Double-System im „Gothamist“

Das US-amerikanische Blog „Gothamist“ verwendet zur Übersicht über seine Buchempfehlungen aus 2011 eine Collage von Buchcovers, aus denen zwei Personen, Steve Jobs und Tina Fey, herausblicken.

In beiden Porträts verwenden die Prominenten eine Zeigegeste mit der Hand, die auf ihr Gesicht hinweist. Diese Doppelung in zwei Varianten einer Geste findet sich noch in weiteren Elementen der inhaltlich willkürlich – höchstens ungefähr nach Bekanntheitsgrad – ausgewählten Buchumschläge:

Nach den Autornnamen benannt, ist bei Whitehead / Cunningham die klar Typografie ähnlich, ebenso im Retro-Look von Harbach / Eugenides. In den Buchtiteln von Cunningham / Adrian kommt jeweils das Wort night vor. Bei Eugenides / Baker sind es mit Ellipse und Kreis zwei runde geometrische Formen, die im Mittelpunkt der Illustration, der Cover-Fläche stehen. Eugenides’ Titel spricht zudem mit „The Marriage Plot“ von einer Verbindung von Mann und Frau, die mit Fey und Jobs gegeben ist.

Es ist ein Formalismus der Illustration, der die Verpackung von Texten in ihrer Annonce zu einem neuen Muster ordnet, in dem das Prinzip des Doubles herrscht.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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