Krieg nach „Muppets“-Art – ein Musikvideo
„Symmetry is the smoking gun“ – Hauptverdächtiger Nanothermit
Und dies zeigt zunächst leider, dass viele Kommunikationen zum Thema einseitig, recht akribische Nachforschungen ohne Gehör blieben. Allein die Nanothermit-Debatte führt vom Anfangsverdacht, wie im folgenden Video umrissen, zur Abwehr durch das debunking hin zu den Unklarheiten, die nach den chemischen Laboruntersuchungen des Staubs vom World Trade Center bleiben und nicht von offiziellen Reaktionen entkräftet werden. Die angebliche Widerlegung der chemischen Analyse wird abermals angezweifelt. Für weitere Tests muss erst Geld gesammelt werden, eine neue Studie wird angekündigt. Auch ein interessantes Patent für ein potenziell eingesetztes Nanothermit ist aufgetaucht.
Zu den Zusammenstürzen zählt „911-archiv.net“ allein schon eine Liste der „Top-100-Gründe für eine Sprengung der World Trade Center“ auf.
Mehr zu diesen Fragen auch im Wiki „Kino Okkult“ – 11. September 2001.
Wolfgang Weimers transparenter Kopfinhalt
Ein gutes schlechtes Beispiel für jene Denke, die immer noch hauptamtlich gesellschaftliche Realitäten vernebelt, ist eine aktuelle Kolumne von Ex-„Cicero“-, -„Welt“- und -„Focus“-Mann Wolfgang Weimer im „Handelsblatt“ (12.04.2013). Diese Folge von „Weimers Woche“ steht unter dem Titel „Der Transparenz-Terror tobt“.
Herr Weimer hat sich offensichtlich überlegt: Jetzt schwimme ich mal gegen den Strom. Der Strom ist derzeit, so dachte er weiter, eine stärkere Kontrolle der Finanzwirtschaft. Dass dies längst überfällig war, fällt Vielfliegern und Premium-Nutzern nicht so schnell auf. So Herrn Weimer. Nicht.
Umso leichter fällt es ihm, gegen ebenjenen Strom zu schwimmen. Ein an nicht wenigen Büchern durchaus geschulter Wortschatz lässt dabei die Weltsicht bunt vor sich hinwabern. Strukturen des Realen entschwinden in gewollter wohliger Ignoranz.
Herr Weimer dachte sich also offensichtlich: ‚Nun muss einmal jemand etwas gegen die Schnüffelei in unseren Geldhaufen sagen, schließlich bezahlen wir die Lagerarbeiter bei Louis Vuitton.‘ Letzteres eine Aussage, die für sich genommen zutrifft. Nun arbeitet Herrn Weimers Hirn so, dass es unter einem Begriff wie „Transparenz“ alles Mögliche ablegt, das gar nicht zusammengehört (dieses Wabern, von dem ich gerade schrieb).
Was vermeintlich demokratisch daherkommt ruiniert in Wahrheit einen Grundwert der Demokratie: die Integrität des Privaten. In der schönen, neuen Welt der Transparenz verschlingt das Öffentliche geradezu das Private. Der Überwachungsstaat wühlt sich mit Lauschangriffen, Onlineüberwachungen, Bankkontenchecks und Millionen von Videokameras in das Privatleben der Menschen. Der Fiskus holt sich – neben dem Geld – auch Detaileinblicke unserer Lebensumstände.
Weimer ist dementsprechend die „Debatte um Steueroasen […] mediale Lynchjustiz“. Hier entartet Journalisten-Ausbildung: Stil und sprachliche Hyperbel sollten eine Realität verdeutlichen – nicht ihre satanistische Umkehrung betreiben. Doch wenigstens erkennen wir so deutlich, welcher Geist hier herrscht.
Statt auf dem lackierten Zellstoff, der für gewöhnlich Weimers Worte trägt, lässt sich z. B. am 09.04.2013 im Blog „annotazioni.de“ ein Artikel von Patrick Schreiner lesen: „Hohe Einkommen und Vermögen tragen immer weniger zum Steueraufkommen bei“. Schreiner stellt eine beeindruckende Fülle von Fakten zusammen, die die Überschrift seines Artikels untermauern. Derlei straft einen Wolfgang Weimer perfide Lügen, beruft er sich doch allen Ernstes auf „Würde“ und „Freiheit“. Sein Artikel schließt aber auch ganz offen mit einem Bekenntnis zu seinen kriminellen Freunden:
Das Private ist nicht das Politische, es ist das Eigentliche, das geschützt gehört. Und seien es Bankkonten im Ausland.
Dass ein Lob der Asozialität wie unter Feudalherren oder robber barons hoffähig ist, kann nicht verwundern. Hier trägt es das putzige Mäntelchen der Qualitätspresse.
„Weimers Woche“ dieser Woche wirft alles in einen irren Topf: voyeuristische TV-Sendungen, Plagiatsdebatten, Klagewellen, Bekenntnisliteratur und Bürgerbeteiligung. Nur Grundsätzliches und Tatsächliches scheint er nicht begriffen zu haben. Er könnte davon schreiben, dass Superreiche ihre eigenen Geheimdienste betreiben, um andere auszuforschen, während der Normalverbraucher an seinem Bildschirm-Arbeitsplatz leichtens zu durchleuchten ist. Er könnte davon schreiben, dass eine expandierende Dynamik des Geldsystems Beziehungen demoralisiert und verantwortliches Handeln zerstört, weil es im Anonymen stattfindet. Er könnte darüber schreiben, dass die allgemeine Rede von der Transparenz eher noch ein weiterer Deckdiskurs für abgeschmackte Praktiken der Ausbeutung ist, die im Verborgenen gedeihen. Doch er will nur glauben, was ein organisierter, offensichtlicher sozialer Autismus seiner Klasse ihm anerzogen hat: dass, im Gegensatz zu angeblich allem anderen, seine Verlogenheit unbeobachtet bleibt.
Scheinwirklichkeit und Wahnsinn in der Wertperspektive
Mit dem folgenden Video verleiht Gerd-Lothar Reschke in seinem „YouTube“-Channel „Wertperspektive“ einer radikalen Ablehnung von kommerzialisierter Mediengesellschaft und gegenwärtiger politischer Landschaft Ausdruck:
Der heutige Massenmensch gibt seine Existenz komplett ab – Für ihn existieren nur noch die künstlichen Popanze, die ihm von außen vorgegaukelt werden – Selbstverrat, der ein ganzes Leben dauert
Wer zur ‚anderen Seite‘ einer solchen Öffentlichkeit gehört, wird solche Einschätzungen nicht begrüßen können und, wie Reschke selbst anmerkt, voraussichtlich verdrängen. Als eine randständige freie Artikulation ist ein solches Video jedoch erwähnenswert. Es zeigt einen Punkt auf, an dem viele, die hier konfrontiert werden, wie auch die wachsende Zahl derer, die solche Kritikpunkte teilen, angekommen sind: Eine Omnipräsenz von Massenmedien und Gerätetechnik lässt an der eigenen Bewusstheit zweifeln, eine von solchen Medien gelenkte oder gesteuerte Masse wirkt immer befremdlicher. Gerade die Wiederholung immergleicher politischer Rituale, die Aufweichung politischer Positionen und Perspektiven, die Ausweglosigkeit wirtschaftlicher Zwangslagen und die zynische Konstruktion unzähliger Selbstdarsteller des Kommerzes erreichen eine neue Qualität (freilich nicht im bestätigenden Sinn des Wortes).
Auf YouTube und einer neuen Facebook-Seite formiert sich mittlerweile um Gerd-Lothar Reschke eine neuartige Diskussionskultur unter dem Motto „Deine Stimme“, in der Einzelpersonen Kommentare und Gedanken in die Kamera sprechen. Immer wieder interessant zu sehen und zu hören.
Zitat der Woche: Soros verdient 1 Mrd. an Abwertung des Yen
Die Abwicklung von Börsengeschäften im Modus des Geheimen – mit Insiderkenntnissen – spielt sich vor aller Augen ab. In den Finanzkrisen ist sie ein einfaches Spiel, einzig abhängig vom richtigen Zeitpunkt. „Die Welt“ berichtet darüber, wie Investor und Fondsmanager George Soros das Auf und Ab der Währungskurse für sich und seine Anleger nutzt:
Meisterspekulant Soros hatte bereits bei der jüngsten Abwertung des Yen rund eine Milliarde Dollar verdient. Mit seinen Fonds hatte er auf eine Abschwächung der japanischen Währung spekuliert und damit Erfolg gehabt.
http://www.welt.de/finanzen/article115028825/Europa-hat-Japans-Weg-in-den-Tod-eingeschlagen.html
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Zur schlechten Erinnerung an Kinderschänder Jimmy Savile
Am 13. April diesen Jahres jährt sich zum 13. Mal eines der gruseligsten TV-Ereignisse der Geschichte. Hierzulande war davon kaum jemals die Rede, denn es handelt sich um eine BBC-Fernsehproduktion, die sonst nur in Australien gezeigt wurde. Der Journalist Louis Theroux präsentiert in ironisch-satirischer Art ungewöhnliche Persönlichkeiten und Gruppierungen, denen er möglichst nahe zu kommen versucht – so in „Weird Weekends“ (1998-2000) UFO-Fanatikern, Porno-Produzenten oder Gangster-Rappern. Im Jahr 2000 produzierte er als Auftakt einer weiteren Reihe „When Louis met … Jimmy“ mit dem BBC-Star Jimmy Savile, von dem wir wissen:
Er erfand das Familienprogramm Jim’ll fix it, das am 31. Mai 1975 erstmals um 17.55 Uhr in BBC 1 auf Sendung ging. Die von Savile moderierte Sendung versprach Kindern, ihre Träume zu erfüllen, unter anderem mit dem Überschallflugzeug Concorde den Atlantik zu überqueren oder einen Löwen zu bändigen.
(Wikipedia)
Erst nach Saviles Tod 2011 wurde bekannt, dass er hundertfach Minderjährige missbraucht hatte. Da waren international ausgestrahlte Nachrichtenberichte erstmals unumgänglich, nachdem erste Ermittlungen wegen Pädophilie schon 1961 stattfanden. Seitens des britischen Staatsfernsehens, aber auch anderer Sendeanstalten rund um den Globus ist man sicherlich erfreut, wenn diese Causa in Vergessenheit gerät.
Auch deshalb hier noch einmal ein Hinweis darauf. Der britische Autor und Aktivist David Icke behauptet seit vielen Jahren, organisierte Strukturen des Kindesmissbrauchs und Satanismus in der High Society seines Landes zu kennen. (Hier ein Text von ihm dazu. Warum diese Seite als „attackierend“ gemeldet wird, dürfen Sie mich nicht fragen. Ich habe sie jedenfalls jetzt zum wiederholten Mal aufgerufen.) Das Thema ist in Internet-Veröffentlichungen zu Satanismus und Verschwörungen keine Seltenheit. Da der Vorwurf einer der menschlich gravierendsten ist, sollte man zwar vorsichtig damit umgehen. Doch in der Filmgeschichte bietet sich schon auf öffentlicher Ebene einiges, was Verdacht erregt. Weitere Fragen gehen dahin, wie korrupt und amoralisch unsere Eliten wirklich sind – und ob und wann dieses Thema nur ein Sensationalismus der Gegenkultur ist.
Im Fall Savile dürfen wir nach ca. 450 bezeugten Fällen aller Voraussicht nach von Tatsachen sprechen, auch wenn die Ermittlungen noch andauern. Dass der Täter der Strafverfolgung immer wieder entging, lässt David Ickes Klagen und Warnungen durchaus realitätsnäher wirken, als Mainstream-Medien dies gerne wahrhaben wollen. Es liegt nahe, dass er geschützt wurde, weil auch andere Beteiligte in Machtpositionen um ihre Reputation fürchten mussten. Und wenn dies wahr sein sollte, müssten Millionen von Bürgern und TV-Zuschauern ihr Normalitätsbewusstsein noch stärker korrigieren als bis dato.
Ein Interview-Segment von Theroux mit Savile, in dem er Vorwürfe wegen Pädophilie direkt anspricht, wird auch in der „Wikipedia“ erwähnt. Savile gibt zu, er habe sich mit seiner Behauptung, Kinder in Wirklichkeit zu „hassen“, effektiv zur Wehr setzen können.
Was die Methoden von elitären Kinderschändern wie Savile betrifft, ist jedoch eine Szene vom Anfang der Dokumentation aufschlussreich. Theroux bringt das Thema schon bedenklich nahe an den Kern der Sache: Savile scherzt über sein Bett als „Altar“, Theroux fragt, ob er dort Menschen opfere. Savile (ärgerlich): „No-no-no, that’s negative. I’m positive.“ Nach dieser versteckten Drohung, Saviles Neigungen zu kennen, geht der Betroffene in die Offensive. Als Theroux einen Notizblock mit seiner eigenen Adresse in Saviles Räumlichkeiten findet, deutet Letzterer mysteriös an, er wisse ja gar nicht, ob Theroux wirklich existiere, und er müsse sich in diesem Fall dann fragen: „Shall I send some of my lads around with strong Sicilian accent to speak with him?“ („Soll ich einen meiner Kumpels mit starkem sizilianischem Akzent zu ihm schicken, damit er mal ein Wörtchen mit ihm redet?“) Gleich darauf beruft sich Savile, bezogen auf seine Treffen mit Queen Elizabeth II., wörtlich auf die „Omertà“.
Vor einem Millionenpublikum also ruft der Kinderschänder, der sich seiner Sache sicher ist, den schon etwas besser als sein Publikum informierten Journalisten Theroux zur Räson. Und er verwendet dabei (scheinbar) ironisch das Bild einer mafiösen Verbindung, der er selbst angehört. Dass ein solcher Humor mehrere höchste Ehrentitel bis zum „Sir“ und „Officer of the Order of the British Empire (OBE)“ sowie die durch Papst Johannes Paul II. vollzogene Ernennung zum „Ritter des Gregoriusordens“ wert war, lässt tief blicken. Oder wurde vielmehr sein Schweigen über andere Dinge belohnt? Und über was?
Wir können also anhand dieser Dokumentation feststellen, dass die von David Icke angesprochenen geheimen Bünde von Pädophilen mit dem Fall Jimmy Savile an Plausibilität gewinnen. Die Selbststilisierung als Mafia und das Spiel mit Okkultsymbolik bestätigen in Saviles Verhalten und Selbstinszenierung derartige Verschwörungstheorien. Die Probleme des Umgangs von Massenmedien mit Kindern sind freilich noch vielschichtiger. Savile war nur ein vorläufiges vereinzeltes Symptom des Systems.
Derrick gegen die Neue Weltordnung
Die Ermittlungen in der ZDF-Krimiserie „Derrick“ liefen über 25 Jahre. Das filmdenken beleuchtet kursorisch immer wieder die Nachwirkungen dieses TV-Klassikers. Und dabei kommt zu Tage, dass Derrick, Harry Klein und seine Kollegen nicht nur die Mörder in Münchener Villenvierteln entlarvten. Die Geschichten und Bilder der Serie waren fortlaufend ein subtiler Kommentar zum Weltgeschehen – mit versteckten Zeichen und verschlüsselten Botschaften.
Die hintergründige Agitation in einer Serie wie „Derrick“, hier als Video-Collage dokumentiert, stellt eine ganz andere Art der erzählerischen Verarbeitung dar. Beiden gemeinsam ist nur eine grundsätzlich kritische Haltung gegenüber Machteliten, wie sie am deutlichsten in Verschwörungstheorien geschildert sind – darin stets die lenkenden Kräfte, nicht beliebige Marktteilnehmer. Wir sehen in „Derrick“ den Zugriff auf ihre Machtsymbole, wie in jenen Jahren das World Trade Center, dessen terroristischer Zerstörung auf filmdenken.de eine Menge Beiträge gewidmet sind. All dies sind Spurenelemente einer okkultistischen Bildpraxis in Kino und TV. In ihr kommentieren Filmemacher Realitäten, die wenig beschrieben werden. Aus Sicht der Verschwörungstheorien geschieht dies durch die Machtausübung der Eliten in der Medienindustrie. Und in der Tat existieren viele historische Umstände, die zwar nachweisbar, aber selten Thema in Presse und Wissenschaft sind.
Das gilt ebenso für die Tatsache, dass in „Derrick“ solche Statements enthalten sind. Die bundesdeutsche Kultur hat sich hierüber nie in einem Meta-Diskurs geäußert, obwohl sie doch der Kulturseiten so viele hatte und hat.
Zitat der Woche: Über Einsparungen reden, die Haftungsgemeinschaft verschweigen
„Die Welt“ erläutert nach einer Reuters-Meldung die Sparpläne von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), denen die Kapitalflucht in deutsche Staatsanleihen zugutekommt. Ab 2009 und bis 2023 hätte die Bundesrepublik ohne Euro-Krise laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 80 Mrd. Euro mehr an Zinsen ausgeben müssen – gut für Deutschland, umso schlimmer aber für die Nachbarn. Ab 2015 wird dann gar von einem ausgeglichenen Haushalt, sogar Überschüssen geträumt. Wir müssen die Entwicklung abwarten und sollten dabei nie vergessen, was zum einen Zeitpunkt in Aussicht gestellt wurde und zu einem späteren tatsächlich eingetroffen ist. Und dabei sind wir auf journalistische Archive angewiesen, die diesen Abgleich leisten – und nicht bei der Vertuschung leerer Versprechen helfen, auf die die nächsten leeren Versprechen folgen.
Man kann nicht überall über alles schreiben, Bericht ist nicht Kommentar, das ist schon richtig. Es bleibt dennoch der Eindruck, dass die Themenwahl und der Aufbau solcher Nachrichten dazu führen, die Verhältnisse zu kaschieren, wenn nicht gar umzudrehen – wodurch aus Fakten Meinung, wenn nicht Propaganda werden kann. Die Stimme der Wahrheit ist in diesem Fall Carsten Schneider (SPD), der die Regierung kritisiert (vermutlich, solange er ihr nicht selbst angehört). Die eigentliche Schlagzeile bleibt so im letzten Absatz versteckt: in der Formulierung „könne sich die Lage drastisch ändern“, die jenen Zeitpunkt bezeichnet, ab dem alles Gerede von vorher, zumal die Illusionen eines deutschen Wirtschaftswunders, das nur auf Leistung und nicht auf Missverhältnissen mit absehbaren fatalen Folgen beruhe, obsolet werden können.
Durch die zunehmende Haftungsgemeinschaft in Europa und durch Verunsicherungen in der Euro-Zone könne sich die Lage drastisch ändern. Dann entstünden sofort Mehrausgaben, schließlich habe Schäuble den Schuldenberg um über 100 Milliarden Euro erhöht.
http://www.welt.de/finanzen/article114557469/Dank-Schuldenkrise-spart-Schaeuble-Milliarden.html
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Habemus tempus – Franziskus als Vollprogramm von Rothschilds Gnaden
Pünktlich zu den Hauptnachrichten inszeniert sich am 13.03.2013 der neue Papst Franziskus alias Jorge Mario Bergoglio vor der Menschenmasse auf dem Petersplatz in Rom. Es ist sein erster Auftritt, in der TV-Berichterstattung mit reichlich Sendezeit bedacht. Für die ARD schwelgt, wie passend, Sigmund Gottlieb mit seinen Gesprächspartnern in argen Wiederholungen und reinen Mutmaßungen. Für so etwas haben wir hier mehr als reichlich Zeit: Event-Charakter, Ritual, in diesem Fall seit Tagen eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Systemjournalismus: Joseph Ratzinger dankt ab, Wer wird der neue Papst?, noch kein neuer Papst gefunden, das Konklave wird einberufen werden, Vorbereitung des Konklaves, Beginn des Konklaves, noch kein Papst gefunden (schwarzer Rauch aus dem Schornstein), nach dem fünften Wahlgang nun doch der neue Papst gewählt – all dies Gegenstände für Hauptnachrichten, weil in der Welt sonst ganz offensichtlich wenig Bedeutendes passiert.
Am gestrigen Abend dann: Warten auf den Auftritt des Papstes. Kommt er gleich? Nein, es dauert noch etwas. Die Spannung unter den Zuschauern steigt laut den Reports von Gottlieb & Co., als würden gerade die Lottozahlen gezogen. Soll das der Würde der Veranstaltung dienen? Wohl eher nicht – im Habitus steht die eigentliche Kultgemeinschaft unserer Zeit, der Fußball, mit ihren Euphorieübungen Pate.
Ich möchte hier zwei ausführliche Anmerkungen zu diesem Ereignis machen.
Dazu kann man zunächst eine Assoziation erwähnen: Bezüglich des Konklaves berichteten nicht nur verschwörungstheoretische Websites, sondern auch die großen Presseorgane wie „Die Welt“ (10.03.2013) über die Mystik der Prophezeiungen des Malachias, die als Fabrikation gelten, aber bei Papstwahlen immer wieder schlüssig gedeutet werden konnten. Der verlinkte Artikel zitiert die Prophezeiung, die auf den neuen Papst zutreffen soll:
Während der letzten Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden, und der furchtbare Richter wird sein Volk richten. Ende.
Dies kann also Apokalyptikern Anlass geben, an eine physische Zerstörung Roms zu glauben. (Passender wäre dann allerdings die Wahl von Peter Turkson zum Kirchenoberhaupt gewesen.) Nun – da wir uns hier ohnehin eher mit überzeitlichen Dingen beschäftigen, können wir sozusagen transpersonal und durch die Zeit springen, d. h. von Franziskus zurück zur Amtszeit Rudolph Giulianis als Bürgermeister, von Rom nach New York. Dann haben wir also am 11. September 2001 mit dem Einsturz des symbolträchtigen World Trade Center monumentale Zerstörung in einer Metropole gesehen – nur eben nicht der Heiligen Stadt, sondern eines Zentrums der US-amerikanischen Zivilisation und des Kapitalismus.
Ja, der Kapitalismus. Da gäbe es einiges zu klären. 1969 durfte die Überschrift noch lauten: „Rothschild rät dem Vatikan“ („Die Zeit“, 11.07.1969). In einer Hinsicht schien die Welt damals etwas mehr im Lot, denn bei der Erwähnung von Michele Sindona als des Vatikans neuem Immobilien-Verwalter musste man vorerst nicht argwöhnen:
Sindona ist nämlich nicht nur auf Immobilientransaktionen spezialisiert, sondern arbeitet auch eng mit der Rothschild-Gruppe zusammen.
Just die Rothschild-Gruppe war es nun, die das Immobiliare-Mehrheitspaket vom Vatikan übernahm. Eine von den französischen Rothschilds kontrollierte Bank in Luxemburg verwaltet nach einer Meldung des renommierten italienischen Magazins „Panorama“ das weltliche Glanzstück des Vatikans.
In solchen Dingen geht es freilich eher um Zahlen und beinharten Eigennutz, wenn man die Geschichte des Bankhauses Rothschild kennt. Sindona wurde später im Zusammenhang mit dem Skandal um die Freimaurer-Loge „Propaganda Due“ (P2, bestehend aus Persönlichkeiten der Wirtschaft, Politik, Mafia und von Geheimdiensten) als Auftraggeber eines Mordes verurteilt. Sein eigener Tod folgte alsbald:
Nachdem er dem Reporter Nick Tosches zwischen 1985 und 1986 vier Interviews gegeben hatte, verstarb er im Hochsicherheitsgefängnis von Voghera an einer Zyanidvergiftung. Weder konnte ein Täter ermittelt noch Suizid ausgeschlossen werden.
(Wikipedia)
Und es tun sich auch noch ein paar weitere Parallelen zum aktuellen Fall auf, denn im Bildvergleich von Franziskus mit dem Ex-Bürgermeister Giuliani ist nicht nur, wie in der P2-Verschwörung, ebenfalls der Vatikan vertreten. Giulianis Vater war ein Mafioso, der sich im Milieu von Miethaien und Glücksspiel tummelte. Rudolph Giuliani wechselte auf die andere Seite des Gesetzes, studierte Jura und führte sogar Prozesse als Chefankläger gegen die Mafia. Unlängst bewarb er sich als US-Präsident und tat sich mit dem Plädoyer für einen Krieg gegen den Iran hervor – beraten von dem jüdischen Neokonservativen Norman Podhoretz. Im Übrigen paktierte er (siehe Video weiter unten) mit dem Immobilien-Tycoon und Zionisten Larry Silverstein, der das World Trade Center kurz vor den Anschlägen mietete, die Versicherungen kräftig abkassierte und für Giuliani Wahlkampfgelder einwarb. Nach 9/11 machte Giuliani durch obskure Lobbyisten-Tätigkeit, wie „Die Zeit“ im verlinkten Artikel berichtet, und Nachwirkungen der Terroranschläge ein Vermögen, wie er auch mit der Öl-Industrie kooperiert. (Weiter fragt die Wochenzeitung jedoch nicht.)
Für die laufende Konfrontation mit dem Iran ist 9/11 bekanntermaßen eine Referenzgröße – als Konfrontation der westlichen Welt mit angeblicher islamisch geprägter Bedrohung. Entsprechend zum Kriegsvorwand nicht-existenter Massenvernichtungswaffen im Irak und der von der CIA gegründeten Terrororganisation „Al Qaida“ verfolgen wir dieser Tage ja die von den USA und Israel behaupteten Pläne des Iran für ein Atomwaffen-Programm, die einen Kriegsgrund abgäben. Die Notwendigkeit eines Krieges wird – auch dies kein Geheimnis – von israelischen Hardlinern ebenso gesehen.
Inwieweit wir im Fall der Geschichte des Staates Israel zugleich von den Rothschilds als superreicher Familie sprechen, kann hier nur angedeutet sein. Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ weist, wie die meisten weit verbreiteten Quellen, zu dieser Geschichte nur auf die an den Zionisten James de Rothschild gerichtete „Balfour-Deklaration“ hin. Andere Quellen erwähnen mehr, spielen aber die Bedeutung der Rothschilds für den Zionismus herunter. Hierzulande weiß kaum jemand, dass diese Familie z. B. auch das staatliche Parlament, die „Knesset“, sowie den Obersten Gerichtshof stiftete. Insofern ist die Beschäftigung mit den Rothschilds historisch höchst notwendig, derzeit politisch aber prekär, wie an den Beispielen für bruchstückhafte Informationen zu ersehen ist. Deutlicher wird es nur in Quellen, die als rechtsorientiert gelten. (Googlen hilft schnell weiter.)
Noch einmal zur Erinnerung: Stahlbauten waren vor 9/11 durch heftigere Brände noch nie eingestürzt, nach Auskunft von Planern des WTC waren auch Flugzeugeinschläge in die Twin Towers statisch eingeplant. Wer sollte Giuliani zu diesem Zeitpunkt also aufgrund von Erfahrungswerten einen Einsturz der massiven Gebäude vorausgesagt haben? (Eine wirre Mutmaßung in der Hektik ist nicht gänzlich auszuschließen, aber Giuliani sollte als oberster Dienstherr eigentlich optimal informiert gewesen sein – kein Schuldbeweis, aber ein Verdachtsmoment.)
Die Zerstörung eines Bauwerks von mythischen Ausmaßen in New York (für die zahlreiche Arten der möglichen Prophetie beschrieben werden können) führt uns also, wie das Umfeld der Rothschilds als Bankiers des Vatikan, schnell zu Totschlag, und zwar im Maßstab des Massenmords. Katholische Fundamentalisten wie Frank Hills („Okkulte und freimaurerische Zahlensymbolik in Politik, Kultur und Presse“, 2009ff.) werden sich nicht nur bei dem Gründungsdatum der „Federal Reserve Bank“ (Fed, s. u.), 1913, sondern wohl auch bei dem heutigen Amtsantritt eines Papstes, den sie als illegitim ansehen, am 13.03.2013 ihre Gedanken machen – sehen sie doch in der 13 eine der wichtigsten Symbolzahlen der von ihnen verabscheuten Freimaurerei.
Die zweite Anmerkung, die aus aktuellem Anlass zu diesem visuell-historischen Bedeutungskomplex notwendig wird, ist die Erinnerung an einen weiteren von Geschichtswissenschaft und Journalismus kaum aufgearbeiteten Zusammenhang.
Es bedürfte noch einiger Arbeit, um hierzu umfassende und gesicherte Angaben machen zu können. Deshalb müssen wir uns mit Indizien begnügen: Das von den Rothschilds im England des 19. Jahrhunderts eingeübte Verfahren, als private Bank weitreichende politische Kontrolle an sich zu bringen, wurde in den USA bekanntlich 1913 durch die eng mit den Rothschilds verflochtenen jüdischen Bankiers von „Kuhn, Loeb & Co.“ (unter ihnen Jacob Schiff und Paul Warburg) als „Federal Reserve System“ gegründet.
Appetitlicherweise wurde also das Weihnachtsfest als cover up für die bis heute wirksame finanzpolitische Machtübernahme durch Rothschild & Co. benutzt. Ein solches Muster wiederholt sich am gestrigen Tag im Kleinen direkt nach der Übertragung des ersten Auftritts von Franziskus: Nach der längeren ‚Berichterstattung‘ mit Warten und Gelaber, allein über 30 Min. Sondersendung ab 20 Uhr, begann verspätet die ARD-„tagesschau“ … natürlich zuallererst mit einem Bericht zur Papstwahl, dann aber mehreren Nachrichten zur desaströsen finanz- und wirtschaftspolitischen Situation der Europäischen Union. (Wir wissen ja, dass die Investment-Bank „Goldman Sachs“ ihre Manager in vielen europäischen Regierungen und, mit Mario Draghi, nach dem Vorbild der Fed, an der Spitze der Europäischen Zentralbank [EZB] platziert hat und dass hinter Goldman Sachs durch wichtige Beteiligungen und Lenkungsfunktionen auch Rothschild steht.)
Unsere Geistlichen haben freilich anderes zu tun, als sich mit Schuldentreibern und Zinsschröpfern abzugeben. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland a. D., Wolfgang Huber, hängt in seinem DVD-Seminar „Ethik“ für die „Zeit Akademie“ jedenfalls noch bei den „Grundfragen unseres Lebens von der Geburt bis zum Tod“ fest. (Lachkrämpfe bei Investment-Bankern sind ihm sicher.) Und unser Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder (SPD) berät seit 2006 die Rothschilds.
Wahlweise können wir uns auch weiterhin Desinfo-Agenten widmen, die uns erklären, dass das permanente Auftauchen von Freimaurern, Zionisten, Jesuiten, des Vatikans, jüdischer und nicht-jüdischer Hochfinanz und Mafia in Fällen von Börsenmanipulation, Staatsverschuldung durch Zentralbanksysteme, Terrorismus und politischem Mord absoluter Zufall sei.
Dann also mal Frohe Weihnachten, wenn es wieder so weit ist.
Zitat der Woche: Sozialistisches Vermächtnis und Schuldenwirtschaft
Der Tod von Hugo Chávez ist nicht nur Anlass zur Trauer, sondern auch eine Erinnerung an Grenzen und Ambivalenzen der linken Utopie. Einzelne Kommentatoren weisen dieser Tage dezidiert auf die Rolle von Chávez’ Venezuelas als profitabler Schuldner der Finanzindustrie hin. Hierin liegt eine geheimpolitische Steuerung auch jener politischen Kräfte, die ideologisch in Opposition zum Kapitalismus stehen.
Die Abhängigkeit des großspurigen Hugo Chavez ist auch eine Erinnerung an die EU-Führer: Sie sind von niemandem so abhängig wie von ihren Gläubigern, die ihnen mit massiven Krediten ihre politischen Programme finanziert haben. Alle ideologischen Kämpfe gegen die Finanzwirtschaft sind Schattenkämpfe.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/05/venezuela-hugo-chavez-ist-tot/
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