#Saturn-#Symbolik in „The #Rothschilds“ (USA 1934)

Die Spurensuche nach Saturn-Symbolik hält für uns nicht zuletzt in der Filmgeschichte reichhaltiges Anschauungsmaterial bereit. Die Produktion „The Rothschilds“ (USA 1934, R: Alfred L. Werker) ist hierbei ein aufschlussreiches Beispiel, weil die symbolische Allianz des Judentums mit dem Planeten Saturn sehr augenfällig wird. Darüber hinaus haben wir es hier mit einer Filmbiografie der Rothschild-Familie zu tun, die im Zentrum vieler Verschwörungs-Szenarien steht. Die von nicht wenigen als Hauptakteure in einer konspirativ gesteuerten Neuen Weltordnung angenommenen Rothschilds werden so dem Saturn assoziiert.

Werfen wir einen Blick auf hierfür aussagekräftige Bild-Inszenierungen.

Unter einem Teppich nach Art der Saturnringe verbirgt sich die versteckte Falltür in den Keller, wo die Rothschilds u. a. ihre wertvolleren Besitztümer vor dem Steuereintreiber verbergen:

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Auch das Weinfass als Versteck hat eine Kreisform und in der Mitte waagerechte Linien wie der Planet in Seitenansicht:

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Dementsprechend ist ein Zylinder als Großaufnahme zu sehen:

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Ein Ring ist subtiler in der Bildmitte positioniert und wird durch eine Nachricht, die in der Szene weitergereicht wird, räumlich und gestisch hervorgehoben. Auf der Laterne links neben Nathan (George Arliss) im ersten Bild auch nochmal ein Saturn-artiger Aufsatz:

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Hier dann ein Bord mit rundem Teller, sodass neben Nathan Rothschild ein ‚Saturn schwebt‘:

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Der Film findet eine Balance zwischen der offenen Darstellung betrügerischen Verhaltens in der ersten Hälfte, dann einer Betonung der gesellschaftlichen Außenseiter-Position als Juden. Aus dieser heraus wird es den Zuschauern verständlicher gemacht, dass die Rothschilds mit rüden Methoden vorgingen, um schließlich auch die ihnen gegenüber feindlich eingestellten Mitspieler zum Einlenken zu zwingen. Die Börsen-Spekulationen und Kriegsgeschäfte erscheinen so in dieser Inszenierung eher als notgedrungene Schläue.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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