damit auch Spuren verändert, die ggf. noch kriminalistisch relevant sein könnten. Die klare Ansicht des dunkelgrauen Lkws mit dem silbernen Kühlergrill wäre in diesem frühen Zustand gar nicht gegeben gewesen. Eine runde Holzplatte – vermutlich ein Tisch – klemmt davor. Insofern kann man schon sagen: Das spätere Presse-Foto vom Tatwerkzeug Lkw wurde arrangiert und war so prägnant und unheimlich, weil ablenkende Details entfernt wurden. Und man kann fragen: Warum wird so etwas gemacht?

Es entstehen durch die Betrachtung dieser Handlung auch Fragen, die man anders beantworten kann als der Autor dieses Videos. Ein Sanitäter macht sich an dem liegenden konischen Weihnachtsbaum zu schaffen. Anaconda MaltLiquor meint nun, er würde das für die Kameras so arrangieren wollen. Vielleicht hat er aber auch nur versucht, den eingeklemmten Baum vom Lkw zu lösen, was ihm nicht gelingt. – Auf den späteren Fotos, in denen der Baum deutlich in der Bildmitte liegt, finden sich allerdings Details wie ein weißer Schutzanzug, der einer Figur gleich auf dem Baum liegt, der nicht aus dem Hergang des Unfalls stammt und wie ein bewusst gesetztes Zeichen wirkt.

Für mich vergleichbar liegt der Fall bei einem weiteren Video dieses Kanals, „Berlin Attack. Crisis Actor Bus Spotted.“ Es ist wichtig, solche alternativen Perspektiven aufzuzeigen. Man kann realistische Erklärungen dafür geben, dass Überlebende von Anschlägen in Busse verbracht und abgeschirmt werden. In der Annahme, es handle sich um geheimdienstlich instruierte crisis actors, erscheint diese Handlungsweise ebenso plausibel, aber anders motiviert – zur Vertuschung einer aufwändig organisierten Fälschung der Ereignisse.

Relevant für die Interessen am GesichterWissen ist das Argument zur Double-Ähnlichkeit der Frau des Spediteurs Ariel Zurawski mit dem öffentlich per Foto bekannt gewordenen weiblichen Opfer, der Italienerin Fabrizia di Lorenzo. Wenn man die hoch aufgelöste Wiedergabe ihres Porträts (siehe hier die „Bild“-Zeitung) anschaut, kann es unwirklich werden. Dass aber etwa ihre Brille so deutlich konturiert ist, kann an den vielfältigen unauffälligen, aber visuell wirksamen Nachbearbeitungen liegen, nicht zwingend an der Erstellung eines Komposit-Porträts aus Einzelteilen anderer Porträts, um eine Identität zu fälschen. Dies ist ja verstärkt ein Thema, seit man von den „9/11 Vicsims“ spricht.

Nicht wirklich berechtigt dürfte die weitere Frage von Anaconda MaltLiquor sein, warum das automatische Bremssystem des Scania-Lkws („Advanced Emergency Braking System“) in diesem Fall nicht reagiert, obwohl es für solche Fälle doch ausgelegt zu sein scheint:

Im „manager magazin“ (29.12.2016) heißt es dazu:

Wie die Bundesanwaltschaft bestätigte, brachte das Assistenzsystem das Fahrzeug nach 70 bis 80 Metern zum Stehen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb am selben Tag:

Karlheinz Schmidt vom Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat eine andere Theorie. „Ich vermute eher, dass der mit einem hohen Gang in die Hütte gefahren ist und dadurch der Motor abgewürgt wurde“, sagt der BGL-Geschäftsführer. Tatsächlich kann jeder Fahrer die automatische Notbremsung beenden – zum Beispiel, indem er auf das Gaspedal drückt. Zudem kann das AEBS relativ einfach per Knopfdruck ausgeschaltet werden.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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