Diskussion des “Völkischen”, dritter Teil

Nun wird es eine ganze Artikel-Serie im Blog (nach Teil 1 und Teil 2) – ich finde aber, es ist es wert, diese Argumente und Argumentationen hier einmal so umfangreich zu dokumentieren, als Spiegelung zu Facebook und YouTube mit ihren Kommentar-Bereichen. Dabei hatte ich gerade selbst schon wiederholt Probleme, die für mich relevanten Beiträge wiederzufinden, da Facebook sie scheinbar nach Belieben unter “weitere Kommentare” verbirgt oder als Teildiskussion unter den betreffenden Beiträgen, auf die geantwortet wurde, nur durch einen Link zugänglich macht.

Protagonisten sind hier weiterhin Ingo Bading und meine Wenigkeit, einige andere Beiträge habe ich hier nicht ungefragt übernommen.

https://www.facebook.com/filmdenken/posts/2097551510265220

Ingo Bading Aber mal ganz ehrlich: Würde intern unter modernen Juden schon die Eingangsfrage Sinn machen: “Da wird’s etwas schwierig mit völkischen Positionen …” ???? Die wüßten GANZ genau, daß es GAR nicht schwierig ist mit jüdisch-völkischen Positionen in globalisierenden, internationalen Zusammenhängen. Warum tun wir Deutschen so blöd? Auch an DICH gerichtet, diese Frage, Daniel. Warum tust Du so blöd? Warum stellst Du Dich dümmer als ein durchschnittlicher aschkenasischer Jude seit 1000 oder 2000 Jahre ist? VERSTEHE ich nicht. Und das ist im Zorn geschrieben.

Daniel Hermsdorf Das ist doch nun schon wieder eine weiterführende Frage. Natürlich hätten sich #Juden diverser Couleur zu den diskriminierenden Rhetoriken ihrer Tradition zu verhalten (sie widersprechen sonst laufend Standards, die sie für sich selbst einfordern) – das wird uns allerdings in vielerlei Hinsicht nichts helfen.
Es hilft doch nichts in der Situation an erster Stelle in Schulen und Familien, wo #Multikultur ein unumstößliches biologisches Faktum geworden ist. Welchem Deutsch-Türken, Deutsch-Tunesier oder auch Deutsch-Franzosen, polnischstämmigen Deutschen, Deutschen mit einem russischen Elternteil usw. usf. soll ich denn nun welchen Begriff eines deutschen “Volkstums” entgegenhalten – und mit welcher Absicht?
Du zeigst hier abermals eine Fixierung auf das #Judentum, die zwar hinsichtlich von politischem und kulturellem Einfluss viel berechtigter ist als die Ahnungslosigkeit noch vieler sog. Fachleute, die einzubeziehen ist in die Rede über Multikultur, ganz klar, …
Barbara Lerner Spectre und IM Victoria bei der Arbeit – Zerstörung der Nationen

… doch die betr. von Quantitäten multiethnischer und -kultureller Angehöriger unserer Gesellschaft statistisch wiederum kaum eine Rolle spielt. Jedenfalls geht es da um ganz andere Fragen, und wir können nicht dauernd über das Judentum reden, wenn es beim Umgang mit Millionen von rechtlich gleichgestellten Mitbürgern um jenen #Islam geht, über den Du – soweit ich sehe – kaum je ein Wort verlierst.
Unser Konflikt entstand zuletzt u.a. durch meinen Eindruck, dass Deine Reaktion mehr und mehr ein Rückzug aus solchen Debatten sein könnte, um eine Feier solcher Texte von vor 1945 abzuhalten, die sich auf solche unverrückbaren und weitreichenden Realitäten nicht im mindesten beziehen (konnten) – und an denen deshalb zu entscheiden ist, mit welcher Priorität sie heute Lesern zu empfehlen sind – oder zumindest, mit welchen Ergänzungen, Korrekturen etc.
Auch wenn’s Arbeit macht, gehört dazu zu allem Überfluss, dass Du 1) damit weitgehend auf heftigste Ablehnung stößt (eben nur beginnend mit der Drucktype, sicherlich heftiger betr. der Wortwahl, des Sprachstils, der Kernaussagen) und 2) für eine optionale politische Durchsetzung (oder nennen wir es nur Verteidigung) zudem auf Positionen eingehen müsstest, die demgegenüber zunächst die Debatten der Meinungsmacher heute im Wesentlichen prägen und die Gedanken der Millionen von #Medien-Konsumenten prägen.
Mir selbst steht nun noch die Lektüre eines solchen Textes bevor, um auf die bestehenden Argumente des Mainstreams eingehen zu können – um nicht, wie doch wohl unausweichlich (oder warum kann man das überhaupt anders sehen denn als Land-Kommune, die aber Benzin für Traktoren, Seltene Erden für ihre Computer oder #Lithium für ihre Akkus braucht, dafür dann mit Hinz und Kunz global kommunizieren und kooperieren muss?), von diesem Mainstream ebenso ignoriert wie dabei überrollt zu werden?


https://www.amazon.de/gibt-keine-kulturelle-Identität-verteidigen/dp/3518127187/
Es gibt keine kulturelle Identität: Wir verteidigen die Ressourcen einer Kultur (edition suhrkamp) Taschenbuch – 9. Oktober 2017
von François Jullien (Autor)

Ingo Bading “Welchem Deutsch-Türken, Deutsch-Tunesier oder auch Deutsch-Franzosen, polnischstämmigen Deutschen, Deutschen mit einem russischen Elternteil usw. usf. soll ich denn nun welchen Begriff eines deutschen “Volkstums” entgegenhalten – und mit welcher Absicht?” – Lieber Daniel, warum schlkägst Du Dich mit solchen Fragen herum? Bist Du Deutscher oder bist Du Deutsch-Türke? Warum läßt Du die Deutsch-Türken nicht erst mal selbst für sich entscheiden, wie sie sich ihre Identität formen wollen? Sie tun es sowieso selbstständig und unabhängig – zusammen mit ihrem Präsidenten Erdogan etc.pp.. Ich weiß nicht, warum ich dazu irgendeine Meinung haben soll. Ich bin DEUTSCHER. Du auch. Wir beide sollten uns darum kümmern, welchen Begriff eines deutschen Volkstums wir uns SELBST entgegenhalten wollen und mit welcher Absicht. Nur dadurch können wir doch jene gruppenevolutionären Strategien ausformulieren und dann nach ihnen handeln, aufgrund deren DEUTSCHE in der Welt überleben können. – – – Es sei denn, Du schlägst Dich auf die Seite irgendwelcher Nichtdeutscher und versuchst, mit diesen, ein NEUES Volk aufzubauen, eine neue Ethnizität zu begründen. – Aber warum solltest Du das als Deutscher? – Was noch sinnvoll zu erörtern ist, ist, wie der Interessenausgleich geschehen soll zwischen unterschiedlichen Ethnizitäten in unserem Land. Die österreichisch-ungarische Monarchie hat da über viele Jahrhundert hinweg schon ein gutes Vorbild geliefert, wenn Du mich fragst. In dieser konnte jede Ethnizität “nach ihrer Facon selig werden”. Ich wüßte nicht, wie eine andere deutsche Zukunft gegenwärtig sinnvollerweise zu formulieren sein sollte, wenn wir denn nicht die Deutsch-Türken etc. pp. davon überzeugen können oder wollen, wie schön es ist, in ihre Heimat zurück zu kehren und wenn wir denn nicht ENDLICH UNSERE deutschen Fragen klären, nämlich, wie wir wieder ein echtes Familienleben hinkriegen – JEDER von uns – mit vielen, bzw. mit ausreichend Kindern in IQ-starken, kulturell gehaltvollen Familien.

Daniel Hermsdorf Ich versuch’s in zwei Antworten:
1) Zum letztgenannten Punkt muss ich Dir sagen, dass ich in Büchern wie “Glotze fatal” (2011) und “Krisen-Abriss” (2012, auch verschenkt als PDF) Grundlagen-Arbeit für Begriffe an so etwas wie ‘falschem Bewusstsein’ geleistet habe, das etwa auch Familien-Begriffe, Zusammenleben in allerlei Form erschwert.
https://filmdenken.de/buecher/glotze-fatal-wie-tv-unterhaltung-leben-zerstoert-buch-info/
https://filmdenken.de/buecher/krisen-abriss-finanzkrise-kulturkritik-buch-info/
Ich sehe nichts Vergleichbares auf der sog. konservativen bis neurechten Seite. (Einige vorhandene Parallelprojekte habe ich selbst in den Büchern oder im Blog kommentiert.) Eine Auseinandersetzung mit mir hat, wo sie sich andeutete, Ronald Gläser in der “Jungen Freiheit” und in “eigentümlich frei” gleich in die Tonne getreten – null Verständnis bei dem Mann. Insofern für mich als #AfD-Vertreter heute ein weiterer Schuldiger dieses schon nahezu verlorenen kulturellen und dabei auch demografischen Krieges. Über Ursachen und differenzierte Wirkungsverhältnisse waren solche Vertreter bisher nie fähig zu diskutieren – kein Hoffnungszeichen für etwas, was Du hier “kulturell gehaltvoll” nennst. In meiner Erfahrung ist es ein Gläser nicht – und noch einige andere, sofern sie überhaupt mal im Internet gelesen haben und sich nicht nur selbst mit primitiven und abgestandenen Phrasen vordrängelten – oder über fast alles schwiegen, worauf es in diesem Kulturkampf ankommt, der er ist.
2) Obwohl Du in Deinen letzten Videos zu meinen Reaktionen nochmal betonst, dass Du ja selbst in prinzipiell multikulturellen und -ethnischen Settings u.a. berufstätig bist – wie stellst Du Dir Schlussfolgerungen aus dem hier von Dir Gesagten denn dann vor? Ist das dann nicht immer wieder ein Gegeneinander statt ein Miteinander? – Wie Du weißt, bin ich da nicht naiv. Mein Blog geht auf vielerlei Widersprüche diesbetreffend ein. Es reicht eben auch nicht, sich, wie Du, von aktuellen Phänomenen einfach nur abzugrenzen (‘Ich muss nicht über Ausländer-Kriminalität reden, das ist negative Energie’). Auch darum geht es immer wieder im Zusammenleben, dass man all diese Dinge anspricht, weil sie die Atmosphäre vergiften und schlimmstenfalls den Einzelnen existenziell schädigen. – Du suggerierst hier, finde ich, abermals, es gäbe da irgendeine einfach oder ‘trennscharfe Lösung’. Das war in meinem Leben noch nie so. Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen über 20 Jahre, habe dort nochmal 20 Jahre gelebt. Die ersten 30 Jahre haben wir wohl kaum ein einziges Mal über ‘Herkunft’ oder ‘Deutschsein’ geredet, bis die Flüchtlingskrise kam und solche Aspekte plötzlich aktuell wurden. Das bedeutet nicht, dass es nicht vorher schon Entwicklungen gab, die auch auf Dauer kaum stabil genannt werden können. Es ist alles unendlich kompliziert. Aber einen ‘Rückzug auf das Eigene’ habe ich meinem Leben nie als irgendwie praktisch möglich erkennen können. Das gab es von vornherein nicht, und ich kann es heute umso weniger erkennen in fast allem, was mich umgibt. Das ist für niemanden so, der in Berlin lebt. Das ist für niemanden so, der in Potsdam in jedem ÖPNV-Vehikel diverse Sprachen hört. Die Messe ist gesungen. Wir werden uns alle zueinander verhalten müssen – am besten friedlich. – Ich stimme Dir in dieser Hinsicht wesentlich erstmal nur darin zu, dass andere Identitäten haben und auch beibehalten, während eine deutsche nach 1945 im Wesentlichen als zerstört anzusehen ist. All das, was wir aufwändigst und keineswegs abgeschlossen etwa über 1933-45 besprechen, gehört dazu. Wenn ich sehe, wie wenig Unterstützung es dafür von anderen gibt (wenn man’s gründlicher und behutsamer macht, wie ich es für mich beanspruche) und wie wieviel davon noch am ehesten, wenn man die ollesten Kamellen in einer teils noch dümmlicheren und problematischeren Art als vorher auffährt … sind wir bei Diskussionen, die staatlich gefördert etwa über die Internet-Debattenkultur geführt werden müssten. Sonst haben wir erneut nur wieder einen Bundespräsidenten, der Sonntagsreden hält, und sich einen feuchten Kehricht um den Rest kümmert, weil es ihn und die, deren Bezahlung bisher gesichert ist, einfach nachhaltig überfordert. Immerhin das ist eine eindeutige Gewissheit, die Folgen haben müsste, wenn man nicht in einer Bananenrepublik lebte.

Ingo Bading Du stimmst mir also zu, “dass andere Identitäten haben und auch beibehalten, während eine deutsche nach 1945 im Wesentlichen als zerstört anzusehen ist”. Und ich höre bei Dir noch nicht einmal den WILLEN heraus, eine zerstörte Identität in Dir und in anderen wieder herzustellen. Zu gleicher Zeit sagen mir Auslandsdeutsche an mehreren Stellen, daß man sich seines Deutschseins im Ausland viel leichter bewußt wird als in Deutschland. Du scheinbar hast im “Ausland Ruhrgebiet” diese Erfahrung nicht gemacht. Anstelle dessen aber jammerst Du herum “Es ist alles unendlich kompliziert”. Du meine Güte. Dieser eine letzte Beitrag hier von Dir ist voller innerer Widersprüche. Logik finde ich in ihm weder im rationalen, noch in irgendeinem willkürlich gewählten nichtrationalen Bereich. Du scheinst mir emotional und identitätsmäßig völlig zerfahren zu sein. Solche Leute haben Satanisten gern. Sie wissen: Wo es solche Menschen in Massen gibt, einigen sich die Massen BESTENFALLS noch darauf, das Satanismus schlecht ist. Abwehrkraft irgendeiner sonstigen Art ist nicht mehr zu befürchten.

Daniel Hermsdorf Du versuchst, Dein Gegenüber nicht durch Argumente, sondern durch Unterstellungen zu disqualifizieren wie jene, ich würde “jammern”. Du antwortest einfach auf so gut wie keinen Einwand oder Hinweis, der Dich betrifft. Man weiß nach stundenlangem Austausch einfach nicht, was die Zielsetzung eines ‘völkischen Bewusstseins’ dann konkret sein soll – außer, sich als “Deutscher” einem anderen gegenüber abgrenzen zu können. Ich glaube nicht, dass das jeder aufgrund seiner Herkunft tut – da habe ich durchaus sehr unterschiedliche Verhaltensweisen gesehen. Und zumal dann, wenn zweierlei Herkünfte vorliegen, ist Dein Konzept einfach keine Antwort – was Deine Haltung gegenüber Millionen anderen in diesem Land völlig unklar bleiben lässt.
Kompliziert wird es aus einer Reihe von Gründen und je nach Situation – die ihrerseits keine Ausnahmen bilden (z.B. ein türkischer #Rassismus).
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/extremismus-graue-woelfe-angela-merkel-tuerkei-treffen/seite-2
Du versuchst fortgesetzt, Dich in irgendeine Position der Überlegenheit zu imaginieren – nun damit, ich sei “zerfahren” und damit bei “Satanisten” willkommen, ich argumentierte “nichtrational”. Wo ist es rational, in einer sich immer mehr diversifizierenden Bevölkerung mit keinem Wort dazu zu äußern, was an Deinem ‘Deutschtum’ konstruktiv sein könnte – und nicht in einer plumpen Abgrenzung bestünde?
Ich habe schon ein paar Beispiele gegeben, was ich positiv mit “deutsch” assoziiere und tatsächlich nicht einfach dem Vergessen anheim geben wollte – was schon bei deutschen Akademikern schwierig wird, wo ich bei Dir nicht mal irgendeine vertiefte Textkenntnis sehe – weder zu Nietzsche, den Du mit einem “Seele”-Begriff 100% falsch verstanden hast (https://filmdenken.de/satanismus-kritik-seine-form-unsere-aufgaben-antwort-an-ingo-bading/ – Bist Du ein Satanist, der alles ins Gegenteil verkehrt?), noch bei allerlei Geistesgrößen, von denen ich Einzelne im Verlauf der Diskussionen hier und auf YouTube nannte.
Natürlich zähle ich auch die technischen Erfinder aus deutschen Landen dazu, auf die man stolz sein kann als einer, der sich zu diesem Land zugehörig fühlt. Man kann deutsches Organisationstalent bewundern und bewahren u.v.m. Das sind alles positive Werte, für die auch Kenntnis der Geschichte hilfreich ist, um sich daran zu inspirieren. Und das ist durch bestimmte Tendenzen linker Diskurse soweit kleingeredet und gefährdet, dass es vielfach vergessen zu werden, verachtet zu werden und verlorenzugehen droht – mit durchaus problematischen Folgen. Wenn sich keiner mehr für die freiwillige Feuerwehr interessiert, stirbt irgendwann der erste in den Flammen, der sonst gerettet worden wäre. Jeder Intellektuelle, der sich sowas nicht klarzumachen imstande ist, ist in Wirklichkeit ein Dämlack. Es gab und gibt bis heute etwa ein Gemeinwesen in Deutschland, das auf bestimmten Kulturen mitberuht, ob das Lokaljournalismus ist oder bestimmte Vereinsstrukturen etc. pp. Darum muss man sich kümmern, da sollte und kann man schlicht heute nicht irgendetwas zulassen, wo das Beharren auf biologischer Abstammung am Ende noch Gutwillige und Engagierte verschreckt und demotiviert. Wo das passiert, bist Du der Anti-Deutsche, der Zerstörer.
Von DIr sehe ich nur die schlichte Wiederholung einer inhaltlich nebulös bleibenden Selbstbezeichnung (wie schon zitiert, Weihnachten und “Zauberflöte” hast Du hier bisher konkret benannt). An neuerer Kultur im engeren Sinne habe ich bei Dir nie auch nur irgendetwas erwähnt gefunden, das liegt bei Dir ja alles vor 1945 – und dort fängt dann der völlige Irrealismus an, in einem Land voller Hollywood-Gucker und Computerspiel-Zocker mit Frakturschrift-Traktaten den Laden so richtig rocken zu wollen, damit das Deutsche an sich erstarke und überlebe.
Ich versteh’s nicht, und es wäre besser, wenn jemand anderes sich nochmal zu Deiner Art zu argumentieren äußern würde.

Ingo Bading Daß “das Beharren auf biologischer Abstammung am Ende noch Gutwillige und Engagierte verschreckt und demotiviert. Wo das passiert, bist Du der Anti-Deutsche, der Zerstörer”. Ich weiß nicht, ob Du nicht gar zu sehr, in Selbstverständlichkeiten feststeckst, ohne es zu merken. Nimmst Du nicht die unzähligen “völkischen” Videokanäle wahr, die inzwischen ihren Quoten-Afrikaner, ihren Quoten-Muslim usw. haben? Warum meinst Du, daß ich nicht dazu fähig wäre, auf meinem Videokanal oder meinem Blog, einem Quoten-Nichtdeutschen das Feld einzuräumen, wenn er Vernünftiges zu sagen hat? In meinem neuesten Video preise ich 45 Minuten lang Robert Plomin, einen Nichtdeutschen. Keine Ahnung, wovon Du redest und was Du mir – oder anderen – an “Abgrenzung” unterstellst. KEINE Ahnung. Das ist mir völlig unerfindlich. Du scheinst überhaupt keine Vorstellung davon zu haben, daß man Identität ja GERADE im Austausch mit “dem anderen” formuliert und weiter entwickelt. Das wurde sogar von dem deutschen Philosophen Eduard Baumgarten in der Hochzeit des Nationalsozialismus 1939 formuliert, daß man als Deutscher das Jüdische als lebendige Kraft BRAUCHE, weil sich erst in dieser Auseinandersetzung mit ihm die eigene Identität forme. Mit diesem Grundgedanken wollte er die philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus ausformulieren (in einer Arbeitsgruppe mit Konrad Lorenz und Bruno Liebrucks unter der Ägide von Alfred Rosenberg und Alfred Baeumler). Also noch einmal: KEINE Ahnung, wovon Du redest und was Dein Problem ist. Ich glaube, Du bist selbst in der Nichtwahrnehmung von Selbstverständlichkeiten blockiert, von Selbstverständlichkeiten, die im Grunde allen klar sind (oder sein können) außer (scheinbar) Dir selbst. Spätestens seit Robert Putnam’s “Bowling Alone” beispielsweise WISSEN wir auch, daß Ethnien gerne unter sich wohnen und leben und daß sie dann auch größere Hilfsbereitschaft untereinander entwickeln, und daß im Gegensatz dazu in multikulturellen Gesellschaften jeder “allein kegeln” geht, weil das Bedürfnis, mit anderen zusammen zu sein, dann – ganz unterbewußt – zurück geht. Ich muß also auch gar nicht irgendeine von Dir postulierte “Abgrenzung” predigen, eine solche Entmischung findet tendenziell EH weltweit und seit Jahrtausenden statt. Deutsche Menschen, die in überwiegend muslimischen Wohnbezirken leben, haben meist nicht so viel Lust, dort weiter zu leben, die einen verlieren die Lust früher, die anderen später, aber diese Tendenz ist gut erforscht. Ich habe sie auch an mir selbst beobachtet und kann mich über diese Neigung immer und immer wieder mit überzeugten, auch parteilich gebundenen Sozialdemokraten und Grünen austauschen. Welche Probleme DU allerdings hast, weiß ich nicht. Wirklich nicht. Aber so etwas kommt vor. Sei also unbesorgt.

Daniel Hermsdorf Die ursprüngliche DIskussion handelte davon, womit und worüber man im Hinblick auf ‘deutsche Identität’ im Diskurs arbeiten kann (nenne man diese Identität dann “völkisch” oder auch nicht, das ist für mich eher Wortgeklingel – aber als Trigger für politische Zwecke äußerst, äußerst wirksam, beendet meist mit Linksliberalen sogleich den Dialog – was ich nicht rechtfertige, sondern zu bedenken gebe!). Im Hinblick auf Trigger und Vermittelbarkeit an ein durch Jahrzehnte und millionenfach anderes Erleben, andere Prägung gegangenes Publikum, glaube ich, greift eine bloße Wiederaufführung von Ludendorff-Schriften allein zu kurz – das war meine zentrale Botschaft, kein Basta-Statement. Kluge Gedanken sind immer willkommen, mit heute altertümlichen Sprachformen habe ich die wenigsten Probleme – es geht hier um andere, es geht um die, die ggf. überzeugt werden sollen, nicht jene, die schon einer Meinung sind. Das wäre das Problem, auf das Du hättest antworten müssen.
Stattdessen beförderst Du die Diskussion auf andere Schauplätze und hältst mir nun Dinge entgegen, die ich selbst von vornherein vertrete oder die meine Lebenserfahrung sind – in manchem muss ich vermuten, in durchaus größerer Ausführlichkeit als bei Dir. Und da gehen in der Praxis dann die Fragen und Probleme noch viel weiter, als Du hier weismachen willst. Du suggerierst dann z.B., wir hätten es mit einer ständig neu auszuhandelnden Situation zu tun, in der gleichberechtigte Gesprächspartner einander gegenüberstehen. Das Gegenteil ist der Fall: Eine linksliberale bis (heute schon Mainstream:) linksextreme Agenda setzt an erster Stellen ‘den Deutschen’ auf eine niedrigere moralische Stufe und verpflichtet ihn zu bedingungsloser “Toleranz”. In vielen Zusammenhängen sind vollendete Tatsache schon vorhanden. Da sind über Jahrzehnte Kinder nicht geboren, da sind ganze Stadtteile schon von anderen bewohnt, die juristisch gleichgestellt sind. Da reicht es – zu politischen Zwecken, die man dann auch nochmal klar ausdrücken muss – nicht, sich auf einmal wieder ungefangen als ‘Volksdeutscher’ zu bekennen und Rechte auf … was einzufordern oder was neu auszuhandeln / zu begründen?
Dabei muss und will ich aber wiederum auch in bestimmten Hinsichten (außer etwa den hier nochmal genannten) nicht in erster Linie Dich in die Pflicht nehmen – sondern es sind andere, die bisherige Diskurs-Praktiken nochmal zu durchdenken und ggf. zu revidieren hätten. Das durchzuarbeiten und -zusetzen, haben selbst wir beide oder selbst ich kaum je die Zeit. Wo ich das im Blog schon in x-facher Form getan habe, wird es kaum gelesen, das Internet-Publikum ist (im Gegensatz zu denen, die immer noch glauben, “Qualitätsmedien” zu lesen, die kommen oft oder sogar in der Mehrzahl weder in Blogs noch auf Facebook, sind selbst Lehrer in Schulen und an Universitäten, sind hochqualifiziert, sind beruflich Meinungsmacher, bestimmten die Agenda) wenig lesefreudig und reagiert meist leider, leider nur auf primitivste Ansprache, die bei näherer Betrachtung und im Streit mit dem Mainstream sich schnell lächerlich machen lässt.
Es müsste große Konferenzen mit Video-Übertragung geben, wo man z.B. mit ZEIT-Journalisten darüber redet, was denn aus solchen Berichten hier (s.u.) für ihre eigene Arbeit, ihre eigenen Absichten in der gesellschaftlichen Mitwirkung überhaupt folgen müsste – und ob sie dem gerecht werden, wenn es nicht der vereinzelte Artikel in ggf. abweichender Ausrichtung ist – abweichend von dem, was sie sonst mehrheitlich veranstalten. (Bei einzelnen Anlässen hatte ich in den letzten Jahre in Berlin schon die Gelegenheit, solche Leute zu konfrontieren – aber wen erreichen solche Berichte, wenn sie wieder nur abseits des Mainstreams vorkommen, nachdem vor Ort nur ein kleineres Publikum war. Was belehrst Du mich hier, nachdem ich auf filmdenken.de immerhin sowas hier dokumentiert habe – hast Du vergleichbare Aktionen überhaupt jemals versucht? – https://filmdenken.de/zeit-journalist-bestreitet-agenda-setting/)
Ein letzter Abschnitt aus einem ZEIT-Artikel über Gelsenkirchen – für mich ein Beispiel, wie diese Zeitung eigentlich völlig unhaltbare Zustände und fürchterliche Entwicklungen zwar irgendwie beschreibt, aber keine wirklich erkennbare Stellung dazu bezieht, die Betroffenen wie auch die Leser gewissermaßen in einem Dreck zurücklässt, um den sich anschließend wieder nur unmittelbar Betroffenen kümmern müssen, die ihn selbst gar nicht versachten haben

Nachzutragen bleibt, dass mit dem Müll der Rumänen die Ratten nach Gelsenkirchen gekommen sind. Aber darf man das schreiben? Man darf es schreiben, weil es stimmt. Ratten gab es zwar immer schon und überall, aber mit einem Mal sind sie in Häuser vorgedrungen. Ließe man den Gelsenkirchener Schädlingsbekämpfer Steffen Hartmann die Geschichte seiner Stadt erzählen, dann würde er berichten, dass seine Geschäfte seit zwei Jahren plötzlich wieder glänzend laufen. In den Wohnungen vieler Schrotthäuser tummeln sich Kakerlaken. Und in den Müllbergen der Innenhöfe fühlen sich Ratten wohl. Sie sind hartnäckig. Sie bleiben, wenn die Rumänen wegziehen. Das stellte auch der pensionierte Lehrer Eckart Kuke fest. Er besorgte sich Schnappfallen und streute im Garten feinen Sand auf ein Beet, um zu erfahren, ob die Ratten dort nachts entlanglaufen. “Als Ratte wäre es mir hier immer gut gegangen”, sagt er. Die erlösende Nachricht ist: Diese Auseinandersetzung hat Eckart Kuke für sich entschieden.

https://www.zeit.de/2016/31/gelsenkirchen-zuwanderer-rumaenien-bulgarien-sozialbetrug/komplettansicht
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Daniel Hermsdorf

Verleger, Autor, Journalist bei filmdenken.de - Medienkritik, Verschwörungstheorie und Physiognomik

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3 Responses

  1. Ingo Bading sagt:

    Mein neuestes Video ( https://youtu.be/s76Vf81X0p4 ) ist fast durchgängig (auch) mit Dir beschäftigt, Daniel, aber auf noch grundlegenderer Ebene, vielleicht, als in dieser Blogartikel-Serie. Ich nehme unsere Zusammenarbeit exemplarisch, um aufzuzeigen, wohin fast die gesamte alternative Öffentlichkeit heute sich “verrannt” hat.

  2. l2012ucas sagt:

    Was hat es mit dem Mordanschlag auf den Danziger Bürgermeister auf sich? Er wurde am 13.01 von einem 27 jährigen Alleintäter als Racheakt ausgeführt? Wieso gerade dieser Bürgermeister, was hatte er konkret mit diesem Fall zu tun? Soll gar ein Märtyrertod inszeniert werden oder sind die reaktionärer Kräfte Polens schon zu solchen Mitteln bereit? Auf jeden Fall spaltet dieser Fall ein Land, dass sich eher gegen die vielen Agenden der etablierteren Eliten zu stemmen scheint.

    https://www.cicero.de/aussenpolitik/getoeteter-danziger-buergermeister-danzig-polen-pis-polarisierung
    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_85079924/danzig-buergermeister-stirbt-nach-messerattacke-an-seinen-verletzungen-.html

    Außerdem ist Danzig nicht irgendeine Stadt, sondern befindet sich bis heute mehr oder weniger im “Spannungsfeld zweier Nationen”.
    https://www.mdr.de/zeitreise/weitere-epochen/zwanzigstes-jahrhundert/danzig-102.html

    Auch der Zeitpunkt, während der Bexitabkommensentscheidung, ist interessant, genauso wie die enorme historische Dimension Danzigs in den polnisch-deutschen-britischen politischen Verhätnissen im 20 Jhd. Die Polen sind auch schon eine große Minderheit in GB.

    http://www.vorkriegsgeschichte.de/polens-buendnispolitik-1920-1939/

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/polen-und-grossbritannien-schliessen-neuen-verteidigungspakt-a-1184607.html
    https://www.nzz.ch/international/die-polen-in-oxford-sind-gut-angepasst-ld.1407628
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article113283050/Warum-sich-Polen-in-Grossbritannien-so-wohlfuehlen.html

  3. l2012ucas sagt:

    Die Frankreich existiert jetzt eine neue Bewegung, die “Rotschals”, die sich gegen die Gelbwesten und auf Macrons Seite (Initiator stammt aus den En Marche Bewegung) stellt. Worauf deutet die “Rotschals” hin. Wie wir wissen, war Macron bei den “Rothschilds” aktiv und wird von manchen als ihr Mann an der Staatsspitze angesehen.

    https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/rotschal-proteste-gegen-gelbwesten-gewalt-in-paris-100.html
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-rot-schale-demonstrieren-gegen-gelbwesten-und-fuer-emmanuel-macron-a-1250258.html

    https://traum-deutung.de/halstuch/

    Durchaus interessant, dass das Halstuch (Schal) während der Regentschaft des Sonnenkönigs in Frankreich zur Mode wurde und dafür stehen kann, gewarnt zu sein, sich nicht zu viel einzumischen, zu schweigen und sich zurückzuhalten oder seinen finanziellen Verpflichtungen nachzugehen. Auch symbolisiert er Schutz, aber wer will sich hier schützen?

    Auch assoziiert man das Rot häufig mit der kommunistischen Ideologie, die anscheinend auch von den Rothschilds gefördert wurde.

    http://www.geschichteinchronologie.com/welt/Rothschild/Knechtel-Dt/002f-Rothschilds-kommunismus.html
    http://www.geschichteinchronologie.com/welt/Rothschild/Knechtel-Dt/002e-kommunistische-Revolutionen-m-Rothschild-puppen-1917-1922.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Frontk%C3%A4mpferbund

    https://www.lichtkreis.at/wissenswelten/welt-der-farben/die-farbe-rot/

    Vielleicht wirkt die Gelbwestenbewegung wie ein “rotes Tuch” für die Elite und ihre Rotschalbewegung und/oder andersherum.

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