#Podcast: filmdenken fragt sich zu #Asyl-Problem und Flüchtlingen

Während das neue Video gerade in ca. 20 Stunden hochgeladen wird, gibt es hier schon einmal die Novität eines Podcasts. Weil das Video ein reiner Monolog ohne weitere Bilddokumente ist, eignet sich diese Folge besonders gut dazu. Aber auch die nächsten sollen ihren Weg in die reine Audio-Welt finden.

Morgen dann noch etwas mehr in einem Blog-Eintrag mit ergänzenden Zitaten und Links zum Thema Asyl, Flüchtlingsströme und Integration.

Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

2 Antworten

  1. Peter Hallonen sagt:

    Wir haben hier womöglich eine Entwicklung vorliegen, bei der man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, ob es sich überhaupt lohnt, sich über ihre langfristigen Folgen Gedanken zu machen, da sie schon im Zeithorizont weniger Monate nicht mehr beherrschbar sein könnte. Im Ausnahmezustand kann man nicht Menschen in die eigene Kultur und Gesellschaft, sofern von einer solchen (noch) die Rede sein kann, integrieren.

    Mit das schlimmste ist vielleicht die lange Zeit, in der die deutsche Gesellschaft keiner umfassenden Krise ausgesetzt war. Die Sensibilität für existenzielle Gefahren ist dementsprechend an einem langjährigen Nullpunkt angelangt, und nur die allerwenigsten ziehen derzeit in Erwägung, dass die Flüchtlingskrise eine solche sein könnte. Ehrlicherweise muss man sagen, dass auch der Zweite Weltkrieg nicht durch die Erinnerung der Menschen an die Schrecken des Ersten verhindert worden ist, aber er kam zumindest für viele nicht unerwartet und die Wenigsten sind damals noch begeistert in den Krieg gezogen.

    Das langfristige und erst jetzt spürbare Resultat des Zweiten Weltkriegs war also vielleicht, dass man die Deutschen nicht mehr zur Selbstzerstörung durch eine wahnwitzige militärische Expansion bringen kann, dafür aber durch Selbstzerstörung durch eine leichtfertig zugelassene “Invasion” von außen – letzteres klingt in seiner Begrifflichkeit überzogen, ist aber nur einem Standardmodell für den Aufstieg und den Untergang von Zivilisationen entnommen.

    Das, was an der Flüchtlingskrise den Keim der Hoffnung in sich trägt – eine angesichts des Krisenzustands wieder ernsthaftere politische Debatte statt Teilnahmslosigkeit weiter Teile der Bevölkerung – ist leider angesichts des Ausmaßes dieser Krise, die potenziell gar keine Debatten mehr zulässt, sondern nur noch reaktive Handlungen im Ausnahmezustand, wieder höchst zerbrechlich.

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