#Gewalt-#Nachrichten aus #NRW

Sehe ich es falsch – oder hat sich an der Nachrichten-Übersicht aus Nordrhein-Westfalen auf der WAZ-Website (derwesten.de) allein in den letzten Monaten etwas anteilsmäßig geändert? Etliche Male schon sendete ich private E-Mails mit mehreren Nachrichten bemerkenswerter Gewalttaten in den letzten Wochen, die sich allein an einzelnen Tagen ballten.

Heute sind es diese:

Café Vivo in Duisburg: Geschäftsführerin (46) wurde erschossen, Angestellte fand die Leiche

Duisburg – Video: Schüsse in Marxloh – junge Männer aus Libanesen-Clans bekämpfen sich auf offener Straße
Schüsse in Duisburg-Marxloh: Großeinsatz der Polizei – junge Männer verhielten sich „völlig unkooperativ“

Essen – Feuerteufel steckt zwei Autos in Altenessen in Brand – Polizei sucht Zeugen

Nach acht bewaffneten Raubüberfällen in anderthalb Monaten: Polizei zerschlägt Jugendbande in Gelsenkirchen

Selbst im Behandlungszimmer Ballsport sieht es bei den bezahlten Akteuren auf dem Platz zeitweise wenig besser aus:

Wilde Massenschlägerei im russischen Pokalfinale – Ex-Schalker Farfan teilt heftig aus

Das sind 6 der 39 gerade aufgeführten Überschriften, wobei sich ein Fall in zwei Rubriken inhaltlich doppelt.

Die Titelgeschichte einer im Duisburger Hafen erschossenen Café-Besitzerin kann noch keine Täter nennen. Als erstes denkt man bei so etwas an Schutzgeld-Erpressung, wenn es etwas mit dem Geschäftsbetrieb zu tun haben sollte. Ein privater Hintergrund ist natürlich auch nicht auszuschließen.

Die übrigen Themen betreffen aber klar ersichtlich und durchgehend keine relativ gewöhnliche Kleinkriminalität, sondern Tendenzen zu staatlichem Kontrollverlust, zu Bandenwesen und für die Ausführenden ertraglosem Vandalismus, der also nicht direkt aus wirtschaftlicher Not, sondern bloßer Böswilligkeit und offensichtlicher Langeweile entsteht.

Über Ursache und mögliche Arten der Bekämpfung solcher Missstände kann derzeit kein Politiker sprechen, ohne als „reaktionär“, eher aber als „rechtspopulistisch“ bis „-extrem“ zu gelten. Und so lange diese Sprachregelungen und Redeverbote greifen, werden sich diese zerstörerischen Tendenzen in unserer Gesellschaft weiter verstärken. Haben wir ein waches Auge auch auf diejenigen, die den Gesinnungsterror gegen ein notwendiges Nachdenken über innere Sicherheit und sozialen Zusammenhalt ausüben. Sie meinen irrtümlich, politisch „links“ zu stehen, befinden sich aber eindeutig auf Seiten gedankenloser Gewalt und sozialer Zersetzung.

Gerade sog. „Gebildete“ hierzulande sind es, die bevorzugt nicht einmal mehr die Regionalpresse lesen, und außer der „Welt“ (die der Linksintellektuelle nicht liest) halten nach meiner Beobachtung die größten Überregionalen solche Ereignisse aus der Wahrnehmung der selbst Medien Machenden, der als Lehrende die Mentalität Prägenden oder administrativ Entscheidenden in der Tendenz heraus. Nur so lassen sich für mich bestimmte statistische Meinungsbilder und Reaktionsmuster der Betreffenden erklären. Es gibt keine Medienwissenschaft, die so etwas statistisch und inhaltsanalytisch bearbeiten würde. Ihr würden schon seit Jahrzehten keine Fördergelder zugeteilt, ihre denkbaren Vertreter werden gemobbt und in andere Bereiche oder Arbeitslosigkeit abgedrängt, wodurch sich deutsche Geschichte mit anderen politischen Vorzeichen wiederholt. Die historischen Resultate beginnen in ihren Parallelen deutlicher zu werden. Zu ihren Opfern werden auf vielfältige Weise auch verstärkt die Kinder der vermeintlich „Linken“ gehören.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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