Zur Frage völkischer Identität – Mail-Dialog mit Ingo Bading

Mit Ingo Bading, dem Autor mehrerer Blogs (die auf der filmdenken-Startseite mit neuesten Beitrags-Links präsent sind), habe ich immer wieder den kritischen Dialog gesucht, der teilweise den Weg hier ins Blog gefunden hat.

Dem im Folgenden dokumentierten Mail-Wechsel vorausgegangen war ein hier gekürzter fortgesetzter Austausch über die Frage, inwiefern meine Kulturkritik als “Jammern” aufzufassen sei und nicht im Gegensatz dazu positive Denkangebote gemacht werden müssten. Der Auftakt des folgenden Abschnitts in diesem Mailwechsel war dann eine kleine Provokation von mir. Ich schickte Ingo den Link zu einer Berliner Firma, deren Belegschaft erkennbar sehr divers zusammengesetzt ist. Darauf folgte die erste Antwort-Mail, die hier den Anfang macht.


Da wird’s etwas schwierig mit völkischen Positionen …

Lieber Daniel,
wenn es mir doch nur einmal so gut ginge, DEINE Probleme zu haben …. Die völkischen Positionen zu dieser Thematik entnimmst Du bitte dem Buch “Die Volksseele und ihre Machtgestalter” von Mathilde Ludendorff. Selbstständiger Lektüre solltest Du fähig sein, Ingo
PS: Es lohnt sich.
PS 2: Ich gebe zu, daß es sich bei der allgemeinen Verwirrung und Verduselung lohnen würde, einmal die Kernpunkte des genannten Buches zu diesem Thema zu referieren. – Übernimmst Du das, Daniel? (Stichpunkte: Es gibt geistige und materielle Güter, die Völker ohne Schaden miteinander austauschen können und es gibt geistige und materielle Güter, die sie NICHT ohne Schaden miteinander austauschen können. Und das war schon immer so in der Geschichte. Von dieser Unterscheidung her ist die völkische Position auch zu solchen Fragen zu formulieren. Die Interessen des eigenen Volkes und seiner Selbsterhaltung müssen bei aller internationaler Zusammenarbeit immer gewahrt bleiben. – – – Komisch, nicht wahr: Wo werden heutzutage noch völkische Positionen zu all diesen Fragen referiert? …. – – – Komisch, nicht wahr? Holzauge …., womöglich schwant Dir was ….)

Lieber Ingo,
ich kann an dieser Stelle erstmal nur feststellen, dass wir in irgendwelchen argumentativen Klärungen nicht weiterkommen. Du gibst einseitig willkürliche Lektüre-Empfehlungen, reagierst dabei eigentlich auf keine konkrete Frage.
Mein Link-Hinweis war nur noch ein weiterer Hinweis darauf, dass Du in vielen Bereichen der Gesellschaft mittlerweile eine Durchmischung antriffst, die die Rede von “Volkstum” bestenfalls exotisch erscheinen lässt. Teils unberechtigt (weil Andere bestimmte Teile ihrer Identität durchaus behaupten und pflegen) wird dies natürlich auch pauschal als “rechtsradikal” etc. gesehen.
Mein persönliches Interesse besteht im Wesentlichen darin, überhaupt noch über deutschsprachige Kulturgüter (weitergehend: über eigentlich alles mit intellektuellem Anspruch, wie ich ihn verstehe) kommunizieren zu können, zu reflektieren, was davon auch in einem stark veränderten Setting noch funktioniert. Auch deshalb berücksichtige ich gerne Argumente von “rechts” – weil nur sie bestimmte Aspekte überhaupt noch beleuchten.
Was Dich betrifft, verstehe ich nun fortgesetzt nicht mehr, wo Du hinmöchtest (außer in eine Isolation, die im eigenen Verschwinden endet). Ich nenne Dir hier nochmal verkürzte Argumente. Du verkennst (anhand des von Dir Geäußerten), …

  • dass es heute außer einer verschwindend geringen Zahl von Wissenschaftlern und Laien (meist Senioren) niemand gibt, der bereit wäre, Texte in Sütterlin-Schrift zu lesen. (Über Inhalte von Ludendorff-Schriften braucht man sich dazu dann leider gar nicht mehr zu verständigen – sie werden schon deshalb einfach vergessen, nicht rezipiert.)
  • dass die demografische Verfassung von Deutschland und der bestehende Grad von Zuwanderung und ethnischer Vermischung so weit fortgeschritten ist, dass es de facto kein Zurück mehr gibt.
  • dass noch andere Faktoren eine u.a. auch erbbiologische Begründung von “Volkstum” durch genetische Manipulation schließlich vollkommen obsolet werden könnte. Gerade ist damit – wie ich seit Längerem erwartet habe (und z.B. Michel Houellebecq hat seit ca. 20 Jahren Romane darüber publiziert): in China – durch He Jiankui der Anfang gemacht. (Auf diesem Weg wird es viele Hindernisse, vermutlich auch Tragödien, vielleicht Katastrophen geben. Dass er gegangen wird, halte ich für fast unausweichlich.) Obwohl Du auch zu Genetik liest, habe ich bisher von Dir kein Wort dazu gehört.

Ich sehe sehr wohl größere Probleme, die sich auch noch verstärken werden (Bildungs- und Integrationsprobleme v.a. von Moslems, soziale Spannungen, möglicherweise deutlich ansteigende Kriminalität – bisher an offiziellen Zahlen nur begrenzt nachweisbar, deshalb schwieriger zu argumentieren, im Gegensatz zu Dir von mir in den genannten Hinsichten im Blog aber umfangreich versucht). Es steht Dir immer frei, Dich dazu zu äußern.
Wenn Du solche Argumente in ihren vielfältigen Implikationen berücksichtigen würdest, wäre Dir doch klar, dass solche Zeilen hier – ich will Dich weder provozieren noch herabsetzen, das ist für mich ein Befund, den Du nicht inhaltlich begründet zurückweist, sondern nur ignorierst – keinen Realitätsbezug mehr haben. Und für die Aufnahme in eine Art musealen Kontexte wird dafür jegliches Publikum fehlen. Vielleicht wird das nochmal ein Wissenschaftler kommentieren (was derzeit wohl auch nicht mehr passiert – und da das Leben endlich ist, ist es auch eine zeitökonomische Frage, weil es keine praktische Relevanz mehr zu haben scheint; Du könntest dagegen gern argumentieren, müsstest aber mehr als reduzierte apodiktische Aussagen treffen).

https://archive.org/details/MathildeLudendorffDieVolksseeleUndIhreMachtgestalter

Von seinem Verschwinden ist nicht nur das deutsche Volk betroffen. Es gibt sogar noch ein paar glimpfliche Aspekte, verglichen mit anderen Weltgegenden. (Ich erwähne dazu hier nicht auch noch weitere Differenzierungen, die wieder nicht nur beruhigend sein müssen.)
Ich stelle diese meine Antwort vielleicht mal ins Blog, sie sollte ja auch als Reaktion auf einige Deiner neueren Videos verständlich sein.

Herzliche Grüße
Daniel

Lieber Daniel, Du verstehst NICHTS, gar NICHTS. Du hast nie Philosophie studiert (jedenfalls nicht mindestens als Nebenfach) und weißt deshalb nicht, daß Philosophie 2.500 Jahre Geistesgeschichte umfaßt und daß deshalb – zwangsläufig – Lektüre in Sütterlin stattfinden MUSS. Jedenfalls dann, wenn man Philosophie nicht nur als Philosophie des 20. Jahrhunderts begreift (worauf natürlich oft auf Universitäten in abgedrehten Kreisen hingesteuert wird). Viele Ausgaben von namhaften Philosophen stehen noch heute in Seminarbibliotheken Philosophie in Sütterlin herum. Geh doch mal hinein. Übrigens gilt das für viele andere geisteswissenschaftliche Fächer auch (Geschichte zum Beispiel). Wer aus einem Fach wie Medienwissenschaft hervorgeht, das erst wenige Jahrzehnte alt ist, verliert die Tiefendimensionen menschlichen Geisteslebens aus dem Blick, das merke ich bei Dir immer wieder.

[Nachträgliche Anmerkung: Wer meine Dissertation “Filmbild und Körperbild” (2011) einsieht, findet dort viele philosophische Texte zitiert, die vor 1900, teils in der Ingo u. a. angesprochenen Sütterlin-Schrift, publiziert wurden. Auf einige philosophische Fragestellungen der betreffenden Themenkreise waren wir schon in früheren Beiträgen hier und hier vorläufig eingegangen.]

Weiterhin: Die moderne Religionsdemographie zeigt uns, daß es auf RELIGIOSITÄT ankommt im (demographischen) Überleben von Völkern. Den Deutschen und allen modernen Völkern hat man erfolgreich Religiosität abtrainiert. Auf vielen, vielen Ebenen.
Und Du glaubst nicht, daß man da mal eine solche Außenseiter-Position wie Mathilde Ludendorff, die eben religiösen Gehalt in ihren Texten transportieren will (was bekannter Maßen durch gebundene Sprache, Dichtung am ehesten geschieht) (ähnlich wie bei den zeitgleichen Autoren Rilke oder Weinheber), darauf abklopfen kann, ob das in gültiger Weise geschieht? Wenn eine ganze intellektuelle Klasse ins Nirwana abdriftet, muß ich das noch lange nicht. Mit Mathilde Ludendorff bin ich NICHT im Nirwana – wie die gesamte intellektuelle Klasse. Das solltest Du punktuell auch schon begriffen haben. Du begreifst nicht, wie RIESIG das intellektuelle Nirwana ist, in dem Du Dich bewegst und mit dem Du noch “kommunizieren” möchtest. Die Geisteswissenschaften sind weithin verrottet und verfault, an vorderster Spitze die Medienwissenschaften. Oder beschäftigen sie sich – SINNVOLLERWEISE – mit Religiosität? (Nur als Beispiel.) Beschäftigen sie sich damit, wie die Medienwissenschaften dazu beitragen können, daß Ehe und Familie in modernen Gesellschaften wieder – demographisch stabilisierend – FUNKTIONIEREN????
Die Frage, die DU für DICH doch erst mal klären mußt, ist: Wie kann die Menschheit sich SINNVOLL weiter entwickeln? Dazu muß ich fragen: Wie hat sie sich bisher entwickelt? Was waren die Kräfte, die die Entwicklung vonran getrieben haben? Leben wir noch aus diesen Kräften? Oder sind sie alle – über medienwissenschaftliche Techniken – völlig korrumpiert, abgewürgt, verfault und verrottet? Und wenn ich das bejahe (ich könnte mir denken, Du tust das): Wie unterlaufe ich all diese Herrschafts-Techniken der Denk- und Gefühlsmanipulation und wie finde ich deshalb wieder zu NORMALEN seelischen Zuständen zurück, auch im Zusammenleben der Menschen, in Ehen, in Familien. Du erinnerst Dich an den Wilden in “Brave New World”? Der so BESCHEUERT war und Shakespeare las? Wer ist in “Brave New World” bescheuert? Der Wilde oder der Rest des Personals dieses Romans?
Ingo

PS 2: Und da Du ständig auf die gleichen Themen insistierst: Die Manipulation des Erbgutes ist in vielen Bereichen SEHR schwierig, da viele Begabungen polygenetisch vererbt werden (Intelligenz, Körpergröße, grade ganz neu: Herzmuskulatur etc. etc. etc. pp.). Darauf wird die Forschung ja gerade in diesem Jahr so umfangreich aufmerksam. Siehe Buchveröffentlichung des führenden Intelligenzforschers namens Robert Plomin. (Über diese Neuerscheinung hier ein neuer Blog-Artikel.) Das wenige, das man heute mit monogenetischer Manipulation am Menschen verändern KÖNNTE (wenn es denn wirklich gesellschaftlich gewollt wäre), macht mir einstweilen wenig Sorgen. (Noch nicht mal ADHS kann so “rausgeschnitten” werden aus dem Genom.) Ich glaube aber, langfristig wird sich gegenüber solchen Möglichkeiten sowieso ein ähnliches Tabu entwickeln wie gegenüber der Ausnutzung der Möglichkeiten der Atomenergien. Kann ja sein, daß Leute wie Angela Merkel mehrere Jahrzehnte brauchen und großflächige Unglücksfälle, bis sie den Ausstieg aus der Genmanipulation des Menschen dann bewerkstelligen. Aber irgendwie so wird das in künftigen Jahrhunderten sein. Nicht ALLES, was der Mensch tun kann, WIRD er tun, weil und solange gesellschaftliche Gegenkräfte wach sind. In Japan sind sie nicht mehr sehr wach. Die Gegenreaktion gegen Fukushima innerhalb Japans war und bleibt zutiefst besorgniserregend, da sie weniger KLAR ist als in Deutschland. (Und das liegt an der tief innesitzenden Unterwürfigkeit der japanischen, ostasiatischen Mentalität und der damit einhergehenden Unfähigkeit zu moralischer Innovation.) In Deutschland kann heute keine Partei mehr Wählbarkeit erreichen, wenn sie einen Wiedereinstieg in die Kernenergie vertreten würde. Das ist ein letztes Zeichen von Wachheit und Lebendigkeit unter den Deutschen. Aber bitte verstrick mich nicht in Online-Endlos-Diskussionen über diese Sonderthemen. Vielleicht findest Du ja unter den BCC Angeschriebenen jemanden, der dazu noch mehr Lust hat als ich.

Lieber Ingo,
ich will wie immer in sowas keinesfalls das letzte Wort haben, aber …
Dass die Gen-Geschichte aus China eine Ente ist, glaube ich gerne – kannst ja ggf. darüber aufklären. Das wäre ein wichtiges Thema, was Menschen interessiert.
Zu glauben, mit Sütterlin-Schrift jemand zu erreichen, ist, wie anderes, für mich eben realitätsfern. Es geht nicht darum, was müsste, sondern, was ist. Ich schrieb ja, dass Wissenschaftler das schon gelegentlich tun. ‘Normalmenschen’ schauen nicht mal Schwarzweiß-Filme, weil es einfach ihren Gewohnheiten widerspricht. Die wirst jedenfalls Du nicht ändern; in diesem Bereich wird sich nach meiner Einschätzung auch nie mehr etwas bewegen. (Man kann ja Buchtexte umwandeln, das wäre nicht das Problem, aber ist auch mit Arbeit verbunden, wenn es Sinn machen soll. Es betrifft aber auch den ganzen Stil solcher Texte, wie auch viele ihrer Inhalte. Außer ein paar interessanten verschwörungstheoretischen Begriffen, auf die ich schon in Büchern eingegangen bin, halte ich das für so gut wie gar nicht mehr vermittelbar.)
Um sowas muss sich jemand kümmern, der professionell Politik oder Journalismus machen will. Tut er das nicht, ist er ein Laie – wie ich Dir schon schrieb.
Die Widersprüche Deiner Ludendorff-Agenda zu weithin bestehenden Realitäten sind ja noch weitaus größer als hier von mir anzudeuten.
Davon, mit welchen Problemen Menschen zu kämpfen haben, die ihre Heimat verlassen, irgendwoanders ankommen müssen (ich rede nicht von denen, die jede Hilfe missbrauchen), scheinst Du wenig zu ahnen. Und das betrifft eine Menge von denen, die teils auch über lange Zeit schon Teil dieses Landes hier sind, die Teil von Familien, Teil von Arbeitsteams u.v.m. sind.
Auf die werden – mit Recht – Zeilen, die ich nochmal aus der Ludendorff-Schrift kopiert habe, als realitätsferner Kitsch wirken. Wenn Du’s ehrlich wissen willst – das ist es für mich auch, und es gibt so viel Interessanteres und Relevanteres in Hülle und Fülle.
Ich denke, mit solchen Reaktionen wirst Du nicht nur bei mir immer rechnen müssen. Es ist die Frage, wie Du damit umgehst.
Solche Vermittlungsfragen sind grundsätzlich auch für mich bedeutend, aber, wie Du siehst, ich mache mir wenigstens Gedanken darüber, in welche Realitäten hinein ich meine Botschaften sende.

Herzliche Grüße
Daniel

Und was noch mal sagtest Du zu meinen Ausführungen …

> “Die Frage, die DU für DICH doch erst mal klären mußt, ist: Wie kann die Menschheit sich SINNVOLL weiter entwickeln? Dazu muß ich fragen: Wie hat sie sich bisher entwickelt? Was waren die Kräfte, die die Entwicklung vonran getrieben haben? Leben wir noch aus diesen Kräften?”

….. ?
Du sagtest auch nichts dazu, ob Du zu denen gehören willst, die den “Wilden” in “Brave New World” auf DIE REALITÄTEN!!!!!!!! der Schönen neuen Welt hinweisen willst und alles, was er tut, für realitätsfern abtun. Oh, Gott, Shakespeare lesen ist doch Kitsch – oder was????

Ja, Du schwimmst voll in der Agenda der Schönen Neuen Welt mit. Du muckst nur mit “kritischen Nachfragen” auf, mit Katastrophismus (als wäre es erst seit drei Jahren bekannt, daß das Abendland untergeht) und empörst Dich über Kindesmißbrauch in dieser Schönen Neuen Welt. Oder ist mir etwas entgangen? Ach, ja, in Deinem neuen Video versuchst Du, die Gefühlswelt der Schönen Neuen Welt zu entlarven. (Damit bist Du bestimmt nicht der erste. Aber schöner Versuch.)

Das geht in die richtige Richtung. Allerdings sagst Du nun noch nicht, wo eigentlich eine NORMALE Gefühlswelt, die zukunftsfähig ist, zu finden sei. In Schwarz-Weiß-Filmen ja offenbar nicht. Oh Gott, wie veraltet! Und wer liest denn Sütterlin? Das hatte ja sogar Adolf Hitler kapiert, daß das völlig weltfremd ist, Sütterlin-Texte zur Lektüre zu empfehlen!!!!

> Wie kann die Menschheit sich SINNVOLL weiter entwickeln?

Sie kann sich sinnvoll immer vom aktuellen Stand aus entwickeln. Der aktuelle Stand lautet in Deutschland bspw.:

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/schueler-mit-migrationshintergrund-teils-ueber-75-prozent-an-vielen-schulen-sind-die-zustaende-erschreckend-a2232271.html
Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz zum Thema „Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund“ hat ergeben, dass 19,4 Prozent aller rheinland-pfälzischen Schüler einen Migrationshintergrund aufweisen. An den reinen Grundschulen sind es 28,0 Prozent, an den reinen Realschulen plus 27,3 Prozent. An 63 Grundschulen liegt der Anteil bei 50 bis 75 Prozent, an elf Grundschulen sogar über 75 Prozent, darunter allein vier in Ludwigshafen.

Das sind noch relativ geringe Zahlen im Vergleich zu den jüngsten Jahrgängen, die jetzt geboren oder eingeschult werden. Diese werden dann in ein paar Jahren die nächste Generation von Erwachsenen stellen, wie wir wissen. Mit ihnen hast Du es zu tun, wenn Du Dich nicht irgendwo in die Pampa zurückziehst (was wohl niemand kann, der dann nicht von Geldvermögen leben kann oder z.B. auf gesundheitliche Versorgung verzichtet etc.).

SINNVOLL kann hier einstweilen wohl nichts anderes mehr sein als diejenigen, die statt Familienförderung in Deutschland wesentlich Zuwanderung favorisieren, in die Pflicht zu nehmen, z.B. die kaum sprachmächtigen Mütter moslemischer Kinder bei ihrer Erziehung zu unterstützen, ihren Spracherwerb zu fördern und zu überprüfen etc.
Das wäre in politische Forderungen zu überführen, die sich bisher nur bei der AfD zaghaft zeigen (und entsprechend stigmatisiert werden – all das muss man, etwa in unseren Blogs, natürlich auch wieder kommentieren).
Ich sage damit nicht, dass das praktisch wirklich durchführbar ist. Aber man muss wohl vielen, die überzeugt etwas Anderes außer der AfD wählen, erst einmal zeigen, was geht und was nicht geht. Du übersiehst aus meiner Perspektive eben u.a., dass das, was Du als “völkisch” artikulierst, bei jenen, die noch (oder ggf. mittlerweile) zu einem solchen “Volk” gehören, angenommen werden muss. Sonst wird es nie Teil irgendeiner “völkischen” Kultur sein, die man auch anders nennen könnte: ein “Solidarsystem” für mich in erster Linie.
Das magst Du für NWO-Sprech halten – aber: Du umgehst dabei doch selbst die Notwendigkeit, Dich zu Diversität überhaupt zu verhalten. Das ist vollkommen traumtänzerisch. Deutschland ist mittlerweile zutiefst divers, ethnisch, in der sozialen Interaktion. Die Aufgaben und Probleme sind so gigantisch, dass man hierbei erstmal Prioritäten setzen muss: Alle, die wirklich mitmachen wollen, müssen dazu eingeladen sein. Nur die, die sich abgrenzen und verweigern, entscheiden sich dann evident für etwas anderes.
Das Problem einer radikal völkischen Position im Sinne von Ethnie (oder auch einer von Ludendorffs besungenen “Volksseele”, die konkret etwas bedeuten müsste – nur was unter den mittlerweile schon unverändlichen Bedingungen?) ist, dass sie einen ebensolchen Ausschluss vornimmt – der eben rein praktisch heute wohl keinerlei praktische Umsetzbarkeit hat.


> Allerdings sagst Du nun noch nicht, wo eigentlich eine NORMALE Gefühlswelt, die zukunftsfähig ist, zu finden sei. In Schwarz-Weiß-Filmen ja offenbar nicht.

Ja, eben. Ich schaue seit jeher Schwarzweiß-Filme. Anderen kann ich das nicht vorschreiben. Ich lade sie seit 20 Jahren dazu ein. Interessieren tun sich die wenigsten, selbst diejenigen nicht, die für Dich noch zu den ganz wenigen ersten Ansprechpartnern zählen müssten.
NORMAL wäre für mich ein respektvoller und konstruktiver Umgang miteinander. Das ist für gewalttätige Asylbewerber natürlich ebensowenig der Fall wie für “Ab ins Gas”-Rufer oder reiche Eliten, die den Rest der Menschheit für Sklaven halten und noch in den diesen verabreichten Medienprodukten seit einem Jahrhundert verhöhnen. (Das hat zumindest in einzelnen Begriffen ein Ludendorff präziser benannt als irgendwer nach ihm.)
Aber deshalb geht es zunächst immer um eine Auseinandersetzung mit den Realitäten, wie sie sind.
Ich habe bemerken müssen, dass Du Dich weder für die äußerst komplizierten Sachlagen interessierst, die der Durchsetzung abstrakter Ideen entgegenstehen, die Du vertrittst, noch für vielerlei in der durchaus mächtigen Populärkultur der letzten Jahrzehnte, was Du niemals wahrgenommen hast. Was sich dort verbirgt, scheinst Du überhaupt nicht zu ahnen und weist es immer nur schroff zurück. Damit vergibst Du noch alles, was sich dort an Potenzialen für eine (Selbst-)Aufklärung der Deutschen bietet (mit allen absehbaren diskurspraktischen Problemen).

Was also soll mit all den ethnisch diversen Familie in Deutschland nach Deiner Ansicht geschehen, was mit den Schulklassen mit 20, 40, 70 oder 90 % Kindern von Migranten oder einem zugewanderten Elternteil, was mit denen, deren Familien zwar sei zig Generationen hier leben, die aber im Wirschaftsleben und vielfältigen Beziehungen vom Konzert- zum Arztbesuch im Austausch mit denjenigen stehen, für die eine “deutsche Volksseele” nichts sein kann, mit dem sie sich emphatisch identifizieren?

Ich wäre wirklich dankbar für eine erste Antwort von Dir, die mir darauf bekannt würde.

Lieber Daniel,
tut mir leid, aber die Antwort auf meine erste Frage ist ganz platt. Du hast IRGENDEINE Kenntnis davon, daß die Menschheit sich in den letzten zehntausend Jahren mit sehr VIEL Migration, Zuwanderung, Ethnogenese, Völkertod, kulturellem Aufblühen und kulturellem Verblühen WEITER entwickelt hat? Und zwar – offensichtlich – sinnvoll?
Wie anders als vor einer AHNUNG solchen Herkommens der Menschheit können tagesaktuelle Fragen wie Du sie aufwirfst, erörtert werden?
Sogar bei DIR stelle ich fest, daß Emotionen (Katastrophismus) VOR dem Nachdenken kommen. Das ist meines Erachtens ganz ungut.
Ingo

Die völkische Bewegung hat in den letzten Jahrzehnten nie mehr als ein paar hundert Köpfe betragen. Daran hat sich durch das merkwürdige “Wachwerden” von mehreren tausend, zehntausend oder hunderttausend Deutschen seit 2015 wenig bis nichts geändert. Die ECHTE völkische Bewegung sieht den demographischen Niedergang schon seit vielen, vielen Jahrzehnten. Ich bin mit dem Bewußtsein desselben groß geworden. Wer erst nach dem 30. Lebenjahr “plötzlich” die “Realitäten” sieht, glaubt, allen anderen die “REALITÄTEN” zeigen zu müssen. Das ist – zumindest in meinem Fall – ganz unnötig. Aus diesen Realitäten heraus lebe ich seit meinem 16. Lebensjahr. Wer das tut, weiß, daß Katastrophismus zu nichts führt. Die Welt von heute wird mit oder ohne Deine hektischen, nervösen Katastrophenmeldungen untergehen. Das ist klar und ist auch den einsichtigen Patrioten selbst bewußt. Die Lebensgesetze untergehender Völker und Kulturen sind nicht sehr gut erforscht. Wo kommt der Altruismus her, sich für seine Kultur aufzuopfern? Wie ist er im Gehirn verschaltet? Ist er angeboren? etc. etc. Alles Fragen, um die die intellektuelle Elite unseres Landes einen großen Bogen macht. Auch von Dir höre ich zu solchen Fragen wenig. Du starrst nur auf große Zahlen. Warum gibt es immer wieder den Mythos von Kulturheroen, also von EINZELMENSCHEN, die den kulturellen Fortschritt immens voran getragen haben? Kommt es wirklich auf “die Masse” an? Oder kommt es auf WENIGE an, auf Heroen? Und wenn ja, wozu willst Du Dich zählen?
Du berücksichtigst selten bis nie, daß große weltgeschichtliche Bewegungen von kleinen Minderheitenvölkern ausgegangen sind noch in den letzten tausend Jahren. Die heutigen zehn Millionen aschkenasischen Juden stammen von einer Gruppe ab, die nur wenige hundert Mitglieder hatten und die vor tausend Jahren am Rhein gelebt hat. Damit hast Du ein Beispiel für Ethnogenese INMITTEN eines dicht besiedelten, völkisch andersartigen Volkes, inmitten kulturell andersartiger Völker. Warum soll das, was im Frühmittelalter mitten in Deutschland geschehen ist, nicht auch noch einmal in Zukunft in Deutschland geschehen? Zumal hier kulturell erfolgreichste Völker entstanden sind. Weltmächtigste Völker?
Um nur EINE Variante der Zukunftsmöglichkeiten zu nennen. In der Ruhe, jedenfalls, Daniel, liegt die Kraft, nicht im Katastrophismus. Mit katastophistischen Wirklichkeitswahrnehmungen neigt man dazu, viel zu schnell die Flinte ins Korn zu werfen. Und genau das ist bei Dir schon erahnbar. In zwei, drei Jahren wirst Du sagen: “Ich habe ALLES versucht, die heutige Welt ist nicht zu retten, macht euern Kram allein.” WETTEN? Hast Du langen Atem, Daniel? Bist Du darauf vorbereitet, daß Völkergeschichte, Völkerschicksale langen Atem haben und brauchen und daß man in LANGEN Zeiträumen denken muß? Daß es auf WENIGE ankommen könnte? Nicht auf Massen?
Ich höre von solchen Dingen NICHTS bei Dir. GAR NICHTS. Ich höre nur Katastrophismus. Hektik, Nervosität.

Du fragst:

> Was also soll mit all den ethnisch diversen Familie in Deutschland nach Deiner Ansicht geschehen, was mit den Schulklassen mit 20, 40, 70 oder 90% Kindern von Migranten oder einem zugewanderten Elternteil, was mit denen, deren Familien zwar sei zig Generationen hier leben, die aber im Wirschaftsleben und vielfältigen Beziehungen vom Konzert- zum Arztbesuch im Austausch mit denjenigen stehen, für die eine “deutsche Volksseele” nichts sein kann, mit dem sie sich emphatisch identifizieren?

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich in Videos darüber schon geredet. Deutsche sind es seit Jahrhunderten GEWOHNT in ethnisch gemischten Räumen zu wohnen. Ihre Geschichte in ganz Ostmitteleuropa vom Baltikum bis nach Siebenbürgen, bis zu den Wolgadeutschen zeugt von der Jahrhunderte langen Erfahrung, ALS völkische Minderheit inmitten anderer Mehrheitsvölker die eigene Identität zu bewahren.
Ist die Antwort nicht ziemlich simpel? “Volkstumskampf” ist doch nicht ein Begriff, der erst im 21. Jahrhundert für Deutschland erfunden werden muß. Er war für die deutsche völkische Bewegung schon Ende des 19. Jahrhunderts ein stehender Begriff.
Aber auch das ist nicht die einzige Variante, die denkbar ist. Erst das Zeitalter des Nationalismus – seit 1789 – hat ja zu diesem Volkstumskampf geführt. Vorher waren es viel mehr religiöse Kämpfe zwischen Bevölkerungsgruppen. Weltgeschichte kann so vielfältig sein.
Ich verstehe nicht, daß Du nicht mal Dein argumentatives Potential erweitern willst darauf, wie ganz allgemein Völkergeschichte aussieht und immer ausgesehen hat. Ich fordere seit Jahren dazu auf. Und genau das IST völkische Positionierung.

Was kann dies denn anderes sein als Konfrontation auf dieser Ebene?
Du übergehst auch dabei wieder, dass es u.a., etwa im Ruhrgebiet oder in Berliner Stadtteilen wie dem Wedding oder Neukölln, mittlerweile darum geht, über Deutsche (in Gestalt der Schulkinder) als Minderheit zu sprechen.
Ich bin da keineswegs ein Deeskalierer. Ich kann mir etwa von Seiten der Kriminellen und Terroristen ekelhafteste Verhaltensweisen vorstellen, wenn sie etwa erstmal im Polizeidienst tätig sind etc.
Es geht u.a. um politische Konzepte, wie eine i.w.S. deutsche oder auch nur europäische Volksgruppe wenigstens in ihrem kulturellen Selbstverständnis – natürlich auch ihren ganz praktischen Rechten – stabilisiert werden könnte.
Da sehe ich die Grenze für Ludendorff-Begriffe zu diesen Themen. Eine “deutsche Volksseele” kann ich dort letztlich nicht mehr erkennen (abgesehen von vielerlei Widerständen, die bei der Lektüre solcher Texte sofort auftauchen würden, das ist für heutige Lesegewohnheiten doch einfach nicht mehr vermittelbar – ich sage es, wie ich es aufgrund meiner Erfahrungen sehen muss).

> in den letzten zehntausend Jahren mit sehr VIEL Migration, Zuwanderung, Ethnogenese, Völkertod, kulturellem Aufblühen und kulturellem Verblühen

Auch wenn das Gerede von “Deutschland war immer ein Zuwanderungsland” bei Sloterdijk [mit einem eher klandestinen Positionswechsel über die Jahre, soweit ich mich erinnere] et al. anhand von statistischen und kulturellen Gegebenheiten eher sachlich falsch und naiv zu nennen ist, tut der Hinweis auf bereits bestehende Verhältnisse eben not (v.a., wenn Du sie forgesetzt übergehst und auch hier wieder keinerlei Antwort auf meine Fragen gibst).
Deutschland wird vielleicht nicht ganz so schnell teil-islamisiert wie Frankreich. (Es ist wieder Houellebecq, der uns literarisch vorgeführt hat, wie eine weitgehende Islamisierung verlaufen könnte, und für mich spricht ganz realistisch Einiges dafür. Man muss jeden dazu zwingen, sich dazu diskursiv zu verhalten oder aus dem öffentlichen Diskurs zu verabschieden, um denen, die etwas beizutragen haben, den notwendigen Raum zu geben.)
Deutschland wird vielleicht noch mehr zum Sammelbecken auch für Zuwanderer aus dem süd- und osteuropäischen Raum. Das bringt für das soziale Leben auch ein paar Belastungen, die Wohlhabende und alltagsferne Schöngeister bis heute verdrängen (können) oder in abstrakt-schiefe Begriffe verbrezeln. Aber in der Summe wird es den Ländern, aus denen abgewandert wird, tatsächlich mehr schaden und unserer Gesellschaft hier eher nützen. So sprach es in einer ZDF-Talkshow mit Sloterdijk 2010 auch Michael Naumann im Anschluss an Gunnar Heinsohn ganz explizit aus. Hier bei 52:27 Min.:

Für diese neu entstehenden Situationen müssen die Konzepte nun weiterentwickelt werden. Fragen an Dich sind also (NOCHMALS):

  • Möchtest Du Dich daran beteiligen? (Ansonsten: Was ist für Dich eine praktisch durchführbare Alternative, ob für Dich selbst oder gar für andere, denen Du Empfehlungen gibst?)
  • Was sind ggf. Deine sachbezogenen Thesen dazu?

Noch ein kurzer Nachtrag, um auch das nochmal zu sagen:
Ich finde Deine Beiträge über erbbiologische Unterschiede immer wieder konstruktiv, obwohl sie heute als politisch unkorrekt gelten. [Der Mainstream würde sich wundern, wie ihm das in Wirklichkeit verschlüsselt schon über viele Jahre vorgeführt wurde. “Politisch Korrekte” waren nur nicht fähig, es zu begreifen, wie vieles andere von ihnen Verleugnete auch.] Das kann – vernünftig moderiert – durchaus ein Beitrag sein, Probleme und Unausweichlichkeiten überhaupt erst zu benennen.
In der praktischen Umsetzung erfordert dies allerdings unglaubliches Fingerspitzengefühl – Resultat ungewiss.

Tut mir leid, Daniel, es ist einfach die einzige argumentative Basis, die überhaupt nur ernst zu nehmen ist. Tut mir leid. Wer mit dem Wissenstand des vorletzten Jahrhunderts solche Fragen erörtern will, der möge das tun – nicht mit mir. Es ist schlicht Teil der Gesamtverblödung dieses Landes.

Darf ich diesen Dialog bei mir im Blog verwenden?
Es wäre doch wichtig, zu sehen, wie Du Dich dazu stellst.

Ja.

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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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3 Responses

  1. Hier auf Facebook entwickelt sich dazu noch eine interessante Diskussion mit weiteren Teilnehmern … Dazu beispielhaft meine gerade gegebene eigene Antwort auf Ingo Bading aus dem Thread:
    https://www.facebook.com/filmdenken/posts/2097551510265220
    Das ist doch nun schon wieder eine weiterführende Frage. Natürlich hätten sich #Juden diverser Couleur zu den diskriminierenden Rhetoriken ihrer Tradition zu verhalten (sie widersprechen sonst laufend Standards, die sie für sich selbst einfordern) – das wird uns allerdings in vielerlei Hinsicht nichts helfen.
    Es hilft doch nichts in der Situation an erster Stelle in Schulen und Familien, wo #Multikultur ein unumstößliches biologisches Faktum geworden ist. Welchem Deutsch-Türken, Deutsch-Tunesier oder auch Deutsch-Franzosen, polnischstämmigen Deutschen, Deutschen mit einem russischen Elternteil usw. usf. soll ich denn nun welchen Begriff eines deutschen “Volkstums” entgegenhalten – und mit welcher Absicht?
    Du zeigst hier abermals eine Fixierung auf das #Judentum, die zwar hinsichtlich von politischem und kulturellem Einfluss viel berechtigter ist als die Ahnungslosigkeit noch vieler sog. Fachleute, die einzubeziehen ist in die Rede über Multikultur, ganz klar, …
    https://www.youtube.com/watch?v=lQcI4L5BZxA
    … doch die betr. von Quantitäten multiethnischer und -kultureller Angehöriger unserer Gesellschaft statistisch wiederum kaum eine Rolle spielt. Jedenfalls geht es da um ganz andere Fragen, und wir können nicht dauernd über das Judentum reden, wenn es beim Umgang mit Millionen von rechtlich gleichgestellten Mitbürgern um jenen #Islam geht, über den Du – soweit ich sehe – kaum je ein Wort verlierst.
    Unser Konflikt entstand zuletzt u.a. durch meinen Eindruck, dass Deine Reaktion mehr und mehr ein Rückzug aus solchen Debatten sein könnte, um eine Feier solcher Texte von vor 1945 abzuhalten, die sich auf solche unverrückbaren und weitreichenden Realitäten nicht im mindesten beziehen (konnten) – und an denen deshalb zu entscheiden ist, mit welcher Priorität sie heute Lesern zu empfehlen sind – oder zumindest, mit welchen Ergänzungen, Korrekturen etc.
    Auch wenn’s Arbeit macht, gehört dazu zu allem Überfluss, dass Du 1) damit weitgehend auf heftigste Ablehnung stößt (eben nur beginnend mit der Drucktype, sicherlich heftiger betr. der Wortwahl, des Sprachstils, der Kernaussagen) und 2) für eine optionale politische Durchsetzung (oder nennen wir es nur Verteidigung) zudem auf Positionen eingehen müsstest, die demgegenüber zunächst die Debatten der Meinungsmacher heute im Wesentlichen prägen und die Gedanken der Millionen von #Medien-Konsumenten prägen.
    Mir selbst steht nun noch die Lektüre eines solchen Textes bevor, um auf die bestehenden Argumente des Mainstreams eingehen zu können – um nicht, wie doch wohl unausweichlich (oder warum kann man das überhaupt anders sehen denn als Land-Kommune, die aber Benzin für Traktoren, Seltene Erden für ihre Computer oder #Lithium für ihre Akkus braucht, dafür dann mit Hinz und Kunz global kommunizieren und kooperieren muss?), von diesem Mainstream ebenso ignoriert wie dabei überrollt zu werden?
    https://www.amazon.de/gibt-keine-kulturelle-Identität-verteidigen/dp/3518127187/

  2. Ingo Bading sagt:

    Was ich hier dazu sagte, daß Genmanipulation beim Menschen noch lange Wege haben würde, da habe ich mich scheinbar KRÄFTIG getäuscht: https://twitter.com/ingo_34/status/1090550317509496832

    Das wirft wirklich viele neue Fragen auf, die zu erörtern sind, da jetzt alles sehr konkret wird. Man könnte beipielsweise alle SNP’s, die aschkenasische Juden so überdurchschnittlich intelligent machen, einbauen, dazu jene SNP’s, die “Geduld” (Fähigkeit zum Belohnungsaufschub) mit sich bringen oder Kreativität – und könnte so den “Idealmenschen” kreieren.

    Es dürften dann ähnliche bunt gewürfelte genetische Verwandtschaftsverhältnisse herrschen wie in multikulturellen Gesellschaften. Das riecht alles sehr nach “Schöne neue Welt”. Es ist allerdings schon heute erkennbar, daß Kinder ELTERN haben wollen und um ihre HERKUNFT wissen wollen, nach ihrer Identität fragen. Das würde dann alles fragwürdig, da ja aus jeder Herkunfts-Gruppierung das Beste gewählt würde. Es wäre die Frage, ob Menschen so leben WOLLEN.

    Auch stellt sich dann tatsächlich die Frage, ob mit künstlicher Befruchtung Menschen ohne biologische Eltern aufgezogen werden könnten. Auch hier würde sich dann früher oder später die Frage stellen, ob Menschen so leben WOLLEN. Das sind Fragen, die aus unserer Ethik heraus zu beantworten wären.

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