Eine Version zu #Freimaurerei, #Theosophie und New Age

Ein unbekannter Sprecher ist in diesem Video zu sehen und erklärt aus seiner Sicht einen größeren historischen Ablauf in der Geschichte der Geheimgesellschaften.

Dabei werden Verbindungen aufgezeigt zwischen dem Freimaurer-Übervater Albert Pike, der Theosophie der Helena P. Blavatsky, dem Ku Klux Klan und dem New Age der 1980er Jahre. Einige gemeinsame Motive sind in jedem Fall richtig dargestellt. Was Behauptungen zu realen Begegnungen der berühmten Personen im Einzelnen betrifft, muss ich mich hier erstmal bedeckt halten. Es bedürfte einer Lektüre der im Video aufgeführten Bücher.

Mich interessiert u. a., wie das sozialhistorische Gesamtbild in Organigrammen dargestellt wird. Hier ist zu Beginn ein noch recht einfaches enthalten.

freimaurer-theosophie-new-age-ku-klux-klan-organigramm

Solch eine Übersicht ist also in ihren Querverbindungen mit Vorsicht zu genießen. Sie führt aber historisch reale Gruppierungen auf, die teilweise aus demselben Gedankengut schöpfen und teilweise auch denselben Traditionen zuzuordnen sind. Direkte Beziehungen muss man in sorgfältigen Einzeluntersuchungen betrachten und nachweisen.

Die Behauptung, dass Adolf Hitler ein Exemplar von Helena P. Blavatskys Hauptwerk „Die Geheimlehre“ (1888) auf seinem Nachttisch aufbewahrt habe, wird etwa auf der Website „Let Us Reason“ mit August Kubizeks „Adolf Hitler, mein Jugendfreund“ (1953) und Gerald Susters „Adolf Hitler. The Occult Messiah“ (1981) begründet – jedoch mit Zitaten, die sich in beiden Büchern nicht finden lassen. Auch der Redner im obigen Video flicht diese Anekdote in seinen Vortrag ein.

Die heutigen Blavatsky-Jünger leisten zwar Abwehrgefechte, doch ist der Input der Theosophie für den Nazi-Okkultismus definitiv vorhanden – mit dem Begriff der von den sog. Hyperboräern abstammenden Arier ebenso wie mit dem Hakenkreuz, das das Siegel der Theosophischen Gesellschaft Adyar ebenso zierte wie Blavatsky privates Siegel. Es findet sich zwar auch in rundenkundlichen Schriften des Guido von List, doch die Kenntnis Blavatskys bei Hitlers Weggefährten Dietrich Eckart, erst recht bei Rudolf Heß ist gewiss. Heinrich Himmler ließ die Arier und ihre angebliche welthistorische Tradition aufwändig in seiner Forschungs-Institution „SS-Ahnenerbe“ beforschen. Dabei werden ihm die Fantasien der Blavatsky ebenfalls nicht entgangen sein.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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