In der Euro-Krise eiern deutsche Politiker wie Wolfgang Schäuble (CDU) entweder fadenscheinig herum, weil sie Zeit schinden wollen/müssen; oder sie umarmen die fragwürdige Krisenpolitik und Entrechtung der Nationalstaaten in der Europäischen Union mit vorauseilendem Gehorsam wie Sigmar Gabriel (SPD).
Nachrichtensendungen und Tageszeitungen, die für viele Bürger – wenn sie sich überhaupt informieren – die einzige Informationsquelle sind, bilden die katastrophischen Tendenzen und unüberwindlichen Probleme der Währungsunion und einzelner Krisenstaaten nicht zureichend ab. In den letzten drei Tagen (12.-14.05.2012) finden sich in der 20-h-Ausgabe der ARD-„tagesschau“ gerade einmal die Meldungen: „Krise in Griechenland“ und „Euro-Finanzministertreffen“. Demgegenüber klingt es in den Wirtschaftsteilen, Fachzeitschriften und unabhängigen Nachrichtenportalen etwa so:
15.05.2012 – Griechenlands Euro-Austritt rückt näher. Offen wird über einen Austritt der Hellenen aus dem Euro gesprochen, während Wirtschaftsnobelpreisträger Krugman vom “Ende des Euro” spricht
15.05.2012 – Spanien auf Absturzkurs. Risikoaufschläge für Staatsanleihen steigen auf ein Rekordhoch wegen Zweifel an den Banken
Wie ein Wahnsinniger in seiner individuellen Existenz verdrängt die deutsche Öffentlichkeit mit den geliebten Erfolgsmeldungen zu Wirtschaftswundern die unausweichliche Konsequenz in weiter steigender Verschuldung, die Gewinne nachträglich aufzehren wird. Erhoffte Einnahmen aus Exporten werden ebenfalls schrumpfen, wenn die europäischen Nachbarn in der Rezession versinken. (Andere Exportmärkte wie die USA und China haben wiederum eigene, relativ unkalkulierbare Probleme.)
Die Konsequenzen der Währungsturbulenzen könnten innerhalb der EU zentralistische Führungsmechanismen weitgehend ohne demokratische Kontrolle sein. Dies wird im öffentlichen Diskurs nun vorbereitet.
Der Fortbestand von „Demokratien“ i. w. S. in Deutschland und anderswo in Europa wird sich daran bemessen, wieviel Selbstbestimmungsrecht den Bürgern bleibt. Die Entwicklung in der Euro-Zone deutet auf eine gegenläufige Tendenz hin: Die Schaffung des sog. „dauerhaften Rettungsschirms“ ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ist nach allem, was wir derzeit wissen, eine konsequente Fortsetzung der Entrechtung demokratisch gewählter Einzelparlamente. Im Zweifelsfall wird ein „Gouverneursrat“ über die Köpfe der Einzelregierungen hinweg entscheiden können.
Dass die Mainstream-Medien zu diesem Thema den Ball verhältnismäßig flach halten und allenfalls durch Katastrophenszenarien den Eindruck erwecken, man müsse hier ohnehin das Handeln den vermeintlichen Experten überlassen, die in nationalen Regierungen nun einmal gewählt wurden oder die in Brüssel agieren, bestätigt den Eindruck (schon hier und hier ausführlicher begründet), dass wir uns in einer Übergangsphase zu einer demokratisch schwächer legitimierten Zentralregierung befinden. Wer an einer solchen Zentralregierung ein Interesse hat und ihre Leitlinien bestimmen wird, dies zu erörtern ist Aufgabe notwendiger Verschwörungstheorie.
In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wie den folgenden mit Hans-Olaf Henkel, Karl Albrecht Schachtschneider wird das schwache Flämmchen des Widerstands gehegt. Eine Kenntnis solcher Argumente wäre die Voraussetzung für einen Politikwechsel. Doch darauf besteht derzeit keine Aussicht – weil viel zu wenige hinhören und -sehen. Sie werden schließlich vor vollendeten Tatsachen stehen, weil ihre Massenmedien sie in Blindheit und Unwissenheit hielten.
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Während das allgemeine Bewusstsein die Euro-Krise noch wegnormalisiert, wie es eben geht, deuten Nachrichten auf eine tiefgreifende Veränderung der Europäischen Union hin – den Ausstieg Griechenlands und potenziell weiterer Kandidaten:
Die gegenwärtige Situation ist Resultat einer Politik, die nicht den Bürgern verpflichtet ist, sondern den wenigen übervorteilten menschlichen Akteuren der Finanzindustrie:
10.05.2012 – Finanzkrise – So soll der Steuerzahler ausgetrickst werden. Obwohl Geldinstitute in Europa 1,2 Billionen Euro bei Zentralbanken bunkern, soll der Steuerzahler wieder ran. EU-Politiker missbrauchen dazu verdeckt den ESM.
Sobald Bürger nicht mehr direkt von der jahrzehntelangen Betäubung durch unwissende oder strategisch beschwichtigende Berichterstattung benommen sind (wo diese Berichterstattung nicht, wie in 75 % Marktanteil relativ infantiler Privatsender, fast ganz fehlt), lautet die Nachricht dann so – wenn es für viele Gegenmaßnahmen schon zu spät ist:
Am 17.05.2012 startet das neue Opus des US-Komikers Sacha Baron Cohen in den deutschen Kinos. Zu den Werbemaßnahmen gehört auch ein gestelltes Interview der Hauptfigur des Films „The Dictator“ mit dem realen Journalisten Larry King:
Mit dieser neuesten Diktatoren-Figur wird das Thema des in wenigen Jahren erscheinenden 4. Bandes von „Kino Okkult“ zu „Diktaturen“ aufgegriffen – für das es filmhistorisch eine Menge Vorläufer gibt.
Bei Cohen und King wird eindeutig auf den aktuellen Antagonismus der USA zu Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad angespielt. Damit bearbeiten auf Seiten der Comedy wie auch des gastspielenden Interview-Königs jüdische Prominente die politische Phalanx von westlich-jüdischer Allianz gegenüber islamisch geprägten Staaten, wobei in Letzteren totalitäre Strukturen zumindest offener zu Tage liegen.
Man muss hierzu sicherlich anmerken, dass die Vereinfachung solcher Konflikte in Cohens Pointen einmal mehr verdeckt, dass „Juden“ nicht gleich „Juden“ sind. Cohen und King machen sich über totalitäre Führerfiguren lustig und verhandeln dabei Antisemitismus als ein Merkmal solcher Führer. Sie machen dabei Front gegen Feindbilder, wie sie US-Medien und alle angeschlossenen Apparate seit dem von George Bush Sr. bis zum letzten Moment finanziell gepäppelten Saddam Hussein produzieren, auf dass die Kriegsgeschäfte nicht zum Erliegen kommen.
In der Bush-Familie hat das Machen von Diktatoren Tradition. Weniger beachtet als Ulknudel Cohen ist dieser Tage noch ein Historiker wie Antony C. Sutton, der im folgenden Video ab 4:00 Min. Ergebnisse aus seinem Buch „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“ (1976) schildert, die die Mitfinanzierung Adolf Hitlers durch US-amerikanische Institutionen der Finanzwirtschaft betreffen. Zu diesen Akteuren an der Wall Street gehörte bekanntlich wiederum Prescott Bush, der Vater George Bushs.
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Hinter der Verschuldungsdynamik steckt dieselbe Strategie wie hinter der fortschreitenden Senkung von Lohnniveaus: die Steigerung von Profiten für einige wenige.
10.05.2012 – Finanzkrise – So soll der Steuerzahler ausgetrickst werden. Obwohl Geldinstitute in Europa 1,2 Billionen Euro bei Zentralbanken bunkern, soll der Steuerzahler wieder ran. EU-Politiker missbrauchen dazu verdeckt den ESM.
Um darüber keine unbequemen Debatten entstehen zu lassen, wird weiter kräftig an der Verfälschung von Wirklichkeit durch korrumpierte Massenmedien gearbeitet:
10.05.2012 – Zeitungen – Ein Hobby der Millionäre. Meinungsmache: In den USA kaufen viele Unternehmer Zeitungen und beeinflussen dann deren Inhalte.
Das Argument, Verschwörungstheorien vereinfachten unzulässig eine viel komplexere Wirklichkeit, gehört zu den am häufigsten genannten in diesem Kontext. So etwa zu einem historischen Fall im Alten Rom:
Eine effiziente Verschwörungstheorie hat etwas von einer Religion. Sie ist durch ihre zweckorientierte Simplifizierung der komplizierten Fakten dogmatisch. Sie ist nicht hinterfragbar.
Und wie verhält es sich mit den Wirklichkeiten der Gegenwart? Wie steht es z. B. in dieser Hinsicht um die Machtstrukturen in der Industrie?
Wie soll man also zu solchen Organisationsstrukturen im oben genannten Sinne argumentieren? Sind die zentralistischen Tendenzen in einer nur scheinbar pluralistischen Welt der Produktangebote nicht selbst eine „zweckorientierte Simplifizierung“? Und was ist hier der„Zweck“?
Wir stellen täglich an Meldungen aus dem Wirtschaftsleben fest, wem wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Dynamiken in Vergangenheit und Gegenwart am meisten nützten und nützen. Darin besteht also ein objektiv feststellbarer „Zweck“. Der Dogmatismus dieser Verhältnisse besteht darin, dass sie als relativ unveränderlich suggeriert werden.
Mit Dank an B. für den Link-Hinweis
Update 10.05.2012: „EU-Parlament rügt Lobbyverflechtungen bei der EU-Lebensmittelbehörde EFSA, Vorsitzende nimmt Lobbyjob an“ („LobbyControl“)
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Eine selten ausführliche Quelle zur Hauptfigur zahlreicher Verschwörungstheorien ist dieses Video mit David Rockefeller im Interview des „Revelle Forum“:
Die deutsche Berichterstattung zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 erwähnt ja recht selten, dass die Brüder David und Nelson Rockefeller führende Figuren beim Bau des World Trade Center waren. Daraus leiten sich eine Fülle von Zusammenhängen her, die mein Buch zum Thema rekonstruiert. Demgegenüber geht es in einem solchen Interview wiederum hauptsächlich um biografische Einzelheiten und pseudo-private Einblicke. Ab 39:00 Min. wird beispielhaft deutlich, wie David Rockefeller – an der Seite des in der US-amerikanischen Außenpolitik der letzten Jahrzehnte allgegenwärtigen Henry Kissinger – auf diplomatischer Ebene auch an weltpolitischen Ereignissen beteiligt war und deshalb definitiv zu einer Art Schattenregierung gehört. Sein Wirken etwa im „Council on Foreign Relations“ wird zwar in der einschlägigen Literatur ausführlich bedacht, ist aber in Mainstream-Medien ebenfalls kaum ein Thema.
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Das Phantom eines Terror-Netzwerks gibt wieder einmal eine Nachricht her – Unterhosenbombe in neuer Qualität. Der neue Anführer soll sich in Pakistan aufhalten:
In einer videografischen Reminiszenz teilt uns Helmut Hilberer, erläutert in seinem Blog-Eintrag zur „Angstbude“, seine Interpretation der Innenarchitektur des Deutschen Bundestags mit:
Diese Sicht hat im gegenwärtigen politischen Kontext einiges für sich: Der Verweis auf das Damokles-Schwert und die bedrohliche Formsprache harmonieren in der Tat nicht mit einem angstfreien Diskurs zu politischen Fragen.
Der Dorn über den Parlamentariern, entworfen von Norman Foster, weckt sicher bei jedem andere Formassoziationen. (Ich vermeide hier Aussagen, die mich selbst belasten könnten.) Noch zu ergänzen wäre jedenfalls das Prinzip der „Präzession“, deren Bewegungsmuster in diesem konischen Körper statische Form geworden ist.
In ihrer technischen Funktion bringt die Kuppel, ermöglicht wird dies durch ein trichterförmiges Lichtumlenkelement mit 360 Spiegeln, zusätzliches Tageslicht in den Plenarsaal.
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„Machen Sie sich’s nicht so einfach, alles zu einer Konspiration zu erklären.“ So bei 20:40 Min. in dem hier folgenden Video der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck, derzeit Chefvolkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD).
Die übrigen Aussagen Flassbecks betonen die äußerst schwierige finanzwirtschaftliche Situation in der Europäischen Union und schätzen den Anteil verantwortlicher kompetenter Politiker auf 40 %. Eine zentrale Voraussage für den Fortgang der Ereignisse bei dem derzeit eingeschlagenen Kurs lautet dann bei 14:00 Min.,
dass diese europäische Wirtschafts- und Währungsunion platzt, mit ihr ganz Europa platzt und dann … äh und Deutschland 3 Millionen Arbeitsplätze innerhalb von … äh 3 Monaten verliert.
Ein Zuhörer verweist in der Fragerunde jedoch bei 17:00 Min. darauf zurück, Flassbeck habe Zahlen zur Verschiebung des Masseneinkommens und ergo Konsums hin zu Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Privatvermögen projiziert:
Flassbeck beruft sich zu Recht auf seine umfangreichen Erfahrungen mit Politikern und ihren Beratern. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, ob das In-Abrede-Stellen von „Konspiration“ hier nicht eindeutig zu kurz greift. Was ist denn eine Politik, die, dieser Grafik zufolge, seit 2002 eine explosionsartige Steigerung der Umverteilung von Wohlstand von vielen auf wenige innerhalb der deutschen Volkswirtschaft bewirkt? Ist eine solche Politik etwa nicht evident von wenigen Einzelinteressen geleitet? Und wie soll eine solche Lenkung stattfinden – durch Zufälle der Geschichte?
Flassbecks explizite Einschätzung von 60 % der zuständigen Politiker als fachlich wenig geeignet ist ein Faktor für diese Entwicklung. Die andere Seite besteht in Entscheidern ihres Umfelds und innerhalb der Realwirtschaft. Wer eine Aussage über Ursachen (und damit Änderungsmöglichkeiten) dieser Verhältnisse treffen wollte, hätte hierzu Nachforschungen anzustellen und nachhaltig öffentlich zu kommunizieren.
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Die Buchreihe Kino Okkult zeigt, wie sehr die Vorstellungswelten von Spielfilmen mit sogenannten „Verschwörungstheorien“ übereinstimmen, die im Okkultismus ein wesentliches Fundament für moderne Kultur und Politik sehen. Und sie fragt, was Film und Konspiratologie zu historischen und aktuellen Ereignissen Sinnvolles zu sagen haben.
Als Archiv und systematisches Nachschlagewerk zu den Themen der Reihe informiert das » Wiki Kino Okkult.